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Veröffentlicht am 04.04.2026

Die Suche nach dem Manuskript und der Wahrheit

Das letzte Buch von Marceau Miller
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Nach einer Party zum Erscheinen seines neuen Romans ist der Schriftsteller Marceau Miller verschwunden. Seine Frau Sarah sucht ihn vergeblich. Dann wird er tot am Fuß einer Felswand gefunden. Alle, auch ...

Nach einer Party zum Erscheinen seines neuen Romans ist der Schriftsteller Marceau Miller verschwunden. Seine Frau Sarah sucht ihn vergeblich. Dann wird er tot am Fuß einer Felswand gefunden. Alle, auch die Polizei, glauben an einen Unfall, da Marceau immer ohne Sicherung kletterte. Doch Sarah spürt, dass mehr dahinter steckt und macht sich auf eigene Spurensuche, denn auch das Manuskript seines letzten Buches ist verschwunden und scheint der Schlüssel zu allem zu sein. Dabei findet sie Dinge heraus, die alles Bisherige infrage stellen.

Dieser Spannungsroman ist clever aufgebaut. Nicht nur, dass der mutmaßliche Autor dieses Buches der Autor des Buches im Roman ist, sondern auch die Erzählstränge. Immer wieder kommt Marceau selbst zu Wort. So erfährt man Dinge, die bisher verdeckt und geheim waren, wird dennoch noch mehr auf die Folter gespannt und an die Story gefesselt. Den zweiten Strang erzählt seine Frau Sarah, sodass man mit ihr fühlt und empfindet, sie auf der Suche begleitet und ihre Gedanken teilt. Was so nach und nach herauskommt, ist beängstigend. Sarah kann sich nichts und niemand mehr sicher sein. Ihre komplette Existenz ist bedroht. Sie weiß nicht mehr, wem sie tatsächlich vertrauen kann. Jede weitere Entdeckung lässt sie mehr verzweifeln. Mit dem Knall am Ende hätte niemand gerechnet.

Die Figuren sind klar und lebhaft gezeichnet. Man kann sie sich prima vorstellen. Ob sympathisch oder nicht, sie alle sind stimmig und realistisch dargestellt. Die Handlung ist ebenfalls logisch und realistisch, wenn auch an einigen Stellen natürlich nicht gerade alltäglich. Die Wendungen sind klug und sehr überraschend. Sie führen die Geschichte immer wieder in neue Richtungen und lassen am Ende mit offenem Mund staunend zurück. Sehr unterhaltsam, spannend und fesselnd!

Ich mag es sehr, wenn zwei Sprecher eingesetzt werden, wenn es zwei Erzählstränge gibt. Noch dazu machen Marlen Ulonska und Johannes Quester ihren Job mehr als nur gut. Sie passen zu den Figuren und der Story wie Faust auf Auge. Ich habe mich von ihnen problemlos ans Setting entführen lassen können und bin in die Geschichte komplett eingetaucht. Für diese großartige Unterhaltung durch Autor und Sprecher gebe ich gern die vollen fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 01.04.2026

Freiheit kann auch ein Gefängnis sein

Mit beiden Händen den Himmel stützen
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Lales Start ins Leben ist schon unglücklich, denn da ihre Mutter drogenabhängig ist, hat sie direkt nach der Geburt einen Entzug. Sie landet im Heim, bei Pflegeeltern, in einer WG, Drogen sind immer ein ...

Lales Start ins Leben ist schon unglücklich, denn da ihre Mutter drogenabhängig ist, hat sie direkt nach der Geburt einen Entzug. Sie landet im Heim, bei Pflegeeltern, in einer WG, Drogen sind immer ein Teil ihres Umfelds. Sie weiß, dass andere Kinder ein völlig anderes Leben führen und versucht, einfach nur zu überleben. Dabei geht sie durch jede Menge schlimme Zeiten und Phasen.

Es gibt hier massig Themen, die triggern. Ist es tatsächlich autobiografisch? Ich weiß es nicht. Das spielt für mich aber auch keine wirkliche Rolle. Die Erzählkunst ist gigantisch, die Direktheit beängstigend, die Ehrlichkeit erschreckend. Und genau das bewirkt, dass man mit Lale durch die Jahre geht und an ihrer Seite sein möchte, ihr helfen möchte, ihr alles Gute wünscht, Glück, Liebe, ein echtes Zuhause.

Der Erzählstil ist etwas gewöhnungsbedürftig durch die durchgehende Gegenwartsform. Alles passiert jetzt. Lale, die in den 1980ern aufwächst, blickt nur sporadisch zurück, gar nicht nach vorne, lebt im Augenblick, erzählt fast emotionslos. Und das, obwohl so viele Gefühle in ihr stecken. Es ist jedoch ein gutes Bild dafür, wie wenige von ihren Gefühlen erwidert werden, wie viele ihrer Gefühle aber immer wieder verletzt werden. So unbequem das Stilmittel ist, so gut funktioniert es auch.

Die Story ist schwer, oft belastend, aber erstaunlicher Weise unfassbar bereichernd. Wohl fühlt man sich nicht beim Hören, obwohl Aileen Wrozyna eine echt tolle Sprechstimme hat und sie auch gekonnt einsetzt. Trotzdem hab ich keine Minute bereut. Sterne abziehen wäre unfair, denn gerade diese schweren Geschichten haben viel zu sagen und passen ins wahre Leben. Ob nun autobiographisch angehaucht oder nicht, ich gebe fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Nudeln mal ganz schnell, mal etwas aufwendiger

Pasta Pronto
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Hier merkt man bei jedem einzelnen Rezept, dass Mateo Zielonka zurecht The Pasta Man ist. Die Liebe zur Nudel ist nicht zu übersehen! Sehr schön finde ich von daher, dass die Rezepte in den meisten Fällen ...

Hier merkt man bei jedem einzelnen Rezept, dass Mateo Zielonka zurecht The Pasta Man ist. Die Liebe zur Nudel ist nicht zu übersehen! Sehr schön finde ich von daher, dass die Rezepte in den meisten Fällen für frische, wie auch getrocknete Pasta ausgelegt sind. Bei wenigen Ausnahmen ist dies nicht der Fall. Das sind die Rezepte, die einfach besser mit getrockneter Pasta gelingen, weil deren Bissfestigkeit besser passt.

Bevor es an die eigentlichen Rezepte geht, bekommt man eine Reihe toller Informationen über Pasta allgemein, wie man sie richtig und perfekt kocht, den idealen Pasta-Vorrats-Schrank, Küchengeräte. Dann folgten die Rezepte zum klassischen Pastateig, reichhaltigen Eierteig, glutenfreiem Eierteig, veganem Semmola-Teig; das richtige Ausrollen und das Formen. Mateo beschränkt sich hier auf wenige Formen, doch das sind genug, um in die Materie hineinzufinden.

Die nun folgenden Rezepte sind unterteilt in die Kapitel Pronto, Pronto!; Pronto!; Nicht ganz so Pronto; Burrata, Gemüse und mehr. Vor jedem Kapitel ist ein kleiner, einführender Text. Auch den Rezepten sind einige Zeilen vorangestellt. Ich mag das gern. Anschließend findet man klassisch die Anzahl der Portionen und die Zutaten sowie die Zubereitungsschritte. Die Anweisungen sind klar und verständlich formuliert, trotz der knappen Worte. Zu jedem Rezept bekommt man ein ansprechendes Foto. Das ist mir immer besonders wichtig, da ich dazu neige, Rezepte ohne Foto zu ignorieren. Ich lasse mich gern bildlich inspirieren. Wer Wert auf Nährwertangaben legt, wird hier enttäuscht. Mich persönlich stört das nicht. Bei einigen Rezepten sind noch Hinweise zu finden, wie sie vegetarisch oder vegan werden können. Teilweise werden etwas ausgefallenere Zutaten verwendet, doch sind diese nicht allzu schwer im Handel zu finden.

Insgesamt begeistert mich dieses Buch total! Es macht nicht nur Lust darauf, Pasta selbst zu machen, es liefert auch gut erklärte Rezepte und Anleitungen für den Pastateig. Die Saucenrezepte sind mal weniger, mal mehr aufwendig, eben wie die Kapitel es versprechen. Ich kann mit Fug und Recht sagen, dass dies gerade mein liebstes Pasta-Buch ist. Besonders die Wodkasoße ohne Wodka ist der Hit! Die Rezepte sind alltagstauglich und auch von weniger Geübten zu schaffen. Für mich ist dies ein 5-Sterne-Buch!

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Frische Sattmachsalate

Salate
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Tanja Dusy versteht es, Rezepte so aufzubauen und vorzustellen, dass man sich sicher sein kann, sie ganz genau so auch hinzubekommen. Super leckere Gerichte, die nicht überfordern!

Diesmal dreht sich ...

Tanja Dusy versteht es, Rezepte so aufzubauen und vorzustellen, dass man sich sicher sein kann, sie ganz genau so auch hinzubekommen. Super leckere Gerichte, die nicht überfordern!

Diesmal dreht sich wieder alles um Salate. Sie sind in die Kapitel Frühling; Sommer; Herbst; Winter eingeteilt. Für jede Jahreszeit also Rezepte für Salate mit Zutaten der Saison. Super gemacht, super lecker! Bevor es an die Rezepte geht, gibt es interessante und wichtige Informationen rund um Salat als Hauptmahlzeit, wichtige Elemente und eine Art Bauanleitung, wie man einen Salat zusammenstellt.

Entsprechend ist der Aufbau der Rezepte ein wenig anders. Neben dem Bild des Salates sind die Zutaten für den Salat, das Dressing und ggf. weiteren Komponenten, z.B. Hummus, Omelett oder Filoecken, auf der zweiten Seite dann findet sich die ausführliche Beschreibung, wie alles zu einem köstlichen Gericht wird. Für jede Jahreszeit gibt es einen Überblick, was, also welche Zutaten, es saisonal gerade gibt. Auch eine speziell auf die Jahreszeit abgestimmte Auswahl an Dressings hat Tanja Dusy zusammengestellt.

Die Rezepte sind abwechslungsreich und sowohl im Bereich der Klassiker, als auch moderner Küche. Die Zutaten sind im Handel problemlos zu bekommen. Mich freuen die Fotos immer ganz besonders, denn so kann ich für mich besser entscheiden, was ich nacharbeiten möchte und vor allem, was mir schmeckt! Einige der Geschirrteile gefallen mir so sehr, dass ich sie gern selbst hätte! Zubereitungszeit und Portionen werden angegeben, Nährwerte jedoch nicht. Anhand von Sternchen kann man im Rezeptverzeichnis direkt sehen, ob ein Salat vegetarisch oder vegan ist. Die Kennzeichnung bei den Rezepten ist noch besser verständlich. Ein Blättchen für vegetarisch, zwei für vegan und gar keins für Salate mit Fleisch oder Fisch. Im Vorwort wird darauf hingewiesen, dass Käse ggf. durch zu vegetarisch hergestellten Produkten ersetzt werden kann, um das Rezept vegetarisch zu halten.

Für mich ist dies eins der wenigen Salatbücher, die mir wirklich Lust auf Salat als Hauptmahlzeit machen. Klar, ist immer recht viel zu schnibbeln und zu tun, aber der Genuss ist umwerfend! Die Rezepte unterscheiden sich übrigens deutlich zu denen aus ihrem Buch Salate zum Sattessen. Fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Ja, warum eigentlich darfst immer Du bestimmen?

Katzenpfade
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Mensch und Katze gehen jeden Tag spazieren. Dabei bestimmt Mensch immer, wohin es geht. Katze möchte aber gern auch spielen, sich von anderen streicheln lassen, Dinge entdecken und beobachten. Doch dafür ...

Mensch und Katze gehen jeden Tag spazieren. Dabei bestimmt Mensch immer, wohin es geht. Katze möchte aber gern auch spielen, sich von anderen streicheln lassen, Dinge entdecken und beobachten. Doch dafür lässt Mensch ihr keine Zeit. Also fragt Katze, wieso eigentlich immer Mensch bestimmen darf? Mensch ignoriert diese Frage zunächst und verlangt von Katze, mitzukommen. Das tut sie nicht, Mensch geht weiter und dann ist Katze weg. Mensch wartet, hat Angst, fühlt sich verloren, geht erst nach langer Zeit nach Hause. Dort wartet, als sei nichts geschehen, Katze. Mensch verspricht, Katze darf beim nächsten Spaziergang bestimmen.

Diese Geschichte ist so zauberhaft, wunderbar, voller Liebe! In wenigen Worten und mit einfachen, aber wunderschönen Illustrationen erzählt Sara Lundberg, die Autorin und Illustratorin ist, so enorm viel! Mensch bleibt ziemlich alters- und geschlechtslos, Katze ist Sinnbild für Eigenständigkeit, Freiheitsliebe, eigene Meinung, Ungebundenheit, aber auch Anhänglichkeit, Geduld und Treue. Denn als endlich Katze bestimmen darf, gehen beide gemeinsam neue, andere Wege. Die sind für Mensch nicht immer angenehm oder schön, doch am Ende steht die Erkenntnis, dass man nur so Dinge entdeckt, die einem anders verborgen geblieben wären. Besser könnte man Freundschaft auf Augenhöhe wohl kaum erklären oder beschreiben!

Sehr schön finde ich auch, dass nicht verschwiegen wird, dass es Verlustängste gibt, dass es nicht so leicht ist, immer offen für anderes zu sein, es auch mal Ärger und Ängste auslösen kann, das aber okay ist, solange man richtig damit umgeht. Katze scheint das anfangs egal zu sein, aber im Laufe der Geschichte erkennt man, dass diese Gleichgültigkeit etwas anderes ist, nämlich Geduld mit Mensch. Das ist also eine weitere Lektion, dass Dinge nicht immer so sind, wie sie scheinen! Zudem lernt man noch, dass man immer auf den Weg achten muss, auch wenn man ihn so gar nicht mag, weil man diesmal folgt, satt bestimmt, denn sonst übersieht man kleine oder größere Gefahren. Und ein ganz besonderes Highlight ist die ausklappbare Seite, die im Buch versteckt ist.

Ob das Buch aber für Kinder ab 5 Jahren geeignet ist, finde ich für mich schwer zu beurteilen. Auch wenn die Kinder in dem Alter tatsächlich gern so handeln, wie Mensch im ersten Teil des Buches, bin ich mir nicht sicher, ob sie so einsichtig sind, wie Mensch im zweiten Teil des Buches. Trotzdem finde ich das Buch, die Illustrationen, die Geschichte und die Message sehr schön! Klar, ein wenig könnte ich mich auch in Katze verliebt haben, weil sie fast wie meine Katze aussieht! Fünf Sterne!

Wäre ich der Katze auf ihre abenteuerlichen Erkundungen gefolgt? Oh, ich bin mir da ziemlich sicher, dass ich das getan hätte! Vermutlich ab einem gewissen Punkt nicht so sauer, wie Mensch in der Geschichte, aber wohl ängstlich und vor allem unsicher. Welche Illustration hat mir am besten gefallen? Eindeutig die ausklappbare Seite, aber dann auch noch die beiden letzten Seiten im Buch, auf denen Katze im Sessel zufrieden schläft und Mensch liebevolle Zeichnungen von Katze macht, ganz viele! Wohin würde mich mein nächstes Abenteuer führen? Meine Katze liebt den nahen Fußballplatz, jedenfalls mit etwas Sicherheitsabstand. Und sie liebt Baumaschinen. Also würden wir wohl zum Sportplatz gehen oder auf eine Baustelle!

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