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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2026

Eine einfühlsame Erzählung über eine neurodivergente Familie

Sie wollen uns erzählen
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Das Cover "Sie wollen uns erzählen" ist ansprechend, hat aber relativ wenig mit dem Inhalt zu tun.
Inhaltlich geht es in dem Buch um Oz, der etwas blödes in der Schule angestellt hat und sich wünscht, ...

Das Cover "Sie wollen uns erzählen" ist ansprechend, hat aber relativ wenig mit dem Inhalt zu tun.
Inhaltlich geht es in dem Buch um Oz, der etwas blödes in der Schule angestellt hat und sich wünscht, dass etwas schreckliches passiert, das seine Mama so ablenkt, dass er ihr den Brief, über das was vorgefallen ist, nicht geben muss.
Als Oz heim kommt, stellt er fest, dass es geklappt hat: seine Mama Ann hat keinen Kopf für ihn und hat sogar vergessen, dass Zeugnistag ist.
Der Schreibstil ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, weil die Gedanken sehr sprunghaft dargestellt sind und die Handlungsstränge von Oz und Ann zum Teil sehr stark miteinander verwoben sind, aber insgesamt fand ich es sehr gelungen und die Figuren Ann und Oz sind sehr authentisch geworden, da ihre Neurodivergenz so passend dargestellt wurde.
Anfangs hat mich das Buch noch nicht sofort gepackt, aber man konnte sich wirklich sehr gut in Oz hineinversetzen und im zweiten Teil des Buchs wollte ich einfach nicht mehr aufhören zu lesen.
Am Ende hab ich mich allerdings schon gefragt, was denn nun eigentlich mit Nell ist. Dass sie sich nirgendwo meldet ist schon sehr eigenartig und verantwortungslos!
Ansonsten kann ich das Buch sehr empfehlen - es ist kurzweilig und gleichzeitig sehr einfühlsam geschrieben.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Das Leben steht Kopf - der Übergang in eine neue Lebensphase

Salto
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„Salto“ von Kurt Prödel hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Die Geschichte begleitet Marko und Claire kurz vor ihrem Abitur. Beide träumen davon, nach der Schule zusammen in einer Stadt zu studieren ...

„Salto“ von Kurt Prödel hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Die Geschichte begleitet Marko und Claire kurz vor ihrem Abitur. Beide träumen davon, nach der Schule zusammen in einer Stadt zu studieren und ihr Leben gemeinsam weiterzuführen. Doch wie so oft im echten Leben kommt alles anders: Marko muss für sein Studium nach Ungarn, während Claire nach München gehen möchte. In dieser Übergangszeit merken beide schnell, wie überfordernd dieser neue Lebensabschnitt sein kann, und müssen sich mit ganz unterschiedlichen Problemen auseinandersetzen.

Marko und Claire waren mir beim Hören sehr sympathisch. Gleichzeitig hatte ich manchmal das Gefühl, dass ihre Beziehung ein wenig unrealistisch wirkt – vor allem, weil Claire aus einem sehr guten Elternhaus kommt und ihre Verbindung mit Marko dadurch für mich nicht immer ganz glaubwürdig war. Trotzdem mochte ich die beiden als Figuren sehr.

Besonders gefallen hat mir, wie das Buch Themen wie Erwachsenwerden, Fernbeziehungen und den Umgang mit traumatischen Erlebnissen behandelt. Der Stil wirkt sehr authentisch und passt gut zu Markos Perspektive.

Das Ende passt eigentlich zur Geschichte und zu dieser Lebensphase, in der vieles offen und unsicher ist. Trotzdem hätte ich mir persönlich gewünscht, noch ein bisschen mehr darüber zu erfahren, wie es mit Marko und Claire weitergeht.

Ich würde das Hörbuch vor allem jungen Menschen empfehlen – oder auch Eltern mit Kindern in diesem Alter.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Eine Reise mit Hindernissen

Wiedersehen mit mir selbst zwischen Pasta und Limoncello
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Der Roman begleitet Lena, die mit ihrem Bulli „Berta“ nach Italien aufbricht, um ihrem Alltag zu entfliehen – doch eine Panne zwingt sie, ihre Pläne loszulassen und sich auf eine unerwartete innere Reise ...

Der Roman begleitet Lena, die mit ihrem Bulli „Berta“ nach Italien aufbricht, um ihrem Alltag zu entfliehen – doch eine Panne zwingt sie, ihre Pläne loszulassen und sich auf eine unerwartete innere Reise einzulassen.


Leicht und flüssig geschrieben, versprüht das Buch sommerliche Urlaubsstimmung und eignet sich gut als entspannte Lektüre. Inhaltlich steht weniger die Handlung als vielmehr die Selbstreflexion im Fokus: Affirmationen und innere Dialoge machen Lenas Gedankenwelt greifbar und geben dem Buch eine klare Coaching-Note. Für mich persönlich war das etwas zu viel.


Die Geschichte selbst bleibt dabei eher schlicht und vorhersehbar. Wer jedoch einen inspirierenden, unkomplizierten Roman mit persönlichem Mehrwert sucht, wird hier fündig.

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Ein wichtiger Roman mit gemischtem Eindruck

Und alles zerbricht (Paper Hearts 1)
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Triggerwarnung: Essstörung

Die Geschichte von Mila ist alles andere als leicht: Durch einen plötzlichen Umzug verliert sie den Kontakt zu ihren engsten Freunden, während ihre Eltern selbst mit eigenen ...

Triggerwarnung: Essstörung

Die Geschichte von Mila ist alles andere als leicht: Durch einen plötzlichen Umzug verliert sie den Kontakt zu ihren engsten Freunden, während ihre Eltern selbst mit eigenen Problemen beschäftigt sind und kaum für sie da sind. In dieser Einsamkeit rutscht Mila immer tiefer in eine Essstörung.

Der Schreibstil des Buches hat mir sehr gut gefallen. Besonders die wechselnden Erzählperspektiven sind gelungen und geben einen intensiven Einblick in die Gedankenwelt der Figuren. Die Autorin schafft es eindrucksvoll, auf das Thema Essstörungen aufmerksam zu machen und schildert sehr detailliert, welche Gedankengänge Betroffene haben könnten – das wirkt authentisch und berührend.

Kritisch sehe ich allerdings die Liebesgeschichte: Mila verliebt sich in einen Mitarbeiter. Nicolas wird zwar als sehr lieb und einfühlsam dargestellt, dennoch wirkt diese Beziehung auf mich unprofessionell und teilweise unpassend. Gerade in einer so verletzlichen Situation könnte eine solche Dynamik problematisch sein und birgt aus meiner Sicht ein gewisses Risiko, da junge Menschen ausgenutzt werden könnten.

Außerdem hat mir das offene Ende nicht gefallen. Zwar ist es offensichtlich als Cliffhanger für den zweiten Teil gedacht, dennoch hat es bei mir eher Frust als Spannung ausgelöst.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Unterhaltsamer Krimi - am Ende etwas unrealistisch

39 Grad Mord
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In 39 Grad Mord von Jenny Lund Madsen geht es um die Krimiautorin Hannah, die dringend Inspiration für ihr nächstes Buch braucht. Ihr Lektor schickt sie deshalb nach Sizilien, damit sie dort neue Ideen ...

In 39 Grad Mord von Jenny Lund Madsen geht es um die Krimiautorin Hannah, die dringend Inspiration für ihr nächstes Buch braucht. Ihr Lektor schickt sie deshalb nach Sizilien, damit sie dort neue Ideen sammeln kann. Doch statt in Ruhe schreiben zu können, gerät Hannah schon nach kurzer Zeit mitten in einen echten Mordfall: Während sie als Gast in einem Haus wohnt, wird die Gastgeberin ermordet. Plötzlich stehen sowohl Hannah als auch der Ehemann der Toten, Hans, unter Verdacht.

Um ihre eigene Unschuld zu beweisen, beginnt Hannah selbst zu ermitteln. Gleichzeitig hofft sie, aus den Ereignissen auch Inspiration für ihren nächsten Krimi zu gewinnen.

Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, sodass sich die Geschichte leicht lesen lässt. Besonders gut fand ich, dass der Roman nicht nur spannend, sondern stellenweise auch sehr lustig ist. Diese Mischung aus Krimi und Humor macht das Buch unterhaltsam und sorgt dafür, dass man weiterlesen möchte.

Allerdings fand ich die Handlung gegen Ende etwas unrealistisch. Vor allem eine Szene, in der Hannah mit einem angeschossenen Bein dem Täter hinterherjagt, wirkte auf mich wenig glaubwürdig. Dadurch hat das Ende für mich etwas an Spannung verloren.

Trotzdem ist 39 Grad Mord ein unterhaltsamer Krimi, der sich gut und schnell lesen lässt. Wer Krimis mit einer sommerlichen Kulisse mag, könnte an diesem Buch Spaß haben.

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