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Veröffentlicht am 27.03.2026

Neuorientierung einer Frau nach ihrem sanften Fall

Hellere Tage
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Der neue Roman "Hellere Tage" von Ulrich Woelk schließt thematisch an seinen Vorgängerroman "Mittsommertage" an. Letzteren habe ich allerdings nicht gelesen, ich beurteile also das neue Buch unabhängig ...

Der neue Roman "Hellere Tage" von Ulrich Woelk schließt thematisch an seinen Vorgängerroman "Mittsommertage" an. Letzteren habe ich allerdings nicht gelesen, ich beurteile also das neue Buch unabhängig davon.

Im Zentrum der Handlung steht Ruth, eine etablierte Universitätsprofessorin für Philosophie, die in der letzten Zeit einige Rückschläge einstecken musste: nachdem öffentlich wurde, dass sie als verblendete, radikale junge Frau gemeinsam mit anderen einen Strommast gesprengt hatte, ist ihr Karrierefortschritt ins Stocken geraten, auch wenn sie immer noch über eine sehr gute, etablierte Position verfügt und auch finanziell gut abgesichert und sozial eingebettet und vernetzt ist. Die Ehe mit ihrem Mann Ben ist zu Ende, er ist nun mit einer viel jüngeren Frau zusammen, möchte aber am liebsten immer noch in der ehemals gemeinsamen Wohnung bleiben, auch wenn er sich nicht wirklich leisten kann, Ruth auszuzahlen.

Bens Tochter und Ruths Ziehtochter Jenny, eine junge Frau im frühen Erwachsenenalter, irrt orientierungslos durch das Leben und durch wechselnde Beziehungen, wohnt mit anderen in einem besetzten Haus und ist sich nicht ganz sicher, was es für ihre Beziehung zur Ziehmutter bedeutet, dass diese nun nicht mehr mit dem Vater zusammen ist. Dazu gibt es noch einen sehr alten und dann sterbenden Vater von Ruth, dessen Briefe an einen alten Freund sie liest und die für sie ebenfalls einiges in Frage stellen.

Es geht somit um eine Frau, die eigentlich ganz gut im Leben stand und immer noch vergleichsweise sanft fällt, aber doch in den mittleren Lebensjahren so einiges, was sie als Gewissheiten angesehen hatte, in Frage stellen und sich neu orientieren muss. Das Buch ist - mit ganz wenigen Ausnahmen, in denen zu Jennys Perspektive gewechselt wird - überwiegend aus der Sicht von Ruth geschrieben. Wir erleben die Enttäuschung der Universitätsprofessorin über den Verrat des Ehemannes und die berufliche Degradierung, und ihre zaghaften Versuche, durch sexuelle Abenteuer einen zweiten Frühling zu erleben, sowie ihr Bemühen um das Aufrechterhalten oder Wiederherstellen einer guten Beziehung zu Jenny.

Eingebettet in die Handlung sind viele Themen, die insbesondere in der linksliberalen Szene derzeit eine große Rolle spielen: von der Legitimität zivilen Ungehorsams oder aktiven Widerstands durch Sabotageakte über Fleisch essen oder nicht bis zu verschiedensten sexuellen Orientierungen. Damit reiht sich das Buch perfekt in den aktuellen Zeitgeist ein, stellt zugleich aber auch immer wieder die Frage, wie die porträtierten Personen - und damit in Identifikation mit diesen auch wir als Leserinnen und Leser - sich zu diesen Themen positionieren möchten und was diese Stellungnahme für unsere nahen Sozialbeziehungen bedeutet. Somit ist es sehr geeignet für ein Reflektieren der Zeit, in der wir leben, und der Haltung, die wir selbst zu aktuellen Themen einnehmen möchten.

Das Buch liest sich insgesamt unterhaltsam, leicht und durchaus interessant, auch wenn mir die meisten Charaktere und insbesondere Ruth emotional nicht sehr nahe gegangen sind. Inhaltlich habe ich die Vermutung, dass ich durchaus davon profitieren hätte können, das Vorgängerwerk davor gelesen zu haben, weil sich manches dann vielleicht noch anders eingeordnet hätte. Insgesamt ist das Buch aber natürlich auch als eigenständiger Band gut lesbar und verstehbar.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Wann ist man nicht mehr radikal?

fundamentalös
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"Fundamentalös" wurde in der englischsprachigen Originalausgabe für die Shortlist des Women's Prize for Fiction nominiert. Die Autorin Dr. Nussaibah Younis ist Friedensforscherin, hat selbst irakisch-pakistanische ...

"Fundamentalös" wurde in der englischsprachigen Originalausgabe für die Shortlist des Women's Prize for Fiction nominiert. Die Autorin Dr. Nussaibah Younis ist Friedensforscherin, hat selbst irakisch-pakistanische Wurzeln, verfügt über jahrelange Erfahrung in der Friedensarbeit im Irak und hat selbst als Beraterin für die irakische Regierung in Deradikalisierungsprogrammen mitgearbeitet. Sie ist selbst streng religiös erzogen worden und hat sich später von der islamischen Religion abgewandt, bezeichnet sich nun als nicht religiös.

Warum erwähne ich das so detailliert in meiner Rezension? Weil es sich zwar um einen fiktiven Roman handelt, bei dem es der Autorin wichtig war, die Leserinnen und Leser mit ihrem Humor auch gut zu unterhalten (was bestens gelungen ist), aber es durchaus auch so einige Parallelen zwischen der fiktiven Nadia und der Autorin gibt.

Die Hauptfigur Nadia stammt nämlich ebenfalls aus einer muslimischen Familie, ist religiös aufgewachsen, hat lange das Kopftuch getragen und als Jugendliche sogar Workshops bei einem charismatischen Prediger besucht (ebenfalls wie die Autorin selbst), der sich später dem IS-Umfeld zugewandt hat. Leicht hätte es also passieren können, dass auch sie verblendet als jugendliche IS-Braut in Syrien oder im Irak gelandet wäre. Doch im Laufe ihres Universitätsstudiums hat sie das freiere Leben schätzen gelernt, das Kopftuch abgelegt, sich von der Religion distanziert und sich in die Welt wilder und freier Sexualität mit Männern und Frauen, Alkohol, Drogen und Partys gestürzt, wodurch es auch zu einem Bruch mit ihrer Mutter und einer jahrelangen Phase ohne Kontakt zur Herkunftsfamilie kam.

Nun hat sie ihr Doktorat beendet, unterrichtet an einer Uni und hat einen Artikel über mögliche Deradikalisierungsprogramme für ehemalige IS-Anhängerinnen und Anhänger geschrieben, der weite Beachtung fand und ihr einen Job im UN-Umfeld im Irak verschafft, bei dem sie insbesondere ausländische Mädchen und junge Frauen, die radikalisiert in den Irak gereist sind, mit Kämpfern verheiratet waren und nun, meist verwitwet, unter schlechten Bedingungen in einem irakischen Lager festsitzen und wieder in ihre westlichen Heimatländer zurückkehren möchten, deradikalisieren und bei der Rückkehr unterstützen möchte.

Voll von Idealismus und mit hohen Erwartungen reist Nadia also in den Irak, muss aber schnell feststellen, dass nicht alles so leicht geht wie erwartet. Auch das Umfeld der internationalen Organisationen ist voll von Korruption und Konkurrenz und nicht alle verfolgen die selben hehren Ziele. Schnell lässt sich sowieso mal nichts bewerkstelligen, die westlichen Länder haben wenig Interesse daran, ihre radikalisierten Bürgerinnen zurückzunehmen (und damit terroristische Aktionen oder Anschläge oder zumindest den Vorwurf, diese in Kauf zu nehmen, zu riskieren) und auch im Irak selbst interessiert sich kaum jemand für das Schicksal dieser Frauen, die sich nach weit verbreiteter Meinung ihre Situation selbst zuzuschreiben haben, auch wenn sie ursprünglich als verblendete Teenager eingereist sind.

Besonders am Herzen liegt Nadia die junge Sara, die so wie sie in Großbritannien aufgewachsen ist und sich mit 15 Jahren dem IS angeschlossen, mittlerweile 19 Jahre alt, verwitwet und Mutter eines kleinen Mädchens ist, das ihr weggenommen wurde und nun bei den Eltern väterlicherseits irgendwo im Irak lebt. Sara ist intelligent und auf eine sarkastisch-zynische Art witzig, doch hat sie wirklich den radikalen Ideologien abgeschworen?

Neben der praktischen Arbeit Nadias im Irak gibt es immer wieder Rückblenden auf Nadias früheres Leben, ihr religiöses Aufwachsen und die Distanzierung von ihrer Religion. Viel Raum nehmen auch ihre wilden sexuellen Eskapaden mit Männern und Frauen ein, sowie ihre Traurigkeit über das Ende ihrer lesbischen, nicht-ausschließlichen Beziehung mit Rosy. Ganz ehrlich, diesen Teil hätte man nach meinem Geschmack auch gut aus dem sonst hervorragenden Buch kürzen können und es hätte mir nichts Wesentliches gefehlt, sondern das Buch hätte dadurch für mich noch an Fokus und Tiefe gewonnen. Offenbar scheint es aber dem Zeitgeist zu entsprechen, dass sehr viele Bücher nun explizite, nicht ausschließlich heterosexuelle Sexualität miteinbauen müssen, vielleicht macht das den Erfolg oder die Auszeichnung durch Buchpreise in diesen Zeiten wahrscheinlicher, ich weiß es nicht.

Abgesehen von diesem Faktor, der mich etwas genervt hat, handelt es sich aber um ein kluges, humorvolles, sehr unterhaltsames und nachdenklich machendes Buch, dem man anmerkt, dass die Autorin sich die Geschehnisse nicht nur komplett ausgedacht hat, sondern diese, auch wenn es sich um einen fiktiven Roman handelt, durchaus auf viel Erfahrung und Wissen basieren. Damit ist es ein originelles Werk zu einem spannenden Thema, das ich gerne gelesen habe und allen, die sich dafür interessieren, jedenfalls empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Vom Wert und vom Preis der Schönheit

Das schönste aller Leben
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"Das schönste aller Leben" ist das Romandebüt der Autorin Betty Boras. Schöne Menschen haben in vielen Lebensbereichen, ob privat oder beruflich, Vorteile, so sagt es die Volksweisheit, und das ist auch ...

"Das schönste aller Leben" ist das Romandebüt der Autorin Betty Boras. Schöne Menschen haben in vielen Lebensbereichen, ob privat oder beruflich, Vorteile, so sagt es die Volksweisheit, und das ist auch das Ergebnis so einiger Studien. Und wünschen sich nicht die meisten Eltern insgeheim, wenn auch oft unausgesprochen, ein hübsches Kind, oder zumindest kein hässliches? Wenn wir unseren Kindern das bestmögliche Leben wünschen, ist Schönheit ein wichtiger Bestandteil davon? Was passiert mit ihren Lebensperspektiven, wenn die Schönheit auf einmal beeinträchtigt wird? Doch ist Schönheit nur ein Vorteil, oder gibt es auch einen Preis, der damit einhergehen kann?

Dieses unterhaltsame und gleichzeitig tiefgründige Buch verhandelt das Thema Schönheit und ob und wie sie zu einem guten Leben beiträgt, eine Voraussetzung dafür ist oder es sogar verhindern könnte, aus vielfältigen Perspektiven, eingebettet in eine Mehrgenerationengeschichte einer rumäniendeutschen Familie.

Es gibt vier Erzählperspektiven:

1) Vio, das ist die kindliche und später jugendliche Viola, die gemeinsam mit ihren rumäniendeutschen Eltern aus dem Banat nach Deutschland auswandert. Die sich dort wünscht, nicht aufzufallen, sich anpassen und genauso wie ihre deutschen Mitschülerinnen sein möchte. Die als Jugendliche wegen Skoliose ein Korsett tragen muss und unter dem Schmerz und der Einschränkung der Bewegungsfreiheit sehr leidet. Und die auch spürt, wie sehr die Erwartungen der Eltern, aus ihrer Chance auf ein gutes Leben in Deutschland etwas zu machen, auf ihr lasten.

2) Ich, das ist die erwachsene Viola, Mutter einer kleinen Tochter, die als sehr hübsches Mädchen auf die Welt gekommen ist, aber durch einen tragischen Unfall, der von Viola unbeabsichtigt verursacht wurde, Narben im Gesicht davongetragen hat. Viola aus der Ich-Perspektive hadert sehr mit diesem Schicksal, macht sich dafür verantwortlich und entwickelt dadurch psychische Probleme.

3) Theresia, eine entfernte Vorfahrin dieser Familie, die vor Jahrhunderten zur Zeit Kaiserin Maria Theresias als Ziehtochter einer wohlhabenden Familie in Wien aufwuchs, doch aufgrund von einem aufgeflogenen außerehelichen Sexualkontakt mit einem Priester von der unbarmherzigen Keuschheitskommission in ein Straflager in das rumänische Banat verschleppt wurde. Auch Theresia galt als sehr hübsch, und das wurde ihr zum Verhängnis.

4) Die Banater Erde, die auf die Menschen blickt, von denen sie bearbeitet und geprägt wurde, die auf ihr geboren und in ihr gestorben sind, und die sie verlassen haben: "Die Letzten von euch sind 1990 gegangen, nur ein spärlicher Rest ist übrig geblieben. Wie Ratten habt ihr das sinkende Schiff verlassen, sobald sich eine Gelegenheit bot. Der Diktator war tot, und ihr wähntet eure Zeit gekommen. Wie sehr ihr euch getäuscht habt! Ja, das Leben in der Diktatur war kein Zuckerschlecken, aber ist die Regierung eines Landes das Einzige, was zählt? Sind es nicht auch seine Menschen, seine Traditionen, die Erde, aus der man gewachsen ist? Hier wart ihr jemand, ihr wart Deutsche." (S. 213)

Das Buch ist voll von tiefgründigen, ehrlichen Aussagen und in einer eindringlichen, besonderen Sprache verfasst. Es hat mich damit sofort in seinen Bann gezogen, schon ganz am Anfang, als etwa Viola ihren Wunsch nach einer schönen Tochter äußert: "Ich schäme mich, dass ich eine schöne Tochter möchte. Ich würde lieber sagen, sie soll glücklich sein. Das will ich auch, aber ich bin mir sicher, mit der Schönheit kommt ein Teil des Glücks von selbst. (...) Ich wünsche meiner Tochter Resilienz, möchte ihr ein gutes Selbstbewusstsein mit auf den Weg geben, möchte, dass sie Zufriedenheit unabhängig vom Urteil anderer empfindet. Ich bin aber überzeugt davon, dass es von alledem mehr braucht, wenn sie weniger schön ist. Einen schönen Menschen resilient zu machen ist einfacher." (S. 9)

Neben physischer Schönheit ist auch die Frage nach einem schönen, guten Leben eine prägende, die sich durch das Buch zieht, und auch hier geht es wieder um den Preis: der Preis, die eigene Heimat zu verlassen und in ein Land zu ziehen, in dem man sich erst einmal fremd fühlt, genauso wie der Preis, physische Einschränkungen und Schmerzen, wie ein Korsett oder eine Zahnspange, auf sich zu nehmen, um die eigene Schönheit zu verbessern. Auch Themen wie Klasse, Identität und der dazugehörige Habitus sowie der Wunsch nach sozialem Aufstieg finden Raum in dem Buch: "Vio hatte schnell verstanden, dass das Gymnasium nur für die Besten war. Sie wollte unbedingt dazugehören, aber musste sie dafür nicht mehr wie Nina sein?" (S. 66)

Insgesamt ist es eine berührende Familiengeschichte, die ich äußerst gerne gelesen habe, die genauso unterhaltsam wie tiefgründig ist und mir neue Denkanregungen über die Verknüpfung von Schönheit, Identität, Migration und Chancen gebracht hat. Mein einziger Kritikpunkt ist der Handlungsstrang um die Ahnin Theresia: dafür, dass dieser vor mehreren Jahrhunderten spielt, hat er sich für mich nicht ganz genug in dieser historischen Zeitepoche verortet angefühlt und die Figuren in diesem Teil haben für mich in Bezug auf Sprache und Handeln zu modern und damit nicht vollständig authentisch gewirkt.

Dieser Kritikpunkt gilt nicht für alle anderen Teile, in denen ich die Charaktere als sehr authentisch konstruiert und passend in Zeit und Raum verortet wahrgenommen habe (vermutlich ist dieser Teil auch näher an der eigenen Biografie der Autorin dran).

In Summe vergebe ich gute 4 Sterne für ein empfehlenswertes Buch, das ich einer breiten Leserinnenschaft, aber insbesondere jenen, die sich für Familiengeschichten in Verbindung mit Identität, Migration und Schönheit interessieren, sehr empfehlen kann. Auf weitere Bücher dieser Autorin bin ich sehr gespannt!

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Bedrückend

Das gelbe Haus
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Ich bin auf dieses Buch gestoßen, weil mir "Brüste und Eier" von derselben Autorin sehr gut gefallen hat. In jenem ging es um japanische Frauen rund um das Thema Fruchtbarkeit und Kinder-Kriegen. Auch ...

Ich bin auf dieses Buch gestoßen, weil mir "Brüste und Eier" von derselben Autorin sehr gut gefallen hat. In jenem ging es um japanische Frauen rund um das Thema Fruchtbarkeit und Kinder-Kriegen. Auch dort waren die Beziehungen zwischen den Figuren schon eher distanziert, wie es vielleicht auch für diesen Kulturkreis typisch ist.

Hier geht es nun um sozial benachteiligte junge Menschen in einem schwierigen Milieu. Wirklich warm geworden bin ich mit den Figuren nicht und auch die Handlung hat sich immer wieder hingezogen.

Andererseits gibt es insgesamt auch durchaus interessante Einblicke in die Lebenssituation von Menschen, die keine Ausbildung haben, sich im kriminellen Milieu durchschlagen müssen und von anderen Menschen manipuliert werden.

Es ist jedenfalls ein trostloses Milieu, auf das man sich gerade einlassen können muss, und insgesamt ein ungewöhnliches Buch, das man in dieser Weise nicht oft zu lesen bekommt.

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Schön gestaltetes, spirituelles Mitmachbuch

Wechseljahre - Befreiungsjahre
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Das Buch "Wechseljahre - Befreiungsjahre" von Sinja Mahlow trägt den Untertitel "Ein spiritueller Leitfaden für die Mitte des Lebens" und dieser Untertitel wird dem Buch auch sehr gerecht: es geht weniger ...

Das Buch "Wechseljahre - Befreiungsjahre" von Sinja Mahlow trägt den Untertitel "Ein spiritueller Leitfaden für die Mitte des Lebens" und dieser Untertitel wird dem Buch auch sehr gerecht: es geht weniger um einen medizinischen-biologischen Zugang zu dem Thema - dazu gibt es schon einige andere Bücher am Markt - als um einen spirituell-esoterischen.

Äußerlich ist das Buch wunderschön gestaltet, in ansprechenden Farben und mit inspirierenden Fotos und Gedichten, Checklisten (z.B. zur momentanen Zufriedenheit mit den verschiedenen Bereichen des eigenen Lebens) und Übungen (z.B. Bodyscan zur achtsameren Wahrnehmung des eigenen Körpers). Es macht Freude, sich damit zu beschäftigen.

Auch die Botschaft, die das Buch vermitteln möchte, ist eine wunderschöne: dass die Wechseljahre eine wertvolle Transformationszeit sind, die uns zu tieferer Weisheit und neuer Kraft verhelfen können, zu einer Kraft, die jetzt nicht nur nach außen geht, sondern auch tief im Innen und aus dem Innen heraus wirkt.

Besonders geeignet ist das Buch für alle Frauen, die sich schon jetzt sehr für den Bereich Spiritualität und Esoterik interessieren und mit Themen wie Chakren, TCM, Yoga, Astrologie und ätherischen Ölen etwas anfangen können. Die ursprünglich aus Indien stammenden Chakren sind eines der Kernthemen, nach denen auch die einzelnen Kapitel gegliedert sind. Wer hingegen nach einem medizinisch-naturwissenschaftlich orientierten Begleiter durch die Wechseljahre sucht, ist mit diesem Buch nicht gut beraten.

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