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Veröffentlicht am 29.05.2026

Zum Wohlfühlen, Mitfühlen und Wegträumen

Spätsommerglück
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Die Geschichte hat mir von der ersten Seite an unglaublich gut gefallen. Heike Abidi hat es wieder einmal geschafft, dass ich beim Lesen komplett in ihre Geschichten eintauchen und die Figuren schnell ...

Die Geschichte hat mir von der ersten Seite an unglaublich gut gefallen. Heike Abidi hat es wieder einmal geschafft, dass ich beim Lesen komplett in ihre Geschichten eintauchen und die Figuren schnell ins Herz schließen konnte. Die Hauptprotagonistin Hannah mochte ich total gern. Ihre Einsamkeit nach dem Verlust ihres Mannes war für mich sehr greifbar und emotional beschrieben; gleichzeitig fand ich es wunderschön zu begleiten, wie sie Schritt für Schritt wieder Mut fasst und sich auf etwas Neues einlässt.

Vor allem das Schweden-Setting hat bei mir totale Wohlfühlatmosphäre ausgelöst. Die Beschreibungen von Varburg, dem Familienleben und den vielen kleinen Alltagsmomenten waren so lebendig, dass ich beim Lesen sofort Bilder im Kopf hatte. Gleichzeitig steckt in der Geschichte aber auch viel Gefühl und Tiefgang. Themen wie Familie, Loslassen, Freundschaft, Älterwerden und Selbstverwirklichung wurden sehr authentisch erzählt, ohne jemals kitschig zu wirken.

Besonders gefallen haben mir außerdem die Beziehungen zwischen den Figuren – egal ob die enge Freundschaft zwischen Hannah und Miriam, das Verhältnis zu ihrem Sohn Jonathan oder später die Dynamik innerhalb der Familie Persson. Alles wirkte sehr warmherzig und echt.

Das Ende ging mir persönlich zwar etwas zu schnell, weil ich gern noch länger bei den Figuren geblieben wäre, trotzdem hat sich die Geschichte für mich rund und stimmig angefühlt. Für mich ist „Spätsommerglück“ ein richtig schönes Herzensbuch über Neuanfänge, Mut und die Erkenntnis, dass das Leben auch später noch viele Überraschungen bereithält

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Veröffentlicht am 29.05.2026

Eine wunderschöne Geschichte über Familie, Vertrauen und die große Liebe...

Leuchtturmzauber
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Marie Merburg nimmt uns wieder mit an die Nordsee – diesmal auf die autofreie Insel Juist. Das Cover passt wunderbar zu den ersten beiden Bänden der Reihe und versprüht mit Kutsche, Leuchtturm und Reetdachhaus ...

Marie Merburg nimmt uns wieder mit an die Nordsee – diesmal auf die autofreie Insel Juist. Das Cover passt wunderbar zu den ersten beiden Bänden der Reihe und versprüht mit Kutsche, Leuchtturm und Reetdachhaus sofort echtes Nordsee-Feeling.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Julia erzählt, die im Familienbetrieb als Kutscherin arbeitet. Seit ihre Mutter die Familie vor Jahren verlassen hat, trägt sie viel Verantwortung, während ihr Vater mit dem Verlust zu kämpfen hat. Als plötzlich Lukas Jantzen – ihre frühere große Liebe – nach 14 Jahren auf die Insel zurückkehrt, werden alte Gefühle und Erinnerungen wieder aufgewühlt. Besonders eine Nachricht ihrer Mutter bringt vieles ins Rollen und sorgt für eine emotionale Suche nach Antworten.

Gepaart mit Romantik, Humor, Freundschaft und ganz viel Gefühl ist dieser Roman wunderschön erzählt. Marie Merburg beschreibt die Insel, die Menschen und die Atmosphäre so bildhaft, dass ich komplett eintauchen konnte. Besonders gelungen fand ich die Mischung aus emotionalen, spannenden und auch urkomischen Momenten.

Fazit: Ein wunderschöner Wohlfühlroman mit ganz viel Nordseezauber, der mich bestens unterhalten und emotional berührt hat. Ich hoffe sehr auf weitere Geschichten der Autorin! ❤️

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Veröffentlicht am 19.05.2026

Ehrlich, unterhaltsam und voller Wiedererkennung

Bin in der Lebensmitte. Komme klar.
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Dieses Buch hat mich von Anfang an abgeholt. Ich habe es regelrecht verschlungen, weil ich mich in vielen Gedanken und Alltagssituationen sofort wiedergefunden habe. Die Autorin schreibt direkt, humorvoll ...

Dieses Buch hat mich von Anfang an abgeholt. Ich habe es regelrecht verschlungen, weil ich mich in vielen Gedanken und Alltagssituationen sofort wiedergefunden habe. Die Autorin schreibt direkt, humorvoll und angenehm ehrlich – nie belehrend, sondern eher wie eine kluge Freundin, mit der man auf dem Sofa sitzt und über das Leben spricht.

Besonders gefallen haben mir die Themen rund um Lebensmitte, Selbstoptimierung, Freundschaften, Konsum und Älterwerden. Viele Aussagen sind mir im Kopf geblieben, zum Beispiel der Gedanke, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss und man nicht nach der Schablone anderer leben sollte. Auch die Beobachtungen zu Besitz, Entscheidungsstress und Beziehungen fand ich sehr treffend.

Trotz der nachdenklichen Themen liest sich das Buch leicht und unterhaltsam. Viele Erinnerungen an Musik, Kindheit und frühere Zeiten haben bei mir sofort Bilder ausgelöst und mich oft schmunzeln lassen.

Auch das moderne, auffällige Cover passt perfekt zum Buch. Für mich eine rundum gelungene Mischung aus Humor, Ehrlichkeit und Lebensnähe.

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Veröffentlicht am 28.04.2026

nordisch, charmant, spannend

Ostsee, Klönschnack und ein Mord - Anni Gade und die Fördemorde
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Nachdem ich bereits Band 3 („Möwen, Seegang, falsche Fährte“) gelesen hatte und total begeistert von Anni Gade war, wollte ich unbedingt auch den Reihenanfang kennenlernen – und wurde nicht enttäuscht. ...

Nachdem ich bereits Band 3 („Möwen, Seegang, falsche Fährte“) gelesen hatte und total begeistert von Anni Gade war, wollte ich unbedingt auch den Reihenanfang kennenlernen – und wurde nicht enttäuscht. Schon das Cover versprüht echtes Küstenflair: Flensburg im Hintergrund, ein Steg, Möwen – ruhig, einladend und absolut stimmig zur Geschichte.
Der Einstieg gelang mir angenehm leicht. Der Schreibstil ist flüssig, locker und gleichzeitig sehr bildhaft, sodass ich mich schnell mitten im Geschehen wiedergefunden habe. Besonders schön ist die warme, fast schon heimelige Atmosphäre, die sich durch das gesamte Buch zieht – Klönschnack inklusive.
Die Handlung nimmt Fahrt auf, als Anni während einer Stadtführung einen Streit zwischen zwei Männern beobachtet. Kurz darauf verschwinden beide – und während der Brauereichef Erik Jebsen wieder auftaucht, allerdings ohne Erinnerungen, wird Michael Blumberg wenig später tot aufgefunden. Spätestens hier entwickelt sich eine spannende Krimihandlung, die nach und nach immer mehr Facetten zeigt.
Die Ermittlungen, an denen auch der ehemalige Hamburger Kommissar Jan Christiansen und sein Kollege Hannes Boysen beteiligt sind, bringen Dynamik in die Geschichte. Besonders gut gefallen hat mir, wie Anni immer wieder – eher zufällig und aus ihrer neugierigen Art heraus – wichtige Hinweise liefert. Das wirkt nie konstruiert, sondern passt wunderbar zu ihrer Figur.
Überhaupt sind die Charaktere ein großes Plus des Buches. Anni ist sympathisch, aufmerksam und angenehm authentisch. Auch die Nebenfiguren sind lebendig gezeichnet und bringen mit ihren Beziehungen, kleinen Geheimnissen und persönlichen Geschichten zusätzliche Tiefe hinein. Themen wie Nachbarschaft, Freundschaft, Familie, aber auch Betrug und Korruption werden geschickt miteinander verwoben, ohne überladen zu wirken.
Die Spannung baut sich eher ruhig, aber konstant auf. Es ist kein rasanter Thriller, sondern ein klassischer Küstenkrimi, der von Atmosphäre, Figuren und den zwischenmenschlichen Verstrickungen lebt. Genau diese Mischung macht für mich den Reiz aus.
Das Ende ist schlüssig und rund. Ein sehr gelungener Auftakt, der Lust auf mehr macht.
Insgesamt ein charmanter, atmosphärischer Küstenkrimi mit liebenswerten Figuren und einer stimmigen Geschichte – perfekt für alle, die nordische Settings und spannende, aber zugleich warme Krimis mögen. Band 2 steht bei mir definitiv schon auf der Liste 🙂

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Ein absolutes Lesehighlight

Fäden des Glücks
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Das Cover finde ich sehr einladend: Vor einer Holzwand steht ein Tisch mit einem alten Stuhl, darauf eine alte Nähmaschine und unendlich viel Nähzubehör. Über dem Titel sind kleine Zeichnungen typischer ...

Das Cover finde ich sehr einladend: Vor einer Holzwand steht ein Tisch mit einem alten Stuhl, darauf eine alte Nähmaschine und unendlich viel Nähzubehör. Über dem Titel sind kleine Zeichnungen typischer Nähutensilien wie Schere, Maßband, Nadel, Faden und Knöpfe zu sehen – insgesamt sehr stimmig und atmosphärisch.
In der Geschichte geht es um Karla, die ihren Job als Unternehmensberaterin verloren hat und von der Großstadt Frankfurt nach Lüttenbüh reist, um sich um ihr Erbe – ein altes Gutshaus – zu kümmern. Ihr Plan ist klar: schnell renovieren und dann verkaufen. Doch sie steht vor einigen Herausforderungen: jahrelanger Schmutz, alte Möbel, Rohrbrüche und ein völlig verwildertes Grundstück.
Ausgerechnet ihre alte große Liebe Rasmus steht ihr dabei zur Seite. Gleichzeitig fühlt sie sich in Lüttenbüh immer wohler, begegnet neuen Menschen und taucht in alte Geschichten ein, die ihr ans Herz wachsen. Doch dabei werden auch alte Wunden wieder aufgerissen.
Die Autorin Marit Warncke war mir bisher unbekannt, aber dieses Buch hat mich vollkommen überzeugt. Ich habe es förmlich verschlungen! Die Geschichte ist sehr bildhaft erzählt, der Schreibstil angenehm flüssig und unglaublich authentisch. Besonders beeindruckt hat mich, wie gut ich mich in Karla hineinversetzen konnte – ihre Verzweiflung, ihre Hoffnung und ihre wiederentdeckte Leidenschaft fürs Nähen waren beim Lesen richtig spürbar.
Die Handlung wird aus Karlas Sicht erzählt, ergänzt durch Rückblicke in die Zeit 13 Jahre zuvor. Diese Wechsel haben mir besonders gut gefallen, da sie die Vergangenheit lebendig machen und ihren Einfluss auf die Gegenwart zeigen.
Das zunächst etwas ungewöhnlich wirkende Tagebuch aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs fügt sich im Verlauf wunderbar in die Geschichte ein und rundet sie stimmig ab.
Für mich war klar: Das wird nicht mein letztes Buch der Autorin sein. Sie schreibt mit so viel Gefühl, dass man die Geschichte kaum aus der Hand legen kann. Besonders gefreut habe ich mich auch über das gelungene Ende. Und als schönes Extra gibt es am Schluss sogar noch eine Anleitung für ein Kissen – perfekt für alle Nähbegeisterten🧵

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