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Veröffentlicht am 26.04.2026

Alle sind verschieden

Der wilde Rupp und der kleine Schisser
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Auf der Insel Hula-Rio wohnt eine bunte Mischung von Tieren und natürlich der Rupp, vor dem die Tiere sich fürchten.
Der kleine Hase ist ein ganz ruhiger Zeitgenosse und seine Freunde, wenn sie denn welche ...

Auf der Insel Hula-Rio wohnt eine bunte Mischung von Tieren und natürlich der Rupp, vor dem die Tiere sich fürchten.
Der kleine Hase ist ein ganz ruhiger Zeitgenosse und seine Freunde, wenn sie denn welche sind, wollen den Schisser mutiger sehen, da er sonst keine Chance hat gegen den Rupp zu bestehen.
Aber ist der Rupp wirklich fürchterlich? Vielleicht ist er auch einfach nur einsam?
Eines Tages taucht er auf und alle haben Angst vor ihm, nur der kleine Hase gibt ihm mutig von seinen Möhren ab. Da stellt sich heraus, das der Rupp nur auf der Suche nach einem Freund ist.

Ein schönes Buch über die beängstigende Andersartigkeit.
Wenn man sich auf das Andere einlässt und es sich vertraut macht, fliegt die Angst davon und man kann den Beginn einer wunderbaren Freundschaft genießen.

Der Rupp erinnerte mich ein wenig an den Grüffelo.
Der Text ist auch in Reimform.
Die Bilder haben ein wenig Wimmelbuchcharakter. Man kann herrlich viel darauf entdecken. Für die Kleinsten sind sie jedoch sicherlich ein wenig zu überladen.
Deshalb ziehe ich einen halben Stern ab.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Evas Reise zu sich selbst

Zugvögel wie wir
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Eva, eine Mittfünfzigerin, steht an einem Wendepunkt in ihrem Leben.
Während eines Urlaubs in Schweden rettet sie ein Kranichjunges und beschließt spontan diesem bis nach Frankreich mit dem Rad zu folgen.

Eva ...

Eva, eine Mittfünfzigerin, steht an einem Wendepunkt in ihrem Leben.
Während eines Urlaubs in Schweden rettet sie ein Kranichjunges und beschließt spontan diesem bis nach Frankreich mit dem Rad zu folgen.

Eva ist eigentlich nicht recht spontan. Der Job lief nicht mehr, die Beziehung zu ihrer erwachsenen Tochter ist in den Sand gefahren, sie ist ohne Partner, sie ist rundum unzufrieden mit ihrer Situation.
So bekommt sie durch den jungen Kranich scheinbar eine zweite Chance.

Zunächst zaghaft, beschließt sie dem gechippten Kranich noch einen Tag mit dem Rad zu folgen. Doch dann wird die längste und für sich selbst folgenreichste Reise ihres Lebens daraus.

Wir als Leser dürfen sie auf ihrer Reise zu sich selbst begleiten.
Sie macht viele interessante Begegnungen, die sie Stück für Stück weiter bringen.
Am nachhaltigsten beeinflusst sie ein junger Schwede, den sie schon ziemlich zu Beginn ihrer Reise trifft.
Durch ihn bekommt sie den Wunsch ihre Reise noch weiter über Schwedens Grenzen hinaus zu bestreiten.

Warum das Verhältnis zu ihrer Tochter so in den Sand gefahren wurde erfährt man erst gegen Ende.
In knappen Emails haben sie während der ganzen Zeit sporadisch Kontakt. Die emails sind anders gedruckt als der übrige Text, so dass sie einem direkt ins Auge stechen. Das hat mir gut gefallen. Auch das die Autorin sie Emails schreiben ließ, die Eva nie abschickte. So konnten wir ihr ein wenig in die wunde Seele schauen.

Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Ich konnte gut in die Geschichte rein finden. Manches hätte in meinen Augen noch ein wenig mehr Tiefgang erfahren können, so dass ich nicht ganz 5 Sterne vergebe, aber 4 wirklich gute Sterne ist es mir wert.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Das Erbe

Der Morgen nach dem Regen
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Vorsicht Triggerwarnung für Frauen, die sich in ihrer Kindheit von der Mutter verlassen fühlten, da die einen Beruf hatte, der sie häufig fern ihres Kindes hielt.

Johanna muss beruflich häufig zu Auslandseinsätzen, ...

Vorsicht Triggerwarnung für Frauen, die sich in ihrer Kindheit von der Mutter verlassen fühlten, da die einen Beruf hatte, der sie häufig fern ihres Kindes hielt.

Johanna muss beruflich häufig zu Auslandseinsätzen, mitunter auch sehr spontan, was dem Familienleben nicht sonderlich förderlich ist. Ihre Tochter Elsa leidet darunter. Als es ihr gesundheitlich schlecht geht, und sie Trost im Haus ihrer Tante sucht, bricht das alte Trauma erneut auf.

In diesem Buch werden drei Geschichten erzählt.

Zum einen die der engagierten UN Mitarbeiterin Johanna, die auf ihren Auslandseinsätzen einen Mann kennen und lieben lernt.

Außerdem die Geschichte der Elsa, die als aufstrebende Staranwältin einen Mandanten vertritt, der es in Johannas Augen nicht wert ist vertreten zu werden.

Und last but not least, die Gegenwartsgeschichte der beiden Frauen am Rhein, wo beide das Erbe ihrer alten Tante Toni antreten.

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und so fiel es mir manchmal schwer, aus wessen Sicht gerade erzählt wurde. Zwar war über den Kapiteln jeweils der Name genannt, aber die Stimmen für die beiden Frauen waren ganz gleich.

Spannend waren die Auslandseinsätzen von Johanna. So bekam man einen Einblick, welchen Gefahren sich die Mitarbeiter in Krisengebieten jeweils ausgesetzt sind.

Verständlich war für mich Elsas Reaktion auf die Unsicherheiten in der Kindheit.

Froh war ich darüber, dass es trotz aller Krisen doch Lösungen gab, die Heilung versprachen.

Ein wirklich gutes Buch, dass mich an vielen Stellen selbst zum Nachdenken brachte.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Auf der Suche nach sich selbst

Zeit für meine Träume
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Unterteilt in 18 Kapitel und unterbrochen von kleinen Skizzen beschreibt Tessa Randau auf 185 Seiten, wie eine zufällige Begegnung und eine gute Tat, das Leben einer jungen Frau und ihrem Umfeld nachhaltig ...

Unterteilt in 18 Kapitel und unterbrochen von kleinen Skizzen beschreibt Tessa Randau auf 185 Seiten, wie eine zufällige Begegnung und eine gute Tat, das Leben einer jungen Frau und ihrem Umfeld nachhaltig verändert.

Eine 38 jährige Frau, deren Namen wir im ganzen Buch nicht erfahren, beschreibt aus der Ich- Perspektive, wie sie nach der Trennung einen Neuanfang wagt.
Zuerst ist sie wütend und am Boden zerstört, als ihr Mann sie wegen einer Anderen verlässt und damit ihren Lebenstraum zerstört. Nach und nach hilft ihr die Begegnung mit drei älteren Menschen, in sich hinein zu horchen und zu überlegen was ihr im Leben wichtig ist und was sie noch vom Leben erwartet.

Tessa Randau hat mal wieder viele Lebensweisheiten in ihr Buch gepackt und mit leisen Tönen, durch drei alte und lebenserfahrene Menschen, dem Leser näher gebracht.

Eine süsse, kurze Geschichte über wahre Freundschaft, das Alt werden und wieder Vertrauen in die eigene Stärke zu finden.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Sein Lieblingwort

Egal, sagt Aal
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Im Buch Egal sagt Aal, lernt man viel über Aale. So wusste ich nicht, das sie viermal anders aussehen und welch weite Reise sie in ihrem Leben machen könnten.
Aal ist alles egal. Unerschrocken durchschwimmt ...

Im Buch Egal sagt Aal, lernt man viel über Aale. So wusste ich nicht, das sie viermal anders aussehen und welch weite Reise sie in ihrem Leben machen könnten.
Aal ist alles egal. Unerschrocken durchschwimmt er die Ozeane, bis er zu einem kleinen Teich kommt.
Ihm ist egal was andere über ihn denken. Er geht gerne neue Wege oder schwimmt gegen den Strom, doch plötzlich merkt er das ihm doch nicht wirklich alles egal ist.

Ein wirklich schön illustriertes Bilderbuch, über einen Aal, der zunächst sehr egoistisch rüber kommt, was er aber auf seiner Reise vielleicht auch sein muss, und später feststellt, das ihm seine Mitbewohner des Teiches doch nicht so ganz egal sind.

Gut gefallen hat mir der Frosch Fritzi, der Aal erklärt hat, das es gut ist sich nicht aus Gewohnheit allem anzuschließen, sondern seinen eigenen Weg zu gehen und sich selbst treu zu bleiben. Allerdings hört die Freiheit des Einzelnen dort auf, wo sie die Freiheit eines Anderen begrenzt.

In diesem Fall litt Fred Flusskrebs darunter, dass Aal bei seinem Schwimmmanöver seinen frisch geputzten Stein wieder durcheinander machte, weil ihm alles egal ist. Das ist Aal auch weiterhin egal, doch Fred ist ihm nicht egal, deshalb hilft Aal sein Malheur wieder zu beseitigen.

Ein schönes Bilderbuch, das aufzeigt, dass man schon gut für sich selbst sorgen darf, aber dabei nicht die Freiheiten anderer einengen sollte.

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