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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.06.2017

Absolut lesenswert!

Das Leben fällt, wohin es will
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Bisher hat Marie nur ihren eigenen Spaß im Kopf, keine Verpflichtungen, keine Verantwortung. Bis ihre Schwester Christine ihre Hilfe braucht und Marie plötzlich Verantwortung tragen muss. Das gelingt ihr ...

Bisher hat Marie nur ihren eigenen Spaß im Kopf, keine Verpflichtungen, keine Verantwortung. Bis ihre Schwester Christine ihre Hilfe braucht und Marie plötzlich Verantwortung tragen muss. Das gelingt ihr mal mehr, mal weniger gut! Aber sie tut, was sie kann, in der ihr eigenen Weise. Natürlich führt das irgendwann zur Eskalation, aber nur so erfahren wir, warum Marie beschlossen hat, nichts mehr an sich heran zu lassen...

Ein paar Wendungen zeichnen sich schon früh ab und sind vorhersehbar, aber die Autorin hat es geschafft, mich zum Lachen und zum Weinen zu bringen sowie Ideen einzubauen, auf die ich nie gekommen wäre. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, weil ich wissen wollte, wie es weiter geht. Das zeichnet für mich ein gutes Buch aus. Und das Rezept habe ich direkt am nächsten Tag nachgebacken, lecker!

Veröffentlicht am 27.03.2026

Stella, Jonas und die Crux der Erinnerungen

Sonnenaufgang Nr. 5
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Jonas fährt zu seinem ersten Job als Ghostwriter. Stella will ihre Memoiren verfassen, von ihrem glorreichen Leben als Schauspielerin berichten und ihre Sicht der Dinge erzählen. So weit, so klar. Wenn ...

Jonas fährt zu seinem ersten Job als Ghostwriter. Stella will ihre Memoiren verfassen, von ihrem glorreichen Leben als Schauspielerin berichten und ihre Sicht der Dinge erzählen. So weit, so klar. Wenn da nicht diverse Phantastereien und Ungereimtheiten auftauchen würden, die Jonas keine Ruhe lassen. Außer Stella trifft er viele interessante Menschen, die seine Sicht auf das Leben dauerhaft verändern.

Das Cover von "Sonnenaufgang Nr. 5" zeigt eine gezeichnete Strandlandschaft im Vordergrund, Silhouetten von Menschen, die auf dem Strand laufen und im Hintergrund das Meer und Wolken. Leider fehlt der besagte Sonnenuntergang bzw. Sonnenaufgang, so stellt sich zunächst kein Bezug zwischen Cover und Titel her, das passiert erst nach einer ganzen Weile.

Carsten Henn erzählt wieder eine wundervolle Geschichte zwischen verschiedenen Menschen, die auf den ersten Blick gar nichts gemeinsam haben. Sein Stil ist einfühlsam und einnehmend, auch wenn diese Geschichte für mich einen längeren Anlauf brauchte, bis ich erkennen konnte, wohin es gehen soll. Aber danach gefällt mir die Geschichte immer besser, ich war immer mehr "drin" und war gespannt, wie das Buch enden wird. Ein schönes Buch, das nachdenklich macht und einen auch immer wieder zum Schmunzeln bringt, eine sehr gute Mischung!

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Jetzt schlägt´s dreizehn, Eberhofer!

Apfelstrudel-Alibi
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Susi startet als Bürgermeisterin durch und Eberhofer hat noch mehr an der Backe als eh schon. Und jetzt drückt ihm der Moratschek auch noch einen vermeintlichen Mordfall auf - wer soll sich da noch um ...

Susi startet als Bürgermeisterin durch und Eberhofer hat noch mehr an der Backe als eh schon. Und jetzt drückt ihm der Moratschek auch noch einen vermeintlichen Mordfall auf - wer soll sich da noch um Paul kümmern?!

Das Cover von "Apfelstrudel-Alibi" macht sofort klar, es geht weiter mit dem Eberhofer, der Wiedererkennungswert ist hoch, diesmal ist mit dem Apfelstrudel die nächste Kulinarik im Fokus. Ein tolles Cover, das sehr gut passt.

Rita Falk hat auch mit dem 13. Eberhofer-Krimi noch Spaß, das merkt man deutlich. Sie versteht ihr Handwerk, sie kennt ihre Protagonisten und hat wieder eine neue Grundidee gefunden. Das macht Spaß und unterhält. Das Einzige, was ich bemängeln muss: Eberhofers Ton wird teilweise so scharf, dass es nicht mehr lustig ist. Manche verbalen Entgleisungen gehen mir zu weit, aber ansonsten hatte ich Spaß. Alleine die Szene mit der vom Flötzinger neu gekachelten diversen Toilette - da freue ich mich doch direkt schon auf die Verfilmung!!!

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Vive la révolution!

Die Farben der Revolution. Éléonore und Robespierre
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Nach dem Massaker auf dem Marsfeld 1791 lernt Éléonore den Jakobiner Robespierre kennen. Er bekommt Unterschlupf bei ihren Eltern und sofort ist da eine Verbindung zwischen ihnen. Hat ihre Liebe in diesen ...

Nach dem Massaker auf dem Marsfeld 1791 lernt Éléonore den Jakobiner Robespierre kennen. Er bekommt Unterschlupf bei ihren Eltern und sofort ist da eine Verbindung zwischen ihnen. Hat ihre Liebe in diesen unruhigen Zeiten eine Chance?

Das Cover zeigt das Porträt von Éléonore Duplay in Schwarz-Weiß, gerahmt in Rot, der Titel "Die Farben der Revolution" in Blau, die restliche Schrift in Weiß, wodurch die französische Flagge vertreten ist. Subtil und dadurch sehr stimmig.

Jeanette Limbeck habe ich auf einer Lesung kennengelernt und das Buch hat mich sofort interessiert. Sowohl die Entstehungsgeschichte als auch das Buch an sich haben mich angesprochen. Das Buch ist so gut recherchiert, dass man sich vorstellen könnte, so könnte es gewesen sein. Eine von vielen tragischen Geschichten, die in der Zeit der französischen Revolution so oder ähnlich stattgefunden haben. Man sollte ein gutes Namensgedächtnis haben, da sehr viele, natürlich hauptsächlich historische, Persönlichkeiten im Buch erwähnt werden oder zu Wort kommen. Und Französischkenntnisse sind auch von Vorteil, wenn man nicht permanent ins Glossar blättern will. Sehr gerne würde ich mir die beiden Porträts im Pariser Musée Carnavalet live anschauen, das kommt auf meine Bucketlist. Danke, Jeanette Limbeck!

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Veröffentlicht am 15.12.2025

Leinen los mit der Aida Nova

CRIME & SEA
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Ein in Hannover verübter Mord zieht Kreise bis nach Hamburg und führt von dort aus auf die Crime & Sea-Kreuzfahrt mit der Aida Nova.

"Crime & Sea" hat ein schönes Cover, auf dem sowohl ein Schiff der ...

Ein in Hannover verübter Mord zieht Kreise bis nach Hamburg und führt von dort aus auf die Crime & Sea-Kreuzfahrt mit der Aida Nova.

"Crime & Sea" hat ein schönes Cover, auf dem sowohl ein Schiff der Aida-Flotte als auch Big Ben und der Eiffelturm zu sehen sind, das passt gut, wenn es sich auch nicht um tatsächliche Stopps auf der Route handelt, dann hätten Rotterdam, Le Havre, Zeebrügge oder Southampton abgebildet sein müssen, aber davon gibt es keine so bekannten Wahrzeichen.

Man merkt Carsten Schütte an, dass er vom Fach ist bzw. war, als Kommissar bei der Polizei. Deshalb ist sein Schreibstil auch oftmals eher technisch, als ob es sich um einen Polizeibericht handelt. Anfangs war das für mich etwas sperrig zu lesen, erst auf der Aida und bei den einzelnen Stopps wurde es besser. Ich habe den Krimi auf genau der Cruise gelesen, für die er geschrieben war bzw. von der es handelt, von daher habe ich mich sehr über die Hintergrundinfos zu den Häfen und Städten gefreut und konnte dazu einiges mitnehmen. Auch die "Anonymisierung" der Autorennamen, ich sage nur: Ben Frotzek, war sehr humorvoll und hat mir gut gefallen. Das Buch war ein guter Begleiter der Cruise, einige Dinge waren genauso wie beschrieben, aber ich bin sehr froh, dass es weder während des Landgangs noch an Bord einen tatsächlichen Mord gab!

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