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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2026

Was ist die richtige Entscheidung?

Fast ein Leben
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Erica verbringt einen Sommer in Paris und lernt dort Laure kennen und lieben. Trotzdem entscheidet sie sich gegen sie. Ein weiterer Parisaufenthalt bringt sie wieder zusammen und auch dieses Mal entscheidet ...

Erica verbringt einen Sommer in Paris und lernt dort Laure kennen und lieben. Trotzdem entscheidet sie sich gegen sie. Ein weiterer Parisaufenthalt bringt sie wieder zusammen und auch dieses Mal entscheidet sich Erica dagegen und für einen Mann und England. Was ist die richtige Entscheidung?

Das Cover von "Fast ein Leben" zeigt zwei Frauen, die eine mit türkisfarbenen Haaren, Zigarette und arroganter Attitüde, die andere im Hintergrund ruhig, zurückhaltend. Charakterlich gut getroffen, äußerlich nicht wirklich zum Buch passend und für meinen Geschmack zu grell. Ideal wären zwei Frauen, die wie im Buch beschrieben gezeichnet wären und dazu im Hintergrund eine Paris-Silhouette.

Kiran Millwood Hargrave beschreibt die Gefühle und Empfindungen der Protagonistinnen sehr anschaulich und empathisch. Auch wenn mir Laure anfangs sehr unsympathisch ist, wuchs sie mir im Laufe des Romans sehr ans Herz. Was für ein Ende, das hatte ich so nicht erwartet, wie auch einige Entwicklungen unerwartbar und überraschend waren, das hat mir sehr gut gefallen. Ein Roman, der einen in die 1980er Jahre zurückversetzt und das Leben und Lieben queerer Menschen beschreibt. Dieses Buch wird mich noch eine Weile gedanklich beschäftigen, danke dafür, Kiran!

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Eine Reise in eine andere Welt

Sieben Tage im Juni
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Eva Mercy hat sich in ihrer Welt eingerichtet und lebt ihr Leben. Bis sie unerwartet auf Shane trifft, der in ihrer Jugend ein wichtiger Teil ihres Lebens war und dem sie nicht verziehen hat. Warum trifft ...

Eva Mercy hat sich in ihrer Welt eingerichtet und lebt ihr Leben. Bis sie unerwartet auf Shane trifft, der in ihrer Jugend ein wichtiger Teil ihres Lebens war und dem sie nicht verziehen hat. Warum trifft sie ihn genau jetzt wieder?

"Sieben Tage im Juni" hat ein tolles Cover in Regenbogenfarben, das eine Brücke (Brooklyn-Bridge in New York?) zeigt und bunte Seifenblasen. Das Cover macht neugierung und lädt zum Zugreifen ein, um den Klappentext zu lesen.

Wenn man sich die Danksagung durchliest, scheint Tia Williams Buch zumindest teilweise autobiografisch zu sein, und das merkt man beim Lesen. Sie weiß, wovon sie schreibt. Aufgrund der Leseprobe hatte ich eine andere Vorstellung, aber das Buch hat mich durchaus positiv überrascht. Es hat den "angekündigten" Spice, aber nicht nur. Der Roman nimmt einen mit in die Abgründe kaputter Persönlichkeiten und Schmerzen, die man sich niemals vorstellen kann und möchte. Es war klar, in welche Richtigung die Beziehung von Eva und Shane gehen wird, trotzdem kamen einige Wendungen sehr überraschend, was ich sehr positiv finde. Ich werde noch ein wenig über das Buch nachdenken und bin auf jeden Fall auf Tia Williams nächstes Buch gespannt!

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Stella, Jonas und die Crux der Erinnerungen

Sonnenaufgang Nr. 5
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Jonas fährt zu seinem ersten Job als Ghostwriter. Stella will ihre Memoiren verfassen, von ihrem glorreichen Leben als Schauspielerin berichten und ihre Sicht der Dinge erzählen. So weit, so klar. Wenn ...

Jonas fährt zu seinem ersten Job als Ghostwriter. Stella will ihre Memoiren verfassen, von ihrem glorreichen Leben als Schauspielerin berichten und ihre Sicht der Dinge erzählen. So weit, so klar. Wenn da nicht diverse Phantastereien und Ungereimtheiten auftauchen würden, die Jonas keine Ruhe lassen. Außer Stella trifft er viele interessante Menschen, die seine Sicht auf das Leben dauerhaft verändern.

Das Cover von "Sonnenaufgang Nr. 5" zeigt eine gezeichnete Strandlandschaft im Vordergrund, Silhouetten von Menschen, die auf dem Strand laufen und im Hintergrund das Meer und Wolken. Leider fehlt der besagte Sonnenuntergang bzw. Sonnenaufgang, so stellt sich zunächst kein Bezug zwischen Cover und Titel her, das passiert erst nach einer ganzen Weile.

Carsten Henn erzählt wieder eine wundervolle Geschichte zwischen verschiedenen Menschen, die auf den ersten Blick gar nichts gemeinsam haben. Sein Stil ist einfühlsam und einnehmend, auch wenn diese Geschichte für mich einen längeren Anlauf brauchte, bis ich erkennen konnte, wohin es gehen soll. Aber danach gefällt mir die Geschichte immer besser, ich war immer mehr "drin" und war gespannt, wie das Buch enden wird. Ein schönes Buch, das nachdenklich macht und einen auch immer wieder zum Schmunzeln bringt, eine sehr gute Mischung!

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Jetzt schlägt´s dreizehn, Eberhofer!

Apfelstrudel-Alibi
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Susi startet als Bürgermeisterin durch und Eberhofer hat noch mehr an der Backe als eh schon. Und jetzt drückt ihm der Moratschek auch noch einen vermeintlichen Mordfall auf - wer soll sich da noch um ...

Susi startet als Bürgermeisterin durch und Eberhofer hat noch mehr an der Backe als eh schon. Und jetzt drückt ihm der Moratschek auch noch einen vermeintlichen Mordfall auf - wer soll sich da noch um Paul kümmern?!

Das Cover von "Apfelstrudel-Alibi" macht sofort klar, es geht weiter mit dem Eberhofer, der Wiedererkennungswert ist hoch, diesmal ist mit dem Apfelstrudel die nächste Kulinarik im Fokus. Ein tolles Cover, das sehr gut passt.

Rita Falk hat auch mit dem 13. Eberhofer-Krimi noch Spaß, das merkt man deutlich. Sie versteht ihr Handwerk, sie kennt ihre Protagonisten und hat wieder eine neue Grundidee gefunden. Das macht Spaß und unterhält. Das Einzige, was ich bemängeln muss: Eberhofers Ton wird teilweise so scharf, dass es nicht mehr lustig ist. Manche verbalen Entgleisungen gehen mir zu weit, aber ansonsten hatte ich Spaß. Alleine die Szene mit der vom Flötzinger neu gekachelten diversen Toilette - da freue ich mich doch direkt schon auf die Verfilmung!!!

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Vive la révolution!

Die Farben der Revolution. Éléonore und Robespierre
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Nach dem Massaker auf dem Marsfeld 1791 lernt Éléonore den Jakobiner Robespierre kennen. Er bekommt Unterschlupf bei ihren Eltern und sofort ist da eine Verbindung zwischen ihnen. Hat ihre Liebe in diesen ...

Nach dem Massaker auf dem Marsfeld 1791 lernt Éléonore den Jakobiner Robespierre kennen. Er bekommt Unterschlupf bei ihren Eltern und sofort ist da eine Verbindung zwischen ihnen. Hat ihre Liebe in diesen unruhigen Zeiten eine Chance?

Das Cover zeigt das Porträt von Éléonore Duplay in Schwarz-Weiß, gerahmt in Rot, der Titel "Die Farben der Revolution" in Blau, die restliche Schrift in Weiß, wodurch die französische Flagge vertreten ist. Subtil und dadurch sehr stimmig.

Jeanette Limbeck habe ich auf einer Lesung kennengelernt und das Buch hat mich sofort interessiert. Sowohl die Entstehungsgeschichte als auch das Buch an sich haben mich angesprochen. Das Buch ist so gut recherchiert, dass man sich vorstellen könnte, so könnte es gewesen sein. Eine von vielen tragischen Geschichten, die in der Zeit der französischen Revolution so oder ähnlich stattgefunden haben. Man sollte ein gutes Namensgedächtnis haben, da sehr viele, natürlich hauptsächlich historische, Persönlichkeiten im Buch erwähnt werden oder zu Wort kommen. Und Französischkenntnisse sind auch von Vorteil, wenn man nicht permanent ins Glossar blättern will. Sehr gerne würde ich mir die beiden Porträts im Pariser Musée Carnavalet live anschauen, das kommt auf meine Bucketlist. Danke, Jeanette Limbeck!

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