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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2026

viel Drama, aber trotzdem fesselnd

The Last Wish of Bristol Keats
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Da ich Band 1 schon vor einer Weile gelesen hatte, habe ich etwas gebraucht, um wieder richtig in die Story reinzukommen und alles einzuordnen. Die Handlung ist sehr umfangreich, mit Wendungen und Ereignissen ...

Da ich Band 1 schon vor einer Weile gelesen hatte, habe ich etwas gebraucht, um wieder richtig in die Story reinzukommen und alles einzuordnen. Die Handlung ist sehr umfangreich, mit Wendungen und Ereignissen am Fließband – bei 500 Seiten ist das wohl auch zu erwarten, aber manchmal dachte ich nur: „Was denn jetzt noch?“ oder „Muss das jetzt auch noch sein?“

Die Story hätte definitiv ohne ein paar der Wendungen, Dramen und Streits auskommen können. Gleichzeitig waren einige Wendungen wirklich, wirklich gut – teils auf eine schmerzhafte, aber gelungene Art.
Aber mal ehrlich: wie viel Drama passt eigentlich auf 500 Seiten? Bristol, Tyghan, Kasta, Eris.... – alle hatten ihr ganz persönliches Krisenpotenzial, und ich wurde phasenweise fast erschlagen von so viel emotionalem Overload.
Teilweise war es mir dann doch einfach zu viel: ständig neue Konflikte, unnötige Streits, noch eine Spice-Szene hier, noch eine Wendung da.
Gleichzeitig mochte ich die Story insgesamt gern und kam irgendwann in einen guten Leseflow. Ein Teil von mir wollte aber irgendwann einfach mal Ergebnisse, den großen Kampf – nicht noch mehr Drama, Wendungen oder Streit - noch mehr hinhalten...

Bristol selbst hat mich oft genervt: impulsiv, ständig Vorwürfe gegenüber Tyghan, null Einsicht – und trotzdem wird von allen erwartet, dass sie nach ihren Regeln handeln kann. Das hat mich ab und zu echt frustriert.
Die Spice-Szenen im Kontrast zu den Beziehungskonflikten waren teilweise aber dann sehr intensiv.

Insgesamt fand ich Band 2 trotzdem einen guten Abschluss. Das Ende auf den letzten 60 Seiten war zwar auch wieder gefühlt alles auf einmal und eine emotionale Achterbahnfahrt: Tränen, Wut, Schock und dann wieder „aww“.

Viel, chaotisch, aber irgendwie gelungen.

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Veröffentlicht am 01.04.2026

Zwischen Macht, Wahrheit und Verrat

Sins of Power - Blood & Betrayal
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Mit Sins of Power – Blood of Betrayal ist ein fesselnder Auftakt gelungen, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Die Story ist spannend, intensiv und durchweg interessant – vor allem ...

Mit Sins of Power – Blood of Betrayal ist ein fesselnder Auftakt gelungen, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Die Story ist spannend, intensiv und durchweg interessant – vor allem durch die starke Verknüpfung von politischen Intrigen, Journalismus und der Frage nach Wahrheit und Macht. Gerade diese Thematik verleiht der Handlung eine besondere Tiefe und sorgt dafür, dass man nicht nur mitfiebert, sondern auch miträtselt.

Renée ist eine äußerst spannende Protagonistin. Ihr unerschütterlicher Glaube an die Wahrheit, ihr Ehrgeiz und ihre Sturheit machen sie authentisch und greifbar. Sie ist keine Figur, die sich leicht einschüchtern lässt – selbst dann nicht, wenn sie sich damit in Gefahr bringt. Ihre Entschlossenheit treibt die Geschichte maßgeblich voran und sorgt für einige intensive Momente.

James hingegen wirkt nach außen hin kalt, berechnend und kontrollierend. Doch je besser man ihn kennenlernt, desto deutlicher wird, dass hinter dieser Fassade mehr steckt: eine sanfte, beschützende Seite, die ihn unglaublich faszinierend macht. Gerade dieser Kontrast verleiht seinem Charakter Tiefe und macht ihn besonders interessant.

Die Dynamik zwischen Renée und James ist unterhaltsam und voller Spannung. Die zunehmende Tension zwischen ihnen ist spürbar und entwickelt sich auf eine Weise, die weder überstürzt noch erzwungen wirkt. Ihre Wortgefechte, das unterschwellige Knistern und die unterschiedlichen Moralvorstellungen sorgen für eine mitreißende Atmosphäre.

Insgesamt ist Sins of Power – Blood of Betrayal eine gelungene Story, die einen schnell packt und bis zum Schluss nicht mehr loslässt. Die Mischung aus Intrigen, Emotionen und Geheimnissen macht das Buch zu einem echten Pageturner.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Drei Schwestern, ein Tod – und jede hat etwas zu verbergen

Beth is dead
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Vier Schwestern, ein plötzlicher Todesfall – und niemand weiß, wer Beth getötet hat. Beth is Dead zieht einen direkt ab den ersten Seiten in seinen Bann, denn die Geschichte startet ohne Umschweife mitten ...

Vier Schwestern, ein plötzlicher Todesfall – und niemand weiß, wer Beth getötet hat. Beth is Dead zieht einen direkt ab den ersten Seiten in seinen Bann, denn die Geschichte startet ohne Umschweife mitten im Geschehen.

Erzählt wird aus den Perspektiven aller vier Schwestern, vor allem aus der Sicht von Jo, Meg und Amy – doch auch Beth selbst kommt gelegentlich zu Wort. Diese Erzählweise sorgt für spannende, vielschichtige Einblicke in Gedanken, Gefühle und vor allem die Geheimnisse jeder einzelnen Figur.

Und genau das macht den Reiz dieses Buches aus: Jede der drei verbliebenen Schwestern hat etwas zu verbergen. Jede hat ein mögliches Motiv. Als Leser:in beginnt man sofort mitzurätseln, sammelt Hinweise, verwirft Theorien und stellt alles immer wieder infrage. Stück für Stück werden neue Details enthüllt – über die Familie, ihre Dynamiken und dunkle Wahrheiten.

Die Charaktere sind dabei bewusst unterschiedlich und nicht immer leicht zu greifen. Sympathien verschieben sich ständig. Besonders Jo war für mich eine eher anstrengende Figur – und doch musste ich mein Bild von ihr im Laufe der Geschichte auch etwas überdenken.

Trotz eigener Vermutungen blieb es durchgehend spannend. Die Mischung aus gut platzierten Hinweisen, falschen Fährten und überraschenden Wendungen funktioniert hervorragend. Und auch wenn ich am Ende richtig lag, hat mich das große „WTF“ dennoch erwischt.

Ein packender, unterhaltsamer Thriller mit starken Figuren, vielen Geheimnissen und einem gelungenen Abschluss.

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Veröffentlicht am 05.03.2026

Atmosphärisch, mythologisch, gut

His Monstrous Heart
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Das Setting und das Worldbuilding haben mir in diesem Buch richtig gut gefallen. Die Mischung aus Mythologie und Göttern ist faszinierend und unglaublich atmosphärisch umgesetzt. Besonders der Bezug zu ...

Das Setting und das Worldbuilding haben mir in diesem Buch richtig gut gefallen. Die Mischung aus Mythologie und Göttern ist faszinierend und unglaublich atmosphärisch umgesetzt. Besonders der Bezug zu Andromeda und Ketos hat mich sofort abgeholt – diese mythologische Grundlage verleiht der Geschichte etwas Besonderes und wirkt gleichzeitig vertraut und neu interpretiert. Sehr gelungen und wirklich ansprechend.

Auch die Handlung insgesamt hat mir gut gefallen. Das Tempo ist angenehm, es gibt gelungene Wendungen und eine schöne Mischung aus Spannung, emotionaler Tiefe und Slow Burn. Allerdings waren mir manche Passagen etwas zu langatmig und sehr beschreibend, sodass ich mich hin und wieder dabei erwischt habe, ein bisschen zu skippen… upsi.

Andromeda ist eine sehr stolze Protagonistin. Am Anfang hat mich das teilweise etwas genervt, aber je mehr ich über sie erfahren habe, desto besser konnte ich sie verstehen – und irgendwann habe ich sie wirklich ins Herz geschlossen.

Noch leichter fiel mir das mit Keto. Harte Schale, weicher Kern – und genau diese Mischung hat ihn für mich so spannend gemacht. Seine Kapitel habe ich besonders geliebt. Zwischen den beiden liegt so viel Ungesagtes, so viel Spannung, die sich langsam aufbaut.

Und dann dieses Ende… oh man. Ein Teil von mir ist frustriert, ein Teil genervt – und ein sehr großer Teil absolut bereit für Band 2, weil ich diese Fortsetzung jetzt einfach brauche.

Fazit:
Eine atmosphärische, mythologisch geprägte Geschichte mit Slow-Burn-Romance, starken Figuren und einem Ende, das definitiv nach mehr verlangt.

⭐ 4

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Wem kannst du trauen?

Liars all around me
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Liars All Around Me hat mich insgesamt wirklich überzeugt – auch wenn ich zu Beginn etwas Zeit gebraucht habe, um in die Geschichte hineinzufinden.

Am Anfang musste ich erst einmal mit der Handlung und ...

Liars All Around Me hat mich insgesamt wirklich überzeugt – auch wenn ich zu Beginn etwas Zeit gebraucht habe, um in die Geschichte hineinzufinden.

Am Anfang musste ich erst einmal mit der Handlung und vor allem mit Avery warm werden. Ihre ehrgeizige, teils abweisende und etwas zickige Art macht es nicht sofort leicht, sie ins Herz zu schließen. Doch mit jedem Kapitel versteht man sie besser, erkennt die Gründe hinter ihrem Verhalten – und genau das macht ihre Entwicklung so gelungen. Stück für Stück wächst sie einem ans Herz.

Und dann ist da Ryke. Harte Schale, weicher Kern – und im Grunde einfach eine treue Seele. Ich mochte ihn unglaublich gern. Die Dynamik zwischen den beiden ist geprägt von Sarkasmus, spürbarer Tension und einer angenehm sanften Entwicklung. Nichts wirkt überstürzt, alles baut sich glaubwürdig auf. Gerade dieses Zusammenspiel hat für mich einen großen Teil des Charmes ausgemacht.

Auch die Ermittlungen und der Spannungsbogen sind gut ausbalanciert. Das Buch ist kein permanenter Highspeed-Page-Turner, aber genau das fand ich angenehm. Es gibt spannende Phasen, dann wieder ruhigere, emotionale und tiefgründige Momente – gefolgt von Plottwists und neuer Spannung. Diese Mischung sorgt dafür, dass man miträtselt, mitfiebert und gleichzeitig Raum für die Charaktere bleibt.

Und dann dieses Ende. Damn.

Insgesamt ein unterhaltsamer, gelungener Roman mit starker Dynamik und einer Geschichte, die Spaß macht – 4 Sterne von mir.

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