viel Drama, aber trotzdem fesselnd
The Last Wish of Bristol KeatsDa ich Band 1 schon vor einer Weile gelesen hatte, habe ich etwas gebraucht, um wieder richtig in die Story reinzukommen und alles einzuordnen. Die Handlung ist sehr umfangreich, mit Wendungen und Ereignissen ...
Da ich Band 1 schon vor einer Weile gelesen hatte, habe ich etwas gebraucht, um wieder richtig in die Story reinzukommen und alles einzuordnen. Die Handlung ist sehr umfangreich, mit Wendungen und Ereignissen am Fließband – bei 500 Seiten ist das wohl auch zu erwarten, aber manchmal dachte ich nur: „Was denn jetzt noch?“ oder „Muss das jetzt auch noch sein?“
Die Story hätte definitiv ohne ein paar der Wendungen, Dramen und Streits auskommen können. Gleichzeitig waren einige Wendungen wirklich, wirklich gut – teils auf eine schmerzhafte, aber gelungene Art.
Aber mal ehrlich: wie viel Drama passt eigentlich auf 500 Seiten? Bristol, Tyghan, Kasta, Eris.... – alle hatten ihr ganz persönliches Krisenpotenzial, und ich wurde phasenweise fast erschlagen von so viel emotionalem Overload.
Teilweise war es mir dann doch einfach zu viel: ständig neue Konflikte, unnötige Streits, noch eine Spice-Szene hier, noch eine Wendung da.
Gleichzeitig mochte ich die Story insgesamt gern und kam irgendwann in einen guten Leseflow. Ein Teil von mir wollte aber irgendwann einfach mal Ergebnisse, den großen Kampf – nicht noch mehr Drama, Wendungen oder Streit - noch mehr hinhalten...
Bristol selbst hat mich oft genervt: impulsiv, ständig Vorwürfe gegenüber Tyghan, null Einsicht – und trotzdem wird von allen erwartet, dass sie nach ihren Regeln handeln kann. Das hat mich ab und zu echt frustriert.
Die Spice-Szenen im Kontrast zu den Beziehungskonflikten waren teilweise aber dann sehr intensiv.
Insgesamt fand ich Band 2 trotzdem einen guten Abschluss. Das Ende auf den letzten 60 Seiten war zwar auch wieder gefühlt alles auf einmal und eine emotionale Achterbahnfahrt: Tränen, Wut, Schock und dann wieder „aww“.
Viel, chaotisch, aber irgendwie gelungen.