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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.09.2025

Gefühlvoll gestartet, enttäuschend geendet

Weißes Licht
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Der Klappentext von Weißes Licht hat mich sofort neugierig gemacht: Ein zurückgezogener Mann in der ländlichen Gegend Montanas, der sich liebevoll um seinen kranken Vater kümmert, und dann plötzlich in ...

Der Klappentext von Weißes Licht hat mich sofort neugierig gemacht: Ein zurückgezogener Mann in der ländlichen Gegend Montanas, der sich liebevoll um seinen kranken Vater kümmert, und dann plötzlich in eine schwierige Gefühlslage gerät – verliebt in Cece, die Braut seines besten Freundes, während er gleichzeitig gebeten wird, auf der Hochzeit eine Rede zu halten. Das klang nach einer intensiven, vielschichtigen Geschichte über Liebe, Loyalität und familiäre Bindungen.

Der Anfang des Buches hat meine Erwartungen auch erfüllt. Besonders die Beziehung zwischen Garett und seinem Vater wird sehr einfühlsam und berührend beschrieben. Diese Szenen haben Tiefe und schaffen eine authentische Nähe zu den Figuren. Man spürt die Last, die Fürsorge, aber auch die leisen Momente von Zuneigung und Verbundenheit.

Leider verliert das Buch für mich nach dieser starken Anfangsphase an Klarheit und Struktur. Der rote Faden scheint sich zunehmend aufzulösen. Handlungssprünge sind groß und lassen die Übergänge brüchig wirken. Dadurch fiel es mir schwer, in der Geschichte zu bleiben oder die Entwicklungen der Figuren nachvollziehbar zu finden. Die emotionale Intensität, die zu Beginn so vielversprechend aufgebaut wurde, konnte dadurch nicht bis zum Ende getragen werden.

Insgesamt bleibt bei mir ein zwiespältiger Eindruck: Weißes Licht beginnt stark, mit einer sensiblen und gefühlvollen Erzählweise, driftet dann aber leider ab. Der Spannungsbogen verliert sich und die Freude am Lesen nimmt deutlich ab. Schade – aus der Grundidee hätte sich noch viel mehr entwickeln können.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Beste Freundinnen

Verheiratete Frauen
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Das Buch bietet einen tiefgründigen Einblick in das Leben von verheirateten Frauen und beleuchtet die verschiedenen Facetten ihrer Erfahrungen, Gefühle und Herausforderungen. Cristina Campos schafft es, ...

Das Buch bietet einen tiefgründigen Einblick in das Leben von verheirateten Frauen und beleuchtet die verschiedenen Facetten ihrer Erfahrungen, Gefühle und Herausforderungen. Cristina Campos schafft es, die inneren Welten ihrer Figuren einfühlsam und authentisch darzustellen. Das Werk zeichnet sich durch eine feinfühlige Sprache und eine sorgfältige Charakterentwicklung aus, die den Leser in die komplexen Beziehungen und persönlichen Konflikte eintauchen lässt.

Die Hauptperson Gabriela, sie ist verheiratet und anfangs kinderlos, wird sehr authentisch beschrieben. Ihre Freundinnen Silva, immer etwas langsam im Denken, verheiratet und 2 Kinder und Cosima, eine Frau aus gutem Hause, ebenfalls verheiratet, mit einem Mann, der sie betrügt, erzählen sich alles. Zwischen den Freundinnen gibt es keine Geheimnisse.

Gabriela wird nach mehreren Versuchen endlich schwanger, und ihr Glück scheint perfekt. Doch dann begegnet sie erneut Pablo. Bereits seit Jahren gibt es immer, wenn sie sich sehen, nur Blicke, sie haben nie miteinander gesprochen. Bis zu diesem einen Abend und für Gabriela beginnt eine neue Zeit. Sie fühlt sich begehrt, wird geliebt und liebt wieder. Es sollte nur eine Nacht sein, dann wird sie jeden Donnerstag zu Pablo gehen. Ihre Freundinnen wissen es und unterstützen sie bei den Lügen gegenüber ihrem Mann.

Das Buch ist gutgeschrieben. Der Schreibstil ist flüssig. Barcelona, die Stadt, in der die Geschichte spielt, wird super detailliert beschrieben.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Wenn das Leben andere Pläne hat

Es ist hell und draußen dreht sich die Welt
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Das Buch ist eine nachdenkliche Geschichte über zwei Frauen, deren Leben sich um das Thema Mutterschaft, Erwartungen und innere Konflikte dreht. Da ist Linn, die sich ein Kind wünscht, jedoch trotz verschiedener ...

Das Buch ist eine nachdenkliche Geschichte über zwei Frauen, deren Leben sich um das Thema Mutterschaft, Erwartungen und innere Konflikte dreht. Da ist Linn, die sich ein Kind wünscht, jedoch trotz verschiedener Bemühungen nicht schwanger wird. Auf der anderen Seite Eva, die mit 2 Kindern die perfekte Mutter zu sein scheint. Ihre Männer sind seit Kindertagen befreundet und beschließen, gemeinsam Urlaub zu machen. Während dieser Zeit erfährt der Leser einiges über die wirklichen Geschichten der Protagonisten.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, wodurch man schnell Zugang zur Geschichte findet. Die Handlung ist insgesamt gut nachvollziehbar aufgebaut. Innere Zerrissenheit, Schuldgefühle und Ängste werden glaubwürdig und einfühlsam beschrieben. Die Protagonistinnen sind insgesamt sehr gut ausgearbeitet. Ihre Gedanken und Emotionen wirken authentisch, sodass man ihre Entscheidungen und Reaktionen gut nachvollziehen kann.

Weniger überzeugen konnte mich allerdings das Cover, das auf mich eher unscheinbar wirkt, und das offene Ende. Es lässt einen fragend zurück.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Gutes Thema, zäh erzählt

Narbenmädchen
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Das Cover ist ansprechend gestaltet und passt gut zum ernsten Inhalt des Buches. Narbenmädchen erzählt die Geschichte eines Mädchens, das mit seelischen und körperlichen Narben kämpft und dabei versucht, ...

Das Cover ist ansprechend gestaltet und passt gut zum ernsten Inhalt des Buches. Narbenmädchen erzählt die Geschichte eines Mädchens, das mit seelischen und körperlichen Narben kämpft und dabei versucht, in einer schwierigen Welt seinen Platz zu finden. Lara ist für einige Zeit in einer Kurklinik, weil sie sich selbst mit Rasierklingen verletzt. Das Thema ist spannend und sehr aktuell, was mich besonders interessiert hat. In der Klinik lernt sie andere Jugendliche kennen, die aus den unterschiedlichsten Gründen dort sind. Von den Erwachsenen und Therapeuten fühlt sie sich nicht verstanden. Sie lernt dort Freunde kennen, denen sie sich anvertrauen kann, ohne Scheu.

Leider wird die Geschichte langatmig erzählt, und zwischendurch habe ich den roten Faden verloren. Es ist wirklich schade, denn die Idee und das Thema hatten viel Potenzial – ich hatte mir mehr erhofft.

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Veröffentlicht am 23.02.2025

leider etwas fade

Dunkle Asche
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Schade, leider hat mich das Buch "Dunkle Asche" nicht überzeugt. Der Klapptext klingt wirklich vielversprechend:

Ein Cold Case der nach 30 Jahren aufgeklärt werden soll, klingt erst einmal spannend. Sommer ...

Schade, leider hat mich das Buch "Dunkle Asche" nicht überzeugt. Der Klapptext klingt wirklich vielversprechend:

Ein Cold Case der nach 30 Jahren aufgeklärt werden soll, klingt erst einmal spannend. Sommer 1992, eine junge Frau wird in einem kleinen Ort an der Ostsee ermordet und anschließend brennt ein Feuer im Ferienhaus der Toten. Sind nun alle Beweise vernichtet? Neue und moderne Forschungsmethoden ergeben eine neue Spur.

Gudrun Möller, Kriminalkommissarin und ihre neue Kollegin Judith Engster übernehmen den Fall. Es gibt eine neue Zeugenaussage zu damals. Der Zeuge stirbt. Die beiden Kommissarinnen ermitteln. Sie könnten nicht unterschiedlicher sein. Gudrun ist zu gleichen Zeit in dem Ort aufgewachsen, was verschweigt sie? Und Judith ist von der Rostocker Sitte versetzt in den kleinen Ort. Welches Geheimnis hat sie?

Der Schreibstil ist nicht besonders. Immer wenn ich das Buch zur Seite gelegt habe, wusste ich anschließend nicht mehr, was ich zuvor gelesen hatte. Das ist ein Zeichen dafür, dass es nicht spannend genug war. Zwischenzeitlich scheint es, dass der Autor den Spannungsbogen gut halten kann, leider ist das eine Ausnahme.

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