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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.06.2026

Zwischen Schreibblockade und Herzklopfen

Not in My Book
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Das Hörbuch „Not in My Book“ von Katie Holt wird von Josephine Hochbruck gesprochen und gehört zum Genre Liebesroman.

Die Geschichte handelt von Rosie, die Autorin werden möchte und ihre Leidenschaft ...

Das Hörbuch „Not in My Book“ von Katie Holt wird von Josephine Hochbruck gesprochen und gehört zum Genre Liebesroman.

Die Geschichte handelt von Rosie, die Autorin werden möchte und ihre Leidenschaft für Liebesromane zum Beruf machen will. Sie studiert Kreatives Schreiben in New York. Genau wie ihr Kommilitone Aiden. Dieser hält jedoch nichts von Liebesromanen und sieht sein Talent vielmehr in der gehobenen Literatur. Schon zu Beginn geraten die beiden deshalb immer wieder in hitzige Diskussionen, die als Hörer wirklich amüsant sind. Da unter ihrem ständigen Gezanke der gesamte Kurs leidet, zwingt die Dozentin sie dazu, gemeinsam ein Buch zu schreiben, das beide Genres vereint. Und genau hier beginnt die schöne Geschichte der beiden.

Rosie ist sehr fürsorglich und familienorientiert. Menschen, die sie ins Herz schließt, können sich glücklich schätzen. Es gab jedoch die ein oder andere Situation, in der ich ihren Charakter als sehr schwierig und anstrengend empfunden habe. Aidens anfangs kalte und gereizte Art passt perfekt zu seiner Beschreibung. Im Laufe der Geschichte lernt man ihn jedoch als sehr ehrlichen Menschen kennen, und ich habe seine Leichtigkeit sehr genossen.

Die einzelnen Abschnitte aus ihrem gemeinsamen Roman haben sich wunderbar in die Handlung eingefügt. Besonders die offene Kommunikation zwischen den beiden zu Beginn hat mir gefallen. Aus irgendeinem Grund fehlte diese jedoch später fast vollständig, was für mich nicht die richtige Spannung erzeugt hat. Hier wurde meiner Meinung nach einiges an Potenzial verschenkt.

Alles in allem ist es ein Liebesroman, dessen typische Handlungsmuster den meisten Lesern bekannt sein dürften. Die Sprecherin konnte mich mit ihrer angenehmen Stimme überzeugen. Insgesamt ist es ein schöner, klassischer Liebesroman für zwischendurch, den ich gerne gehört habe.

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Veröffentlicht am 27.05.2026

Gefühlvolle Sports Romance mit viel Herz

One On One
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Annie nimmt aus der Not heraus einen Job bei ihrem alten College-Basketballteam an. Dort arbeitet auch ihr ehemaliger Studienfreund Ben noch immer. Da Annie das Team vor acht Jahren wegen eines Vorfalls ...

Annie nimmt aus der Not heraus einen Job bei ihrem alten College-Basketballteam an. Dort arbeitet auch ihr ehemaliger Studienfreund Ben noch immer. Da Annie das Team vor acht Jahren wegen eines Vorfalls verlassen hat, ohne mit jemandem darüber zu sprechen, ist Ben ihr gegenüber noch sehr nachtragend. Dadurch wird Annies Neustart nicht gerade einfacher. Und trotzdem entsteht hier eine schöne Geschichte.

Annie ist eine starke und liebevolle Protagonistin. Sie liebt die Arbeit hinter der Kamera und das kreative Bearbeiten der Videos. Aufgrund eines Vorfalls und ich hoffe, ich spoilere hier nicht, hat sie damals das Basketballteam verlassen. Sie hat bewusst mit niemandem darüber gesprochen, was ihre Rückkehr natürlich nicht leicht macht. Trotzdem wird sie von allen am College und im Team herzlich aufgenommen. Und dann kommt Ben ins Spiel. Er ist sehr ehrgeizig und macht seinen Job mit voller Leidenschaft. Besonders seine ruhige und herzliche Art im späteren Verlauf hat mir gut gefallen.

Der Start zwischen den beiden ist ziemlich holprig. Umso schöner fand ich, dass sich ihre Beziehung langsam und sehr gefühlvoll entwickelt hat. Ich mochte vor allem die offene und ehrliche Kommunikation zwischen ihnen, wenn sie unter sich waren. Auch wie Ben mit der Veröffentlichung des Vorfalls umgegangen ist, fand ich stark, weil dadurch kein unnötiges Drama entstanden ist. Genau das hat mir an ihrer Geschichte so gut gefallen.

Die Spannung rund um den Vorfall bleibt dezent und wird nicht unnötig in die Länge gezogen. Außerdem wird das Thema sensibel behandelt und zeigt gut, wie man sich in solchen Situationen verhalten sollte. Und zu guter Letzt: Basketball. Ich bin ein totaler Sports-Romance-Fan, und hier wurde der Sport wirklich gut eingebunden, weshalb ich beim Lesen viel Freude hatte.

Das Buch ist eine schöne Geschichte für zwischendurch und definitiv empfehlenswert für alle, die den Trope Sports Romance mögen.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Ehrlich, klug und überraschend zeitlos

Die beste aller Beziehungen
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„Die beste aller Beziehungen“ von Gun-Britt Sundström ist ein kluger und erstaunlich zeitloser Roman über die Komplexität von Beziehungen. Im Mittelpunkt stehen Martina und Gustav, die sich während ihres ...

„Die beste aller Beziehungen“ von Gun-Britt Sundström ist ein kluger und erstaunlich zeitloser Roman über die Komplexität von Beziehungen. Im Mittelpunkt stehen Martina und Gustav, die sich während ihres Studiums kennenlernen und schnell eine intensive Verbindung aufbauen. Allerdings mit sehr unterschiedlichen Vorstellungen davon, wie eine Beziehung aussehen sollte.

Besonders spannend ist die Perspektive von Martina, die ihre eigenen Gefühle und gesellschaftliche Erwartungen immer wieder hinterfragt. Ihr Wunsch nach Unabhängigkeit steht im ständigen Konflikt mit der Nähe zu Gustav, der sich hingegen mehr Verbindlichkeit wünscht. Diese Gegensätze ziehen sich durch die gesamte Geschichte und machen die Dynamik zwischen den beiden gleichzeitig faszinierend und stellenweise auch frustrierend.

Die Autorin beschreibt sehr feinfühlig und realistisch, wie sich eine Beziehung über Jahre entwickelt. Mit all ihren Höhen, Unsicherheiten und wiederkehrenden Mustern. Dabei verzichtet sie auf große Dramatik und setzt stattdessen auf leise, ehrliche Beobachtungen, die oft überraschend treffend sind. Gerade diese ruhige Erzählweise lässt die Figuren besonders glaubwürdig wirken.

Was mir besonders gefallen hat, ist die Art, wie das Buch die Balance zwischen Nähe und Freiheit thematisiert. Es zeigt, wie schwierig es sein kann, sich auf einen anderen Menschen einzulassen, ohne sich selbst dabei zu verlieren. Auch wenn sich einige Passagen etwas ziehen, bleibt die Geschichte durch ihre Tiefe und ihre klugen Gedanken durchgehend interessant.

Insgesamt ist es ein sehr lesenswerter Roman, der zum Nachdenken anregt und lange im Kopf bleibt. Vor allem, weil er keine einfachen Antworten liefert, sondern die Widersprüche von Beziehungen so ehrlich darstellt.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Ein Abend, den man nicht vergisst

Die Dinner Party
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Franca soll für ihren Freund Andrew und seine Kollegen eine Dinner-Party ausrichten. Es ist ein heißer Sommertag, es fließt jede Menge Alkohol und eine wichtige Person aus Francas Vergangenheit sitzt plötzlich ...

Franca soll für ihren Freund Andrew und seine Kollegen eine Dinner-Party ausrichten. Es ist ein heißer Sommertag, es fließt jede Menge Alkohol und eine wichtige Person aus Francas Vergangenheit sitzt plötzlich mit am Esstisch.

Das Buch wird abwechselnd aus Gegenwart und Vergangenheit erzählt. Die Zeitebenen wechseln sich in kurzen Abschnitten ab, wodurch sich die Kapitel teilweise recht lang anfühlen. Mir haben die verschiedenen Perspektiven gut gefallen, vor allem, weil sie für den Verlauf des Dinner-Abends und das Geschehen insgesamt sehr wichtig sind.

Das Buch enthält einige starke und wichtige Triggerpunkte, daher würde ich empfehlen, vorher die Triggerwarnung zu lesen. Die meisten Themen wurden sehr sensibel und gut umgesetzt. Bei einem Punkt ist es mir allerdings schwergefallen. Auch wenn es „nur“ eine Fantasie war. Diese Szenen haben mich etwas verstört und wirkten im Nachhinein nicht unbedingt notwendig für die Geschichte. Das ist aber wirklich nur meine persönliche Meinung. Die anderen Themen hingegen wurden, wie gesagt, sehr gut behandelt.

Die Spannung war durchgehend vorhanden und hat bis zum Ende gehalten. Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen. Obwohl aus Francas Perspektive eher nüchtern und emotionslos erzählt wird, hat genau das eine starke Wirkung auf die Spannung. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, was passiert ist.

Besonders überrascht hat mich ein Plot Twist, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet hätte. Ab diesem Punkt musste ich das bisher Geschehene erst einmal verarbeiten und vieles neu überdenken. In einer Leserunde hat mich außerdem jemand darauf aufmerksam gemacht, wie schnell man im echten Leben zu „typischen“ Annahmen neigt. Das fand ich sehr passend.

Vom Ende hätte ich mir allerdings noch etwas mehr Klarheit gewünscht.

Insgesamt ist es ein gut geschriebenes psychologisches Buch, das mich zum Nachdenken gebracht hat.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Eine Reise zum Meer und zu sich selbst

Offene See
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Der 16-jährige Robert verspürt eine tiefe Sehnsucht nach dem Meer. Deshalb macht er sich zu Fuß auf den Weg zur Küste. Dort lernt er die ältere Frau Dulcie kennen, die ihm einen neuen Blickwinkel auf das ...

Der 16-jährige Robert verspürt eine tiefe Sehnsucht nach dem Meer. Deshalb macht er sich zu Fuß auf den Weg zur Küste. Dort lernt er die ältere Frau Dulcie kennen, die ihm einen neuen Blickwinkel auf das Leben eröffnet.

Anfangs hatte ich Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Ab etwa der Mitte des Buches kam jedoch Spannung auf, und die Handlung wurde zunehmend interessanter. Etwas unrealistisch fand ich, dass Robert mit 16 Jahren bereits so reif wirkt. Dennoch war die Freundschaft zu Dulcie und der respektvolle Umgang der beiden miteinander sehr herzerwärmend. Besonders genossen habe ich das Setting mit dem Meer, dem kleinen Haus und dem typischen Dorfleben. Auch Roberts persönliche Entwicklung hat mir gut gefallen.

Insgesamt war es ein schönes Buch, das mich jedoch nicht vollständig umgehauen hat.

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