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Veröffentlicht am 25.05.2026

Ein toller Auftakt einer neuen Reihe!

Moorland. Die Zwillinge
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Man riecht den nassen Torf, hört das leise Schmatzen der Schritte im Morast und spürt, wie die Kälte unter die Jacke kriecht. Als Nike und Jana im Moor verschwinden, beginnt für Kommissarin Malia Gold ...

Man riecht den nassen Torf, hört das leise Schmatzen der Schritte im Morast und spürt, wie die Kälte unter die Jacke kriecht. Als Nike und Jana im Moor verschwinden, beginnt für Kommissarin Malia Gold ein Abstieg in eine verschworene Gemeinde, in der niemand wirklich unschuldig scheint.
Wenn dich dieser Auftakt für die neue Moorland-Reihe von Winkelmann anspricht, dann solltest du dieses Buch auf deine WuLi setzen.
Winkelmann hat einen richtig flüssigen, bildhaften Schreibstil, der die Stimmung und die Umgebung perfekt einfängt. Die Kapitel haben eine tolle Länge, werden zudem mit dem jeweiligem Tag begonnen. Der Fall war für mich sehr realistisch auf wenige Tage verteilt.
Die Geschichte ist clever aufgebaut: viele Spuren, jede Menge Verdächtige und bis kurz vor Schluss hat man wirklich keine Ahnung, wer eigentlich welches Spiel spielt. Genau so muss für mich ein Thriller sein.
Aber genau das ist auch ein Hindernis. Für mich war es schon grenzwertig mit den vielen Figuren in dem Buch. Am Anfang tauchen echt sehr viele nacheinander auf, welches erstmal etwas unübersichtlich erscheint. Aber irgendwann hatte ich sie verinnerlicht und ich kam besser zurecht. Die Hauptcharaktere, besonders Malia und Ruth, haben trotzdem etwas Tiefe inne gehabt. Ich freue mich auf mehr Charakterentwicklungen in dem nächsten Band.
Trotz kleiner Schmunzel-Fehler hat mich das Buch super unterhalten. Spannend, düster - anders kann ich diesen Pageturner nicht beschreiben.
Winkelmann hat es geschafft, aus einer normalen Suche nach zwei vermissten Mädchen einen beklemmenden Sog zu machen. Absolut empfehlenswert für alle, die Thriller mit echter Atmosphäre lieben. Ich freue mich schon riesig auf Band 2!

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Ein Buch über Zerbrechlichkeit, Verantwortung und die unglaubliche Kraft von Gemeinschaft.

Pina fällt aus
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Wisst ihr, manchmal liest man ein Buch und merkt schon nach wenigen Seiten: Das hier berührt etwas ganz Tiefes in dir. So ging es mir mit „Pina fällt aus“.
Pina bricht zusammen – und ihr erster Gedanke ...

Wisst ihr, manchmal liest man ein Buch und merkt schon nach wenigen Seiten: Das hier berührt etwas ganz Tiefes in dir. So ging es mir mit „Pina fällt aus“.
Pina bricht zusammen – und ihr erster Gedanke gilt ihrem Sohn Leo. Leo, der in seiner eigenen Welt lebt, mit Ritualen, die für Außenstehende merkwürdig wirken, aber für ihn lebensnotwendig sind. Und plötzlich ist er allein. Die Nachbarn, die eigentlich alle genug mit ihren eigenen Baustellen zu tun haben – die abgebrochene Zola, der zurückgezogene Wojtek, die lebensmüde Inge –, werden unfreiwillig in Leos Alltag hineingezogen.
Was dann passiert, hat mich so unglaublich berührt.
Dieses Buch ist keine einfache Feel-Good-Geschichte, es geht tiefer. Es zeigt Menschen, die eigentlich mit sich selbst nicht klarkommen, und wie sie trotzdem zusammenwachsen. Jeder trägt sein eigenes schweres Päckchen – und trotzdem entsteht etwas so Schönes, Menschliches, Warmes. Ich habe jeder Figur geglaubt.
Leo… ach Leo. Für mich war er am Ende der eigentliche Schlüssel. Die Frage ist hier: Wer hat eigentlich wirklich Hilfe gebraucht. Denn im ersten Augenblick denkt man, dass Leo hier derjenige ist, der Hilfe braucht - jedoch ist das nur der äußere Anschein. Diese Ergebnis fand ich tief bewegend.
Der Schreibstil ist wunderschön klar, bildhaft und eindringlich. Man ist sofort mittendrin in diesem Haus, in diesen Leben.
(Einziger kleiner Gedanke von mir: Ich habe mich zwischendurch gefragt, warum manche Figuren so wenig Wissen über Autismus haben, gerade in der heutigen Zeit – aber das schmälert die Schönheit der Geschichte für mich kein Stück.)
Fazit: Ein Buch über Zerbrechlichkeit, Verantwortung und die unglaubliche Kraft von Gemeinschaft. Über das, was passiert, wenn jemand für dich die ganze Welt ist.
Lest es.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Mein bisher liebster Band

Sörensen geht aufs Haus
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Endlich wieder Sörensen – und dieses Mal trifft es mich besonders.
In „Sörensen geht aufs Haus“ holt die Vergangenheit den grantigen, ängstlichen und gleichzeitig so liebenswerten Kommissar mit voller ...

Endlich wieder Sörensen – und dieses Mal trifft es mich besonders.
In „Sörensen geht aufs Haus“ holt die Vergangenheit den grantigen, ängstlichen und gleichzeitig so liebenswerten Kommissar mit voller Wucht ein. Sein kranker Vater zieht bei ihm ein, plötzlich steht ein alter Schulfreund vor der Tür und hinter dem Haus werden menschliche Überreste gefunden. Aus einem alten Cold Case wird ganz schnell ein sehr aktueller Fall.
Was ich an der Reihe so sehr liebe: Hier steht nicht der große Action-Krimi im Vordergrund, sondern die Menschen. Die zwischenmenschlichen Momente, die kleinen Alltagsneurosen, die wunderbar trockene norddeutsche Art und dieser feine, intelligente Humor, der einen immer wieder schmunzeln lässt. Sven Stricker schreibt so klug, verschachtelt und gleichzeitig herzerwärmend, dass man das Gefühl hat, man sitzt selbst in Katenbüll mit am Tisch.
Der sechste Band ist für mich bisher der persönlichste und – komischerweise – mein absoluter Favorit der gesamten Reihe. Sörensen darf noch mehr Mensch sein, noch mehr hadern, noch mehr wachsen. Und genau das macht ihn so unvergesslich.
Tipp von Herzen: Hört unbedingt die Hörbücher! Sven Stricker spricht sie selbst ein und der Hamburger Dialekt plus seine tolle Stimme passen einfach perfekt. Es fühlt sich an, als würde Sörensen persönlich mit einem reden.
Danke, Sven, für diese wunderbare Reihe. Wer Sörensen noch nicht kennt: unbedingt nachholen. Ihr verpasst was. ❤️

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Wer Psychothriller mit Tiefgang, realistischen Figuren und permanenter Peripetie sucht: Hier ist er.

Die Fremden - Nimm niemanden mit
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Manche Bücher fesseln einen Die Fremden von C. M. Ewan gehört zweifellos in diese Kategorie. Von der ersten Seite an spürt man diese subtile, aber unaufhaltsame Beklemmung.
Alles beginnt mit einer scheinbar ...

Manche Bücher fesseln einen Die Fremden von C. M. Ewan gehört zweifellos in diese Kategorie. Von der ersten Seite an spürt man diese subtile, aber unaufhaltsame Beklemmung.
Alles beginnt mit einer scheinbar banalen, doch moralisch nachvollziehbaren Entscheidung: Abi und Ben nehmen bei strömendem Regen und undurchdringlichem Nebel eine gestrandete Familie mit – eine junge Mutter mit Babyschale, ihren Partner und das schlafende Kind. Was als Akt von Empathie und Anstand startet, mutiert nach und nach zu einem psychologischen Minenfeld, aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt.
Der Schreibstil von Ewan ist ein flüssig, präzisen und von einer solchen Sogkraft, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Man liest und liest – und plötzlich sind es doch mehr Abschnitte geworden. Die Spannung entsteht nicht durch laute Effekte, sondern durch eine permanente Eskalation der Ungewissheit: Jede Wendung fühlt sich authentisch und doch völlig überraschend an. Es kommt immer anders, als man denkt – und genau das macht den Nervenkitzel aus.
Besonders brillant gelingt Ewan die Innenwelt von Abi. Ihre Gedanken sind so realistisch nachvollziehbar, so quälend ehrlich in ihrer Mischung aus Panik, schlechtem Gewissen, Selbstzweifeln und verzweifelter Hoffnung, dass man als Leser förmlich mit ihr mitfiebert. Man leidet mit, man schreit sie innerlich an, man fleht – und doch treibt der Autor manche Entscheidungen bis an jenen Punkt, an dem man als Leser bereits kapituliert: „Hier gibt es keinen Ausweg mehr.“ Und genau dann wendet sich das Blatt erneut – atemberaubend, clever, atemlos.
Die Atmosphäre ist dicht und greifbar: das enge Auto, das isolierte Haus, der endlose Nebel, das Misstrauen, das sich wie Gift in jede Interaktion frisst. Alles wirkt plausibel – und genau das macht den Thriller aus. Kein überflüssiger Gore, keine billigen Schocks – nur pure, intelligente, nervenaufreibende Spannung auf höchstem Niveau.
Die Fremden ist für mich der Inbegriff eines modernen Pageturners: fesselnd, raffiniert, emotional fordernd und bis zur letzten Zeile konsequent. Ein Buch, das man nicht nur liest – man erlebt es. Und danach braucht man erst einmal ein paar tiefe Atemzüge, um wieder in die reale Welt zurückzufinden.

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Ruhig - aber dennoch spannend

Tödliches Angebot
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Okay. Ich sag’s jetzt einfach mal so, wie es ist: Das war nicht von schlechten Eltern!!

Die Geschichte beginnt so harmlos Und dann… dann passiert es.
Schleichend.
Unmerklich.
Am Anfang dachte ich noch: ...


Okay. Ich sag’s jetzt einfach mal so, wie es ist: Das war nicht von schlechten Eltern!!

Die Geschichte beginnt so harmlos Und dann… dann passiert es.
Schleichend.
Unmerklich.
Am Anfang dachte ich noch: ach komm, Margo ist doch süß. Bisschen verbissen, bisschen perfektionistisch, typische Frau, die alles im Griff haben will.
Dann dieses verdammte, zuckersüße, von-nebenan-Getue… .
Die ganze Zeit.
Während sie plant.
Während sie manipuliert.
Während sie zerstört.
Während sie tötet.
Es baut sich so langsam auf. So heimtückisch. Wie Gift, das man tropfenweise in den Tee rührt, während man fröhlich plaudert. Anfänglich merkt man es nicht. Und wenn, dann ist es schon zu spät. Als wäre es… normal.

Kritikpunkt? Ja, gibt’s einen.
Der Roman fokussiert sich zwar auf Margo und ihr Handeln, aber am Ende tappt man ziemlich im Dunkeln, warum sie so tickt. Es gibt Andeutungen, aber kein richtiges „Aha, deshalb“.
Für manche Leser wird das reichen. Für mich hätte ich mir da ein kleines Stück mehr gewünscht – nicht viel, nur ein, zwei starke Szenen oder Rückblenden mehr.
Aber wisst ihr was?
Das ändert nichts an der Wirkung.
Das hier ist ein guter Psychothriller.
Ich hoffe, ich begegne nie einer Margo.

Die ist ein Buch, das zeigt, wie nah Normalität und Wahnsinn wirklich beieinanderliegen können – und wie charmant Wahnsinn manchmal lächeln kann.

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