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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.04.2026

Ein etwas anderer Spionageroman

Die Reise ans Ende der Geschichte
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Die Reise ans Ende der Geschichte ist ein etwas anderer Spionageroman. Angesiedelt in den 1990er Jahren, in der Zeit nach dem Kalten Krieg, treffen wir hier auf einen Doppelagenten, der seine ganz eigenen ...

Die Reise ans Ende der Geschichte ist ein etwas anderer Spionageroman. Angesiedelt in den 1990er Jahren, in der Zeit nach dem Kalten Krieg, treffen wir hier auf einen Doppelagenten, der seine ganz eigenen Pläne verfolgt.

Gemeinsam mit ihm und dem etwas unbedarften Poeten Jakob geht es auf eine verrückte Reise von Italien bis nach Kasachstan.

Der Autor hat einen ganz besonderen und wunderbar amüsanten Erzählstil. Das Aufeinandertreffen der verschiedenen, sehr speziellen Charaktere ist gut gelungen. Jeder ist auf seine Art verschroben und im Zusammenspiel kommt es zu wunderbar absurden Dialogen und Situationen.

Diese bewegen sich alle im Spionageumfeld und das auf eine Art, die wirklich nicht vorhersehbar ist und die Realität etwas auf die Schippe nimmt.

Der Roman ist kurzweilig, unterhaltsam, bringt einen zum Schmunzeln und greift doch auch ein sehr reales und ernstes Zeitgefühl auf. Mir hat er gefallen.

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Veröffentlicht am 01.04.2026

Bitte mehr von Bob Oz

Minnesota
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Es ist mir ehrlich gesagt etwas schwer gefallen in das Hörbuch reinzukommen, aber als ich dann einmal drin war, konnte mich der Autor voll abholen und überzeugen.

Besonders gefallen haben mir die Charaktere ...

Es ist mir ehrlich gesagt etwas schwer gefallen in das Hörbuch reinzukommen, aber als ich dann einmal drin war, konnte mich der Autor voll abholen und überzeugen.

Besonders gefallen haben mir die Charaktere - insbesondere Protagonist Bob Oz - und die stilistischen Mittel des Autors.

Bob Oz, der sich selbst als „Arschloch“ bezeichnet eckt an, bei den Frauen aber auch beruflich. Ich empfand ihn als einen sehr authentischen Charakter. Als einen Mann, der durch Schicksalsschläge gebeutelt durchs Leben driftet und dabei weder auf sich noch auf andere achtet. Diese vielleicht nicht sehr sympathische aber menschliche Seite macht ihn sehr interessant und sein Verhalten oder Dialoge unvorhersehbar.

Die Erzählweise des Autors gefällt mir sehr. Er hat eine ganz tolle Art, Bilder vor meinem Auge entstehen zu lassen und Dinge zu suggerieren. Dann löst er die Situation auf und man hat das Gefühl er grinst einen an und sagt „Was dachtest Du denn?“ Und man fühlt sich etwas ertappt. So schafft er es auch ganz gut, einen in die Irre zu führen.

Inhaltlich hat das Hörbuch neben dem spannenden Fall einiges zu bieten - im Zentrum steht das Thema der sehr freizügigen Waffengesetze in den USA. Aber auch andere Themen werden aufgegriffen und auf eine sehr einfühlsame Art besprochen … z.B. das Thema Einsamkeit. Hierfür nimmt der Autor sich Zeit und Raum, für mich hat das gut gepasst.

David Nathan ist ein toller Hörbuchsprecher. Er hat eine sehr charismatische Stimme und ich lausche ihm gerne - das war auch bei diesem Hörbuch wieder der Fall. Er kann Charakteren sehr gut Individualität verleihen und liest unaufgeregt aber so, dass man gerne dabei bleibt.

Ich empfehle Minnesota gerne weiter und freue mich auf den (hoffentlich) nächsten Fall mit Bob Oz.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Gelungener Auftakt

Eden Hall
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Bei diesem ersten Teil einer Kinder-Fantasysaga kommt man nicht daran vorbei, über die liebevolle Aufmachung zu sprechen. Das Buch kommt als hochwertiges Hardcover mit zahlreichen Illustrationen - teilweise ...

Bei diesem ersten Teil einer Kinder-Fantasysaga kommt man nicht daran vorbei, über die liebevolle Aufmachung zu sprechen. Das Buch kommt als hochwertiges Hardcover mit zahlreichen Illustrationen - teilweise skizziert, teilweise als vollseitige Farbillustrationen.

Besonders die Skizzen und die Charakterporträts haben mir sehr gut gefallen, da sie einen guten Bezug zu den inhaltlichen Steam Punk Elementen herstellen. Die Charaktere sind insgesamt sehr detailliert und individuell ausgearbeitet und schon anhand der Porträts kann man Eigenschaften und Verhalten erahnen.

Peter Turner ist ein liebenswerter, schlauer und mutiger Protagonist, der das Herz am rechten Fleck hat und mit seinen alten und neu gewonnen Freunden eine tolle Truppe bildet. Das Abenteuer beginnt langsam und nimmt dann mehr und mehr an Fahrt auf. Es gilt Gefahren zu überwinden, Aufgaben zu bewältigen und Geheimnisse zu lüften. Damit bietet das Buch alles, was ein spannendes Abenteuer für junge Leser braucht. Das Ende macht schon direkt Lust auf mehr.

Wer mag, kann auf der Webseite zum Buch auf einer digitalen und musikalisch hinterlegten Karte noch tiefer in die Welt Wellvern eintauchen, was ich auch für eine sehr schöne Idee halte.

Ich empfehle das Buch gerne an Leser weiter, die Abenteuergeschichten und Geheimnisse mögen und vielleicht die Faszination von Peter für verrückte Erfindungen und Maschinen teilen.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Interessante Charaktere

Giftiger Grund
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In diesem Thriller bringt der Autor ein paar ganz besondere Charaktere zusammen. Eine Insta Influencerin mit einem Faible für lost places, einen ehemaligen Strafgefangenen und ein kleines Mädchen, das ...

In diesem Thriller bringt der Autor ein paar ganz besondere Charaktere zusammen. Eine Insta Influencerin mit einem Faible für lost places, einen ehemaligen Strafgefangenen und ein kleines Mädchen, das jede Nacht ins Freie flüchtet. Die jeweiligen Schicksale der drei und wie diese so unterschiedlichen Menschen in einer verlassenen Gegend aufeinander treffen wird sehr schön erzählt.

In Bezug auf den Thriller kommt das Buch erst sehr spät in Schwung, lebt aber von der besonderen Stimmung und Atmosphäre.

Gefallen hat mir, dass das Hörbuch gleich von mehreren Sprechern eingelesen wurde. So hat jede Perspektive auch ihre eigene Stimme erhalten und alle empfand ich beim Hören als sehr angenehm. Der Charakter und die jeweilige Lebenssituation der Personen wurde gut transportiert.

Insgesamt eine gelungene Geschichte, auch wenn es für Fans von rasanten Thrillern vielleicht etwas mehr Spannung und Thrill sein dürfte.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Authentisch und einfühlsam

Vergiss nicht zu tanzen, Hanna
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Diese Familiengeschichte spielt in einem kleinen Dorf nahe der damaligen Stadt Berlinchen im heutigen Polen. Wir begleiten Protagonistin Hanna und ihre Familie von ihrer Einschulung 1939 bis zum Kriegsende.

Erzählt ...

Diese Familiengeschichte spielt in einem kleinen Dorf nahe der damaligen Stadt Berlinchen im heutigen Polen. Wir begleiten Protagonistin Hanna und ihre Familie von ihrer Einschulung 1939 bis zum Kriegsende.

Erzählt wird sehr authentisch aus kindlicher Sicht. Die Unwissenheit in Bezug auf viele vor allem politische Dinge sowie die zum Teil kindliche Naivität von Hanna kommen sehr gut rüber und ermöglichen mal einen etwas anderen Blick auf die Wirren des zweiten Weltkriegs.

Der Roman legt sehr viel Wert auf die Schilderung des Alltags der Menschen - Feldarbeit, Schule, Kirche und die Situation zwischen Parteimitgliedern und solchen, die sich eher raushalten wollen. Sehr deutlich wird auch, wie sich der Krieg und die Propaganda in die Familien geschlichen und dort Schaden angerichtet hat.

Und bei all dem geht es insbesondere um Beziehungen. Davon hat Hanna ein paar ganz besondere - zu ihrem Freund Martin, zu ihrer Schwester und zu ihrem Großvater, der meine liebste Nebenfigur in diesem Roman ist. Ein starker und sehr liebevoller Mann, der für seine Überzeugungen einsteht und Hanna ein wichtiger Mentor ist.

Der Roman wird langsam erzählt und lässt das Dorfleben vor dem inneren Auge sehr lebendig werden. Das Ende fand ich vor diesem Hintergrund leider etwas zu schnell abgehandelt. Auch hier hätte man sich dann konsequenterweise noch etwas mehr Zeit lassen können.

Insgesamt ist es aber ein wirklich schöner Roman, bei dem einem die Charaktere sehr ans Herz wachsen.

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