Profilbild von Stardust

Stardust

Lesejury Star
online

Stardust ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Stardust über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.06.2026

Familiendrama statt Krimi

Vega Varg – Das Schweigen der Insel
0

Åsa Hellberg ist mit "Vega Varg" in "Das Schweigen der Insel" ein erster Einstieg in eine neue Krimi-Reihe gelungen.
Vega Varg ist Ermittlerin bei der schwedischen Polizei, auch ihre beiden Söhne sind ...

Åsa Hellberg ist mit "Vega Varg" in "Das Schweigen der Insel" ein erster Einstieg in eine neue Krimi-Reihe gelungen.
Vega Varg ist Ermittlerin bei der schwedischen Polizei, auch ihre beiden Söhne sind dort Polizisten.
Auf der schwedischen Insel Südkoster wird ein junger Mann tot aufgefunden, von einer Gruppe Norweger, die in einem Team unterwegs waren.
Vega wird sofort dazu gerufen, da sie in der Nähe wohnt. Sie kennt den Toten und damit bekommen die Ermittlungen etwas persönliches für sie. Dieses persönliche wird im Laufe der Ermittlungen eher tiefer und mehr, wie tauchen hier tief in die Geschichte und auch die Vergangenheit ein. Hier werden Verbindungen gezogen, die ich nicht nachvollziehen konnte.
Die Protagonisten sind sehr interessant geschildert, keiner ist hier nur gut oder nur böse, sie wirken sehr menschlich und echt. Gerade Vega ist kein sympathischer Mensch, was sich im Laufe der Geschichte für mich noch verstärkt. Sie trifft eine Menge zweifelhafter Entscheidungen.
Die Geschehnisse werden in sehr kurzen Kapiteln aus verschiedenen Perspektiven geschildert, das ist sehr abwechslungsreich.
Gut gefällt mir, wie die tolle Kulisse der Natur beschrieben und mit einbezogen wird, man fühlt sich fast wie vor Ort.
Im Laufe der Handlung gibt es so einige Verdächtige und auch Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe.
Was mir hier so etwas gefehlt hat, Spannung, die war nur selten und wenig vorhanden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.06.2026

Drachen als Fluch

Dragon Cursed – Zeig keine Gnade
0

"Dragon Cursed" von Elise Kova ist der Auftakt einer Dilogie. Es ist eine fantastische Geschichte, in der Drachen eine groß Rolle spielen, aber es ist auch eine Liebesgeschichte.
Die Welt ist hier auf ...

"Dragon Cursed" von Elise Kova ist der Auftakt einer Dilogie. Es ist eine fantastische Geschichte, in der Drachen eine groß Rolle spielen, aber es ist auch eine Liebesgeschichte.
Die Welt ist hier auf eine verbleibende Stadt reduziert, es gibt eine magische Quelle, Ätherlicht und Ätherschatten, eine Geißel und den Drachenfluch. Auch die Abteilung einer unteren Welt klingt spannend. Leider ist der Weltenbau sehr gut angedacht, wird aber nicht gut erklärt. Einiges erschließt sich im Laufe der Geschichte, aber die Welt bleibt mir bis zum Ende fremd.
Die 18 jährige Isola muss zusammen mit anderen Jugendlichen eine Prüfung durchlaufen, um den Drachenfluch auszuschließen, ehe sie in eine Laufbahn als die Retterin dieser Welt eintreten kann. Dabei ist auch ihre beste Freundin und der Junge, mit dem sie gemeinsam aufwuchs und trainierte.
Isola ist von vielen Gedanken heimgesucht, sie hat Angst, dass sie den Fluch hat, sie vertraut niemanden, außer der Freundin und sie will verbergen, wie gut sie die Magie beherrscht. Dazu kommt noch eine erste, zarte Verliebtheit.
Die Prüfungen selber sind brutal, es wird hier sehr schnell ernst, das ist teilweise auch wirklich sehr spannend geschrieben.
Probleme hatte ich mit der Protagonistin selber, sie trifft teils so unüberlegte, ja eigentlich richtig dumme Entscheidungen, sie wirkte sehr unecht auf mich.
Ich hätte mir hier sowohl bei der Welt, als auch bei den Protagonisten einfach mehr Tiefe gewünscht, der Ansatz für eine tolle Fantasy-Geschichte ist definitiv gegeben. Auch die Drachen, die aus den Menschen mit dem Fluch hervorbrechen, das ist super gemacht und beschrieben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.05.2026

Starke Atmosphäre, aber schwaches Finale

Böser, böser Wolf
0

In „Böser, böser Wolf“ entwirft Alexandra Benedict ein interessantes Meta-Szenario: Ein Thriller über das Schreiben von Thrillern. Morde geschehen nach dem Vorbild fiktiver Texte; mittendrin die entführte ...

In „Böser, böser Wolf“ entwirft Alexandra Benedict ein interessantes Meta-Szenario: Ein Thriller über das Schreiben von Thrillern. Morde geschehen nach dem Vorbild fiktiver Texte; mittendrin die entführte Autorin Katie, die versucht, über ihre Geschichten Hinweise auf ihren Peiniger zu geben. Parallel dazu ermittelt DI Lyla Rondell, die eine Verbindung zu Märchen und ihrer eigenen Vergangenheit zieht.
Was mir gefiel:
Die Märchenadaptionen und die morbide, düstere Grundstimmung haben mich sofort gepackt. Der Spannungsaufbau ist rasant und der Einstieg absolut fesselnd.
Was mir fehlte:
Leider blieb ich zu den Protagonistinnen auf Distanz. Ihre Handlungen wirkten oft fremd und wenig nachvollziehbar. Zum Ende hin verlor die Geschichte für mich an Glaubwürdigkeit – vieles wirkte konstruiert, und die Auflösung rund um den Täter war für mich nicht überzeugend. Ein starker Beginn, der leider in einem sehr schwachen Finale endet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.05.2026

Party mit Schrecken

Party of Liars
3

"Party of Liars" von Kelsey Cox ist ein Thriller, der sich um eine Party dreht. Es ist der 16. Geburtstag von Sophie, der Tochter des Hausherren.
In der Nacht der Party kommt jemand zu Tode und es ist ...

"Party of Liars" von Kelsey Cox ist ein Thriller, der sich um eine Party dreht. Es ist der 16. Geburtstag von Sophie, der Tochter des Hausherren.
In der Nacht der Party kommt jemand zu Tode und es ist zunächst unklar, unter welchen Umständen und auch, um wen es sich handelt.
Das Geschehen wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, beispielsweise die beste Freundin von Sophie, das Kindermädchen im Hause, die Ex-Frau und auch die neue Ehefrau. Dazu kommen auch noch Rückblicke, das Puzzle setzt sich langsam zusammen.
Beim lesen bekommt man nach und nach das Gefühl, es hat wirklich jeder etwas zu verbergen, so richtig sympathisch und vertrauenswürdig ist mir niemand.
Das Geschehen geht in die Tiefe, teilweise direkt etwas zu langatmig für einen Thriller.
Die einzelnen Protagonisten lernt man oberflächlich kennen und kann sie damit auch gar nicht einschätzen, da hätte ich gerne eher weniger Figuren mit mehr Informationen gehabt.
Das Ende war doch etwas überraschend und hat mir dann auch sehr gut gefallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 29.03.2026

Angst im Wald

Blutwild
0

"Blutwild" von Saskia te Marveld ist ein Thriller, der von Beginn an Spannung aufgebaut hat.
Anka war mal Polizistin, sie ist ausgeschieden, nach einem Vorfall, der sie physisch und psychisch gebrochen ...

"Blutwild" von Saskia te Marveld ist ein Thriller, der von Beginn an Spannung aufgebaut hat.
Anka war mal Polizistin, sie ist ausgeschieden, nach einem Vorfall, der sie physisch und psychisch gebrochen hat. Sie konnte fliehen und überleben, aber mit vielen Narben.
Jetzt bekommt sie per SMS einen Hilferuf mit Koordinaten. Natürlich möchte sie helfen und findet mitten im Wald eine makabre Ausstellung des Grauens.
Die Bedrohung von Anka steigt im Verlauf der Geschichte noch an, mich hätten noch mehr Details zu ihrem vorigen Trauma interessiert, da fehlt mir etwas Vorwissen.
Bei der Erzählweise wechseln sich Perspektiven und auch Zeitebenen ab, man muss hier aufmerksam bleiben.
Das Ende wusste mich nochmal zu überraschen, obwohl ich schon sehr zeitig einiges überblicken konnte.
Leider blieb für mich die Protagonistin etwas unglaubwürdig und so einige ihrer Handlungen für mich nicht nachvollziehbar.
Alles in allem aber ein spannendes Buch, ein starkes Debüt, ich freue mich auf Folgewerke der Autorin.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere