Profilbild von Stardust

Stardust

Lesejury Star
offline

Stardust ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Stardust über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2026

Angst im Wald

Blutwild
0

"Blutwild" von Saskia te Marveld ist ein Thriller, der von Beginn an Spannung aufgebaut hat.
Anka war mal Polizistin, sie ist ausgeschieden, nach einem Vorfall, der sie physisch und psychisch gebrochen ...

"Blutwild" von Saskia te Marveld ist ein Thriller, der von Beginn an Spannung aufgebaut hat.
Anka war mal Polizistin, sie ist ausgeschieden, nach einem Vorfall, der sie physisch und psychisch gebrochen hat. Sie konnte fliehen und überleben, aber mit vielen Narben.
Jetzt bekommt sie per SMS einen Hilferuf mit Koordinaten. Natürlich möchte sie helfen und findet mitten im Wald eine makabre Ausstellung des Grauens.
Die Bedrohung von Anka steigt im Verlauf der Geschichte noch an, mich hätten noch mehr Details zu ihrem vorigen Trauma interessiert, da fehlt mir etwas Vorwissen.
Bei der Erzählweise wechseln sich Perspektiven und auch Zeitebenen ab, man muss hier aufmerksam bleiben.
Das Ende wusste mich nochmal zu überraschen, obwohl ich schon sehr zeitig einiges überblicken konnte.
Leider blieb für mich die Protagonistin etwas unglaubwürdig und so einige ihrer Handlungen für mich nicht nachvollziehbar.
Alles in allem aber ein spannendes Buch, ein starkes Debüt, ich freue mich auf Folgewerke der Autorin.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.02.2026

Gefährliches Remake

Verbrenn das Negativ
0

In seinem Thriller „Verbrenn das Negativ“ verwebt Josh Winning gekonnt klassischen Horror mit moderner Spannung. Die Journalistin Laura Warren kehrt für eine Reportage nach L.A. zurück, ausgerechnet an ...

In seinem Thriller „Verbrenn das Negativ“ verwebt Josh Winning gekonnt klassischen Horror mit moderner Spannung. Die Journalistin Laura Warren kehrt für eine Reportage nach L.A. zurück, ausgerechnet an das Set eines Remakes von „The Guesthouse“. Was niemand ahnt: Laura war der Kinderstar des Originals – ein Film, der nach einer Reihe mysteriöser Todesfälle als verflucht gilt.
Der fesselnde Schreibstil wird durch ein kreatives Layout aus Blogeinträgen, Interviews und Drehbuchfragmenten ergänzt, was für ein hohes Tempo sorgt. Zwar agieren die Charaktere horrorfilmtypisch nicht immer rational und bleiben teils etwas schemenhaft, doch die zahlreichen Anspielungen auf die Filmgeschichte entschädigen Kinofans allemal. Wer bereit ist, logische Lücken zugunsten der Atmosphäre zu akzeptieren, wird mit einem überraschenden Twist belohnt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.01.2026

Etwas viel gewollt

Hazel sagt Nein
0

"Hazel sagt Nein" von Jessica Berger Gross ist ein Roman auf den ich sehr gespannt war. Ich sage gleich dazu, er hat mir auch sehr gefallen, nur meine Erwartungen an das Thema nicht ganz erfüllt.
Familie ...

"Hazel sagt Nein" von Jessica Berger Gross ist ein Roman auf den ich sehr gespannt war. Ich sage gleich dazu, er hat mir auch sehr gefallen, nur meine Erwartungen an das Thema nicht ganz erfüllt.
Familie Blum zieht aus dem Trubel von New York ins beschauliche Maine, wo die Familie sich ein Haus leisten kann, Mutter Claire sich beruflich verwirklichen möchte und Vater Gus eine Professur ohne große Pendelei bekommen hat.
Den Kindern Hazel und Wolf steht ein Schulwechsel bevor.
Am ersten Schultag widerfährt Hazel Unglaubliches, ihr Direktor macht ihr ein absolut unanständiges Angebot und Hazel lehnt natürlich rundweg ab.
Von dem Moment an scheint sich vieles zu verselbständigen und das Leben der kompletten Familie zu verändern.
Die einzelnen Kapitel beleuchten auch die verschiedenen Mitglieder der Familie und was ihnen so widerfährt, wie sie sich fühlen und verhalten.
Das Thema ist absolut wichtig und die Autorin schreibt auch sehr interessant und sympathisch. Für mich hat sie bloß etwas viel an anderen Themen in dem einem Buch verarbeitet und angesprochen. Da konnte gar nicht alles ausreichend Raum bekommen.
Auch fand ich die weitere Entwicklung teilweise unglaubwürdig und nicht nachvollziehbar. Das Buch ist aber sehr gut lesbar und auch empfehlenswert.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 28.01.2026

Etwas verwirrend

The Exes
0

"The Exes" von Leodora Darlington ist ein Thriller in den ich mich, vom Aufbau her, erst einmal reinfinden musste. Ab einem bestimmten Punkt konnte ich das Buch dann kaum noch aus der Hand legen.
Im Mittelpunkt ...

"The Exes" von Leodora Darlington ist ein Thriller in den ich mich, vom Aufbau her, erst einmal reinfinden musste. Ab einem bestimmten Punkt konnte ich das Buch dann kaum noch aus der Hand legen.
Im Mittelpunkt steht Nathalie, die auf der Suche nach ihrem perfekten Partner ist. Sie erzählt Abschnitte aus der Gegenwart und aus der Vergangenheit. Dabei kommen dann ihre verschiedenen Ex-Partner zum Vorschein.
Später im Buch wird auch noch aus anderen Perspektiven erzählt, aber immer wieder in verschiedenen Zeitebenen.
Ich kann hier zur weiteren Handlung wenig schreiben, ohne etwas vorwegzunehmen, dann das Buch lebt von seinen vielen Plot-Twists. Für mich war es dann schon etwas zuviel des Guten und zwar spannend, aber unglaubwürdig.
Auch die Protagonistin konnte ich immer schwerer einschätzen, wobei das hier sicher gewollt war.
Der Schreibstil ist gut und überzeugend, die Idee dahinter mag ich sehr, mir wirkt alles nur etwas zuviel, da wäre weniger mehr gewesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.01.2026

Faszinierende Welt, aber schwer greifbare Handlung

Die Spur der Vertrauten
0

„Die Spur der Vertrauten“ ist ein Buch, das nachwirkt, mich aber auch zwiegespalten zurücklässt. Besonders die Protagonistin Claire hat Eindruck hinterlassen: Eine Jugendliche, die ihre Andersartigkeit ...

„Die Spur der Vertrauten“ ist ein Buch, das nachwirkt, mich aber auch zwiegespalten zurücklässt. Besonders die Protagonistin Claire hat Eindruck hinterlassen: Eine Jugendliche, die ihre Andersartigkeit in einer streng reglementierten Welt verbergen muss. Christelle Dabos entwirft hier ein spannendes Szenario, in dem die Gesellschaft in Sektoren unterteilt ist und Menschen nach ihren „Instinkten“ leben, ein System, das fast zwanghaft wirkt.
Die Dynamik zwischen Claire und dem „Lebensretter“ Goliath sowie die Themen Gemeinschaft gegen Individualität fand ich thematisch stark. Auch das Worldbuilding ist gewohnt originell, allerdings blieben für meinen Geschmack zu viele Fragen offen. Obwohl man tiefen Einblick in Claires Gedankenwelt erhält, blieb sie mir oft fremd. Da der rote Faden der Geschichte für mich lange Zeit nicht greifbar war, stand ich kurz davor, das Buch abzubrechen. Eine interessante Dystopie, die jedoch viel Geduld erfordert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere