Profilbild von Stardust

Stardust

Lesejury Star
offline

Stardust ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Stardust über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.04.2026

Weiterführende Geschichte

The Ravages of Time
0

"The Ravages of Time Band 2" von Mou Chan wurde hervorragend von Marc Hermann übersetzt, es ist ein Manhua, toll gezeichnet.
Ich würde hier immer empfehlen, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
Es ...

"The Ravages of Time Band 2" von Mou Chan wurde hervorragend von Marc Hermann übersetzt, es ist ein Manhua, toll gezeichnet.
Ich würde hier immer empfehlen, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
Es ist eine Geschichte, die weit zurück reicht, bis nach dem Ende der Han-Dynastie ein Machtkampf um die Macht im Staat ausbricht, es entstehen die drei Reiche.
Der Kampf um die Macht wird nicht nur mit reiner Stärke und Gewalt betrieben, sondern auch mit viel List und Tücke. Im Buch spielt das alles eine groß Rolle und ist sehr gut zu verfolgen. Genau wie in Band 1 wird die Geschichte hier fortgeführt.
Es ist alles sehr komplex und verworren und wird hier auch so dargestellt. Die Mischung ist gelungen aus geschichtlichen Fakten und erdachter Story. Die Machtkämpfe sind sehr spannend zu verfolgen.
Es gibt einige sehr brutale Szenen, es ist definitiv ein Buch für Erwachsene, aber es gibt auch feine Komik zum schmunzeln.
Der Zeichenstil sagt mir zu, er ist sehr detailreich und ausdrucksstark, man ist immer mitten im Geschehen, manchmal fast zu sehr.
Es ist hier sehr kampflastig, die Actionszenen überwiegen ier mehr als im ersten Band.
Für den guten Überblick gibt es umfangreiche Anhänge, eine ganz tolle Geschichtstafel mit Jahreszahlen und Geschehen und Bezügen zum Buch und ein umfangreiches, bebildertes Personenregister.
Das ganze Buch ist richtig toll gemacht, ein kleines Kunstwerk.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2026

Wem kann man trauen?

Missing Page - Tödliche Worte
3

"Missing Page - Tödliche Worte" von Katie Kento ist nicht mein erstes Buch der Autorin. Auch mit "Hotel Ambrosia" wurde ich schon gut unterhalten. Der Krimi ist nicht nur für Jugendliche gut lesbar, ich ...

"Missing Page - Tödliche Worte" von Katie Kento ist nicht mein erstes Buch der Autorin. Auch mit "Hotel Ambrosia" wurde ich schon gut unterhalten. Der Krimi ist nicht nur für Jugendliche gut lesbar, ich fand ihn sehr spannend und es gab auch viele Gelegenheiten zum miträtseln.
Toni reist auf ein Anwesen nach Schottland, um am Workshop eines Bestseller-Autors teilzunehmen. Allerdings hat sie auch noch ein anderes, geheimes, Ansinnen. Tonis Mutter ist verstorben, sie war Kriminalbeamtin, das erklärt später Tonis Rolle bei den Ermittlungen im alten Herrenhaus.
Dort angekommen lernt sie die anderen Teilnehmer kennen und erfährt, dass es in diesem Workshop um einen Wettbewerb geht, dessen Gewinner das komplette Vermögen des Autors erben wird.
Der Autor hat verschiedene Aufgaben vorbereitet und durch die Texte, die geschrieben werden, lernen auch wir etwas über die einzelnen Teilnehmer.
Das Anwesen ist abgeschieden, durch einen Sturm bricht auch jeglicher Kontakt zur Außenwelt ab und sehr schnell herrscht hier eine wirklich unheimliche Stimmung.
Toni ist Schlafwandlerin und oftmals weiß sie selber nicht, ob sie etwas real erlebt oder nur geträumt hat.
Sehr schnell passieren verschiedene unheimliche Dinge und es ist hier wirklich jeder irgendwie verdächtig, einschließlich des Personals.
Ich mochte hier sehr, dass jeder einen einzigartigen Charakter bekam, die Protagonisten sind gut gezeichnet, nicht beliebig austauschbar.
Auch die Stimmung blieb recht unheimlich und düster, man hat das Gefühl hier selber nachts durch dunkle Gänge zu schleichen. Schnell macht sich untereinander Mißtrauen breit und auch als Leserin hatte ich hier unterschiedliche Verdachtsmomente, das ist sehr gut gemacht.
Die Auflösung ist schlüssig und weiß zu überraschen. Der Krimi ist keineswegs nur für Jugendliche zu empfehlen, er liest sich leicht und ist durchweg spannend.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 06.04.2026

Lost Place und Neubeginn

Meine tote Schwester: Psychothriller
0

"Meine tote Schwester" von Catherine Shepherd ist der Auftakt einer neuen Reihe von Psychothrillern. Ich habe schon so einige Bücher der Autorin gelesen, finde sie alle sehr spannend und bin immer wieder ...

"Meine tote Schwester" von Catherine Shepherd ist der Auftakt einer neuen Reihe von Psychothrillern. Ich habe schon so einige Bücher der Autorin gelesen, finde sie alle sehr spannend und bin immer wieder erstaunt, wie gut sie es trotzdem immer wieder schafft, mich zu überraschen. Das ist auch hier so.
Mia lebt mit ihrer Mutter in Sichtweise einer Villa in der ihre Schwester starb, sie darf sie auch absolut nicht betreten.
Lukas wagt mit seiner Mutter einen Neuanfang, sie hat die Villa unbesehen gekauft und die beiden ziehen dort ein.
Nach und nach bekommt man Gerüchte und Berichte darüber, warum die Villa leer stand und was dort passierte.
Die Villa war ein Lost Place und auch die Freundin von Mia hat dort schon gefilmt.
Nach dem Einzug der neuen Besitzer kommt hier wieder Bewegung in das Geschehen und es geschieht so einiges Unvorhergesehenes.
Ich mochte in diesem Buch die Spannung, die von Beginn an hoch war. Die Charaktere waren größtenteils Jugendliche, alle gut gezeichnet und glaubwürdig. Manche mochte ich sehr, andere nicht so.
Der größte Punkt ist hier die Atmosphäre, durch die Gerüchte, die Lost Places, es ist sehr schnell düster und unheimlich.
Alles ist sehr glaubhaft und nachvollziehbar geschrieben und bis fast zum Schluss war ich mir nicht ganz sicher, wer jetzt dahinter steckte. Das war sehr gut aufgebaut.
Ich freue mich schon sehr darauf, wie und mit wem diese Reihe weitergehen wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2026

Wenn die Freiheit lautlos verschwindet

Der letzte Sommer der Tauben
0

„Der letzte Sommer der Tauben“ von Abbas Khider hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Es ist mein bisher zugänglichstes Buch des Autors, aber vielleicht auch sein eindringlichstes.
Wir ...

„Der letzte Sommer der Tauben“ von Abbas Khider hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Es ist mein bisher zugänglichstes Buch des Autors, aber vielleicht auch sein eindringlichstes.
Wir begleiten den 14-jährigen Noah, dessen Welt – und sein geliebtes Hobby, die Taubenzucht – langsam unter dem Schatten eines neuen Regimes zerbricht. Khider beschreibt meisterhaft, wie das Normale zur Gefahr wird: Musik wird verboten, Frauen werden aus der Öffentlichkeit verbannt, und Noahs Vater muss das vernichten, was er liebt. Als Noah Zeuge einer Steinigung wird, erreicht das Grauen eine neue Dimension.
Was dieses Buch so besonders macht, ist die Perspektive. Durch die Augen eines Jungen erleben wir den Verlust der Freiheit mit einer ganz eigenen Intensität. Khider schafft eine faszinierende Gratwanderung zwischen emotionaler Tiefe und einer beobachtenden Distanz, die das Gelesene noch lange nachwirken lässt. Eine absolute Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.03.2026

Menschlichkeit und Achtsamkeit

Pina fällt aus
0

"Pina fällt aus" von Vera Zischke ist eine Geschichte, die ich noch eine ganze Weile in mir tragen werde, schon weil mir die Protagonisten so ans Herz gewachsen sind und ich das Thema persönlich für so ...

"Pina fällt aus" von Vera Zischke ist eine Geschichte, die ich noch eine ganze Weile in mir tragen werde, schon weil mir die Protagonisten so ans Herz gewachsen sind und ich das Thema persönlich für so wichtig halte.
Pina ist Mutter und das mit ganzer Seele, denn ihr Leo ist etwas ganz besonderes. Auch als Erwachsener braucht er rundum ihre Aufmerksamkeit und Pflege. Tagsüber arbeitet er in einer geschützten Werkstatt, sonst ist Pina immer da, bis zur Selbstaufgabe.
Pina verschleppt ein schwere Erkrankung, kippt um und liegt auf der Intensivstation, handlungsunfähig und bewusstlos.
Die Hausgemeinschaft besteht aus sehr individuellen Menschen, jeder ein absolutes Unikat und sie schaffen es, eine Versorgung für Leo auf die Beine zu stellen.
Dabei wird aus den vielen Einzelnen eine echte Gemeinschaft, die sich gegenseitig helfen und guttun. Das macht, trotz einiger Rückschläge, sehr viel Freude zu lesen.
Mir hat auch die Darstellung von Leo super gefallen, er wurde immer ernst genommen und nie herabgesetzt. Er tat sein Bestes, wie alle anderen, auf seine Art.
Die Menschen hier konnte ich, bis auf wenige Ausnahmen, alle ins Herz schließen und in dieses Haus würde ich selber gerne einziehen.
Das Buch gibt Hoffnung und macht Mut, dass sich hier so einiges in unserer Gesellschaft öffnen und ändern könnte, angefangen von bürokratischen Hürden bis hin zum wegschauen bei bestimmten Situationen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere