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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2026

Was innerhalb von 24 Stunden alles passieren kann

Heimgehen
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In 24 Kapiteln werden die Erlebnisse eines Tages verschiedener Menschen betrachtet. Durch ein Attentat sind alle Personen miteinander verbunden, obwohl sich einige nicht kennen und sich normalerweise nicht ...

In 24 Kapiteln werden die Erlebnisse eines Tages verschiedener Menschen betrachtet. Durch ein Attentat sind alle Personen miteinander verbunden, obwohl sich einige nicht kennen und sich normalerweise nicht begegnet oder miteinander in Kontakt getreten wären.

Das Cover von "Heimgehen" zeigt die bunte Silhouette verschiedener übereinander gelagerter Personen. Das passt gut zu diesen verschiedenen Episoden, verrät nichts über den Inhalt des Romans.

Elke Cremer verbindet die Schicksale verschiedener Menschen, lässt sie in Kontakt treten. Eine interessante Grundidee, die jedoch teilweise verwirrend umgesetzt ist, weil nicht sofort klar ist, um welche Person es sich handelt. Hier hätte ich mir als Kapitelüberschrift die Namen derjenigen gewünscht, um die es geht. Einige Fragen lösen sich im Laufe der Episoden auf und klären sich, andere, wie der Hintergrund der Engesflügel, bleiben unklar. Absichtlich? Auf jeden Fall sehe ich Potential im Schreibstil der Autorin und bin auf weitere Romane gespannt.

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Was wäre, wenn....

Wir sehen uns gestern
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Alice hat ihrem 40. Geburtstag gegenüber gemischte Gefühle, es gäbe da ein paar Dinge, mit denen sie so gar nicht glücklich ist. Als sie am Tag nach ihrem Geburtstag aufwacht, ist sie zurück im Jahr 1996 ...

Alice hat ihrem 40. Geburtstag gegenüber gemischte Gefühle, es gäbe da ein paar Dinge, mit denen sie so gar nicht glücklich ist. Als sie am Tag nach ihrem Geburtstag aufwacht, ist sie zurück im Jahr 1996 und erlebt ihren 16. Geburtstag nochmal - ist das die Chance, auf die sie gewartet hat?!

Das Cover von "Wir sehen uns gestern" ist in beige und orange gehalten, weshalb die bunten Buchstaben des Titels auffallen. Das Cover ist ingesamt sehr dezent, auch die New Yorker Skyline ist sehr unauffällig und könnte ruhig mehr in den Vordergrund gerückt werden, um das Buch mehr zu "promoten". Der Titel passt jedoch sehr gut zum Inhalt des Romans.

Emma Straubs Schreibstil gefällt mir gut, vor allem am Anfang des Buches war ich direkt in der Story drin. Die Grundidee fand ich faszinierend, aber zwischendurch gab es einige Längen und gegen Ende gab es einige sehr kurze "Geburtstags-Stopps", weshalb mir Ende und Schluss nicht so zugesagt haben. Ich habe mir insgesamt vom Thema mehr versprochen.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Nicht alles ein Treffer

Wenn ich nicht Urlaub mache, macht es jemand anderes
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Kurzgeschichten über so viele verschiedene Themen, dass ich gar nicht alle aufzählen könnte.

Das Cover von "Wenn ich nicht Urlaub mache, macht es jemand anderes" ist relativ unspektakulär und zieht mit ...

Kurzgeschichten über so viele verschiedene Themen, dass ich gar nicht alle aufzählen könnte.

Das Cover von "Wenn ich nicht Urlaub mache, macht es jemand anderes" ist relativ unspektakulär und zieht mit dem Titel. Ansonsten sind noch vier farbige Bubbles zusehen vor der blauen Schrift. Der Titel lockt vor allem Urlaub-Freaks an und handelt aber von mehr als "nur" Urlaub.

Bisher kannte ich Giulia Becker nicht und war deshalb komplett unvoreingenommen. Einige Kurzgeschichten haben genau mein Humorzentrum getroffen, andere nicht so. Das ist Geschmackssache und deshalb kann ich nicht pauschal sagen, wem es gefällt und wem nicht. Es war nett für zwischendurch, um den Kopf frei zu kriegen und nicht groß nachzudenken.

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Veröffentlicht am 28.08.2025

Hubert, Ewa & Linda

Der Bademeister ohne Himmel
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Die Schülerin Linda hat keine Lust mehr aufs Leben und verdient sich ein bisschen Geld, indem sie auf den dementen Hubert aufpasst, wenn seine Pflegerin frei hat. Sie entwickelt eine besondere Beziehung ...

Die Schülerin Linda hat keine Lust mehr aufs Leben und verdient sich ein bisschen Geld, indem sie auf den dementen Hubert aufpasst, wenn seine Pflegerin frei hat. Sie entwickelt eine besondere Beziehung zu ihm und versteht ihn womöglich besser als seine eigene Tochter. Außerdem gibt die gemeinsam verbrachte Zeit ihrem Leben Struktur und Sinn. Diese Zeit und ihr Kumpel Kevin halten sie davon ab, sich das Leben zu nehmen. Aber wie lange?

"Der Bademeister ohne Himmel" ist ein sehr poetischer, toller Titel, der auch ziemlich gut zum Buch passt. Das Cover mit dem Mann, von dem nur der Unterkörper unter Wasser zu sehen ist, lässt einen sofort an ein Schwimmbad denken. Noch viel passender wäre ein Mann von hinten gewesen, den man anhand seiner Kleidung sofort als Bademeister erkennt, und der in den Himmel sieht, der auf dem Cover nicht zu sehen ist...

Der Anfang des Buches ist ziemlich zäh, sehr melancholisch. Aus der Perspektive von Linda erzählt, aber ihr Name wird so wenig genannt, dass ich tatsächlich überlegen musste, wer Linda ist. Deshalb hat Linda für mich kein Gesicht, sie bleibt im Dunklen, obwohl sie von sich und ihren Selbstmordgedanken erzählt. Hubert, Ewa und auch Kevin kann man sich gut vorstellen, im Gegensatz zu Linda als Hauptfigur. Im Laufe der Geschichte wurde es weniger zäh und es sind einige tiefreichende Gedanken dabei, die ankommen und berühren. Aber insgesamt wurde ich mit der Geschichte nicht so ganz warm.

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Veröffentlicht am 30.07.2025

Nice to read

Bad Summer People
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Wie jedes Jahr verbringen Lauren und Jen aus New York ihren Sommer auf Salcombe. Wie jedes Jahr? Nicht ganz...

Das Cover ist scheinbar fröhlich-bunt und sorglos, wie die Menschen auf Salcombe, mit Sonnenschirm ...

Wie jedes Jahr verbringen Lauren und Jen aus New York ihren Sommer auf Salcombe. Wie jedes Jahr? Nicht ganz...

Das Cover ist scheinbar fröhlich-bunt und sorglos, wie die Menschen auf Salcombe, mit Sonnenschirm und Wassertropfen. Der Titel "Bad Summer People" in weiß steht groß im Mittelpunkt. Das Cover verät scheinbar nichts über das Buch und macht es dadurch spannend, was wiederum sehr gut zum Roman passt.

Emma Rosenblum ist ein gutes Debüt gelungen. Sie wirft einen Blick hinter die Kulissen einer scheinheiligen Welt, in der doch nichts in Ordnung ist. Überall Geheimnisse, nichts ist, wie es scheint. Das ist gut geschrieben und bietet spannende Unterhaltung. Nur die vielen Sprünge zu unterschiedlichen Personen in den verschiedenen Kapiteln ist manchmal etwas zu viel und eröffnet Nebenschauplätze, die nicht nötig wären und eher verwirren. Insgesamt spannend und nicht so vorhersehbar wie manch anderer Roman.

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