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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2026

Ein Roadtrip, der alles verändert

Somewhere in Summer
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Bücher von Tonia Krüger lese ich super gern, da sie für mich zwar Feelgood-Romane sind, aber auch immer eine besondere Tiefe haben, die sie den Charakteren zu eigen macht und die, die Geschichten für mich ...

Bücher von Tonia Krüger lese ich super gern, da sie für mich zwar Feelgood-Romane sind, aber auch immer eine besondere Tiefe haben, die sie den Charakteren zu eigen macht und die, die Geschichten für mich Nahbar und authentisch machen. So auch hier: ein Roadtrip ist für mich der Inbegriff eines Feelgood-Sommers- Freiheit, Verheißung, Aufregung. Aber der Grund dafür, hat mir erstmal das Herz gebrochen. Die Geschichte ist für mich der Inbegriff von „bittersweet“.

Das Thema Verlust ist sehr präsent in diesem Buch. Es zeigt sich in Kleinigkeiten und großen Gefühlen. Aber auch die anderen zentralen Themen rund um Cadens Familiengeschichte und die Brothers-Best-Friend-Romance geben der Geschichte Tiefe und halten sich gegenseitig in einem angenehmen Gleichgewicht. Es hat sich zu keiner Zeit überladen angefühlt, sondern sehr nahbar, sehr echt. Ich hatte das Gefühl man bekommt einen guten Zugang zu den Figuren.

Ich habe die kleinen Einschübe zu Fremdworten und ihren Bedeutungen geliebt. Sie geben dem Buch etwas besonderes, da sie auch passend zur Handlung ausgewählt wurden und für eine besondere, nachdenklich und emotionale Stimmung sorgen. Man merkt einfach, dass sich die Autorin hier auch wirklich Gedanken gemacht hat.

Ich fand neben der Lovestory auch die Freundschaft zwischen den Protas, aber auch zwischen Riley und Mac, den Jungs unter sich und zwischen allen und Scott richtig schön. Man merkt richtig, was die Figuren verbindet, auch wenn es nicht immer leicht und sonnig ist. Genau das hat die Geschichte auch für mich so ergreifend gemacht.

Ich hab dieses Buch super gern gelesen, fand es toll geschrieben, emotional sehr nahbar und eine gelungene Mischung aus schönen und schwermütigen Momenten.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Eine besondere Freundschaft

Eine Maus namens Merlin
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Die Geschichte ist einfach absolut hinreißend und zuckersüß. Gleichzeitig ist sie auch furchtbar traurig und ein bisschen nostalgisch. Irgendwie so ein richtiger Mood-Read und perfekt um sich abends einzukuscheln.

Helen ...

Die Geschichte ist einfach absolut hinreißend und zuckersüß. Gleichzeitig ist sie auch furchtbar traurig und ein bisschen nostalgisch. Irgendwie so ein richtiger Mood-Read und perfekt um sich abends einzukuscheln.

Helen ist nicht nur allein, sie ist einsam- eine hinterbliebene, zurückgezogene Eigenbrötlerin, die auf das Ende wartet. Bei der Vorstellung wie sie allein in ihrem Haus ihrem tristen Alltag nachgeht und den Tod ersehnt, könnte ich schon wieder heulen. Solche Stories gehen mir einfach an die Nieren. Umso schöner und unerwarteter, dass ausgerechnet eine kleine Maus Helen aus ihrem Schneckenhaus hervorlockt. Und nach und nach wird klar welch bemerkenswerte Person Helen eigentlich ist.

Die Bilder, die von Merlin in Helens Pantoffeln und in seinem provisorischen Heim erzeugt werden, sind einfach zu süß. Mir sind bei dieser bezaubernden Geschichte permanent die Tränen gekommen, so gerührt war ich, wie Helen sich um die Maus kümmert, die sie zurück uns Leben geholt hat.

Es ist eine Geschichte vom Alter, aber auch von Gemeinschaft, Zusammenhalt und unerwartetem Glück. Fands einfach richtig toll.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Wettlauf gegen uns selbst

EDEN - Wenn das Sterben beginnt
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Bücher von Marc Elsberg machen mir immer so ein bisschen Angst, denn man zeichnet dieser Autor ein düsteres Bild von uns als Gesellschaft, als Menschheit insgesamt und leider wirkt es erschreckend realistisch. ...

Bücher von Marc Elsberg machen mir immer so ein bisschen Angst, denn man zeichnet dieser Autor ein düsteres Bild von uns als Gesellschaft, als Menschheit insgesamt und leider wirkt es erschreckend realistisch. Bücher von Marc Elsberg sind nicht nur großartig recherchiert, sodass ich beim Lesen tatsächlich das Gefühl habe, über aktuelle Themen informiert und auf Stand gebracht zu werden, sie machen auch neugierig, betroffen und regen zum Nachdenken an.

Das Buch startet ziemlich spektakulär mitten in die Handlung rein. Es gibt wieder viele Schauplätze und handelnde Personen, sodass es anfangs etwas erschlagend und unübersichtlich ist. Aber es kristallisiert sich zügig raus wer im Mittelpunkt der Handlung steht. Und da treffen Elsberg-Fans einen alten Bekannten, denn das Buch nimmt Bezug zu „Blackout“ und Piero ist auch hier wieder einer der Protagonisten.

Gefühlt passiert hier alles Schlag auf Schlag und eine Katastrophe reiht sich an die nächste. Die Kausalketten sind absolut erschreckend und nervenaufreibend. Man kommt hier als Leser eigentlich kaum zu Atem. Ich liebs, dass es hier auch klassische „Schurken“ gibt, die einfach verachtenswert sind. Dadurch bilden sich zwei klare Fronten unter den Figuren.

Das Ende war für mich ein absoluter Knaller. Das hatte noch Actionthriller-Feeling, bevor ein kleiner Zeitsprung folgt. Ich mags, dass hier nicht um des lieben Friedens willen verklärt wird, sondern auch das Ende eher unversöhnlich ist.
Ich fand das Buch wieder fantastisch .

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Wahnsinnig heilsam

Whitestone Hospital - Colliding Hearts
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Man verstehe mich nicht falsch: ich habe bei diesem Buch gefühlt ununterbrochen geheult wie ein Schlosshund. Aber ich habe auch jede Seite und all den Schmerz genossen. Die Geschichte war unfassbar emotional, ...

Man verstehe mich nicht falsch: ich habe bei diesem Buch gefühlt ununterbrochen geheult wie ein Schlosshund. Aber ich habe auch jede Seite und all den Schmerz genossen. Die Geschichte war unfassbar emotional, aber das Thema so wichtig und die Figuren damit umgegangen sind war einfach alles.

Ian ist einfach so ein Goldschatz. Ich mochte ihn schon in den anderen Büchern, aber hier ist er einfach der Goldstandard dessen, was möglich ist. Außerdem mag ich seine charmante, witzige Art und den freundschaftlich kollegialen Umgang mit seinem Team im Krankenhaus.

Ich mochte die Episoden aus dem Krankenhaus, gleichzeitig hat mir aber auch gefallen, dass Jess keine professionelle Beziehung dazu hat und wir durch sie auch die andere Seite erleben. Die Sichtbarkeit die das Thema dadurch bekommt, fand ich einfach großartig.

Ich fand den Ton und die Stimmung im Buch trotz des bedrückenden Themas sehr positiv und bejahend, was mir gut gefallen hat. Die Figuren lassen sich nicht unterkriegen, lassen Schwäche zu aber stehen für sich ein und haben damit echten Vorbildcharakter.
Mochte dieses Buch wahnsinnig gern.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Berührende Geschichte mit Sogwirkung

Spiegelland
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Rebekka Frank schafft es, ihren Geschichten nicht nur Leben einzuhauchen und den Leser in ihren Bann zu schlagen, sie bindet auch wichtige, sensible Themen auf eine sehr greifbare, betroffen machende Art ...

Rebekka Frank schafft es, ihren Geschichten nicht nur Leben einzuhauchen und den Leser in ihren Bann zu schlagen, sie bindet auch wichtige, sensible Themen auf eine sehr greifbare, betroffen machende Art ein, sodass man nicht wegsehen kann. Hut ab, wie hier nicht nur strukturelle und kulturelle Probleme aufgezeigt werden, sondern auch sehr pointiert klargestellt wird, wo man angreifen muss, damit sich etwas bessern kann.

Das Buch wird in drei Zeitebenen erzählt, die alle ein zentrales Thema aus verschiedenen Blickwinkeln aufgreifen. Die Handlungsstränge sind dabei sehr eng miteinander verwoben und ich mochte besonders die Parallelität der Erzählung. Die einzelnen Erzählstränge scheinen immer ineinanderzugreifen, miteinander zu verschwimmen und aufeinander anzuspielen. Das war erzählerisch einfach großartig.

Ich fand vor allem auch das Thema der Moorkolonisation super interessant und hätte allein darüber ein ganzes Buch der Autorin lesen können. Vor allem die weiblichen Figuren sind toll angelegt, man fiebert regelrecht mit und ist im düsteren Sog der Geschichte geradezu gefangen.

Nicht alle Handlungsstränge habe ich als gleichwertig ausgearbeitet empfunden, aber ehrlich gesagt stört mich das auch nicht, das Thema selbst wurde super rübergebracht und war zu allen Zeiten emotional aufgeladen und mitreißend.

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