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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2026

Cool gemacht

Empire of Whispers and Shadows
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Wie klischeehaft ist bitte eine Liebesgeschichte zwischen einer nach Rache dürstenden Assassinin und dem Mörder ihrer Eltern?! Sehr, bin ich ehrlich. Ich finde Saya lässt ihre Deckung insgesamt viel zu ...

Wie klischeehaft ist bitte eine Liebesgeschichte zwischen einer nach Rache dürstenden Assassinin und dem Mörder ihrer Eltern?! Sehr, bin ich ehrlich. Ich finde Saya lässt ihre Deckung insgesamt viel zu schnell fallen, dafür wie lange ihr Groll schon in ihr schwelt. Funktioniert das ganze hier aber trotzdem hervorragend? Ja, weil die beiden sich eine gemeinsame Basis aufbauen, sich verwundbar machen und plötzlich gegen gemeinsame Feinde kämpfen müssen in einem Spiel, in dem sie eigentlich nur einander trauen können, wenn sie überleben wollen.

Ich mochte das Worldbuilding rund um die Stadt, wo Saya und Teno nicht nur herausfinden müssen, wie sie die Assassinenprüfung bestehen, sondern auch, wer es auf sie abgesehen hat. Und dabei wird es gefährlich, abenteuerlich und machmal führt es zu unerwarteter Nähe zwischen den beiden Protagonisten, die doch eigentlich Feinde sein sollten. Aber auch Sayas Kräfte, die alten Götter und das Schicksal der Gezeichneten selbst fand ich interessant angelegt.

Zwischendurch blitzt auch immer mal was aus der Vergangenheit der beiden Protagonisten durch, Erlebnisse, die sie geformt und zu diesen unerbittlichen Killern gemacht haben. Gleichzeitig offenbart es auch viel über ihre jeweiligen seelischen Verletzungen, ohne Schwachpunkte und was sie menschlich ausmacht. Ich fand die Entwicklung der beiden jeweils für sich, aber auch als Team, richtig cool angelegt.

Es passiert eigentlich durchweg etwas, sodass der Spannungsbogen konstant gehalten wird. Und das Ende war ja mal absolut mindblowing. Ich brauch ganz dringend den nächsten Band, weil ich unbedingt weiterlesen will.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Beziehungen und andere Lebenskrisen

Keeping it casual
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Keeping it casual trifft mit seinen Klischees rund um die Themen Beziehung, Dating, Freundschaft und Treue schon ziemlich den Nerv der Zeit und kam mir dadurch sehr nahbar und authentisch vor. Vor allem ...

Keeping it casual trifft mit seinen Klischees rund um die Themen Beziehung, Dating, Freundschaft und Treue schon ziemlich den Nerv der Zeit und kam mir dadurch sehr nahbar und authentisch vor. Vor allem die Idee der Online-Brieffreundschaft hat mir gut gefallen und ich habe den flirty-witzigen Schlagabtausch zwischen Max und Johnny sehr genossen.



Ich finds richtig cool, dass die Rezepte aus dem „auf die Löffel“- Projekt hinten im Buch abgedruckt sind, denn bin ehrlich, bei den Beschreibungen der Gerichte bekommt man nicht nur Hunger, sondern auch Lust aufs Kochen.



Ungefähr in der Hälfte des Buches hatte ich nen halben Herzinfakt, weil ich dachte Mac könnte einen wahnsinnig großen Fehler machen, aber zum Glück kommt alles genauso, wie so soll. Ich mochte den Vibe rund um das Thema „das Leben auskosten“. Die Geschichte wirkte schon auch wie ein kleiner Befreiungsschlag und ich habe sehr mit Max mitgefühlt und mitgefiebert.



Kleines Manko: am Ende fügt sich alles irgendwie zu schnell. Es gibt keine Aussprachen, keine Konfrontationen oder weiterführenden Erklärungen. Das fand ich ein bisschen schade, weil es den Schluss doch irgendwie auch unauthentisch und zu glatt macht, nachdem man Max zu Anfang fast schon kleinteilig bei allem begleitet.



Das Buch ist wahnsinnig kurzweilig, durch die teilweise schrägen Dialoge aber witzig und unterhaltsam. Es ist ein eher oberflächlicher Roman, der durch seine lockere Art besticht. Habs gern gelesen, auch wenn ichs thematisch etwas überladen und dadurch nicht ausreichend aufgearbeitet fand.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Zwischen Humor und ernsten Problemen

Einatmen. Ausatmen.
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Maxim Leo hat einfach eine tolle Art zu Schreiben, seine Romanen treffen für mich immer genau den richtigen Ton und so wandert diese Geschichte herrlich elegant zwischen amüsant und nachdenklich, zwischen ...

Maxim Leo hat einfach eine tolle Art zu Schreiben, seine Romanen treffen für mich immer genau den richtigen Ton und so wandert diese Geschichte herrlich elegant zwischen amüsant und nachdenklich, zwischen Schalk und Ernst und schickt den Leser auf eine Reise der Selbstreflektion.

Protagonistin Marlene hat sich direkt zu Beginn in mein Herz geschlichen mit ihrer trockenen, ehrgeizigen Art und dem nüchternen Blick auf zwischenmenschliche Beziehungen. Im Verlauf der Geschichte merkt der Leser, wie tief da Verletzungen in ihr sitzen, die sie selbst gar nicht als solche Wahrgenommen hat. Marlenes Geschichte ist wie ein Befreiungsschlag- nicht nur für sich selbst, sondern indirekt auch für den Leser, für die Frauen, für die sie steht.

Die Geschichte hält der Gesellschaft so ein bisschen den Spiegel vor: funktionieren um jeden Preis, Maschine sein statt Mensch. Und Lifestyle-Coaching als Erfolgskonzept. Man merkt an einigen Stellen durchaus, dass die Geschichte etwas konstruiert ist um den Leser in eine bestimmte Richtung zu führen. Aber ich bin ehrlich, das störte mich in diesem Fall nicht, da es funktioniert. Und die Geschichte wirft dabei ein paar richtige und wichtige Denkansätze auf, die mich haben innehalten und nachdenken lassen.

Ich fand das Ende zwar fast schon ein bisschen zu weichgezeichnet, gleichzeitig passt es aber auch zur Geschichte und lässt offen, was als nächsten bei den Figuren passiert. Ich hatte generell einfach richtig viel Spaß beim Lesen, hab geschmunzelt und die Augen verdreht, mir für Marlene Erfolg gewünscht und Alex im Stillen so ein bisschen verflucht. Find schon, dass das Buch wieder ein cooles Gesamtpaket ist.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

War solide

Moorland. Die Zwillinge
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Thriller von Andreas Winkelmann lese ich super gerne und Settingtechnisch hat er hier in meinen Augen einen Volltreffer gelandet. Ich finde allein den Rahmen so unheimlich und stimmungsvoll, dass er mich ...

Thriller von Andreas Winkelmann lese ich super gerne und Settingtechnisch hat er hier in meinen Augen einen Volltreffer gelandet. Ich finde allein den Rahmen so unheimlich und stimmungsvoll, dass er mich allein damit schon abgeholt hat.

Auch das Thema rund um den Social Media Kanal Moormaid, die erschreckenden Bilder und das Psychospielchen des Täters fand ich unglaublich packend und stark umgesetzt. Da wird einem schon auch beim Lesen ganz anders.
Man merkt aber beim Lesen schon, dass der Autor hier gezielt Stimmung gegen einige seiner Charaktere macht und ich fand die ausgelegten Fährten teilweise wirklich sehr offensichtlich.

Mit der Auflösung hätte ich so ne gerechnet, vor allem weil diese im Vergleich zu vielem anderen überhaupt nicht angedeutet wurde. Es wird viel mit der Stimmung innerhalb der Ortsgemeinschaft und den Geheimnissen einzelner gearbeitet. Kommissarin Gold ist da selbst kein unbeschriebenes Blatt. Dadurch gibt es konstant neue Erkenntnisse und es herrscht nie Leerlauf.

Spannungsrechnisch ist es vielleicht nicht unbedingt der packendste Thriller von Winkelmann, trotzdem wird sie auf einem konstant guten Niveau gehalten. Mich haben hier vor allem die charakterlichen Entwicklungen in diesem Buch überzeugt. Würde einen zweiten Band daher auf jeden Fall lesen.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Eine Küchenhexe räumt auf

The House Witch 1
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Ich fand diese Geschichte nicht nur maximal cosy, sondern auch absolut hinreißend durch die herrlichen Figuren. Dass die männliche Künchenhexe und sein tierische Begleiter überzeugen, war ja nicht weiter ...

Ich fand diese Geschichte nicht nur maximal cosy, sondern auch absolut hinreißend durch die herrlichen Figuren. Dass die männliche Künchenhexe und sein tierische Begleiter überzeugen, war ja nicht weiter verwunderlich, aber Hut ab vor der Charakterentwicklung der Ritter und den findigen Verstand von Lady Annika. Und ich mags wie aufgeschlossen hier mit Sexualität, gesellschftlichen Konventionen und generell Beziehungen aller Art umgegangen wurde

Ich dachte erst das Königshaus-Setting könnte abgedroschen sein. Aber die königliche Familie war so sympathisch und nahbar, dass mir das richtig gut gefallen hat. Ich hätte da gerne sogar tiefere Einblicke bekommen und hoffe da auf den Folgeband. Fins Geschichte ist mir schon auch zu Herzen gegangen, gleichzeitig hätte ich mir hier zum Beispiel eine Konfrontation gewünscht.

Sogar Konfrontationen generell, denn das Ende wirkte super unfertig auf mich. Die Handlung reißt geradezu einfach ab. Ich weiß, dass es vermutlich noch mindestens einen weiteren Band geben wird, aber ich hätte mir trotzdem einen Abschluss oder zumindest Cliffhanger gewünscht, der sich wenigstens halbwegs nach einem solchen anfühlt.

Das Buch hat sich aber toll weglesen lassen und ich mochte die Atmosphäre und dezente Magie der Geschichte.

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