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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2026

Düster und unheimlich

Darkly
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Die Darkly Spielen hören sich allesamt absolut zum Fürchten an, aber die Ehrfurcht, die mit dem Besitz der Spiele einhergeht, sorgt für ein ganz besonderes Ambiente. Vor allem das mysteriöse Spiel Walküre ...

Die Darkly Spielen hören sich allesamt absolut zum Fürchten an, aber die Ehrfurcht, die mit dem Besitz der Spiele einhergeht, sorgt für ein ganz besonderes Ambiente. Vor allem das mysteriöse Spiel Walküre hört sich nicht nur gefährlich, sondern auf unheimliche Art auch super interessant und spannend an. Generell gut mir das Thema die Spiele so ein bisschen „Jumanji-Vibes“

Ich mochte die Ausstaffage der Geschichte mit Briefen, Zeitungsartikeln und Bildmaterial. Das macht das ganze irgendwie lebendig und macht den Leser zu einem Teil des Ganzen. Durch die mysteriöse Aura der Geschichte und den spannungsgeladenen Grusel-Faktor, bin ich geradezu durch die Seiten geflogen. Ich wollte unbedingt wissen, was es mit dem ominösen 29. Darkly auf sich hat. Die Geschichte ist wie eine Art Schnitzeljagd aufgebaut, sodass sich immer Hinweise zu einem Gesamtbild zusammensetzen.

Abgesehen von Dia bleiben alle anderen Figuren ziemlich blass hinter ihr zurück. Das Grüppchen, das sie um sich schart, arbeitet zwar gegen Ende toll zusammen, aber bis dahin erfährt man eigentlich so gut wie nichts über die Teilnehmer. Dafür glänzt Dia besonders und kämpft sich durch ihre gewiefte und clevere Art durch die Etappen des Spiels.

Bin ehrlich, ich hätte gerne noch mehr Einblicke auch in andere Spiele bekommen und auch die Geschichte von Louisiana selbst war so packend, dass ich gerne noch mehr gelesen hätte, aber ist meckern auch allerhöchsten Niveau. Ich habe mich durchweg fantastisch unterhalten gefühlt und konnte das Buch nicht aus der Hand legen.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Unerwartet grandios

Der Fährmann
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Ich lese ab und zu gerne mal historische Romane und dieser hier hörte sich wirklich interessant an. Trotzdem war ich absolut überrascht wie sehr mir dieses Buch tatsächlich gefallen hat und mich die Geschichte ...

Ich lese ab und zu gerne mal historische Romane und dieser hier hörte sich wirklich interessant an. Trotzdem war ich absolut überrascht wie sehr mir dieses Buch tatsächlich gefallen hat und mich die Geschichte in ihren Bann geschlagen hat. Konnte gar nicht aufhören zu lesen, weil ich so dringend wissen wollte, wie es weitergeht.

Obwohl die Geschichte in großen Zeitsprüngen erzählt wird und damit einen beachtlichen zeitlichen Rahmen abdeckt, hat man doch das Gefühl, dass die Handlung eher langsam und sogar ein bisschen behäbig voranschreitet. Sie ist sehr atmosphärisch angelegt und erzählt authentisch vom harten Leben der Figuren in den ländlichen Gemeinden an der Grenze von Deutschland zu Österreich, wo vor allem Religion, Tradition und auch so ein bisschen Aberglaube bestimmen, was sich gehört, was geduldet wird und wer sich wem zu fügen hat.

Vor allem das Schicksal der Frauen wird anhand von Elisabeth und Annamarie, die mit sehr unterschiedlichen Vorraussetzungen ins Leben gestartet sind, sehr eindringlich geschildert. Ich hatte fast die gesamte Zeit über einen dicken Kloß im Hals und ein ungutes Gefühl im Magen. Hut ab, wie die Autorin ernste, schockierende Themen sehr eindringlich zu einem dichten Netz aus Verpflichtungen, Angst, blindem Gehorsam und der leisen Hoffnung auf Selbstbestimmung verwebt.

Ich bin kein Fan von Dialekt und habe auch in diesem Buch großzügig darüber hinweggelesen. Bei ein paar Worten bin ich gestolpert, die ich dann einmal kurz nachgeschlagen habe, weil sie öfter vorkamen. Viel mehr hätte es für meinen Geschmack auch nicht sein dürfen. Ja, trägt zum Lokalkolorit bei, hemmt bei mir aber den Lesefluss. Ich fands hier grade noch ok dosiert.

Das Ende kam fast schon etwas zu schnell um die Ecke, da hätte ich mir gerne noch ein paar Seiten mehr gewünscht. Aber trotzdem wirklich toll, für mich ein wirklich großartiges Buch.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Ein Roadtrip, der alles verändert

Somewhere in Summer
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Bücher von Tonia Krüger lese ich super gern, da sie für mich zwar Feelgood-Romane sind, aber auch immer eine besondere Tiefe haben, die sie den Charakteren zu eigen macht und die, die Geschichten für mich ...

Bücher von Tonia Krüger lese ich super gern, da sie für mich zwar Feelgood-Romane sind, aber auch immer eine besondere Tiefe haben, die sie den Charakteren zu eigen macht und die, die Geschichten für mich Nahbar und authentisch machen. So auch hier: ein Roadtrip ist für mich der Inbegriff eines Feelgood-Sommers- Freiheit, Verheißung, Aufregung. Aber der Grund dafür, hat mir erstmal das Herz gebrochen. Die Geschichte ist für mich der Inbegriff von „bittersweet“.

Das Thema Verlust ist sehr präsent in diesem Buch. Es zeigt sich in Kleinigkeiten und großen Gefühlen. Aber auch die anderen zentralen Themen rund um Cadens Familiengeschichte und die Brothers-Best-Friend-Romance geben der Geschichte Tiefe und halten sich gegenseitig in einem angenehmen Gleichgewicht. Es hat sich zu keiner Zeit überladen angefühlt, sondern sehr nahbar, sehr echt. Ich hatte das Gefühl man bekommt einen guten Zugang zu den Figuren.

Ich habe die kleinen Einschübe zu Fremdworten und ihren Bedeutungen geliebt. Sie geben dem Buch etwas besonderes, da sie auch passend zur Handlung ausgewählt wurden und für eine besondere, nachdenklich und emotionale Stimmung sorgen. Man merkt einfach, dass sich die Autorin hier auch wirklich Gedanken gemacht hat.

Ich fand neben der Lovestory auch die Freundschaft zwischen den Protas, aber auch zwischen Riley und Mac, den Jungs unter sich und zwischen allen und Scott richtig schön. Man merkt richtig, was die Figuren verbindet, auch wenn es nicht immer leicht und sonnig ist. Genau das hat die Geschichte auch für mich so ergreifend gemacht.

Ich hab dieses Buch super gern gelesen, fand es toll geschrieben, emotional sehr nahbar und eine gelungene Mischung aus schönen und schwermütigen Momenten.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Eine besondere Freundschaft

Eine Maus namens Merlin
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Die Geschichte ist einfach absolut hinreißend und zuckersüß. Gleichzeitig ist sie auch furchtbar traurig und ein bisschen nostalgisch. Irgendwie so ein richtiger Mood-Read und perfekt um sich abends einzukuscheln.

Helen ...

Die Geschichte ist einfach absolut hinreißend und zuckersüß. Gleichzeitig ist sie auch furchtbar traurig und ein bisschen nostalgisch. Irgendwie so ein richtiger Mood-Read und perfekt um sich abends einzukuscheln.

Helen ist nicht nur allein, sie ist einsam- eine hinterbliebene, zurückgezogene Eigenbrötlerin, die auf das Ende wartet. Bei der Vorstellung wie sie allein in ihrem Haus ihrem tristen Alltag nachgeht und den Tod ersehnt, könnte ich schon wieder heulen. Solche Stories gehen mir einfach an die Nieren. Umso schöner und unerwarteter, dass ausgerechnet eine kleine Maus Helen aus ihrem Schneckenhaus hervorlockt. Und nach und nach wird klar welch bemerkenswerte Person Helen eigentlich ist.

Die Bilder, die von Merlin in Helens Pantoffeln und in seinem provisorischen Heim erzeugt werden, sind einfach zu süß. Mir sind bei dieser bezaubernden Geschichte permanent die Tränen gekommen, so gerührt war ich, wie Helen sich um die Maus kümmert, die sie zurück uns Leben geholt hat.

Es ist eine Geschichte vom Alter, aber auch von Gemeinschaft, Zusammenhalt und unerwartetem Glück. Fands einfach richtig toll.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Wettlauf gegen uns selbst

EDEN - Wenn das Sterben beginnt
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Bücher von Marc Elsberg machen mir immer so ein bisschen Angst, denn man zeichnet dieser Autor ein düsteres Bild von uns als Gesellschaft, als Menschheit insgesamt und leider wirkt es erschreckend realistisch. ...

Bücher von Marc Elsberg machen mir immer so ein bisschen Angst, denn man zeichnet dieser Autor ein düsteres Bild von uns als Gesellschaft, als Menschheit insgesamt und leider wirkt es erschreckend realistisch. Bücher von Marc Elsberg sind nicht nur großartig recherchiert, sodass ich beim Lesen tatsächlich das Gefühl habe, über aktuelle Themen informiert und auf Stand gebracht zu werden, sie machen auch neugierig, betroffen und regen zum Nachdenken an.

Das Buch startet ziemlich spektakulär mitten in die Handlung rein. Es gibt wieder viele Schauplätze und handelnde Personen, sodass es anfangs etwas erschlagend und unübersichtlich ist. Aber es kristallisiert sich zügig raus wer im Mittelpunkt der Handlung steht. Und da treffen Elsberg-Fans einen alten Bekannten, denn das Buch nimmt Bezug zu „Blackout“ und Piero ist auch hier wieder einer der Protagonisten.

Gefühlt passiert hier alles Schlag auf Schlag und eine Katastrophe reiht sich an die nächste. Die Kausalketten sind absolut erschreckend und nervenaufreibend. Man kommt hier als Leser eigentlich kaum zu Atem. Ich liebs, dass es hier auch klassische „Schurken“ gibt, die einfach verachtenswert sind. Dadurch bilden sich zwei klare Fronten unter den Figuren.

Das Ende war für mich ein absoluter Knaller. Das hatte noch Actionthriller-Feeling, bevor ein kleiner Zeitsprung folgt. Ich mags, dass hier nicht um des lieben Friedens willen verklärt wird, sondern auch das Ende eher unversöhnlich ist.
Ich fand das Buch wieder fantastisch .

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