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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2026

Harmloser Titel, erschütternder und spannender Roman

Wo der Wind die Namen trägt
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In der Buchhandlung hätte ich vermutlich das Buch „wo der Wind die Namen trägt“ von Anja Jonuleit nicht in die Hand genommen, da mich das Buchcover nicht unbedingt anspricht.
Der Roman umfasst zwei Zeitebenen: ...

In der Buchhandlung hätte ich vermutlich das Buch „wo der Wind die Namen trägt“ von Anja Jonuleit nicht in die Hand genommen, da mich das Buchcover nicht unbedingt anspricht.
Der Roman umfasst zwei Zeitebenen: in der aktuellen Zeitebene geht es um die 85 jährige Inge, die sich ihrer Vergangenheit in der Lüneburger Heide stellen muss und in der historischen Zeitebene erfahren wir durch die 42 jährige Journalistin Helga und die 8 jährige Inge, die beide 1946 in Miele wohnen, wie das Leben in der Lüneburger Heide auch während des Dritten Reiches war und wie sich die Menschen in dieser Zeit verhalten hatten.
Da ich vor allem historische Romane lese, interessierten mich vor allem die damaligen Ereignisse um 1946. Alle drei Erzählstränge, die hauptsächlich auf zwei Zeitebenen handeln, haben mir hervorragend gefallen und auch der Wechsel untereinander sind immer an der richtigen Stelle erfolgt, so dass ich unbedingt weiterlesen wollte, wie es weitergeht. Optisch werden diese drei Erzählstränge durch unterschiedliche Schrifttypen hervorgehoben.
Die Autorin Anja Jonuleit verknüpft in diesem Roman hervorragend gut recherchierte historische Fakten mit fesselnder Fiktion. Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen und die Seiten fliegen nur so dahin.
Mir hat der Lageplan der Lüneburger Heide um Miele mit den Beschreibungen (Buchinnenseiten), die ausführlichen Infos über die historischen Hintergründe und vor allem das Personenverzeichnis im Anhang sehr gut gefallen. Ich finde auch die Motivation der Autorin, dieses Buch zu schreiben sowie die Quellenangaben, sehr interessant.
Fazit:
Es ist eine unter die Haut gehende, authentische Geschichte, die mich immer mehr in ihren Bann gezogen und nicht mehr losgelassen hat. Daher spreche ich eine absolute Leseempfehlung aus

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Eindrucksvoller Auftakt über den dreißigjährigen Krieg

TINTE und SCHWERT
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Der Autor Matthias Soeder beschreibt in seinem ersten Teil „Verwandlung“ der Trilogie „Tinte und Schwert“, eindrucksvoll und auch in seiner ganzen Härte die Brutalität des dreißigjährigen Krieges. In diesem ...

Der Autor Matthias Soeder beschreibt in seinem ersten Teil „Verwandlung“ der Trilogie „Tinte und Schwert“, eindrucksvoll und auch in seiner ganzen Härte die Brutalität des dreißigjährigen Krieges. In diesem ersten Band wird nur der Beginn des dreißigjährigen Kriegs im Jahr 1618 bis Mitte 1919 um die Stadt Pilsen beschrieben. Mir gefällt der Auszug aus dem Gemälde „Galgenbaum“ als Buchcover sehr gut.
Der sympathische Hauptprotagonist Jacob ist ein kluger, gebildeter, empathischer und gottesfürchtiger Katholik, der Priester werden wollte, bevor er von seinem Feind Graf Heinrich von Hohenfels verschleppt und in den dreißigjährigen Krieg involviert wurde. Dieser verkörpert alle Eigenschaften des Unsympathen, und es ist ein Leichtes, Jacobs Rachegefühle nachvollziehen zu können. Im belagerten Pilsen leben die Hauptprotagonisten Anna und ihre Mutter, die sich in dem kaiserlichen Pilsen vor Hexenjägern verstecken. Alle Erzählstränge haben mir sehr gut gefallen.
Die einzelnen Kapiteln haben eine angenehme Länge, da längere Passagen weiter unterteilt werden. Ich konnte mir die einzelnen Szenen bildlich sehr gut vorstellen, auch wenn sie teilweise sehr brutal sind. Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen und die Seiten fliegen nur so dahin. Bei einem historischen Romanen ist mir sehr wichtig zu wissen, was Fiktion und was Wahrheit ist. Dies geht aus einer Liste mit den historischen Persönlichkeiten hervor, die sich im Anhang befindet. Ein weiteres Goody mit der Radierung aus dem Jahr 1618, die die erfolgreiche Erstürmung durch General Ernst von Mansfeld der Stadt Pilsen darstellt, befindet sich in der vorderen Innenseite des Buches.
Fazit:
Es ist eine zum Teil unter die Haut gehende Geschichte, die mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen und nicht mehr losgelassen hat. Daher spreche ich eine absolute Leseempfehlung aus und freue mich auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Geniales Wissensbuch nicht nur für die Kleinen

National Geographic Kids - Die tollsten Tierbabys aus aller Welt
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Die Reihe National Geographic Kids gefällt mir prinzipiell sehr gut. Daher habe ich mich über das Wissensbuch für Kinder ab vier Jahre gefreut, das für meinen Neffen genau das richtige ist. Meiner Meinung ...

Die Reihe National Geographic Kids gefällt mir prinzipiell sehr gut. Daher habe ich mich über das Wissensbuch für Kinder ab vier Jahre gefreut, das für meinen Neffen genau das richtige ist. Meiner Meinung nach passt das Buchcover mit den schönen Fotos für diese Altersklasse sehr gut.
Inhalt und Material:
Mein fünfjähriger Neffe und ich bestaunten die vielen wunderschönen Fotos. Mir hat vor allem der kindgerechte Vergleich bei der Geburtsgröße der Tierbabys sehr gut gefallen. So konnte sich mein Neffe die Größe eines Karakal-Babys bei Geburt, das so groß wie ein großer Apfel ist, sehr gut vorstellen. Dass ein Kängurubaby bei Geburt ungefähr so groß wie ein Gummibärchen ist, hat mich überrascht und war mir auch neu. Es gab noch viele weitere, interessante und für mich neue Informationen, die ich beim Durchlesen des Buches erfahren habe.
Mein Neffe und ich finden den Seitenaufbau, also die Aufteilung „Text“ zu „Fotos“ optimal.
Die Texte sind kindgerecht und bei den interaktiven Fragen machte mein Neffe begeistert mit.
Die Qualität des Buches ist sehr gut. Vor allem das Buchcover, aber auch die Seiten an sich fühlen sich sehr stabil an.
Fazit:
Es ist ein schönes und sehr lehrreiches Kinderbuch, das in keinem Kinderzimmer fehlen sollte und auch ältere Kinder daran Freude haben.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

wichtige und absolut empfehlenswerte Graphic Novel

Widerstand
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Die politische Graphic Novel „Widerstand – Tony Sender, Julius Leber, Theodor Haubach: im Kampf für Freiheit und gegen Diktatur“ hat gleich mein Interesse geweckt. Das Buchcover zeigt eine Kurzfassung ...

Die politische Graphic Novel „Widerstand – Tony Sender, Julius Leber, Theodor Haubach: im Kampf für Freiheit und gegen Diktatur“ hat gleich mein Interesse geweckt. Das Buchcover zeigt eine Kurzfassung des Inhalts: die marschierenden Nazis mit Hakenkreuz, das brennende Reichstagsgebäude im Hintergrund, die Fahne des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold sowie die Sozialdemokratin Tony Sender und die Sozialdemokraten Julius Leber und Theodor Haubach.
Die Graphic Novel beginnt mit einem Rückblick von Tony Sender im Jahr 1935, die der Verfolgung durch die Nazis entgehen konnte. Die Sozialdemokraten Julius Leber und Theodor Haubach dagegen, die in Deutschland geblieben und in den Untergrund gegangen sind, wurden im Januar 1945 ermordet.
Mein erster Eindruck bzgl. der Umsetzung war gleich sehr positiv, der bis zum Schluss anhielt. Beim Aufschlagen der Seiten sind mir sofort die teilweise großformatigen Szenen aufgefallen, die mir sehr gut gefallen haben. Die Zeichnungen sind sehr ausdrucksstark und authentisch. Ich habe die Politiker:innen sofort erkannt. In den Texten werden kurz und in einfachen Worten die politischen Zusammenhänge und Hintergründe erläutert. Besonders gut hat mir auch der Anhang mit den drei Kurzbiographien dieser drei Widerstandskämpfer:innen sowie des Autors Nils Schröder und einem ausführlichen Literaturverzeichnis gefallen.
Fazit:
Wichtige und sehr empfehlenswerte politische Graphic Novel, die ich nicht nur für die Jugendlichen uneingeschränkt weiterempfehlen kann

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Veröffentlicht am 21.11.2025

Toller Auftakt der hanseatischen Familiensaga

Elbleuchten
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Ich habe inzwischen mehrere Bücher von Miriam Georg gelesen, die mir alle sehr gut gefallen haben. Daher habe ich mir nun diesen von den Leser:innen so hochgelobten Roman aus dem Jahr 2021 gekauft.
Mein ...

Ich habe inzwischen mehrere Bücher von Miriam Georg gelesen, die mir alle sehr gut gefallen haben. Daher habe ich mir nun diesen von den Leser:innen so hochgelobten Roman aus dem Jahr 2021 gekauft.
Mein erster Eindruck war wieder sehr positiv. Das Buchcover gefällt mir sehr gut, da es typisch für einen historischen Roman ist.
Auch die Struktur hat mir gefallen. Der Roman ist in drei Teilen mit jeweils mehreren Kapiteln unterteilt. Die Kapiteln haben trotz der vielen Seitenanzahlen eine angenehme Leselänge, da die einzelnen Szenen optisch durch Leerzeilen sehr deutlich getrennt sind und man so bereits nach kurzer Zeit eine Lesepause einlegen kann, wenn man mal zum Lesen nicht so viel Zeit hat.
Der Schreibstil ist flüssig und einfach zu lesen
Der Spannungsbogen wird bis zu Schluss gehalten. Da es eine Dilogie ist, endet das Buch mit einem Cliffhanger und ich werde mich gleich das zweite Band (Elbstürme) lesen.
Leider fehlt ein Personenverzeichnis, dafür gibt es aber in der Innenseite einen historischen Stadtplan von Hamburg aus dem Jahr 1886, so dass ich die Laufwege der Protagonisten nachvollziehen konnte, was mir immer sehr gut gefällt. Ich fand das Nachwort der Autorin auch sehr interessant. In diesem Roman werden auch berühmte Schriftsteller wie Gustave Flaubert und Emil Zola mit ihren sozialkritischen Romane erwähnt.
Fazit:
Der erste Teil der Dilogie hat mich absolut überzeugt und ich spreche ein absolute Kauf- und Leseempfehlung aus

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