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Veröffentlicht am 03.06.2019

Mörderische Idylle

Nachts schweigt das Meer
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Ben kehrt nach einem Schicksalsschlag auf seine Heimatinsel zurück um sich selbst zu finden und einen klaren Kopf zu fassen. Doch ein Mord erschüttert die traumhafte Idylle der Scilly Inseln und der Täter ...

Ben kehrt nach einem Schicksalsschlag auf seine Heimatinsel zurück um sich selbst zu finden und einen klaren Kopf zu fassen. Doch ein Mord erschüttert die traumhafte Idylle der Scilly Inseln und der Täter kann nur einer der Bewohner sein. Dies scheint auf der beschaulichen Insel, wo man seine Nachbarn seit Ewigkeiten kennt und jeder jedem hilft, eine Unmöglichkeit zu sein. Und doch scheinen direkt mehrere Inselbewohner verdächtig. Ein zweiter Handlungsstrang führt den Leser zusätzlich in die Irre. Und wer ist die schöne, unnahbare Fremde, die Ben den Kopf verdreht? Das Buch ist flüssig geschrieben und lässt sich angenehm lesen. Man fiebert mit den Menschen mit und will wissen, wer auf der Insel einen solchen Verrat begangen hat. Generell scheint hinter den Kulissen nicht alles so idyllisch zu sein, wie es scheint. Ich hatte bis zuletzt keinen Verdacht wer der Mörder ist, alle meine Theorien wurden vorher zerschlagen. Trotzdem fand ich das Ende sehr enttäuschend, nachdem die Autorin so lange auf die Auflösung des Falls hingearbeitet hat. Hier hätte ich mir mehr Details, Reaktionen der anderen Inselbewohner und eine schlüssigere Erklärung gewünscht. Aber alles in allem war es ein lesenswerter Krimi, der mich gut unterhalten hat.

Veröffentlicht am 10.05.2026

Hab nen Knoten im Hirn

Der Trakt
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Ich dachte eigentlich ich kenne alle Arno Strobel Bücher, aber bei diesem konnte ich mich nicht erinnern, es gelesen zu haben. Muss auch jetzt im Nachhinein sagen, dass das kein Plot ist, der im Gedächtnis ...

Ich dachte eigentlich ich kenne alle Arno Strobel Bücher, aber bei diesem konnte ich mich nicht erinnern, es gelesen zu haben. Muss auch jetzt im Nachhinein sagen, dass das kein Plot ist, der im Gedächtnis bleibt. Die Handlung ist durchaus interessant, so ist das nicht, aber ich hatte über weite Strecken der Handlung ein derartig großes Fragezeichen im Kopf, dass ich die Atmosphäre der Story gar nicht richtig aufnehmen konnte.

Die Idee ist nämlich eigentlich ultra perfide und bietet damit absolutes Potential für einen packenden, nervenzehrenden Thriller. Aber ich hab einfach gefühlt bis zum Ende hin nichts gecheckt und konnte mich daher irgendwie nicht so richtig drauf einlassen. Die Auflösung war dann ein absoluter Kracher und ich wünschte die Geschichte hätte schon eher dort angesetzt und den Trakt beleuchtet.

Als Leser tappt man ziemlich im Dunkeln wer jetzt eigentlich nur vorgibt etwas zu sein und wem man eigentlich trauen kann. Und da Sybille selbst auch nicht auf der Höhe ist, ist nicht mal sie eine verlässliche Person. Das macht den Fortgang der Handlung eher undurchsichtig.

Ich fands jetzt nicht wahnsinnig spannend, wollte aber natürlich trotzdem wissen, was vor sich geht. Strobel-Thriller lesen sich halt auch gut weg. Für mich nicht sein bestes Buch, aber kann man lesen. Für mich auf jeden Fall eins, wo ich nicht mal eben miträtseln konnte oder die Auflösung schon nach dem ersten Drittel kannte.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Atmosphärisch aber stellenweise etwas langatmig

Das Kap
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Ich fand den Start in die Geschichte eigentlich total gelungen. Andi ist quasi am Tiefpunkt seines Leben, die Situation recht ausweglos, als ein Fremder ihm eine Perspektive und die Aussicht auf eine Versöhnung ...

Ich fand den Start in die Geschichte eigentlich total gelungen. Andi ist quasi am Tiefpunkt seines Leben, die Situation recht ausweglos, als ein Fremder ihm eine Perspektive und die Aussicht auf eine Versöhnung mit seinem Vater bietet. Kurzer Hand bricht Andi nach Portugal auf, nur um sich in einem Netz aus Lügen, Täuschung und Gewalt wiederzufinden.

Das Setting rund um den leicht schäbigen Campingplatz und das Rätsel um Walters Verbleib fand ich sehr atmosphärisch angelegt. Auch die Aufarbeitung des Falls, der Walter vor Jahren ins Gefängnis brachte, war sehr gelungen. Stück für Stück setzt sich die Handlung zu einem größeren Bild zusammen. Für mich hätte da zwischendurch gerne das Tempo ein bisschen mehr anziehen können, dann unter der portugiesischen Sonne schreiten Audis Nachforschungen eher gemächlich voran.

Andi ich etwas schwer greifbar und nicht jede seiner Entscheidungen unbedingt nachvollziehbar. Vor allem wie beinahe blind und naiv er sich ins Geschehen stürzt, nachdem er zuvor über ein Jahrzehnt keinen Kontakt zu seinem Vater hatte, war für mich nicht ganz nachvollziehbar. Interessant fand ich aber, wen er auf der Suche nach Walter alles trifft, welche Interessen die einzelnen Personen verfolgen und wie die Geschichte um das Gold wohl ausgeht. Die kriminellen Machenschaften selbst fand ich eher flach und oberflächlich angelegt, da hatte ich mir ein bisschen mehr erwartet.

Teilweise hätte für mich gerne etwas knackiger und temporeicher sein können, aber hat mit insgesamt ganz gut gefallen. Spannungstechnisch eher dezent, aber dafür fängt es die Atmosphäre gut ein.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Zwei Girls gegen richtig viele böse Männer

Tödliche Freundinnen
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Ich wollte das Buch hauptsächlich deswegen lesen, weil ihr ihre vorherigen zwei Bücher absolut großartig fand. Dieser neuer Thriller geht in einer andere Richtung, hat aber auch wieder starke Frauenfiguren ...

Ich wollte das Buch hauptsächlich deswegen lesen, weil ihr ihre vorherigen zwei Bücher absolut großartig fand. Dieser neuer Thriller geht in einer andere Richtung, hat aber auch wieder starke Frauenfiguren im Zentrum. So stark, dass sie im Alleingang mal eben eine Mafiafamilie stürzen

Böse Zungen würde behaupten die Geschichte wäre unrealistisch, geradezu abstrus. Und ich bin ehrlich- die ist auch wirklich drüber. So derartig dumm und unfähig können Männer, die sich als professionelle Kriminelle verdingen und damit seit Jahrzehnten davonkommen, doch nicht sein. Oder etwa doch? Auf jeden Fall wars ein Heidenspaß.

Ich fand den Schreibstil sehr kurzweilig, die Story beginnt direkt mit einem Knall und von da an bleibt das Action- und Gewaltlevel eigentlich konstant hoch. Die Dialoge sind eher flach und echte Charakterentwicklung gibt es auch keine. Generell sind die Figuren klischeehaft eindimensional, selbst die beiden Protagonistinnen. Da bin ich von der Autorin durchaus differenzierte Charaktere gewohnt. Aber gut, das Buch mutet halt auch eher wie ein Actionsstreifen an und die punkten auch eher selten mit psychologischer Tiefe.

Es gibt so ein paar kleine Überraschungen im Handlungsverlauf, die mir gut gefallen haben. Generell war das Buch einfach absolut unterhalt. Man muss da gar nicht viel drüber nachdenken- und sollte es auch besser nicht, sonst müsste man die Logik hinterfragen. Ich hatte Spaß und hab mich durchweg gut unterhalten gefühlt.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Nicht so düster wie gedacht

An Education in Malice: Verlangen. Intrigen. Blut.
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Ich mag ja Dark Academy richtig gern und bei diesem Buch hörte sich die Beschreibung inklusive des Touches verbotener Liebe sehr reizvoll an. Was der Klappentext nicht verrät und mich sehr überrascht hat: ...

Ich mag ja Dark Academy richtig gern und bei diesem Buch hörte sich die Beschreibung inklusive des Touches verbotener Liebe sehr reizvoll an. Was der Klappentext nicht verrät und mich sehr überrascht hat: bisschen Fantasy ist auch dabei.

Den Vibe habe ich lange gar nicht als düster empfunden, viel mehr hat es einen leicht biederen und dadurch passagenweise fast schon anrüchigen Touch, wobei bei Protagonistin Laura neben Neugier auch immer ein Stück weit Scham mitschwingt. Ich liebe ja queere Romance, aber hier fand ichs stellenweise etwas cringe.

Ich fand auch die Verhaltensweisen und Endscheidungen, die die Figuren treffen, nicht immer unbedingt nachvollziehbar. Für mich war es ein stetiges Auf und Ab zwischen Begeisterung und Kopfschütteln bei dieser Geschichte. Camilla macht von allen noch die greifbarste Entwicklung durch und generell habe ich ihre Geschichte als am interessantesten empfunden. Muss aber auch sagen, dass ich die Charaktere generell als blass und nicht so richtig ausgearbeitet empfunden habe. Außer den drei zentralen Figuren lernt man an der gesamten Uni auch eigentlich sonst niemanden kennen.

Trotzdem hat das Buch irgendwas an sich, sodass es trotzdem eine gewisse Sogwirkung hatte und ich das Buch Relativ schnell durchgelesen habe. Es ist nicht so klischeehaft verklärt wie ähnliche Geschichten und zwischendurch war es wirklich stimmungsvoll und atmosphärisch. Hätte für mich gerne noch düsterer und vor allem was die Charaktere betrifft etwas dreidimensionaler sein können, aber ein schöner Roman für Zwischendurch

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