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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2026

Kompakt, komisch und komplett

Hochbeet für Ahnungslose
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Die witzige Aufmachung mit grünen und bunten Illustrationen im Comic-Stil von Véro Mischitz und die verständlichen Erklärungen von Anja Klein machen aus diesem Buch das perfekte Vademecum, wenn man sich ...

Die witzige Aufmachung mit grünen und bunten Illustrationen im Comic-Stil von Véro Mischitz und die verständlichen Erklärungen von Anja Klein machen aus diesem Buch das perfekte Vademecum, wenn man sich mit der Permakultur vertraut machen möchte. Es beinhaltet alles, was man als Hochbeet-Neuling wissen muss: von A wie Ameisen bis Z wie Zwiebel.

Nachdem die Autorinnen erklärt haben, was ein Hochbeet überhaupt ist und welche Vorteile es mit sich bringt, lernt man auch, wie es gebaut und gefüllt werden kann. Auch Werkzeuge und Zubehör finden einen Platz in diesem Sachbuch, sowie vieles Wissenswertes über Samen und Pflanzen.

Nach der Bepflanzung kommen natürlich das Pflegen und die Ernte. Sogar für das Lagern der gelesenen Früchte und Gemüse gibt es Tipps und Methoden. Ein weiteres Highlight sind die vielfältigen Pflanzpläne, die Anja Klein zusammengestellt hat. Sehr hilfreich für Anfänger, die noch Erfahrung sammeln müssen…

Die Illustrationen von Véro Mischitz sind trotz Comic-Stils sehr realistisch. Dadurch lassen sich dargestellte Pflanzen gut erkennen. Im Gegensatz zu Gartenbüchern einiger selbstverliebter Influencer, die sich auf jeder zweiten Seite abbilden lassen, ist dieses Buch wirklich nützlich und hilfreich.

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Veröffentlicht am 11.12.2025

Schicksalhafte Verbindungen

Lebensbande
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Da Mechtild Borrmann eine meiner Lieblingsautor*innen ist, war klar, dass ich ihren neuen Roman lesen würde. Was für ein Vergnügen, ihren unverwechselbaren Schreibstil und ihr Gabe für fesselnde und herzergreifende ...

Da Mechtild Borrmann eine meiner Lieblingsautor*innen ist, war klar, dass ich ihren neuen Roman lesen würde. Was für ein Vergnügen, ihren unverwechselbaren Schreibstil und ihr Gabe für fesselnde und herzergreifende Geschichten zu genießen…

Nach einer Ode an die Freundschaft in dem Prolog nimmt die Autorin die Leser auf eine bewegende Reise in einigen der dunkelsten Stunden Deutschlands mit. Nach einem unbeschwerten Jugend lernt die Rheinländische Lene das Leben in einem anderen Licht kennen. Ihr geliebter Sohn ist im dritten Reich unerwünscht und wird ihr weggenommen. Die Krankenschwester Nora wird Lene zur größten Unterstützung, um der Junge zu retten. So entsteht eine Verbindung fürs Leben. Nach dem Rheinland wird Nora nach Danzig versetzt und lernt Lotte kennen, mit der auch ein „Lebensband“ verknüpft wird.

Mehr über die Geschichte von Lene, Nora und Lotte darf ich gar nicht erzählen. Eins ist aber sicher: Mechtild Borrmanns neues Meisterwerk bietet spannende und rührende Lesestunden. Die Erzählstränge bieten Einblicke in unterschiedlichen Epochen und Orte. Diese werden sehr glaubhaft beschrieben, so dass man sich die verschiedenen Stationen und Situationen sehr gut vorstellen kann. Die Autorin reißt den Leser in einem unaufhaltsamen Gefühlskarusell mit, das ein ziemlich vorhersehbares Ende ausgleicht. Es wird schwierig, das Buch beiseitezulegen.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Eine gastronomische Einladung in die herbstliche und winterliche Provence

Provenzalischer Wintergenuss
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In ihrer provenzalischen Krimireihe um Pierre Durand in Sainte Valérie steht normalerweise Charlotte am Herd. In diesem hochwertigen Kochbuch hat Sophie Bonnet selbst die Schürze angezogen und liefert ...

In ihrer provenzalischen Krimireihe um Pierre Durand in Sainte Valérie steht normalerweise Charlotte am Herd. In diesem hochwertigen Kochbuch hat Sophie Bonnet selbst die Schürze angezogen und liefert zahlreiche, vielfältige, Herbst- und Winterrezepte aus der Provence.

Sie lässt auch ihrer Leidenschaft für die Provence freien Lauf und berichtet über die Weihnachtstraditionen der Region, wie die des „blé de la Sainte Barbe“ oder der „treize desserts de Noël“. Auch einige Zutaten, wie die „châtaigne“ (Maronen) und die Trüffel erhalten einen besonderen Platz in ihrem Kochbuch.

Jedes Rezept wird gut erklärt und von einem wunderschönen appetitanregenden Foto des Gerichts begleitet. Es werden gängige Zutaten genutzt, die in den meisten Supermärkten zu finden sind. Auch die Zubereitung erfordert in den meisten Fällen keine langjährige Erfahrung als Koch oder Köchin. Und trotzdem werden die vorgestellten Gerichte die ganze Familie, sowie alle Gäste beeindrucken.

Für Lokalkolorit sorgen außerdem die Namen der Gerichte in Molières Sprache. Kein Grund zur Panik: Die Untertitel in Goethes Sprache unterstützen die Leser*innen, die kein Französisch in der Schule hatten.

Im Gegensatz zu Kochbüchern einiger selbstverliebter, berühmter Köche entdeckt man die Autorin nur selten auf den zahlreichen Fotos. Bei ihr stehen Zutaten und Gerichte, so wie Eindrücke aus der Provence, wirklich im Scheinwerferlicht.

Dieses Kochbuch trifft mit seinen Rezepten vollkommen meinem Geschmack. Viele Gerichte werden ihr Weg auf unseren Esstisch in den nächsten Herbst- und Wintermonaten finden. Die Eindrücke und Fotos laden zu einer zauberhaften Reise in die Provence in einer unüblichen aber wunderschönen Jahreszeit. Eine Zeit ohne Trubel, die Pierre und Charlotte wahrscheinlich auch sehr genießen… Für ihre Fans das perfekte Weihnachtsgeschenk…

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Veröffentlicht am 25.10.2025

Ein zauberhaftes Geschenk aus dem Jenseits

Das Jahr voller Bücher und Wunder
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Ein Jahr voller Bücher ist für Vielleserinnen, wie Matilda „Tilly“ Nightingale es mal war, selbstverständlich. Ihr Leidenschaft für Bücher hat leider unter der tödlichen Krankheit ihres Ehemannes stark ...

Ein Jahr voller Bücher ist für Vielleserinnen, wie Matilda „Tilly“ Nightingale es mal war, selbstverständlich. Ihr Leidenschaft für Bücher hat leider unter der tödlichen Krankheit ihres Ehemannes stark gelitten. Bevor der Tod sie trennte, hat sich der liebenswerte Joe eine wunderschöne Idee einfallen lassen, damit die Lebensfreude wieder ins Leben seiner geliebten Tilly einzieht: Ab ihrem ersten Geburtstag nach Joes Tod soll Tilly monatlich und für ein Jahr ein Buch und einen Brief bekommen.

„Querbeet“, wie einige Leser
innen ihre Lektüren beschreiben, bezeichnet gut die Bücher, die Joe für Tilly ausgesucht hat. Sie geben Tilly neue Gründe, das Leben zu lieben. Auch die kleine unabhängige Buchhandlung Book Lane und ihre Gemeinschaft begleiten Tilly auf ihrem Weg der „Besserung“. Der Buchhändler Alfie Lane hat ein bisschen was von einem Zauberer, der seinen Kunden immer das passende Buch anbietet.

Laut Tilly weiß man bei einem der den zwölf Büchern (dem Liebesroman einer berühmten Autorin) von Anfang an, wer mit wem zusammenkommt. Aber, man möchte das Buch dennoch lesen und wissen, was geschieht. Mit diesem Roman, dessen Protagonistin die gleiche Tilly ist, geht es dem Leser nicht anders: Die Ausgangssituation ist auch ziemlich vorhersehbar. Aber, der Weg dahin birgt viele Überraschungen und neue Erfahrungen für Tilly und die Leser.

Die Geschichte ist sehr unterhaltsam und die relativ kurzen Kapitel machen aus diesem Buch einen wahren Pageturner. Libby Pages Schreibstil ist zauberhaft und verleiht den liebenswerten Protagonisten eine gewisse Zärtlichkeit und eine verträumte Dimension. Das verstärkt die Magie, die Tilly und Alfie Seite für Seite ausstrahlen.

Obwohl das dunkle Cover mit dem Schneekugel was magisches an sich hat und mir unabhängig vom Buch sehr gefällt, passt es nicht wirklich zur Geschichte. Der Roman dagegen verfehlt sein Ziel nicht: Es hat alles, was es braucht, um sich einen guten Platz bei den Feel-Good-Roman zu machen. Die kurzweiligen Lesestunden sind Balsam für die Seele!

Fazit: Das perfekte Feel-Good-Roman für die dunkle Jahreszeit! Auch ein schönes Geschenk für Vielleser…

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Veröffentlicht am 27.09.2025

Mieps Wundermittel

Matz & Miep - Aua!
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Matz, das Kätzchen, ist beim Spielen hingefallen. Er hat sich so weh getan, dass Miep, sein kleiner Vogelfreund, Schwierigkeiten hat, ihn zu trösten. Nichts scheint zu helfen, bis Miep auf das Wundermittel ...

Matz, das Kätzchen, ist beim Spielen hingefallen. Er hat sich so weh getan, dass Miep, sein kleiner Vogelfreund, Schwierigkeiten hat, ihn zu trösten. Nichts scheint zu helfen, bis Miep auf das Wundermittel kommt. Welche es ist, entdecken die Leser dieses süßen Pappbuches…

Eine süße Geschichte, die zeigt, dass man am Ende immer ein Wundermittel findet… Ab 18 Monaten geeignet: wenig Text, kurze und einfache Sätze, sehr schöne Illustrationen für dieses Pappbuch. Beide Protagonisten sind sehr liebenswert…

Fazit: Ein lustiges Buch, mit dem auch ganz kleine Kinder das (Vor-)Lesevergnügen entdecken können…

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