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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.06.2026

Spannungsvolle Familientragödie

Weil sie lügt
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Der Thriller dreht sich rund um die verschollene und mutmaßlich tote Juli. Ihr Vater ist Hauptverdächtiger und sitzt als potentieller Serienmörder in Untersuchungshaft. Ihre Schwester Anna glaubt an seine ...

Der Thriller dreht sich rund um die verschollene und mutmaßlich tote Juli. Ihr Vater ist Hauptverdächtiger und sitzt als potentieller Serienmörder in Untersuchungshaft. Ihre Schwester Anna glaubt an seine Unschuld und ermittelt auf eigene Faust, da sie das Vertrauen in die Polizei verloren hat. Als Leichenteile im Keller der Familie gefunden werden und der Vater überraschend den Mord an Juli gesteht, nehmen die Ermittlungen Fahrt auf. Der damalige Ermittlungsleiter Faber wird durch die ehrgeizige Katharina abgelöst, der unsympathische Faber bleibt aber weiterhin Teil des Teams.

Sowohl Anna als auch Katharina erzählen aus der Ich-Perspektive, wodurch man sowohl persönliche Einblicke in Annas tragisches Familienleben als auch ermittlungstechnisch alle Informationen erhält. Das macht den Thriller extrem spannend, weil an beiden Fronten sehr viel passiert und immer wieder neue Fragen aufgeworfen werden. Diese laden dazu ein, permanent mitzurätseln und die eigenen Theorien zum Tathergang immer wieder zu überdenken. Der Thriller ist dabei voll an Wendungen, mir wurde beim Lesen nie langweilig, sondern bin nur so durch die Seiten geflogen. Das Ende war für mich sehr überraschend, wenngleich für meinen Geschmack unnötig brutal und auch etwas weit hergeholt. Das schmälert aber nicht die spannende Zeit, die ich mit diesem Buch verbringen durfte. Der Sprachstil ist sehr angenehm. Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin!

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Veröffentlicht am 29.04.2026

Wertvolle Message und wunderschön illustriert

Der kleine Grimlin und das ganz große Herz - Eine Freundschaftsgeschichte
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In dem Buch geht es um den gemütlichen Wichtel Grimlin, der sein beschauliches Leben mit Wurzeltee, selbst gekochtem Mirabellenmus und seinen besten Freunden genießt. Eines Tages bekommt das Wichteldorf ...

In dem Buch geht es um den gemütlichen Wichtel Grimlin, der sein beschauliches Leben mit Wurzeltee, selbst gekochtem Mirabellenmus und seinen besten Freunden genießt. Eines Tages bekommt das Wichteldorf einen neuen Bewohner, nämlich den Zauberer Tjelle. Obwohl dieser duftenden Brimbelkuchen backt, haben die Wichtel wegen seines dunklen Umhangs Angst vor ihm und vertreiben ihn aus dem Dorf. Er landet beim bösartigen Schnappzahn und Grimlin will ihn von dort befreien.



Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Es verdeutlicht wahre Freundschaft und den Umgang mit Vorurteilen. An vielen Stellen hat Grimlin Angst vor verschiedenen Waldbewohnern, obwohl er diese noch nie zu Gesicht bekommen hat. Erst, als er sich bei der Suche nach Tjelle auf diese einlässt, stellt er fest, dass es sich dabei um ganz zauberhafte Wesen handelt. Das Buch transportiert damit eine sehr wertvolle Message.

Für Kinder ist das Buch ganz besonders toll, weil es am Ende einen Bilderbogen zum Ausschneiden gibt. Die Bilder kann man auf einer "Landkarte" zu Beginn des Buchs einkleben. Dadurch können Kinder das Buch geographisch besser einordnen und es ist interaktiv. Außerdem gibt es das Rezept zum duftenden Brimbelkuchen. Durch diese Feinheiten erwacht das Buch zum Leben.

Abgesehen davon sind auch die Illustrationen unfassbar hübsch.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Toller Ratgeber, der alte Erziehungsweisheiten hinterfragt

10 Dinge, die bei Gefühlsstürmen deines Kindes sicher helfen
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Der Ratgeber führt durch 10 Kapitel, die Impulse geben für den Umgang mit Gefühlsstürmen bei Kindern. Das Buch ist dabei sehr strukturiert gestaltet: Jedes Kapitel startet mit einer ausführlichen inhaltlichen ...

Der Ratgeber führt durch 10 Kapitel, die Impulse geben für den Umgang mit Gefühlsstürmen bei Kindern. Das Buch ist dabei sehr strukturiert gestaltet: Jedes Kapitel startet mit einer ausführlichen inhaltlichen Komponente, die durch Perspektivwechsel und Exkurse angereichert werden. Im Anschluss folgt das "Aber-Gelaber". Dieser Abschnitt thematisiert Einwände, die man selbst oder andere Personen haben könnten. Zum Abschluss jedes Kapitels werden die wichtigsten Inhalte prägnant zusammengefasst.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Anders als gemeinhin angenommen werden Gefühlsstürme oder unerwünschte Verhaltensweisen von Kindern nicht als Trotz angesehen, sondern vielmehr als emotionalen Hilferuf. Da Kinder ihre Gefühle noch nicht selbst regulieren können, sind sie auf die einfühlsame, liebevolle und klare Begleitung durch die Bezugspersonen angewiesen. Dadurch wird die kindliche Entwicklung gefördert und die Kinder lernen einen gesunden Umgang mit ihren Gefühlen, von dem sie ein Leben lang profitieren. Das Buch gibt Strategien an die Hand, wie man Kinder in diesen herausfordernden Situationen wertschätzend begleiten kann.

Außerdem regt es dazu an, seine eigene Kindheit und die damaligen Erziehungsmethoden zu reflektieren. An so vielen Stellen habe ich gemerkt, wie ich diese nun selbst anwende, ohne sie zuvor kritisch hinterfragt zu haben. Die Perspektivwechsel in dem Buch finde ich unglaublich gelungen, weil man althergebrachte Sprüche und "Weisheiten" zur Kindererziehung aus einem komplett anderem Blickwinkel sieht. Ich hatte wirkliche viele Aha-Momente und das Buch hilft mir sehr, mein Kind (und mich selbst) besser zu verstehen.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Kleine Detektive auf großer Verbrecherjagd

Die Großstadtdetektive - Wo ist Annabelle?
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In dem Buch geht es um das Mädchen Irina, das in den Ferien die ältere Dame Annabelle in einem Park beim Schachspielen kennenlernt. Seltsamerweise ist Annabelle plötzlich verschwunden, als Irina wegen ...

In dem Buch geht es um das Mädchen Irina, das in den Ferien die ältere Dame Annabelle in einem Park beim Schachspielen kennenlernt. Seltsamerweise ist Annabelle plötzlich verschwunden, als Irina wegen ihrer Hündin kurz abgelenkt ist. Es häufen sich die Hinweise, dass Annabelle entführt wurde. Glücklicherweise kommen nach und nach die Freunde von Irina aus den Ferien zurück und gemeinsam versuchen sie, Annabelle zu finden. Dabei beweisen sie Mut, Zusammenhalt, Neugierde und Cleverness. Tatsächlich kommen sie einem großen Verbrechen auf die Spur...

Was mir in dem Buch besonders gefällt ist der Umgang der Freunde miteinander. Sie arbeiten im Team zusammen, schmieden gemeinsam Pläne, ärgern sich gegenseitig und lachen viel miteinander. Sie können sich immer aufeinander verlassen und demonstrieren dabei wunderschön, wie wahre Freundschaft aussehen sollte. Und dabei spielt der kulturelle Hintergrund der Freunde keine Rolle. Sie haben unterschiedliche Religionen, sprechen verschiedene Sprachen und doch gehen sie durch dick und dünn. Damit zeigen sie, wie ein multikulturelles Zusammenleben in der Großstadt aussehen kann.

Zudem ist das Buch spannend geschrieben und lädt große und kleine Leser zum Miträtseln ein.

Angereichert ist das Buch mit einem jiddischen Gedicht, das auch vertont als Download zur Verfügung steht. Außerdem gibt es ein Glossar, das russische Wörter, die im Buch fallen, übersetzt.

Empfehlen würde ich, zuerst das erste Band der Reihe zu lesen. Gerade für die jungen Leser ist dadurch wahrscheinlich ein einfacherer Einstieg in das Buch möglich, weil es zwar nicht direkt auf den ersten Teil aufbaut, aber doch immer wieder darauf verweist.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Spannend von der ersten bis zur letzten Seite

Grabesstille
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Das Buch, erst mein zweites dieser Reihe, habe ich vor vielen Jahren schon einmal gelesen, nun ist es mir wieder in die Hände gefallen und ich habe es verschlungen! Ich fand es von der ersten bis zur letzten ...

Das Buch, erst mein zweites dieser Reihe, habe ich vor vielen Jahren schon einmal gelesen, nun ist es mir wieder in die Hände gefallen und ich habe es verschlungen! Ich fand es von der ersten bis zur letzten Seite sehr spannend und habe die ganze Zeit mitgefiebert.

In dem Buch wird ein vor vielen Jahren begangener und aufgeklärter Amoklauf in einem Restaurant in Chinatown neu aufgerollt, weil auf dem Dach des leerstehenden Gebäudes eine tote Frau mit abgehakter Hand gefunden wird und mysteriöse Briefe an die Hinterbliebenen der Opfer des Amoklaufs versendet wurden, in denen behauptet wird, dass der damalige Täter ein ganz anderer war.

Besonders ist an dem Buch das Eintauchen in die chinesische Kampfkunst und Legenden. Obwohl ich kein Fan von Mythologie bin, fand ich es sehr interessant, mehr darüber zu erfahren. Es geht beispielsweise um ein antikes chinesisches Ritualschwert, mit dem in dem Buch Morde begangen werden und darum, wie Menschen im Rahmen des Kampfsports die besonderen Eigenschaften von Tieren nachahmen, um diese so natürlich wie möglich darzustellen. Die Mythen und die Story sind Hand in Hand gegangen und haben sich optimal ergänzt. Durch die Legenden konnte ich die Gedankengänge und Handlungen bestimmter Personen besser nachvollziehen. Trotzdem nimmt die Mythologie nicht überhand, sondern der Fokus liegt klar auf der Ermittlungsarbeit. Dabei nimmt die Rechtsmedizinerin Maura Isles eher eine Nebenrolle ein. Dafür betritt ein neuer Ermittler die Bühne, Tam, der mir sehr sympathisch ist.

Die Geschehnisse handeln zum Großteil in Chinatown. Dabei wird unter anderem auf die Schwierigkeiten insbesondere der illegal eingewanderten Bevölkerung eingegangen, die ohne Aufenthaltserlaubnis ihr täglich Brot verdienen müssen und bei Problemen aus Angst vor Abschiebung nicht zur Polizei können. Die Schilderungen fand ich sehr glaubwürdig, zumal die Autorin selbst Tochter chinesischer Einwanderer ist.

Die gesamte Story ist schlüssig und am Ende gibt es noch die ein oder andere Überraschung.

Auch die Übersetzung ins Deutsche finde ich sehr gelungen.

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