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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.06.2020

Gruselkrimi mit Längen

Der Tod kommt wie gerufen
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Tempe Brennan ist Anthropologin in Charlotte/North Carolina und dafür zuständig, die Opfer länger zurückliegender Morde zu untersuchen. Als in einem Keller ein rituell hergerichteter menschlicher Schädel ...

Tempe Brennan ist Anthropologin in Charlotte/North Carolina und dafür zuständig, die Opfer länger zurückliegender Morde zu untersuchen. Als in einem Keller ein rituell hergerichteter menschlicher Schädel gefunden wird, stacheln Medien und Politiker die Menschen zu einer wahren Hexenjagd auf.

Das Cover dieses Buchs ist sehr düster und rätselhaft gestaltet, das hat mich neugierig gemacht. Leider ist der Schreibstil von Kathy Reichs nicht so meins, ihre ausschweifenden Beschreibungen zu Umgebung und Lebensumständen machen für mich die aufkommende Spannung immer wieder zunichte. Z.B. braucht´s doch keine mehrseitige Abhandlung über das Berufsbild des Anthropologen! Das ist mir so auf die Nerven gegangen, dass ich bei Seite 86 abgebrochen habe, obwohl die Geschichte an sich sehr vielversprechend klingt.

Deshalb ist mein Fazit: Sicher eine gute Geschichte, aber durch den langatmigen Schreibstil nicht so meins.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Eher enttäuschend

Doppelspiel
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Bestseller-Autor Tom Borg hat eine Schreibblockade. Um diese zu überwinden, geht er auf Recherchetour in einem zwielichtigen Club wo prompt seine Begleiterin ermordet wird. Er gerät unter Verdacht und ...

Bestseller-Autor Tom Borg hat eine Schreibblockade. Um diese zu überwinden, geht er auf Recherchetour in einem zwielichtigen Club wo prompt seine Begleiterin ermordet wird. Er gerät unter Verdacht und wird zum Gejagten einer mörderischen, rätselhaften Jagd.

Der Schreibstil ist durchaus packend und die ersten Kapitel lesen sich wirklich gut und sind sehr spannend. Mit dem Fortgang der Geschichte wird jedoch die Handlung immer abstruser, die Personen immer unglaubwürdiger. Da ist nicht nur Tom, der ebenso naiv wie abgebrüht scheint, sondern auch Olivia, eine total abgedrehte Polizistin oder Lennart, Toms Freund im Rollstuhl, den man irgendwie nicht zu fassen kriegt. Besonders enttäuscht hat mich das total an den Haaren herbeigezogene, unglaubwürdige Ende, das mit dem Rest der Geschichte gar nichts zu tun zu haben scheint - es passt einfach nicht. Von einem Autoren mit dem Renommee Arne Dahls hätte ich mehr erwartet.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Zweimal Superwoman gegen den Rest der Welt

Tödliche Freundinnen
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Mel und Chloe haben als Teenager gemeinsam in Notwehr den Kleindealer Toby umgebracht. Die beiden sind nicht nur Freundinnen, sondern ein Liebespaar. Als Chloe einige Zeit später spurlos verschwindet, ...

Mel und Chloe haben als Teenager gemeinsam in Notwehr den Kleindealer Toby umgebracht. Die beiden sind nicht nur Freundinnen, sondern ein Liebespaar. Als Chloe einige Zeit später spurlos verschwindet, traut Mel sich nicht, nach ihr zu suchen. Jahre später wird sie, inzwischen Privatdetektivin, von Chloes Familie beauftragt, sie zu suchen. Damit löst sie eine Kette von dramatischen Ereignissen aus, denn der Kleindealer hatte offenbar mächtige Komplizen.

Der Schreibstil ist durchaus mitreißend, die Geschichte spannend. Allerdings ist es sehr verwirrend, wie Tess Sharpe zwischen den Handlungsebenen hin und her hüpft. Obwohl die Kapitel entsprechend betitelt sind, muss man sehr aufpassen, denn sie wechselt nicht nur die Zeitebene, sondern auch die erzählende Person. Dabei bleibt sie in der dritten Person, was eine unnötige Distanz zu den Personen aufbaut, sodass man auch als Leser nicht wirklich in die Geschichte eintaucht, sondern eben auf Abstand gehalten wird. Mel und Chloe scheinen beide Superkräfte zu haben, ihnen misslingt so schnell nichts, sie werden mit allen schwerbewaffneten Männern scheinbar spielend fertig und sind selbstverständlich auch viel klüger als ihre Gegner. Mel gelingt es, mit einer frischen, unversorgten Messerwunde im Bein tagelang durch den Wald zu laufen und am Ende noch einen veritablen Spurt hinzulegen. So mancher Twist in der Geschichte ist absolut nicht schlüssig, ich habe des Öfteren ungläubig den Kopf geschüttelt. Nein, so wirklich überzeugt hat mich dieser Thriller nicht.

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Veröffentlicht am 31.12.2025

Enttäuschender zweiter Teil

Im Labyrinth der Furcht
2

Es handelt sich hier um den zweiten Teil der "Hüter-Reihe" um Francis Ackerman und Nadia Shirazi. Während Francis zusammen mit seiner ganzen Familie Gefangener des Hüters ist, muss Nadia im Alleingang ...

Es handelt sich hier um den zweiten Teil der "Hüter-Reihe" um Francis Ackerman und Nadia Shirazi. Während Francis zusammen mit seiner ganzen Familie Gefangener des Hüters ist, muss Nadia im Alleingang ein Serienmörder-Duo suchen, welches seine Opfer wie Schaufensterpuppen zurecht macht und ausstellt. Auf beiden Handlungsebenen wird der Spannungsaufbau durch endlose Dialoge und innere Monologe sowie zahlreiche Wiederholungen gebremst, sodass die Geschichte nicht so richtig in Gang kommen kann. Das kann Ethan Cross definitiv besser. Dazu gibt es noch einige absolut unglaubwürdige Twists, auf die ich nicht näher eingehen kann, ohne zu spoilern, die mich aber sehr gestört haben. Und am Ende gibt es keinen spektakulären Showdown, wie man es von Cross gewohnt ist, sondern einen eher unspektakulären Kuhhandel. Nein, das war nix,, einen weiteren Teil dieser Reihe werde ich mir sparen.

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Veröffentlicht am 11.10.2025

Erwartungen nicht erfüllt

The Business Trip
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Zwei Frauen nehmen aus unterschiedlichen Gründen den gleichen Flug von Madison nach San Diego und verschwinden spurlos. Stephanie und Jasmine sind einander noch nie begegnet als sie sich im Flugzeug ...

Zwei Frauen nehmen aus unterschiedlichen Gründen den gleichen Flug von Madison nach San Diego und verschwinden spurlos. Stephanie und Jasmine sind einander noch nie begegnet als sie sich im Flugzeug kennenlernen. Stephanie ist auf dem Weg zu einem Kongress während Jasmine auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Freund ist. Hängt ihr Verschwinden zusammen?

Jessie Garcia erzählt die Geschichte aus nicht weniger als neun wechselnden Perspektiven, fast jeder der Beteiligten kommt zu Wort. Manche Szenen liest man dadurch mehrfach, was dem Spannungsaufbau nicht gerade zuträglich ist. Die Idee zur Geschichte hat durchaus Thriller-Potential, die Ausführung dagegen lässt zu wünschen übrig. Dabei bleiben auch die Akteure eher blass, ich bin keinem von Ihnen auch nur ansatzweise nahe gekommen, war immer distanzierter Beobachter und nicht in der Geschichte drin.
Am Besten gefallen hat mir noch das für mich sehr überraschende Ende, auch wenn dieses nach kurzem Nachdenken doch ein wenig konstruiert wirkt.

Mein Fazit: Dieses Buch gehört für mich aufgrund des Mangels an Spannung definitiv nicht ins Genre "Thriller". Ich habe deutlich mehr davon erwartet, bin enttäuscht und kann leider keine Leseempfehlung aussprechen.

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