Was ein Segeltörn, was ein Highlight!
Wer am Ende übrig bleibtIch bin durch den Titel auf das Buch aufmerksam geworden Der Autor war mir bisher nicht bekannt. Der Klappentext machte mich sehr neugierig. Ich fand mich dann auch sofort in die Geschichte ein, die als ...
Ich bin durch den Titel auf das Buch aufmerksam geworden Der Autor war mir bisher nicht bekannt. Der Klappentext machte mich sehr neugierig. Ich fand mich dann auch sofort in die Geschichte ein, die als zentrales Element im Wesentlichen aus dem Segeltörn besteht, gespickt mit den Szenen aus dem Gerichtssaal, was ich sehr gelungen fand. Nach dem Tod ihres WG-Mitglieds Ruben aus der gemeinsamen Studienzeit treffen sich Anne, Sven und Merle auf dessen Beerdigung. Sie beschließen eine Art Abschied zu nehmen, indem sie einen Segeltörn planen,was sich Ruben immer gewünscht hatte. Begleitet werden sie dabei von den Partnern von Anne und Merle. Dieser Segeltörn hat es in sich: Nicht nur die Naturgewalten und das unglaublich tolle Setting fesseln den Leser, sondern auch die herausragende Ausarbeitung der Charaktere. Es gab nicht einen, der mich einmal nicht triggern konnte. Dem ein oder anderen gelang es sogar, mich auf die Palme zu bringen. Ich hätte sie am liebsten mal durchgeschüttelt. Gekonnt wird damit gespielt, dass jeder sein Päckchen zu tragen und seine eigenen Geheimnisse hat. Vertrauen und Misstrauen sind ein großes Thema, die in der düsteren Atmosphäre einfach prima zur Geltung kommen. Ich hatte bereits sehr früh einen Verdacht, der sich im Lauf der Erzählung immer mehr verstärkte. Dies tat der Spannung jedoch überhaupt keinen Abbruch, weil ich unbedingt wissen wollte, wie sich dieses Szenario denn auflösen würde. Selbst hier konnte mich der Autor noch einmal ganz unvermutet überraschen. Etwas, womit ich tatsächlich nicht gerechnet hätte! Für mich ein absolutes Highlight und daher eine ganz klare Leseempfehlung!