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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2026

Gruseliges Moor

Moorland. Die Zwillinge
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Die TikTokerinnen Nike und Jana gehen trotz schlechten Wetters ins Moor, weil sie unbedingt ein Video für ihren Kanal drehen wollen. Als sie verschwunden bleiben, nimmt Kommissarin Malia Gold die Ermittlungen ...

Die TikTokerinnen Nike und Jana gehen trotz schlechten Wetters ins Moor, weil sie unbedingt ein Video für ihren Kanal drehen wollen. Als sie verschwunden bleiben, nimmt Kommissarin Malia Gold die Ermittlungen auf. Leider gestaltet sich die Suche nach den beiden als äußerst schwierig: Das fast undurchdringliche Moor hat nun mal seine gefährlichen Tücken und man muss höllisch aufpassen, wohin man tritt...

Das Cover ist passend zur Atmosphäre schön düster gehalten und verspricht eine fesselnde Geschichte.

Der Einstieg in die Geschichte fällt leicht und der Beginn macht neugierig. Das Setting mit dem nebligen Moor gepaart mit den ungelösten Fragen und Geheimnissen erzeugt eine gruselige und ungemütliche Stimmung. Die verschiedenen Perspektiven machen das Ganze noch fesselnder, man muss beim Hören nur ein bisschen aufpassen, um nicht durcheinander zu kommen. Charles Rettinghaus zieht uns Leser gekonnt in den Bann und man möchte gar nicht mehr aufhören. Ein wenig anstrengend finde ich jedoch die verstellten Stimmen, aber das hat mir bei Hörbüchern noch nie gefallen. Die Ermittlungen sind spannend aufgebaut und der Mix mit Malias eigener mysteriösen Vergangenheit ist gelungen, man ist immer am Miträtseln. Die Auflösung ist nach ein paar Wendungen zufriedenstellend und finde ich ebenfalls gut.

Alles in allem ein toller Krimi, der noch ein bisschen mehr Thrill vertragen hätte. Ich kann diesen Reihenauftakt nur empfehlen und freue mich auf weitere Fälle im Moor. 4 Sterne

Veröffentlicht am 30.03.2026

Spannende Geschichte

Tödliche Freundinnen
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Privatdetektivin Mel Tillman wird auf unschöne Art mit ihrer düsteren Vergangenheit konfrontiert. Sie soll ihre damalige Freundin Chloe finden und endlich nach Hause bringen, die vor Jahren einfach plötzlich ...

Privatdetektivin Mel Tillman wird auf unschöne Art mit ihrer düsteren Vergangenheit konfrontiert. Sie soll ihre damalige Freundin Chloe finden und endlich nach Hause bringen, die vor Jahren einfach plötzlich verschwunden ist. Als Mel sie endlich findet, schwant ihr Böses: verbarrikadiert in einer abgeschiedenen, mit Fallen gespickten Gegend zu leben kann nur bedeuten, dass sich Chloe vor gefährlichen Leuten versteckt.

Das Cover gefällt mir richtig gut, obwohl ich Menschen auf Covern eigentlich nicht so mag. Aber hier sieht es so aus, als wäre man selbst das Opfer, das von den beiden Frauen gerade vergraben wird. Gepaart mit der düsteren Farbgebung und dem blutigen Rot ist das Cover ein schöner Blickfänger. 

Der Einstieg in die Geschichte fällt leicht, sie lässt sich flüssig lesen und man kommt gut voran. Die Szene nach dem Flugzeugabsturz ist lebendig und eindrücklich beschrieben. Der Thriller wird aus mehreren Perspektiven und Zeitebenen erzählt, vor jedem Kapitel stehen der Name und die Zeitangabe, sodass man sich hier gut zurechtfindet. So wird es nie langweilig und man hangelt sich sozusagen von kleinen Cliffhangern zum nächsten. Es gibt tolle Plottwists und die Auflösung ist stimmig. Dass die beiden unbedingt rummachen müssen, während sie noch in großer Gefahr schweben, stößt bei mir jedoch auf Unverständnis.
Außerdem scheint das Lektorat leider einiges übersehen zu haben: Es kommen wirklich oft Wiederholungen vor, sei es die Beschreibung, dass man sich nur dann am besten kennt, wenn man zusammen etwas Gefährliches überlebt hat oder dass eine der Protas mit der Mutter bei der Zeitung arbeitet. Sind zwar nur Kleinigkeiten, aber gehäuft summiert sich das eben auf. Einmal fehlt noch ein Punkt am Satzende und bei "Du redet Blödsinn" hat sich auch ein Fehler eingeschlichen. An mindestens zwei Stellen werden die Namen von Mel und Chloe vertauscht, sodass der Satz keinerlei Sinn ergibt. Z. B. S. 135/136: Chloe muss Mel dazu bringen, ihr zu vertrauen. Auf der nächsten Seite steht dann plötzlich "[Für Antworten ist jetzt keine Zeit], also gibt MEL ihr das Einzige, was sie geben kann [...]." Da sollte statt Mel natürlich Chloe stehen. Keine Ahnung, ob das schon im Originalen so war, aber das sollte einem beim Übersetzen bzw. spätestens im Korrekturdurchlauf schon auffallen. Schade.

Nichtsdestotrotz ist es eine fesselnde Story, die ich gerne gelesen habe und weiterempfehle. Der Romance-Part ist übrigens zum Glück nicht sehr im Fokus. Hoffentlich werden die Fehler in der nächsten Auflage verbessert. 4 Sterne

Veröffentlicht am 15.03.2026

Coole, mysteriöse Story

Nightweaver
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Aster Oberons Familie lebt auf dem Meer. Als Piraten meiden sie das von den bösartigen Nightweavern besetzte Land so gut wie möglich. Bei einem nächtlichen Angriff kommt jedoch nicht nur Asters Bruder ...

Aster Oberons Familie lebt auf dem Meer. Als Piraten meiden sie das von den bösartigen Nightweavern besetzte Land so gut wie möglich. Bei einem nächtlichen Angriff kommt jedoch nicht nur Asters Bruder Owen ums Leben, sondern der ganze Oberon-Clan gerät in Gefangenschaft. Doch der Nightweaver William verhindert ein Dasein als Sklaven und bietet den Oberons eine Arbeit auf dem Anwesen seiner Familie an. Kann man dem Feind wirklich trauen?

Das Cover ist gelungen, die Kombination der blauen Symbole auf schwarzem Hintergrund erzeugt eine mysteriöse Stimmung, wozu auch die Schriftart wunderbar passt.

Der Schreibstil ist locker und gleichzeitig sprachgewaltig, man kann sich die Geschehnisse und die Welt drumherum sehr gut vorstellen. Bereits der Einstieg ist äußerst spannend und man möchte das Buch gar nicht mehr weglegen. Die Atmosphäre ist schön düster und die Regeln dieser Welt sind auch ohne große Erklärungen verständlich. Aster ist oft ein bisschen nervig, weil sie sich in ewig in ihren Gedanken beschwert und sich übermäßig kindisch verhält. Das bessert sich zum Glück im weiteren Verlauf. Überraschende Wendungen und Geheimnisse halten den Spannungsbogen oben. Was ich schade finde: Nur der Anfang spielt auf dem Meer und man liest sonst nichts vom gefährlichen Piratenleben, da hätte ich mir mehr gewünscht.

Eine fesselnde und düstere Fantasy-Geschichte, die ruhig viel mehr Piraten auf dem Meer vertragen hätte. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung. 4 Sterne

Veröffentlicht am 12.02.2026

Außergewöhnlicher Plot

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Cecilia ist nach dem Tod ihrer Mutter alles zu viel und stößt ihre Freunde eine Weile von sich. Da kommt ihr der Job als Housesitterin gerade gelegen, kann sie somit doch ihre eigenen Probleme verdrängen ...

Cecilia ist nach dem Tod ihrer Mutter alles zu viel und stößt ihre Freunde eine Weile von sich. Da kommt ihr der Job als Housesitterin gerade gelegen, kann sie somit doch ihre eigenen Probleme verdrängen und in das Leben reicher Leute schlüpfen. Dabei lernt sie Johannes Waldner kennen und die beiden kommen sich näher. Doch das idyllische Bild trügt...

Das Cover finde ich gelungen, der Farbverlauf ist hübsch und das gewählte Motiv mit Blick auf die Ostsee mit dem düsteren Himmel passt gut zur Atmosphäre.

Emily Rudolfs Schreibstil ist leicht zu lesen und die relativ kurzen Kapitel machen es schwer, eine Pause einzulegen. Der Prolog beginnt schon mal vielversprechend unheilvoll und die Fragen häufen sich, von denen im weiteren Verlauf zwar einige geklärt werden, jedoch auch wieder neue aufkommen. Das hat mir sehr gut gefallen, es gibt immer etwas zu rätseln. Die Charaktere können nicht gerade mit Liebenswürdigkeit glänzen, sie sind allesamt undurchsichtig und unsympathisch. Durch die verschiedenen Perspektiven bekommt man tiefen Einblick in ihre Machenschaften und Gedanken. In der Mitte des Buches zieht sich die Geschichte ein wenig in die Länge, was jedoch mit einem fesselnden Showdown wieder ausgeglichen wird. Manches Geheimnis wird mir etwas zu schnell gelüftet, die endgültige Auflösung hat mir trotzdem gut gefallen. Was mich noch gestört hat, sind unnötige Sex-Szenen, die nichts zur Handlung bzw. zum Vorankommen dieser beitragen, und dass die Protagonisten gefühlt nur "ficken" und "fuck" in ihrem Wortschatz führen, da hätte ich mir mehr Synonyme gewünscht. :D

Ein guter Thriller mit ein paar kleinen Schwächen, den ich gerne empfehle. Das wird nicht das letzte Buch der Autorin für mich gewesen sein. 4 Sterne

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Herrlicher Katzenkrimi

Mallekatz
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Eigentlich wollte Kommissar Steinböck auf Mallorca seine Verschnaufpause vom Job in vollen Zügen genießen, stattdessen stößt seine Katzenbegleiterin Frau Merkel auf einen Toten mit Kopfschuss. Kurz darauf ...

Eigentlich wollte Kommissar Steinböck auf Mallorca seine Verschnaufpause vom Job in vollen Zügen genießen, stattdessen stößt seine Katzenbegleiterin Frau Merkel auf einen Toten mit Kopfschuss. Kurz darauf wird zu allem Übel noch eine Leiche mit Schussverletzung aus dem Hafen geborgen. Den beiden bleibt nichts anderes übrig, als gemeinsam mit der spanischen Polizei zu ermitteln.

Das Cover passt gut zum Rest der Reihe und ist lustig gestaltet, könnte fast ein Boxkampf zwischen Katze und Krebstier sein.

Panizzas Schreibstil ist locker und flüssig, das Buch war im Nu fertig gelesen. Bereits der Prolog macht neugierig und man möchte unbedingt erfahren, wieso, weshalb, warum. Frau Merkel sprüht mal wieder nur so vor bissigem Humor und bringt uns Leser mit ihren Andeutungen zum Schmunzeln. Die verschiedenen Perspektiven geben uns rundum Einblicke, aber wir haben noch genug Unklares zum Miträtseln. Auch der Fall ist spannend aufgebaut und die Auflösung gelungen. Nur werden manchmal Ermittlungsdetails unnötig wiederholt, wenn sich das Team gegenseitig auf den aktuellen Stand bringt, das hätte man noch kürzen können.

Ansonsten ist der Krimi schön kurz und knackig und ich freue mich, wenn Frau Merkel bald wieder ermitteln und rumstänkern darf. 4,5 Sterne