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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2026

Spannender zweiter Band der Sara Konrad Reihe

Der blaue Tod
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Der blaue Tod von Sara Konrad wurde im Selfpublishing veröffentlicht. Es ist der zweite Band der Sara-Konrad-Thriller-Reihe. Band 1 „Der Stalker“ habe ich bereits verschlungen. Das Hörbuch wurde erneut ...

Der blaue Tod von Sara Konrad wurde im Selfpublishing veröffentlicht. Es ist der zweite Band der Sara-Konrad-Thriller-Reihe. Band 1 „Der Stalker“ habe ich bereits verschlungen. Das Hörbuch wurde erneut von Janna Ambrosy für Audio4you eingelesen, sodass mich direkt eine vertraute Stimme begleitet hat.

Der zweite Band knüpft nahtlos an den ersten an. Es gibt zwar eine in sich abgeschlossene, spannende Handlung, doch alles rund um Sara Konrad wird konsequent weitererzählt. Deshalb finde ich persönlich, dass du den ersten Band unbedingt gelesen oder gehört haben solltest. Zwar werden die wichtigsten Beziehungen erklärt, doch mit dem Hintergrundwissen aus dem ersten Band lässt sich Sara deutlich besser einordnen und man freut sich umso mehr auf ihre kleine Tochter.

In „Der blaue Tod“ erleben wir Sara als Mutter einer vier Monate alten Tochter. Mit dem Wissen, dass sie zuvor Teil eines besonderen Einsatzkommandos als Scharfschützin war, war ich sehr gespannt, wie sie in ihrer neuen Rolle aufgeht. Sie liebt ihre Tochter, das steht außer Frage, doch gleichzeitig fehlt ihr der Nervenkitzel, der zuvor ihren Alltag bestimmt hat. Das Boxtraining reicht als Ausgleich nicht wirklich aus.

Ich habe aufmerksam verfolgt, wie Sara ihren Alltag meistert, dabei neue Freundschaften schließt und immer tiefer in Ungereimtheiten hineingezogen wird. Genau diese neuen Kontakte bringen sie auf die Spur von Dingen, die ihr keine Ruhe lassen. Ich habe ihre Recherchen gespannt begleitet und die ganze Zeit mitgerätselt, wer hinter den Geschehnissen steckt. An dieser Stelle ein großes Lob an Janna Ambrosy. Sie verleiht allen Figuren eine eigene Stimme, sodass ich lange im Dunkeln getappt bin. Wirklich beeindruckend gelesen.

Eine junge Mutter, mehrere Todesfälle, die auf einen Serienkiller hindeuten, und eine Vergangenheit, die sie einholt. Wenn dich diese Aspekte ansprechen, dann ist „Der blaue Tod“ von Marley Alexis Owen genau das richtige Buch für dich. Eine starke Protagonistin, die weit mehr ist als nur Mutter, ein ungewöhnlicher Serienkiller und durchgehend spannende Momente. Ich habe bis zum Schluss gebannt zugehört und möchte nun unbedingt auch den dritten Band der Reihe erleben. Von mir gibt es eine klare Hör- und Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 07.04.2026

Ein mitreißender Ausflug nach Island

Moosland
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Das Cover wirkt wie ein Gemälde. Unten ist Gras in unterschiedlichen Grüntönen zu sehen, dahinter erheben sich weiß-gräuliche Formen und darüber spannt sich ein heller blauer Himmel. Bei der Hardcover-Ausgabe ...

Das Cover wirkt wie ein Gemälde. Unten ist Gras in unterschiedlichen Grüntönen zu sehen, dahinter erheben sich weiß-gräuliche Formen und darüber spannt sich ein heller blauer Himmel. Bei der Hardcover-Ausgabe zieht sich dieses Bild bis auf die Rückseite und bildet einen stimmigen Hintergrund für den Klappentext. Das Buch ist mir sofort ins Auge gefallen und ich wollte wissen, was sich dahinter verbirgt.

Moosland von Katrin Zipse erschien im DuMont Buchverlag. Die Geschichte spielt auf Island in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Es ist eine fiktive Handlung, die reale Umstände aufgreift: Viele junge deutsche Frauen kamen damals nach Island, um auf Bauernhöfen zu arbeiten und wurden zum Teil dort verheiratet. Der Klappentext greift die wichtigsten Aspekte sehr passend auf.

Ich durfte auf dem Bloggerevent des Verlags auf der Leipziger Buchmesse der Autorin zuhören. Sie berichtete von ihrer Recherchereise nach Island und dem Schreibprozess. Außerdem nahm sie mich mit ihrer Stimme direkt mit in die Geschichte und las ein Kapitel daraus vor. Meine Neugier war sofort geweckt und ich musste nach der Buchmesse direkt wieder in die Geschichte eintauchen.

Erzählt wird aus der Sicht von Elsa, allerdings in der dritten Person, sodass ein gewisser Abstand zur Protagonistin bestehen bleibt. Sie reist gemeinsam mit ihrer Freundin Gerda nach Island, hat dort jedoch kaum Gelegenheit, sie zu sehen, da ihre Einsatzorte weit auseinanderliegen. Der Kontakt erfolgt über Briefe. Durch diese Briefe erfahre ich viel über Elsas innere Gedanken und Gefühle und bekomme auch Einblicke in Gerdas Erleben. Das Leben auf dem Hof wird unmittelbar geschildert. Gerade zu Beginn ist Elsa nahezu stumm. Erst nach und nach lernt sie Isländisch und findet so einen Weg, sich mit dem Bauern, seiner Frau und den Kindern zu verständigen.

Beim Lesen fühlte ich mich immer wieder an meinen eigenen Schüleraustausch in Dänemark erinnert. Ich kam zwar nicht zum Arbeiten dorthin, verbrachte aber eine Woche auf einem Bauernhof. Da ich Französisch als zweite Fremdsprache gewählt hatte, konnte ich kaum ein Wort Dänisch. Zu meinem Glück traf ich auf eine Familie, die weder Deutsch noch Englisch sprach. Nur meine Gastschwester konnte sich ein wenig auf Englisch und Deutsch verständigen. So lernte ich, mich mit Händen und Füßen mit den Eltern auszutauschen. Dieses Bild am Küchentisch hatte ich vor Augen, während ich der Geschichte folgte.

Auch wenn ich das Buch haptisch sehr ansprechend finde, habe ich mir zusätzlich das Hörbuch gekauft und wurde von der Sprecherin nicht enttäuscht. Marie Wördemann trifft den passenden Ton für die Geschichte. Ich habe das Hörbuch in einem Rutsch gehört. Sie ließ mich in eine längst vergangene Welt eintauchen und setzte die besondere Sprache eindrucksvoll um. Ich mag Geschichten, die sich in einer gewählten Sprache entfalten. Sie geben mir das Gefühl, in eine andere Zeit einzutauchen und ganz darin aufgehen zu können. Ich mag es, wenn Figuren sich bewusst und gewählt ausdrücken. In der heutigen Zeit gibt es viel Slang, den ich in literarischen Werken nicht brauche.

Magst du die weite Landschaft Islands? Liebst du Geschichten, die historische Aspekte fiktiv aufgreifen? Dann bist du bei Moosland von Katrin Zipse gut aufgehoben. Mit einer eindrucksvollen Sprache versetzte mich die Autorin in das Jahr 1949. Ich durfte die Bewegung miterleben, in der deutsche Frauen nach Island kamen, um dort zu arbeiten und zu heiraten. Ich hatte zuvor bereits davon gehört, doch diese Geschichte hat mir die Zeit noch nähergebracht. Durch Elsas Perspektive konnte ich die besondere Dynamik innerhalb der Familie erleben und mich von den Jahreszeiten mitreißen lassen, die deutlich kürzere Zeitfenster für die Landwirtschaft bieten als bei uns. Von mir gibt es eine klare Lese- und Hörempfehlung für alle, die sich für die deutsche und isländische Nachkriegszeit interessieren.

Veröffentlicht am 30.03.2026

Faktoren für Gesundheit einfach erklärt

Die 3 Säulen der Gesundheit
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Die 3 Säulen der Gesundheit von Sebastian Purps-Pardigol und Dr. Stephan Bortfeldt erschien im Kniga Verlag. Als Untertitel steht auf dem Buch: Lange leicht leben – Der einfache Leitfaden für körperliche ...

Die 3 Säulen der Gesundheit von Sebastian Purps-Pardigol und Dr. Stephan Bortfeldt erschien im Kniga Verlag. Als Untertitel steht auf dem Buch: Lange leicht leben – Der einfache Leitfaden für körperliche & mentale Resilienz. Und genau das findet sich zwischen den zwei Buchdeckeln wieder.

„Die häufigste Todesursache für Seefahrer zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert waren nicht die brutalen Seeschlachten. Es waren auch nicht die Stürme zur See, die Tuberkulose an Bord oder der häufig auftretende Typhus. Die meisten starben an Vitamin-C-Mangel.“
Mit diesem Einstieg beginnt ein medizinisch fundierter Ratgeber, der in einer für Laien gut verständlichen Sprache geschrieben ist. Du brauchst keinen medizinischen oder pharmazeutischen Hintergrund, um die Ausführungen der Autoren nachvollziehen zu können. Das hat mir beim Lesen sehr gefallen. Ich hatte das Gefühl, viele Einblicke aus der Forschung zu erhalten, ohne ständig Fachbegriffe übersetzen zu müssen. Gleichzeitig habe ich das Buch auch mit meinem pharmazeutischen Hintergrund gelesen und als stimmig empfunden.

Die einzelnen Kapitel bauen teilweise aufeinander auf und enthalten immer wieder Querverweise. Entweder wird etwas später noch einmal aufgegriffen oder es wird auf frühere Inhalte verwiesen. Für Leser, die sich zunächst einen Überblick verschaffen möchten, gibt es am Ende jedes Kapitels die „Essenz für Eilige“. Dort findet man die Kernaussagen kompakt zusammengefasst und kann anschließend entscheiden, ob man tiefer einsteigen möchte. Zusätzlich gibt es zu vielen Kapiteln weiterführende Inhalte, die über QR-Codes abrufbar sind. Dadurch bleibt das Buch angenehm übersichtlich und erschlägt einen nicht mit Informationen.

Die einzelnen Abschnitte arbeiten viel mit Bildern im Kopf, damit der Leser den medizinischen Fakten besser folgen kann. In einem Beispiel zum Epigenom tauchen kleine Monster auf, die die Haftnotizen in einem Buch ohne System an neue Stellen kleben. Diese bildlichen Ankerpunkte helfen dabei komplexe Vorgänge besser zu verstehen.

Das Buch beleuchtet die drei Säulen der Gesundheit: Mitochondrien, Antioxidantien und Entzündungen aus einer kompakten und gut nachvollziehbaren Perspektive. Das Zusammenspiel dieser Bereiche und ihre Bedeutung für das eigene Wohlbefinden werden dabei klar herausgearbeitet. Besonders spannend fand ich die Ausführungen zu Entzündungen im Körper und zur Rolle von Cortisol.

„Sowohl zu viel als auch zu wenig Cortisol kann Entzündungsprozesse in unserem Körper begünstigen – und letztlich bis zu einem Zustand von Erschöpfung und hoher Infektanfälligkeit führen.“
Auch der Blick auf die Mitochondrien, unsere „Energielieferanten“, war für mich interessant. Ein Ungleichgewicht zeigt sich oft schleichend, etwa durch Erschöpfung, geringere Belastbarkeit oder fehlende Regeneration. Dabei wird auch deutlich, welchen Einfluss der eigene Lebensstil hat. Bewegung spielt hier eine zentrale Rolle. Nicht umsonst trägt ein Kapitel den Titel: Muskeln – die Apotheke unseres Körpers. Dieses Kapitel hat mich wieder zum Laufen gebracht. Für mich ist Laufen mehr als nur Sport. Es ist ein Ausgleich, bei dem ich meinen Kopf vom Alltagsstress befreien kann.

„Sport wirkt sich auf alle 3 Säulen aus: Es reguliert die Entzündungen, es verbessert die Leistung der Mitochondrien und es wirkt den Oxidationen entgegen, in dem deutlich mehr körpereigene Antioxidantien produziert werden.“
Aus dem Buch nehme ich für mich mit, dass Gesundheit kein einzelner Baustein ist, sondern ein Zusammenspiel. Oft sind es kleine Veränderungen wie bewussteres Essen, besseres Kauen, mehr Bewegung oder ein achtsamerer Umgang mit Stress, die langfristig einen Unterschied machen. Für mich war dieses Buch weniger ein klassischer Ratgeber als vielmehr ein Türöffner für ein besseres Verständnis des eigenen Körpers.

Zum Schluss noch ein kleiner Kritikpunkt, der mir aufgefallen ist. Unter Darreichungsformen versteht man per Definition die unterschiedlichen Arzneiformen wie Tabletten, Tropfen oder Cremes und nicht die verschiedenen Salze einer Magnesiumverbindung.

Interessierst du dich für deinen Körper und deine Gesundheit? Wolltest du schon immer mehr über die kleinen Stellschrauben in unserem System wissen? Dann schau dir „Die 3 Säulen der Gesundheit“ von Sebastian Purps-Pardigol und Dr. Stephan Bortfeldt an und tauche ein in das Zusammenspiel von Mitochondrien, Antioxidantien und Entzündungen. Reflektiere dich beim Lesen und nutze die ergänzenden Inhalte. Ich weiß für mich jetzt, worauf ich bei meinem nächsten Check-up achten möchte. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, die langfristig leicht und bewusst leben möchten.

Veröffentlicht am 29.03.2026

Strich für Strich zu Menschen mit Emotionen

Menschen & Emotionen Schritt für Schritt zeichnen
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Menschen & Emotionen Schritt für Schritt zeichnen von Holger Nils Pohl und Benjamin Dammeier erschien im mitp Verlag. Es enthält eine große Sammlung mit 200 verschiedenen Motiven, die sich entweder auf ...

Menschen & Emotionen Schritt für Schritt zeichnen von Holger Nils Pohl und Benjamin Dammeier erschien im mitp Verlag. Es enthält eine große Sammlung mit 200 verschiedenen Motiven, die sich entweder auf Menschen oder auf Menschen in Kombination mit Emotionen beziehen.

Meine Erwartungen an das Buch waren ganz klar: Ich wollte einfache Anleitungen, um für mein Lesetagebuch mehr Menschen zeichnen zu können und ihnen auch mehr als nur ein Lächeln oder Weinen als Emotion zu geben. Und ich muss sagen, meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt.

Im Inhaltsverzeichnis kannst du dir gezielt passende Anleitungen heraussuchen und direkt zu den entsprechenden Seiten blättern. Dabei findest du, wie der Titel schon verrät, zunächst Schritt-für-Schritt-Zeichnungen von Menschen. Wenn du darin sicher bist, folgen anschließend Darstellungen von Menschen mit Emotionen. Bevor es losgeht, gibt es ein paar kurze Anmerkungen der Autoren, darunter auch folgendes Zitat.

„Dieses Buch zeigt dir keine perfekten Zeichnungen. Keine anatomisch korrekten Körper. Keine fotorealistischen Gesichter. Stattdessen: Striche, die etwas erzählen.“
Genau das gefällt mir so gut. Ich kann nicht perfekt zeichnen und habe diesen Anspruch auch gar nicht. Mir geht es darum, in meinem Lesetagebuch Szenen festzuhalten, sodass ich mich beim späteren Durchblättern wieder an die Geschichten erinnern kann. Und genau dafür sind diese einfachen Schritt-für-Schritt-Zeichnungen ideal. Sie lassen viel Raum für eigene Interpretationen, sodass man ganz nebenbei seinen eigenen Stil entwickeln kann.

Ein weiteres Zitat ist mir ebenfalls im Gedächtnis geblieben.

„Das ist der Kern dieses Buches: Sehen, was zählt. Weglassen, was ablenkt. Zeichnen, was bleibt.“
Dieses Buch wird mich sicher noch lange begleiten. Ich kann es jederzeit zur Hand nehmen, wenn mir für eine Szene die passende Idee fehlt. Für mich ist es sowohl Nachschlagewerk als auch Ideengeber. Und so werden sich die einfachen Strichzeichnungen ganz leise einen Platz in meinem Lesetagebuch 2026 erobern.

Möchtest du Emotionen darstellen, weißt aber nicht wie? Magst du einfache Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die sich leicht nachzeichnen lassen? Dann bist du bei „Menschen & Emotionen“ von Holger Nils Pohl genau richtig. Mit wenigen Strichen kannst du hier ganze Geschichten erzählen. Es geht nicht um realistische Perfektion, sondern darum, aus einer Skizze etwas herauszulesen. Für mich kam das Buch genau zur richtigen Zeit und wird seinen festen Platz direkt neben meinem Lesetagebuch behalten. Von mir gibt es eine klare Empfehlung für alle, die Menschen und Emotionen schnell darstellen möchten, ohne sich in Details zu verlieren.

Veröffentlicht am 17.03.2026

Eine fesselnde Liebesgeschichte

Blooming Fate
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Blooming Fate von Sara West erschien im Fischer Verlag und ist der abschließende Band der Rose-Garden-Trilogie. Im Mittelpunkt steht Olive, eine gute Freundin der ersten beiden Protagonistinnen Thea und ...

Blooming Fate von Sara West erschien im Fischer Verlag und ist der abschließende Band der Rose-Garden-Trilogie. Im Mittelpunkt steht Olive, eine gute Freundin der ersten beiden Protagonistinnen Thea und Rose. Als männlicher Part rückt nun Will in den Fokus, den wir bereits als Blumenlieferanten und guten Freund von Rose aus den vorherigen Bänden kennen.

Alle drei Bände sind unabhängig voneinander lesbar. Du musst Blooming Hope und Blooming Trust also nicht zwingend gelesen haben, um diese Geschichte zu verstehen. Trotzdem ist es besonders schön, Olive nun näher kennenzulernen, da sie zuvor eher im Hintergrund blieb und sich nicht wirklich in die Karten schauen ließ. In diesem Band werden jedoch alle wichtigen Aspekte aufgegriffen, sodass du problemlos auch hiermit in die Trilogie starten kannst.

Die Geschichte beginnt mit einer kurzen Rückblende der jungen Olive, die ursprünglich Olivia hieß. Aus Gründen, die du im Laufe der Handlung erfährst, hat sie sich jedoch für den Namen Olive entschieden. Bereits die Gedanken der siebenjährigen Olive geben einen ersten Einblick in ihre Gefühlswelt.

„Erstens: Einsamkeit konnte in mitten von Menschen stattfinden.
Zweitens: Das Alleinsein konnte ein Geschenk sein.“

Mehr dazu solltest du unbedingt selbst entdecken. Als zweiter Ich-Erzähler tritt Will auf, der als „Blaulichtmensch“ bezeichnet wird. Er lebt auf der Blumenfarm seiner Eltern und arbeitet im Familienbetrieb. Dabei stellt er seine eigenen Bedürfnisse oft hinten an, um es vor allem seinem Vater leichter zu machen. Nach und nach erfährt man mehr über seine Beweggründe, sodass sein Verhalten sehr nachvollziehbar wird. Seine Lieblingszahl ist übrigens die 13, was mich zum Schmunzeln gebracht hat. Auch seine Liebe zum Sternenhimmel hat ihn mir sofort sympathisch gemacht.

„Manche Menschen hinterließen mehr Spuren als andere. Das ging mir jedes Mal durch den Kopf sobald ich einen Fingerabdruck auf einen benutzen Glas entdeckte.“

Dem habe ich nichts hinzuzufügen. Dieser Satz zeigt sehr eindrücklich die Nachdenklichkeit der Protagonistin, die ich schnell ins Herz geschlossen habe. Wer sich beim Auspusten von Kerzen wünscht „Ich will hier weg“, trägt eine Geschichte in sich, die berührt. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen und dabei wieder zwischen Taschenbuch und Hörbuch gewechselt, das von Julia Bautz und Johannes Quester eingelesen wurde. Beide Sprecher passen sehr gut zu den Figuren und verleihen ihnen spürbar Leben.

Bist du neugierig geworden und möchtest wissen, was hinter Olive und Will steckt? Wolltest du schon immer einmal über eine Blumenfarm schlendern? Dann schnapp dir „Blooming Fate“ von Sara West und begleite die beiden auf ihrem Weg. Höre ihnen genau zu und erlebe, wie sie sich langsam näherkommen. Freue dich über die leisen Töne und verstehe, warum Olive so viele Tattoos trägt. Ich habe die Geschichte sehr schnell verschlungen und musste mich nach drei bewegenden Liebesgeschichten aus Toronto und dem Rose Garden verabschieden. Von mir gibt es eine ganz klare Lese- und Hörempfehlung für die komplette Trilogie.