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Veröffentlicht am 30.03.2026

Atmosphärisch starker Auftakt, nicht perfekt, aber besonders

Tainted Love
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Mit "Tainted Love" legt Vincent Tal einen atmosphärisch dichten Auftakt einer neuen Krimireihe vor, der weniger durch klassische Spannung als vielmehr durch seine 80er Jahre Feelings überzeugt.
Die Geschichte ...

Mit "Tainted Love" legt Vincent Tal einen atmosphärisch dichten Auftakt einer neuen Krimireihe vor, der weniger durch klassische Spannung als vielmehr durch seine 80er Jahre Feelings überzeugt.
Die Geschichte spielt im Sommer 1986 im nordhessischen Zonenrandgebiet. Flirrende Hitze, sterbende Wälder und die allgegenwärtige Nähe zur DDR schaffen eine besondere, leicht bedrückende Stimmung. Diese wird durch zahlreiche kulturelle Verweise auf die 80er Jahre zusätzlich verstärkt. Musik spielt dabei auch eine große Rolle und sorgt für ein starkes nostalgisches Leseerlebnis.
Im Mittelpunkt stehen Martin Ritter und Christine Lehmann, ein ungleiches Paar. Als der heiße Sommer in einem nahegelegenen See ein Luxusauto zum Vorschein bringt, wirft das viele Fragen auf und die beiden fangen an zu ermitteln. Die Handlung entfaltet sich aus wechselnden Perspektiven, was die Figuren facettenreich erscheinen lässt – auch wenn insbesondere Martin lange schwer greifbar bleibt. Seine geheimnisvolle Vergangenheit, ein ungeöffneter Umschlag und sein teilweise widersprüchliches Verhalten sorgen für unterschwellige Spannung, werfen aber auch Fragen auf, die nicht immer vollständig befriedigend beantwortet werden.
Christine hingegen wirkt zugänglicher, auch wenn sie zunächst weniger Raum einnimmt. Besonders interessant ist das Zusammenspiel der beiden, das von Nähe und Distanz geprägt ist und dadurch eine zusätzliche emotionale Ebene schafft.
Der Kriminalfall selbst entwickelt sich eher langsam und wirkt stellenweise etwas konstruiert. Viele Spuren, skurrile Nebenfiguren und Andeutungen bauen zwar Neugier auf, doch die Auflösung erscheint letztlich etwas zu abrupt und hätte mehr Raum vertragen können. Dadurch geht ein Teil der zuvor aufgebauten Spannung verloren.
Was den Roman jedoch besonders macht, ist seine Atmosphäre: "Tainted Love" lebt von den kleinen Momenten, den Erinnerungen und dem Gefühl, in eine vergangene Zeit einzutauchen. Der eigentliche Kriminalfall tritt dabei fast in den Hintergrund und wirkt eher wie ein Rahmen.
Mein Fazit:
Ein Krimi, der vor allem durch sein starkes 80er-Jahre-Flair punktet und weniger durch seinen Spannungsbogen. Die Figuren, das Setting und die nostalgischen Elemente machen das Buch dennoch sehr lesenswert. Mit etwas mehr erzählerischer Stringenz im Kriminalfall hätte es ein Highlight sein können. So bleibt ein überzeugender Reihenauftakt mit Luft nach oben – und definitiv genug Potenzial, um neugierig auf den nächsten Band zu machen.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Eine Welt aus Salz, Sturm, Legenden und Geheimnisse

Born of Salt and Storm
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Ich habe „Born of Salt and Storm“ von Sophia Reynard abwechselnd gehört und gelesen. Selten hat sich ein Romantasy-Debüt für mich so stimmig in Atmosphäre und Aufmachung angefühlt.
Schon das Buch selbst ...

Ich habe „Born of Salt and Storm“ von Sophia Reynard abwechselnd gehört und gelesen. Selten hat sich ein Romantasy-Debüt für mich so stimmig in Atmosphäre und Aufmachung angefühlt.
Schon das Buch selbst ist ein kleines Highlight. Der Farbschnitt mit dem grün schimmernden Meer, Muscheln und feinen Details wie Luftbläschen und Segelschiff passt einfach perfekt zur Geschichte und macht direkt Lust, einzutauchen. Besonders schön fand ich auch die Karte in der Klappenbroschur, die einem die Welt greifbarer macht. Am Ende wartet sogar ein kleiner Logbucheintrag mit einem Ausblick auf den nächsten Band – ein Detail, das die Vorfreude auf die Fortsetzung (geplant für Herbst 2026) noch verstärkt.
Inhaltlich hat mich vor allem die Atmosphäre abgeholt. Diese raue, salzige Welt voller Stürme, Mythen und Gefahren fühlt sich unglaublich lebendig an. Man merkt, wie viel Herzblut in das Setting geflossen ist – das Meer ist hier nicht nur Kulisse, sondern fast schon eine eigene Figur. Der Einstieg braucht einen kleinen Moment, weil man sich erst orientieren muss, aber genau dieses langsame Eintauchen verstärkt die dichte Stimmung.
Tavi als Protagonistin mochte ich sehr. Sie ist nicht glatt oder perfekt, sondern kantig, manchmal impulsiv und dadurch umso authentischer. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte wirkt nachvollziehbar und hat mich emotional mitgenommen. Eero hingegen bleibt lange geheimnisvoll, was gut zur Geschichte passt. Die Dynamik zwischen den beiden ist von Misstrauen geprägt und entwickelt sich sehr langsam – ein klassischer Slow Burn, der eher leise im Hintergrund wächst. Wer viel Romantik erwartet, sollte das im Hinterkopf behalten, aber gerade diese Zurückhaltung fand ich passend und glaubwürdig.
Auch die Nebenfiguren bringen zusätzliche Tiefe in die Geschichte und lockern an den richtigen Stellen auf, ohne die Grundstimmung zu verlieren.
Das Hörbuch hat das Ganze für mich noch einmal auf eine andere Ebene gehoben. Gesprochen von Lisa Oltsch und Philipp Oehme, wobei der weibliche Part deutlich überwiegt, wird die Geschichte sehr angenehm und atmosphärisch transportiert. Dass die Geschichte nicht in der Ich-Perspektive erzählt ist, fand ich ein kleines bisschen schade, weil dadurch etwas Distanz entsteht, aber das ist wirklich Meckern auf hohem Niveau.
Insgesamt ist „Born of Salt and Storm“ für mich ein sehr gelungener Auftakt der Seakissed-Trilogie: atmosphärisch dicht, visuell wunderschön aufbereitet und mit Figuren, die sich Zeit nehmen, um zu wirken. Besonders das maritime Setting hebt die Geschichte von vielen anderen Romantasy-Titeln ab und bleibt im Kopf.
Fazit:
Ein stimmungsvoller, leicht rauer und gleichzeitig gefühlvoller Einstieg in eine neue Romantasy-Reihe. Wer Lust auf Meer, Magie, Slow Burn und eine Welt voller Geheimnisse hat, sollte hier definitiv einen Blick (oder ein Ohr) riskieren.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Gelungener Auftakt - Zwischen Pflicht und Verlangen

Shadow and Ember – Eine Liebe im Schatten
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Das Hörbuch "Shadow and Ember – Eine Liebe im Schatten" ist der Auftakt dieser Reihe, die insgesamt aus vier Büchern besteht. Die Autorin ist Jennifer L. Armentrout und die Sprecherin heißt Yesim Meisheit.
Die ...

Das Hörbuch "Shadow and Ember – Eine Liebe im Schatten" ist der Auftakt dieser Reihe, die insgesamt aus vier Büchern besteht. Die Autorin ist Jennifer L. Armentrout und die Sprecherin heißt Yesim Meisheit.
Die Geschichte rund um Sera hat mich schnell gepackt. Die Ich-Perspektive sorgt dafür, dass man sehr nah an ihren Gedanken und inneren Konflikten dran ist. Gerade ihr Zwiespalt zwischen Pflicht und Gefühlen wurde für mich gut greifbar. Die Grundidee – jemanden verführen zu müssen, um ihn zu töten – ist spannend und bietet viel emotionales Potenzial, das die Autorin Jennifer L. Armentrout auch größtenteils gut ausschöpft. Allerdings muss ich sagen: An manchen Stellen war es mir etwas zu viel des Guten. Die Geschichte ist stellenweise ziemlich blutig und auch die vielen expliziteren Szenen haben für mich nicht immer zur Handlung beigetragen. Weniger wäre hier manchmal mehr gewesen. Dafür mochte ich aber die Dynamik zwischen Sera und Nyktos sehr – besonders die Dialoge haben oft Spaß gemacht und bringen Leben in die Geschichte.
Was das Hörbuch für mich aber wirklich besonders gemacht hat, ist die Sprecherin Yesim Meisheit. Sie schafft es, Sera eine sehr passende Stimme zu geben – emotional, aber nicht übertrieben. Gerade in den intensiven Momenten transportiert sie die Gefühle glaubwürdig. Auch die unterschiedlichen Charaktere sind gut voneinander zu unterscheiden, was das Zuhören sehr angenehm macht. Für mich hat sie das Hörerlebnis definitiv aufgewertet.
Insgesamt ist es ein starker Auftakt mit kleinen Schwächen: eine spannende Welt, interessante Figuren, aber ein bisschen zu viel Fokus auf Gewalt und „Spice“. Trotzdem hatte ich durchgehend Spaß beim Hören und bin neugierig, wie es weitergeht. Ein fesselnder Reihenstart mit toller Sprecherleistung – nicht perfekt, aber absolut hörenswert.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Zwischen Chaos und Schicksal – wenn Mythen lebendig werden

Aftermyth – Penelope und die Prüfung der Götter
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Mit "Aftermyth – Penelope und die Prüfung der Götter" entführt Autorin Tracy Wolff ihre Leserinnen und Leser in eine magische Internatswelt voller griechischer Mythologie. Die Geschichte richtet sich an ...

Mit "Aftermyth – Penelope und die Prüfung der Götter" entführt Autorin Tracy Wolff ihre Leserinnen und Leser in eine magische Internatswelt voller griechischer Mythologie. Die Geschichte richtet sich an Jugendliche ab etwa 12 Jahren und erzählt aus der Ich-Perspektive der 13-jährigen Penelope Weaver, was mir den Einstieg sehr leicht gemacht hat. Denn man ist ganz nah an ihren Gedanken und Gefühlen.
Penelope hat ihr ganzes Leben davon geträumt, an der geheimnisvollen Anaximander-Akademie aufgenommen zu werden, einer Schule, an der die Mythen der griechischen Götter lebendig werden. Gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder Paris reist sie voller Erwartungen an. Für Penelope ist klar, sie gehört ins Haus der Göttin Athena, denn sie ist klug, organisiert und liebt Regeln. Umso spannender fand ich es, dass genau dieser Plan nicht aufgeht und alles ganz anders kommt als gedacht. Gerade dieser Aspekt hat mir fantastisch gefallen. Penelopes Weg ist alles andere als geradlinig. Sie muss sich Herausforderungen stellen, die sie so nie erwartet hätte, und dabei lernen, dass nicht immer alles planbar ist und dass gerade im Chaos manchmal neue Chancen liegen.
Die Mischung aus Internatsgeschichte, Freundschaft und griechischer Mythologie finde ich grundsätzlich sehr gelungen. Ich bin ein großer Fan von Fifi (Serafina) und finde, jeder sollte eine Freundin wie sie haben. Auch die Hauptprotagonistin Ellie (Penelope) ist mir super sympathisch und man kann sich gut mit ihr identifizieren. Gerade, weil sie sich nicht entmutigen lässt wirkt sie sehr stark und tapfer. Besonders für jüngere Leserinnen und Leser bietet das Buch eine fantasievolle Welt mit vielen Ideen und Details. Auch wenn das erste Drittel des Buches sich etwas zog und viele Szenen sehr ausführlich beschrieben sind, konnte ich doch nicht aufhören zu lesen. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und kann es kaum erwarten.

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Sieben Jugendliche, ein Spiel – und viele Geheimnisse.

Darkly
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Der Jugend-Psychothriller "Darkly – Nicht du bestimmst das Spiel. Das Spiel bestimmt dich." von Marisha Pessl richtet sich an Leserinnen und Leser ab etwa zwölf Jahren. Ich habe mir die Hörbuchfassung ...

Der Jugend-Psychothriller "Darkly – Nicht du bestimmst das Spiel. Das Spiel bestimmt dich." von Marisha Pessl richtet sich an Leserinnen und Leser ab etwa zwölf Jahren. Ich habe mir die Hörbuchfassung angehört und mich dabei in ein Abenteuer voller Rätsel, Geheimnisse und gefährlicher Spiele entführen lassen.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die 17-jährige Dia. Sie hat das Glück, einen von nur sieben begehrten Praktikumsplätzen bei der legendären Louisiana Veda Foundation in London zu ergattern. Die inzwischen verstorbene Spieledesignerin Veda hat mit ihren sogenannten Darkly-Spielen Kultstatus erreicht – geheimnisvolle, komplexe Spiele, deren erhaltene Exemplare heute Millionen wert sind. Als die sieben ausgewählten Jugendlichen in London eintreffen, entwickelt sich jedoch alles anders als erwartet. Statt eines gewöhnlichen Praktikums werden sie auf eine abgelegene Insel gebracht – das geheimnisvolle Zentrum von Vedas Imperium. Dort beginnt ein rätselhaftes Spiel voller versteckter Hinweise, psychologischer Prüfungen und gefährlicher Entscheidungen. Schnell wird klar: Hier geht es nicht nur um Rätsel, sondern um Vertrauen, Manipulation und möglicherweise sogar um Leben und Tod. ...
Die Geschichte erinnert stellenweise an den Film Jumanji, da die Figuren selbst Teil eines Spiels werden, dessen Regeln sie zunächst nicht vollständig verstehen. Gleichzeitig entwickelt die Handlung eine ganz eigene, geheimnisvolle Atmosphäre. Besonders spannend ist die Frage, wer im Hintergrund die Fäden zieht – und welche Verbindung Dia selbst zu diesem rätselhaften Spiel haben könnte.
Die Sprecherin Nina Reithmeier verleiht dem Hörbuch eine intensive und dichte Atmosphäre. Sie liest abwechslungsreich und schafft es, die unterschiedlichen Figuren lebendig wirken zu lassen. Dadurch bleibt die Handlung gut nachvollziehbar. Allerdings fiel es mir bei manchen Szenen und Spielmechaniken etwas schwer, mir alles genau vorzustellen – hier hätte ich mir teilweise noch detailliertere Beschreibungen gewünscht. Trotzdem sorgt gerade die Mischung aus geheimnisvollem Setting, kniffligen Rätseln und überraschenden Wendungen dafür, dass das Hörbuch durchgehend spannend bleibt. Die Geschichte entwickelt ein regelrechtes Labyrinth aus Hinweisen und Geheimnissen, das die Hörerinnen und Hörer gemeinsam mit Dia Stück für Stück entschlüsseln.
"Darkly" ist ein spannender Jugendthriller mit vielen Twists und einer originellen Idee rund um gefährliche Spiele. Auch wenn manche Szenen im Hörbuch für mich etwas schwer greifbar waren, hat die dichte Atmosphäre dafür gesorgt, dass ich unbedingt wissen wollte, wie dieses rätselhafte Spiel ausgeht. Für alle, die Rätselgeschichten, geheimnisvolle Schauplätze und psychologische Spannung mögen, ist dieses Hörbuch auf jeden Fall eine Empfehlung.

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