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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.04.2026

Heute habe ich leider eine Rose für dich... Was für ein origineller Reihenauftakt!

The Romeo & Juliet Society, Band 1 - Rosenfluch
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Ich hatte keine Ahnung, was mich bei diesem Buch erwartet, da ich es nur auf Empfehlung erhalten und den Klappentext nicht gelesen habe. Und ich kann nur sagen: Ich bin so begeistert und habe mir direkt ...

Ich hatte keine Ahnung, was mich bei diesem Buch erwartet, da ich es nur auf Empfehlung erhalten und den Klappentext nicht gelesen habe. Und ich kann nur sagen: Ich bin so begeistert und habe mir direkt die nächsten beiden Bände schon gesichert!

Die Welt ist herrlich originell und kreativ gestaltet, die Charaktere durchweg liebevoll gezeichnet, es gibt Spannung, es gibt Liebe und auch eine Art Love Triangle, es gibt Plot Twists und viel Humor. Der Schreibstil ist locker und flüssig mit sarkastischen Dialogen, die aber nie zu viel werden oder albern wirken. Was will man mehr?! Das Buch kommt auch komplett ohne Spice aus. Und die Krönung: Die Reihe ist bereits abgeschlossen und man kann sie direkt weitersuchten. Ich kann es jedenfalls kaum erwarten, wieder in diese Welt zurückzukehren.

Große Empfehlung an alle, die Young Adult Fantasy mögen, das Buch ist ein wahres Lesevergnügen!


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Veröffentlicht am 14.04.2026

Zwischen Beklemmung, Slapstick und Hoffnung

Pause
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"Du weißt nicht, wie stark du bist, bis du stark sein musst." (Vorwort)

Dieses Buch hat mich sehr berührt, ich habe es regelrecht verschlungen. Mit Hanna konnte ich mich so gut identifizieren wie lange ...

"Du weißt nicht, wie stark du bist, bis du stark sein musst." (Vorwort)

Dieses Buch hat mich sehr berührt, ich habe es regelrecht verschlungen. Mit Hanna konnte ich mich so gut identifizieren wie lange nicht mehr mit einer Protagonistin.

Im Prinzip passiert vom äußeren Geschehen her nicht viel mehr als das, was im Klappentext schon angedeutet wird. Doch bei diesem Buch geht es auch nicht so sehr um eine spektakuläre Handlung, sondern vielmehr um das innere Erleben, das durch den unaufdringlichen, humorvollen und doch eindrücklichen Schreibstil der Autorin spürbar wird. Es ist ein leises Buch, das zum Fühlen und Nachdenken anregt. Ich habe gelacht, ich war wütend und es sind auch ein paar Tränen geflossen.

Die Familiendynamik wurde grandios und fast Slapstick-mäßig beschrieben. Hanna wollte ich abwechselnd in den Arm nehmen und kräftig durchschütteln angesichts ihrer (mangelnden) Kommunikation. Sehr gelungen fand ich, dass ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ganz leise und natürlich geschah und doch deutlich zu spüren war. Ihre traumatischen Erlebnisse werden nur angedeutet, den Rest können wir uns zusammenreimen. Trotzdem oder gerade deshalb fand ich es emotional sehr intensiv und hätte eine Content Note und Triggerwarnung mit einem Hinweis zu Beginn des Buches für sinnvoll gehalten.

Einziger Kritikpunkt von mir: Die Dialoge mit den gleichaltrigen FreundInnen erschienen mir etwas zu aufgesetzt und gewollt cool mit den vielen englischen Begriffen. Das war sicherlich auch satirisch gemeint, aber ich fand es "too much" und es hat mich teilweise ein bisschen aus dem Lesefluss gerissen.

Mein Fazit: Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, das mich emotional so abgeholt und berührt hat. Ich kann dafür nur eine große Empfehlung aussprechen, besonders an diejenigen Personen, die selbst Schicksalsschläge erlebt haben und mit den Reaktionen ihres Umfelds zu kämpfen hatten.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten!

We Who Will Die
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Für mich war dieses Buch ein Pageturner mit einer faszinierenden Welt aus Gladiatoren, Vampiren, Intrigen und interessanten Charakteren. Ich fand es durchweg spannend. Immer dann, wenn ich dachte, dass ...

Für mich war dieses Buch ein Pageturner mit einer faszinierenden Welt aus Gladiatoren, Vampiren, Intrigen und interessanten Charakteren. Ich fand es durchweg spannend. Immer dann, wenn ich dachte, dass es etwas zäh werden könnte, ist etwas Neues passiert, so dass ich das Buch verschlungen habe.

Arvelle ist eine verbitterte, starke und verzweifelte Protagonistin, die mir gut gefallen hat. Die anderen Hauptcharaktere sind zu einem großen Teil undurchsichtiger. Ich belasse es absichtlich vage, um nicht zu spoilern. In jedem Fall gehört die Interaktion von Arvelle mit den männlichen Protagonisten und potentiellen Love Interests zu den Elementen, die mir an der Story besonders gut gefallen haben (Stichwort Tension!), obwohl die Romance angenehm im Hintergrund bleibt und niemals den Plot dominiert.

Die erschaffene Welt ist mal eine erfrischend andere mit ihren Vampiren, Gladiatoren und den verschiedenen magischen (Tier-) Wesen in einem Setting, das an das alte Rom erinnert. Sie ist teilweise sehr komplex und es passiert gefühlt ständig etwas, so dass ich zwischendurch auch mal den Überblick verloren und Einzelheiten vergessen habe, was mich aber nicht weiter gestört hat. Die Komplexität lädt dazu ein, Hypothesen über Hintergründe und weitere Geschehnisse anzustellen und fleißig zu rätseln, was mir großen Spaß gemacht hat.

Besonders die Welt der Götter fand ich faszinierend und hätte gerne noch einen genaueren Einblick erhalten. Auch die magischen Wesen werden zum Teil nur erwähnt, als wüsste man bereits, was damit gemeint ist. Einige konnte ich mir dank Latein-LK einigermaßen vorstellen, andere blieben blass. Ein Glossar sowohl zu den verschiedenen Völkern, den magischen Wesen und den Göttern wäre definitiv hilfreich gewesen. Insgesamt ist ein umfassendes und nachvollziehbares Worldbuilding etwas zu kurz gekommen, aber womöglich baut es sich langsam über die Reihe hinweg auf.

Fazit: Ich kann nur eine große Empfehlung für diese kurzweilige Fantasy mit ihren spannenden Entwicklungen und interessanten Charakteren aussprechen und freue mich schon riesig auf den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Tief bewegend und so weise - ein echtes Jahreshighlight

Nicht weg und nicht da
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Wie berührend kann man schreiben?! Anne Freytag hat mich mit ihren Jugendbüchern bislang jedes Mal emotional umgehauen, auf die beste Art und Weise. Dieses Buch finde ich besonders bewegend - als Leserin, ...

Wie berührend kann man schreiben?! Anne Freytag hat mich mit ihren Jugendbüchern bislang jedes Mal emotional umgehauen, auf die beste Art und Weise. Dieses Buch finde ich besonders bewegend - als Leserin, als Freundin eines Menschen, der sich das Leben genommen hat, als chronisch Kranke, die einige Verluste zu betrauern hat, und schließlich auch als psychologische Psychotherapeutin. Ich würde so weit gehen zu behaupten, dass jeder Mensch, sofern emotional dazu in der Lage, dieses Buch lesen sollte und dass es sich außerdem als einfühlsame Hilfe bei Trauerbewältigung jeglicher Art und speziell nach einem Suizid hervorragend eignet.

Der Schreibstil ist bildhaft, poetisch anmutend und flüssig, die Kapitel angenehm kurz mit passenden Illustrationen und abwechselnd aus den Perspektiven von Luise und Jacob geschrieben. Beide Charaktere sind authentisch und liebevoll gezeichnet. Die Dynamik zwischen ihnen ist wunderschön und hat mir bei aller Schwere des Themas immer wieder das Herz erwärmt. "Melancholisch und irgendwie leicht", so beschreibt Jacob Luise und so würde ich auch das gesamte Buch beschreiben.

Es enthält so viele Weisheiten zum Leben, Sterben, zum Loslassen und Abschiednehmen, dass ich eine ganze Weile damit beschäftigt war, mir die Zitate zu notieren, die ich festhalten möchte.

Außerdem bietet es einen Einblick in die Perspektive eines jungen Menschen, der beschließt, sich das Leben zu nehmen. Es ist natürlich nur ein Beispiel und sieht bei jeder betroffenen Person anders aus, aber ich finde, dass hierdurch auch Menschen, die mit psychischen Problemen und Störungen bislang keine Berührungspunkte hatten, einen nachvollziehbaren Eindruck erhalten.

Für mich ist das Buch schon jetzt definitiv ein Jahreshighlight und ich kann es nur wärmstens empfehlen, wenn man bereit ist, sich auf eine emotionale, traurig-schöne Reise einzulassen. Oder wie die Autorin in ihrer Widmung schreibt: "Dieser Roman ist für alle, die einen Weg aus der Dunkelheit suchen. Und für die, die ihnen entgegengehen."

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Hatten wir nicht alle schon mal einen Nils? - Von der Kunst, ein ernstes Thema in einer RomCom aufzuarbeiten

Fake Dates and Fireworks
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Wow! Ich muss sagen, dieses Buch wurde mir vielfach empfohlen, aber da mich die Leseprobe nicht umgehauen hatte, habe ich eine Weile gebraucht, bis ich es mir vorgenommen habe.. Und ganz ehrlich?! Das ...

Wow! Ich muss sagen, dieses Buch wurde mir vielfach empfohlen, aber da mich die Leseprobe nicht umgehauen hatte, habe ich eine Weile gebraucht, bis ich es mir vorgenommen habe.. Und ganz ehrlich?! Das Buch hat mich in vielerlei Hinsicht so positiv überrascht!

Es behandelt auf unnachahmliche Weise ein verbreitetes und vielen kaum bewusstes Bindungsphänomen und kommt dabei noch locker und witzig daher. Ich hatte nicht erwartet dass es so emotional und weise wird. Ich möchte nicht spoilern, deshalb halte ich es extra vage.

Ich kann nur sagen, dass mich das Buch wirklich abgeholt hat und dass es sich lohnt weiterzulesen, auch wenn man am Anfang das Gefühl hat, man wüsste, was für eine Art von Story das ist. So viel sei verraten: Sie ist nicht seicht!

Einige Leser*innen haben Beccas Verhalten als anstrengend und nicht nachvollziehbar empfunden. Ich kann auch aus psychotherapeutischer Sicht nur sagen, dass es sehr authentisch und realistisch dargestellt wurde. Natürlich wird in einer RomCom vieles überspitzt, das Problem der Protagonistin zählt meiner Meinung nach hier jedoch nicht dazu. Auch viele der anderen Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich bewundere die Autorin für ihre Fähigkeit, ein solch gewichtiges Thema in einer angenehmen und sprachlich extrem witzigen Art und Weise zu erzählen.

Große Empfehlung an alle Fans von RomComs mit emotionaler Tiefe und besonders an diejenigen, die selbst schon einmal unter einem Ungleichgewicht in einer Beziehung gelitten haben!

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