Keine Rezension - ein Zwischenbericht
Golden Bay − How it feelsIch habe das Buch beendet, und dennoch habe ich das Gefühl, kein ganzes Buch gelesen zu haben. Ja ich weiß, der Verlagstrend aktuell ist (mal wieder), eine Geschichte über drei Bände zu strecken und in ...
Ich habe das Buch beendet, und dennoch habe ich das Gefühl, kein ganzes Buch gelesen zu haben. Ja ich weiß, der Verlagstrend aktuell ist (mal wieder), eine Geschichte über drei Bände zu strecken und in manchen Fällen klappt das richtig gut. Hier... nicht.
So viel Gutes habe ich über dieses Buch gehört, von Plottwists, von fiesen Cliffhangern, von großen Emotionen... Davon kam bei mir nicht viel an, ich fand es eher langweilig.
Dieses Buch fühlt sich für mich an, wie ein sehr, sehr langes 1. Kapitel, an dessen Ende ich noch nicht ganz verstanden habe, was den Hype darum ausmacht.
Meine Kritik bezieht sich auf 4 Punkte:
1. Die großen Emotionen - die für mein Empfinden ausblieben. Ja, Ember hat Schlimmes erlebt und ja, ich verstehe, warum es sie nervt, dass Holden so penetrant wieder Teil ihres Lebens sein will. Was ich nicht verstehe ist, woher die körperliche Anziehung zwischen ihnen kommt, die taucht für mich immer völlig unvermittelt auf. Und warum muss sie mit ihm rummachen, anstatt ihn einfach zur Rede zu stellen?
2. Der für mich vorhersehbare Plottwist - ich habe schon sehr bald geahnt, was Embers Familie widerfahren ist und ich denke, wer schon einige emotionale Romances gelesen hat, wird diesen Plottwist auch schon irgendwo gelesen haben.
3. Das völlig unvermittelte Ende: Ich blättere um, will wissen, ob Holden ENDLICH mit der Sprache rausrückt, und dann standen da die Triggerwarnungen?!
4. Der Cliffhanger ist für mich keiner, Holdens letzter Satz fast im Grunde nur die letzten 400 Seiten zusammen.
Band 2 lese ich vor allem, weil er schon hier liegt. Wenn ich die Bücher nicht zusammen gekauft hätte, weiß ich nicht, ob ich Band 2 lesen würde, weil... Nun ja, weil mir das "erste Kapitel" zu lang war.
Um noch was Gutes zu sagen: Ich liebe das Setting, ich liebe jeden Satz über Beck&Shae (können wir hier ein ganzes Buch haben bitte?), und dass Bianca Iosivoni einfach richtig toll formulieren kann, ist kein Geheimnis!
PS: Die Schrift im Buch ist ziemlich klein, und leider löst sich die goldene Schrift vom Einband, das ist schade!