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Veröffentlicht am 30.06.2024

Keine Rezension - ein Zwischenbericht

Golden Bay − How it feels
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Ich habe das Buch beendet, und dennoch habe ich das Gefühl, kein ganzes Buch gelesen zu haben. Ja ich weiß, der Verlagstrend aktuell ist (mal wieder), eine Geschichte über drei Bände zu strecken und in ...

Ich habe das Buch beendet, und dennoch habe ich das Gefühl, kein ganzes Buch gelesen zu haben. Ja ich weiß, der Verlagstrend aktuell ist (mal wieder), eine Geschichte über drei Bände zu strecken und in manchen Fällen klappt das richtig gut. Hier... nicht.

So viel Gutes habe ich über dieses Buch gehört, von Plottwists, von fiesen Cliffhangern, von großen Emotionen... Davon kam bei mir nicht viel an, ich fand es eher langweilig.
Dieses Buch fühlt sich für mich an, wie ein sehr, sehr langes 1. Kapitel, an dessen Ende ich noch nicht ganz verstanden habe, was den Hype darum ausmacht.

Meine Kritik bezieht sich auf 4 Punkte:

1. Die großen Emotionen - die für mein Empfinden ausblieben. Ja, Ember hat Schlimmes erlebt und ja, ich verstehe, warum es sie nervt, dass Holden so penetrant wieder Teil ihres Lebens sein will. Was ich nicht verstehe ist, woher die körperliche Anziehung zwischen ihnen kommt, die taucht für mich immer völlig unvermittelt auf. Und warum muss sie mit ihm rummachen, anstatt ihn einfach zur Rede zu stellen?
2. Der für mich vorhersehbare Plottwist - ich habe schon sehr bald geahnt, was Embers Familie widerfahren ist und ich denke, wer schon einige emotionale Romances gelesen hat, wird diesen Plottwist auch schon irgendwo gelesen haben.
3. Das völlig unvermittelte Ende: Ich blättere um, will wissen, ob Holden ENDLICH mit der Sprache rausrückt, und dann standen da die Triggerwarnungen?!
4. Der Cliffhanger ist für mich keiner, Holdens letzter Satz fast im Grunde nur die letzten 400 Seiten zusammen.

Band 2 lese ich vor allem, weil er schon hier liegt. Wenn ich die Bücher nicht zusammen gekauft hätte, weiß ich nicht, ob ich Band 2 lesen würde, weil... Nun ja, weil mir das "erste Kapitel" zu lang war.

Um noch was Gutes zu sagen: Ich liebe das Setting, ich liebe jeden Satz über Beck&Shae (können wir hier ein ganzes Buch haben bitte?), und dass Bianca Iosivoni einfach richtig toll formulieren kann, ist kein Geheimnis!

PS: Die Schrift im Buch ist ziemlich klein, und leider löst sich die goldene Schrift vom Einband, das ist schade!

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Schade

Whitestone Hospital - Colliding Hearts
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Schade. Ich hatte mich sehr auf den lang ersehnten Abschlussband der Reihe gefreut. Umso größer ist die enttäuschte Leere, die er hinterlässt, gepaart mit der Erkenntnis, dass 4 gute Vorgängerbände offenbar ...

Schade. Ich hatte mich sehr auf den lang ersehnten Abschlussband der Reihe gefreut. Umso größer ist die enttäuschte Leere, die er hinterlässt, gepaart mit der Erkenntnis, dass 4 gute Vorgängerbände offenbar keine Garantie für gutes Schreibhandwerk sind. Denn genau an diesem mangelt es dem Buch, so dass man sich unweigerlich fragt, ob der Verlag schon am Lektorat gespart hat, wo doch die Autorin längst bei einem anderen unter Vertrag steht und über diesen auch bereits veröffentlicht hat.
Zu den Schwächen des Buches: Die Anziehung zwischen den Hauptfiguren ist einfach da, als Leserin ist nicht nachvollziehbar, wo diese herkommt, wie sie gewachsen ist, worauf sie baut. Schon der Prolog ist absolut nichtssagend, soll aber wohl ganz viel sagen. Ehrlich, den hätte man ersatzlos streichen können.
Dramaturgisch fragwürdig erscheint mir auch die Auflösung des die Reihe durchziehenden und verbindenden Handlungsstrangs um Lauras Stalker in der Mitte des Buches. Die Reihe ist damit eigentlich auserzählt, das Finale war eines Finales sicher würdig, nur halt an der völlig falschen Stelle. Der erste Teil des Buches liest sich daher wie die zweite Hälfte eines Romans, dessen erste Hälfte man verpasst hat.
Der zweite Teil muss natürlich trotzdem gefüllt werden, fühlt sich allerdings an wie eine ungelenke Ansammlung von krampfhaft recherchierten, sehr langatmigen Szenen eines ÄrztInnen-/PatientInnen-Alltags, die dann in unnötigem und dadurch fast dilletantisch wirkendem Detailreichtum aneinandergereiht werden. Die Dialoge wirken künstlich. Das Ende ist vorhersehbar.
Wirklich Spannung kam nur in der Mitte des Buches auf, darum hätte diese wie gesagt ein gutes Ende abgegeben.
Schade, dass man von einigen liebgewonnenen Figuren gar nichts mehr liest (Wo ist Jane?? Mitch?).
Danke an @netgalley für das Rezensionsexemplar!

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Erfordert Vorwissen aus vorhergehender Reihe

Purple Clouds - Honeymoon
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Einmal mehr in der aktuellen Buchwelt geht es in dieser „neuen“ Reihe um Figuren aus einer bereits erschienenen. Dadurch hat man das Gefühl, man müsste die Figuren schon kennen, tut es aber nicht. Man ...

Einmal mehr in der aktuellen Buchwelt geht es in dieser „neuen“ Reihe um Figuren aus einer bereits erschienenen. Dadurch hat man das Gefühl, man müsste die Figuren schon kennen, tut es aber nicht. Man erfährt viel über ihr Inneres, aber paradoxerweise nichts über ihre Oberfläche. Was ist das für ein Hotel, in dem Emory arbeitet? Warum ist Ellis Debbies beste Freundin, obwohl sie kaum in Erscheinung tritt? Warum wird nicht thematisiert, wie unmöglich sich Riley benimmt? Vor allem die Nebenfiguren bleiben dadurch blass. (Und ja, ich habe die besagte andere Reihe erst kürzlich gelesen und gemocht!)
Der Schreibstil hat mich leider nicht abgeholt, einige Vergleiche und Bilder sind inhaltlich nicht schlüssig oder gar falsch (Stichwort „Dirigentin“).
Das Buch enthält unnötig viele Anglizismen (Was zur Hölle bedeutet „messy“ in Bezug auf eine Beziehung?!).

Was mich fast am meisten gestört hat: Das Buch liest sich wie der Knigge des 21. Jahrhunderts.
Stelle dich nicht nur mit deinem Namen, sondern auch mit deinen Pronomen vor, um zu suggerieren, dass du akzeptierst, wenn dein Gegenüber nicht die Pronomen verwendet, die du automatisch für es wählen würdest.
Trink deinen Kaffee nur mit Hafermilch, irgendwann schmeckt es auch dir besser als mit Kuhmilch.
Bring immer vegane Cupcakes mit (und am besten auch glutenfrei).
Schau bitte nicht "Blind Side" weil es da um White Savior geht und man nicht unterstützen sollte, dass es in Filmen „dauernd“ darum geht, wie weiße Menschen nicht-weiße Menschen retten.
Erwähne möglichst häufig, dass Jungs selbstverständlich Nagellack tragen können. (Find ich sogar cool, wird nur uncool, wenn ständig darauf herumgeritten wird.)
Wenn du ein Mann bist und du erklärst einer Freundin etwas, entschuldige dich anschließend für eventuelles Mansplaining.
Stichwort Halloweenkostüm: Verkleide dich nicht als Hip Hopper, denn das ist genauso abwertend, wie wenn du dich als Angehörige einer bestimmten Ethnie verkleidest. (Frage: Hab’s nicht vor, aber wäre es denn okay, wenn ich mich als ein bestimmter Hip Hopper verkleide?)
Lange Rede, kurzer Sinn: All das ist wichtig und richtig. Aber beim Lesen ständig das Gefühl haben, belehrt zu werden, dass selbst die alltäglichsten Dinge nicht „richtig“ sind, fühlt sich extrem abwertend an. Der Film „Blind Side“ gefällt dir? Puh, moralisch fragwürdig. Hafercappucino schmeckt für dich wie Müsli im Kaffee? Stell dich nicht so an. Du nennst nicht jedem deine Pronomen? Da steckt aber jemand im letzten Jahrhundert fest.
Wäre die Zahl der Botschaften und Belehrungen in diesem Buch um die Hälfte reduziert und weniger militant vorgetragen worden, würden sie zum Nachdenken anregen. Weniger ist mehr hätte hier gelten sollen. Aber so bin ich einfach nur erschöpft.
Ironischerweise stehen die Hauptfiguren, besonders Debbie, im krassen Widerspruch zum moralischen Perfektionismus, den sie ständig predigen.
Sie liest die Nachrichten einer Kollegin, als die gerade auf dem Klo ist. Nur weil der Name ihres Mannes auf dem Display aufgetaucht ist?
Sie ist sauer, weil er hinter ihrem Rücken mit seiner Ex-Freundin schreibt. Ganz abgesehen davon, dass sie den Chat gelesen und mit ein bisschen gesunden Menschenverstand auch richtig hätte interpretieren können, ist das grundsätzlich nicht schlimm. Mir schien es so, als wäre hier irgendein künstliches Konfliktpotential gesucht worden.
Und zu guter Letzt, ein kurzes Feedback zur Namensgebung: Den Spitznamen "Deb" finde ich im Deutschen eher ungünstig gewählt...
Danke an netgalley.de für das Rezensionsexemplar!

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Veröffentlicht am 18.12.2024

Nur was für Fans

Magical Winter Nights
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Da die Weihnachtszeit bei mir sehr stressig ist und ich kaum dazu komme, ganze Bücher zu lesen, hatte ich die Hoffnung, mir wenigstens durch ein paar weihnachtliche Kurzgeschichten ein weihnachtliches ...

Da die Weihnachtszeit bei mir sehr stressig ist und ich kaum dazu komme, ganze Bücher zu lesen, hatte ich die Hoffnung, mir wenigstens durch ein paar weihnachtliche Kurzgeschichten ein weihnachtliches Lesevergnügen zu verschaffen. Als Anfängerin in diesem Genre habe ich mir dieses Buch ausgesucht, weil es nur fünf Geschichten enthielt.
Leider bin ich enttäuscht worden.
Die Geschichten, von bekannten und erfolgreichen deutschen Autorinnen, lesen sich zwar schnell und zeichnen sich alle durch einen angenehmen Schreibstil aus, allerdings wirken sie alle eher wie Bonuskapitel zu bereits erschienenen Buchreihen. Wenn man die nicht gelesen hat – keine Chance.
Die Geschichte von Kyra Groh mochte ich noch am liebsten, weil ich die Sweet-Lemon-Agency-Reihe sehr schätze, allerdings scheint mir die Handlung am wenigsten geeignet für LeserInnen, die die Reihe nicht kennen. Zu viele Perspektiven (7!), die für Nicht-Insider nur unlogisch sind.
Die letzte Geschichte zerstört jegliche cozy Stimmung. Ich verstehe nicht, wie man etwas derart ungemütliches und unnötig grausames an das Ende einer Anthologie von Weihnachts-/Wintergeschichten stellen kann.
Fazit: Ich muss mich wohl anderweitig nach Kurzgeschichten umsehen, denn an sich fand ich den Umfang sehr angenehm zu lesen.

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Veröffentlicht am 29.04.2025

Enttäuschender Hype

Mile High
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Es war einmal ein kleiner Klischeezug, der war vollgepackt mit einem "sündhaft sexy" und "sagenhaft anziehenden" Sportler, seinem Pseudo-Bad-Boy-Image und natürlich seinem Felsen, Pardon, seinem Gemächt. ...

Es war einmal ein kleiner Klischeezug, der war vollgepackt mit einem "sündhaft sexy" und "sagenhaft anziehenden" Sportler, seinem Pseudo-Bad-Boy-Image und natürlich seinem Felsen, Pardon, seinem Gemächt. Eines Tages wurde dieser Klischeezug in ein Flugzeug gesetzt. Da traf er auf die kurvenreiche Flugbegleiterin Stevie, die Hunde liebt und sich auf gar keinen Fall auf einen Klischeezug, äh Pardon, einen Sportler einlassen darf (aus beruflichen Gründen) und möchte (aus privaten Gründen), und es dann doch tut, denn der Sportler ist wirklich sehr perfekt und tätowiert und außerdem macht er sie im Bett völlig fertig. Ihre Worte. Mehrmals. Es gibt nämlich keine andere Formulierungsmöglichkeit, um die körperlichen Fähigkeiten des Klischeezugs auszudrücken, darum wird einfach immer dieselbe verwendet. Wie praktisch.
Jedenfalls rast der Klischeezug dann an allerhand klischeehaften Plottwists vorbei, die jeder voraussagen konnte, der schon mal eine Sport-Romance gelesen hat, in der jemand ehrenamtlich im Tierheim arbeitet. Den obligatorischen, presserummelbedingten Third-Act-Breakup hab ich überblättert, bis dahin, wo das Tierheim gerettet wird.
Die Protagonisten:
Also da kann jemand hinter seinem Bad-Boy-Image noch so einen weichen Kern haben. Wenn ich in einer dunklen, verlassenen Gasse stehe und sage „Nein“ oder „Niemals“, und er drückt mich doch an die Wand der Backsteinmauer, dann hol ich das Pfefferspray raus. Übrigens auch, wenn ein Mann konsequent meine Lieblingsjogginghose kritisiert. Oder wenn er mich bedrängt, obwohl ich ihm gesagt habe, dass ich meinen Job verlieren kann, wenn ich mit ihm zusammen gesehen werde.
Und finally: Er bezeichnet sein Gemächt selbst als FELSEN. Girl, lauf.
Und das Girl? Sie hat Kurven. Alternativ hat sie auch einen kurvenreichen Körper. Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung von ihrer Persönlichkeit, denn selbst, wenn es mal für zwei Sätze darum ging, kommen beide ständig auf kurvige Äußerlichkeiten zurück. Ja, sie auch. Es gibt wirklich nur ein Körperteil, das Stevie häufiger beschreibt als seinen Felsen, und das ist ihr eigener Hintern (kurvig!). Zu ihrer Verteidigung: Er beschreibt seine eigene Ausstattung auch mit großer Hingabe.

Das Genre: Sport-Romance.
Die Anzahl an Seiten, auf denen es tatsächlich um Sport geht (welcher war's eigentlich?), ist maximal einstellig. Ansonsten gehts um: Sein Image, seine Freunde, sein Gemächt und um ein Flugzeug voller strippender Sportler (welcher Sportart noch gleich? Egal, sie haben gute Körper). Ach, und um ihre Kurven.
Die Botschaft:
Stevie leidet sehr unter dummen Sprüchen bezüglich ihres Äußeren. Dieses wird übrigens als „kurvenreich“ beschrieben, falls ich das noch nicht erwähnt hatte. Auch ihr Ex-Freund hat sie immer ziemlich mies behandelt. Als sie ihm begegnet, wird sie natürlich von Zanders gerettet. Und jetzt endlich sind „die Rollen getauscht“, der Ex schüchtert sie nicht mehr ein, "dank des sündhaft sexy Manns", der hinter ihr steht.
Und zu guter Letzt: Es wäre echt schön, wenn die Grammatik-, Syntax-, Logik- und Rechtschreibfehler in den folgenden Auflagen behoben werden würden... Wobei... Ich habe Auflage 7 hier liegen!

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