Die Veganerin und der Vampir
In den Farben der FinsternisInhalt:
Milena hat ein furchtbares Trauma, dass sie nie richtig verarbeitet hat. Deswegen bleibt sie sehr für sich, in ihrer Wohnung und hat sich einen Namen mit ihren „dusteren“ Zeichnungen und Illustrationen ...
Inhalt:
Milena hat ein furchtbares Trauma, dass sie nie richtig verarbeitet hat. Deswegen bleibt sie sehr für sich, in ihrer Wohnung und hat sich einen Namen mit ihren „dusteren“ Zeichnungen und Illustrationen gemacht.
Dann kommt ein Anruf und alles gipfelt darin, dass sie mit einem fremden jungen Mann, Rico, der ein sehr dunkle Ausstrahlung hat, in einem steckengebliebenen Aufzug landet.
Nicht nur ihre Ängste kommen hoch. Es gibt da ein kleines Problem mit ihrem „Mitgefangenen. Denn Rico ist ein Vampir.
Meine Meinung:
Die Veganerin und der Vampir
Ich warne vor, ich als absoluter Vampirfan bin hier einfach nur happy beim Lesen gewesen und habe Spaß, weil noch einige Teile folgen!
Die Begeisterung fängt hier schon beim Äußeren an. Der Titel und das gesamte Äußere, inklusive des roten Farbschnitts passen einfach nur perfekt zusammen, vermitteln gleich mal die Richtung, in die das Ganze geht. Und ganz wichtig: Hier geht’s nicht weichgespült romantisch zu und nein, es glitzert auch keiner Reißzähne!
Milena ist eine arme Maus, so würde ich sie bezeichnen und man nimmt ihr das auch voll ab und ich habe vollstes Verständnis, dass sie sich ein Ventil über ihre Kunst gesucht hat. Und wenn ihr Euch bei Steffi Frei mal umseht, so begegnet Euch genau das, Milenas Kunstwerke. Das finde ich super, dass man physisch quasi etwas der Hauptfigur vor Augen hat, was ihr hilft, ihren Alltag oder schlechte Phasen zu überstehen.
Auch die Ängste der Schwester kann man schon nachvollziehen, ich wäre vielleicht nicht ganz so eine Glucke, aber wie gesagt, annähernd verstehen kann man es, dass sie ihre Schwester am liebsten 24/7 bewachen möchte.
Und dann Rico…. Das ist die einzige Figur wo ich sage, den hätte ich mir bildlich anders vorgestellt, aber man gewöhnt sich ja an vieles! So auch hier. Wie man den nicht mögen kann, möchte ich mal wissen! Und Milena geht’s ja auch so…. Rico gibt das A***hloch, aber ist er das auch wirklich?
Dazu die Story, wie sie mächtig an Fahrt aufnimmt, nicht sehr zartbesaitet und als krasser Gegensatz eben Veganerin und Vampir. Ja, ich habe auch mal echt lachen müssen. Und ich mochte diese Mixtur, auch die ganz alltäglichen Sorgen eines Vampirs, fand ich einfach klasse und hatte ganz ganz viel Lesespaß.
Der Stil der Autorin ist sehr gut lesbar, die Zeilen fliegen so dahin, die Kapitellänge ist gut gewählt und eben auch immer der Wechsel zwischen den Perspektiven, einmal Milena, einmal Rico, da muss man einfach weiterlesen!
Das Ende, was keins ist, hat mich fertig gemacht. Wenn das kein astreiner Cliffhanger ist, weiß ichs auch nicht! Ganz böse von der Autorin, aber dass ich weiterlese, war ja eh klar! Deswegen freu ich mich jetzt, dass es bald weitergeht und kann auch nur sagen: LESEN!
Fazit:
Wie gesagt, Veganerin und Vampir… Aber kein Glitzer! Böse Vampire, die um ihre Vormacht kämpfen, keine Skrupel kennen und mittendrin die traumatisierte Milena, das ist ein aufregender Ritt, den man eigentlich ungern aus der Hand legt, wenn man Vampire liebt und eine etwas morbide Form von Humor so ein kleines bisschen vertragen kann. Ich würde es uneingeschränkt empfehlen!