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Veröffentlicht am 03.04.2026

Aufwachsen im goldenen Käfig

Trag das Feuer weiter
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In diesem Roman wird die Familiengeschichte der Protagonistin erzählt.

In einem armen Land wächst sie zusammen mit ihrer Schwester nicht nur in einer privilegierten Familie auf sondern auch in einer Art ...

In diesem Roman wird die Familiengeschichte der Protagonistin erzählt.

In einem armen Land wächst sie zusammen mit ihrer Schwester nicht nur in einer privilegierten Familie auf sondern auch in einer Art goldenen Käfig. Die Armut der anderen Menschen und ihre Sorgen und Nöte bekommt sie wenn überhaupt nur am Rande mit. Sie wächst wohl behütet auf. Besucht eine der besten Schulen. Wird dadurch auch mit westlichen Werten sozialisiert.

Durch ihre Orientierung ist sie gezwungen sich zu verstellen. Was teils groteske Züge annimmt und sie charakterlich für mich eher unsympathisch macht. Sie stellt sich extrem fordernd und aneignend da. Zudem in vielen Fällen auch sehr über griffig.

Mit ihrem Verhalten als Kind und Jugendliche hatte ich teils erhebliche Problem. Aber Rückblickend kann man dies schlicht und einfach damit erklären, dass die Eltern beide ihrer Erziehungsarbeit nicht wirklich nachgekommen sind.

Das eigentliche Ziel die Familiengeschichte respektive die Figur ihres Vaters schärfer zu zeichnen, mehr über ihn zu erfahren, wird verfehlt. Grund hierfür ist der Vater selbst, der seine eigene Vergangenheit verleugnet und abgestreift hat. Das wenige was man über ihn erfährt ist jedoch bemerkenswert. Zum einen scheint er aus sehr ärmlichen Verhältnissen zu stammen. Hat sich bis ganz nach oben in einer Bank gearbeitet und dafür den Kontakt zu seiner Familie rigoros abgebrochen. Auch integer, weitblickend und Zukunftsgewand war er.

Durch all diese Privilegien hatte die beiden Schwestern die Möglichkeit ihre Zukunft in Europa zu finden und sich dort zu integrieren. Gerade noch rechtzeitig genug bevor ihr eigentliches Heimatland kollabierte und ihre Familie in Ungnade fiel.

Fazit: Ein wirklich interessanter Roman, der es dem Leser ermöglicht in einen anderen Kulturkreis einzutauchen und einer Familiengeschichte nachzuspüren. Auch wenn die Protagonistin eher unsympathisch ist, ist der Roman absolut lesenswert.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Perspektivwechsel

Gelbe Monster
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In den meisten Romanen, die das Thema häusliche Gewalt behandeln, sind die Täter männlich besetzt. Dieser Roman bricht mit diesem Klischee und berichtet aus der Sicht eines Täters aber aus der weibliches ...

In den meisten Romanen, die das Thema häusliche Gewalt behandeln, sind die Täter männlich besetzt. Dieser Roman bricht mit diesem Klischee und berichtet aus der Sicht eines Täters aber aus der weibliches Perspektive herhaus.

Auffällig ist das die Protagonistin nicht nur eine vollkommen verzehrte Selbstwahrnehmung hat sondern grundsätzlich uneinsichtig in Bezug auf ihre Probleme ist. Sie nimmt wahr das alle sehr vorsichtig sind in ihrer Umgebung sind. Nur ist es nicht Vorsicht sondern schlicht und einfach Angst.

Die Protagonistin hält sich selbst für hässlich, dumm und überhaupt nicht attraktiv. Die Wahrheit ist sie ist hochintelligent, studiert Mathematik. Ist nicht nur hübsch und attraktiv sondern in der Kindheit auch traumatisiert worden, durch die Misshandlung eines Elternteil.

Nein dies soll stellt keine Entschuldigung oder Rechtfertigung für ihr Verhalten anderer Menschen gegenüber dar, vervollständigt aber das Bild von ihr.

Durch diese Vorgeschichte hat sie eine extrem kurze Zündschnur. Sie findet für jede ihrer Übergriffe eine Rechtfertigung. Vom Unrecht das sie begeht, dass sie Unrecht tut, dass sie ihre Mitmenschen, Freunde, Freund tyrannisiert, sie manipuliert, sie unterwirft, den Eigenen Willen und ihre Freiräume nicht akzeptiert nimmt sie nicht wahr.

Alles dreht sich um sie. Selbst ein Antiaggressionstraining und Therapie macht sie nur weil ihre längste Freundin ihr die Pistole auf die Brust setzt.

Im Rahmen dieses Training muss sie sich sich selbst stellen, ihren gewalttätigen Ausbruch nicht nur stellen sondern aufarbeiten. Als Leser ist man dabei an ihrer Seite. Ich persönlich wurde immer wütender auf die Protagonistin, da sie ihre Probleme immer bagatellisierte und herunterspielte. Immer aber auch wirklich immer fand sie eine Rechtfertigung, immer haben alle anderen Schuld nur sie nicht.

Das Cover ist einfach ein richtiger Blickfang und passt perfekt zum Buch.

Fazit: Ein wirklich gelungener Roman der sich mit häuslicher Gewalt beschäftigt, die von Frauen ausgeht. Dabei wird explizit dargestellt wie schnell eine Situation eskalieren kann und wie eingeschüchtert das Umfeld der Täterin ist. Lesenswerter Roman

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Veröffentlicht am 23.07.2025

Wie weit darf Freundschaft gehen?

Before we were innocent
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Drei Freundinnen und ein Sommer, der alles verändert wird, steht im Mittelpunkt dieses Romans.

In zwei Handlungssträngen wird die Geschichte von Ev, Jonni und Bess erzählt. Wobei hier Bess die erzählende ...

Drei Freundinnen und ein Sommer, der alles verändert wird, steht im Mittelpunkt dieses Romans.

In zwei Handlungssträngen wird die Geschichte von Ev, Jonni und Bess erzählt. Wobei hier Bess die erzählende Person ist. Recht schnell fällt auf, dass der Erzähler in diesem Fall Bess alles andere als ein zuverlässiger Erzähler ist. Halbwahrheit reiht sich an Halbwahrheit. Wie so oft steht die Wahrheit zwischen den Zeilen.

Doch erst einmal zu den Figuren. Ev ist die Tochter aus gutem Haus, von allen respektiert und gemocht. Ev ist es auch, die einen letzten gemeinsamen Sommer auf dem Anwesen ihrer Eltern mit ihren Freundinnen in Griechenland machen möchte. Denn dieser Sommer ist der letzte gemeinsame bevor alle ihre eigenen Wege und in eine neue Zukunft starten werden.
Doch was die drei nicht bedacht haben, ist der Lagerkoller, der unweigerlich kommt, wenn man mit wenigen Personen auf engen Raum haust. Und so dauert es gar nicht lange bis die drei sich aneinander aufreiben.
Bess lebt dank der Anstellung ihrer Eltern in einer gesicherten Wohnanlage. Und hat bei weiten nicht die finanziellen Mittel wie ihre Freundinnen. Nach ihrem Abschluss steht ihr der Weg offen. Doch nach den Ereignissen auf Griechenland und alles was folgte hatte sie sich abgekapselt von der Welt und arbeitet für eine Datingseite. Ihre Aufgabe ist ganz simple Anhand der Chatverläufe Personen, verwarnen, blockieren oder entfernen.
Jonni, die Dritte im Bunde, hat damit zu kämpfen, das der Vater ihre Familie verlassen hat. Auch für sie ist dieser Sommer der letzte gemeinsame. Doch anders als Bess geht sie in die Offensive nach den schrecklichen Ereignissen. Arbeitet als Coach und verdient so ihr Geld.

Doch nun nach all den Jahren ohne Kontakt zu einander stellt Jonni plötzlich und unerwartet den Kontakt zu Bess wieder her. Und ab da überschlagen sich nicht nur die Ereignisse sondern auch die Vergangenheit wird wieder aufgewärmt.

Als Leser taucht man nicht nur in die Welt der handelnden Personen ein, nein durch die zwei Handlungsstränge Gegenwart und Vergangenheit, wird einen scheibchenweise das offenbart was wirklich geschah. Erst gegen Ende des Romans steht fest was wirklich geschah.
Beim zweiten Handlungsstrang läuft es ähnlich. Jedoch bleibt hier das Ende offen. Und das finde ich recht schade. Ja so bleibt viel Raum für Spekulationen, aber rund wird die Geschichte leider nicht.

Das Cover passt sehr gut zum Roman und zeigt die Unbekümmertheit der Jugend der drei Freundinnen, bevor das Drama seinen Lauf nimmt.

Fazit: Ein wirklich spannender Roman, der sich zwar etwas zieht, aber sehr interessant ist. Wer sich an einen unzuverlässigen Erzähler nicht stört wird hier seine Freude dran haben.

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Herzenswärme

Die Bibliothek der geborgten Herzen
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Ich habe es wirklich genossen, diesen Roman zu lesen. Nicht nur der Themen, wie Alleinerziehende, gescheiterte Liebesbeziehung sondern auch Mütter, die scheitern, aber auch Mütter die sich trotz allem ...

Ich habe es wirklich genossen, diesen Roman zu lesen. Nicht nur der Themen, wie Alleinerziehende, gescheiterte Liebesbeziehung sondern auch Mütter, die scheitern, aber auch Mütter die sich trotz allem durchbeißen und es schaffen. Oder aber wie ein Eigenbrötler zum Fels in der Brandung für eine kleine Familie wird.

Aber nun erst mal der Reihe nach. Cloe die all ihre Zukunftspläne fallen lässt um sich um ihr kleineren Geschwister zu kümmern, weil die Mutter mit allen überfordert ist und vor der Verantwortung flieht. Dies allein ist schon ein ziemlich starkes Thema. Zumal Cloe versuch mit all den Problemen alleine klarzukommen. Damit ihr Geschwister versorgt sind verzichtet sie auf ihr eigenes Leben. Und doch reicht es nicht aus. Und genau da kommt Jasper der alte Griesgram ins Spiel und seine alte große Liebe. Diese wird plötzlich wieder ans Tageslicht gespült in Form eines alten Buches mit Anmerkung.

Cloe schafft es doch tatsächlich Jasper mit ihrer Hartnäckigkeit aus seinem Schneckenhaus zu zotteln, was nebenbei angemerkt alles andere als leicht ist. Da er sich regelrecht hinter seinem blühenden Garten verschanzt und einer verflossenen Liebesgeschichte hinterher trauert und das seit 60 Jahren. Doch eins muss man sagen Jasper hat das Herz am rechten Fleck. Bei ihm trifft der Satz raue Schale weicher Kern richtig zu. Wer weis was ohne ihn aus Cloes Geschwister geworden wäre, wenn er nicht so beherzt eingegriffen hätte. Er ist ein Romantiker wie es im Buche steht, auch wenn er sich die letzten Jahrzehnte der Gesellschaft anderer entzogen hat.

Besonders die überraschenden Wendungen dieser Geschichte haben mir gefallen.

Aber eine Person darf man hier ganz gewiss nicht vergessen. Cathrine, die die ganze Geschichte vor gut 60 Jahren überhaupt erst in Gang brachte. Sie war als junge Frau schon besonders. Und ihre Beziehung zu Jasper stürmisch und heiß. Was aus ihr aber geworden ist, ist klasse. Ja sie hat es nicht einfach gehabt. Sie hat sich in einer von Männern dominierten Welt behauptet und ist eine taffe Frau geworden.

Das Cover passt perfekt zum Roman.

Fazit: Ein toller Roman, den ich jeden nur wärmstens ans Herz legen kann. Nein es ist nicht nur eine Romanze sonder so viel mehr. Lasst euch von Cloe und Jasper an die Hand nehmen und euch ihre Geschichte erzählen.

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Veröffentlicht am 13.03.2025

nichts für sensible Menschen

Academy of Lies (Band 1) - Anatomie einer Verschwörung
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Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen, so packend und rasant ist dieser Roman geschrieben.

Durch das Setting Eliteakademie für Medizin hat es mich an den Roman Anatomie erinnert. Aber gerade deshalb ...

Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen, so packend und rasant ist dieser Roman geschrieben.

Durch das Setting Eliteakademie für Medizin hat es mich an den Roman Anatomie erinnert. Aber gerade deshalb fand ich diesen Roman spannend.
Die Kombination aus Eliteakademie, ein ominöser Zirkel, Morde und das die Protagonisten durch ihr geschwächtes Herz beeinträchtigt ist, wird nicht nur die Story getragen sondern baut sich auch die Spannung auf.

Besonders interessant fand ich das die Akademie auf den Ruinen einen altes Klosters erbaut wurde, das brachte noch mal einen gewissen Hauch von Geheimnis in diese Story. Und von Geheimnissen wimmelt es hier quasi. Wie brutal und rücksichtslos dieser Zirkel vorgeht, wird auch gleich zu Beginn der Geschichte deutlich. Wie der Rektor erschossen wird. Kurz darauf eine Studentin. Und damit ist auch schon der Grundstein für diesen Thriller gelegt. Denn dieser Zirkel will unter allem Umständen geheim bleiben und unbemerkt von der Welt handeln.

Quinn die Protagonistin lebt seit ihrer Kindheit mit einem Spenderherz, das nun langsam anfängt zu versagen. Den Tod immer vor Augen, hat sie diesen zwar akzeptiert, will aber auch leben. Zugegeben ihr Charakter ist alles andere als einfach, nicht zu letzt, weil sie wirklich jeden von sich stößt, keine Freundschaften schließt und sich am liebsten in der Villa ihres Opas verkriecht. In gewisser Weise mag es auch eine Art Selbstschutz sein. Und dennoch oder gerade unter diesen Bedingungen stellt sie sich der Herausforderung einen harten Medizinstudiums. Bei den Recherchen rund um die Todesfälle wächst sie über sich hinaus und findet doch heraus dass sie mehr am Leben hängt als sie dachte.

Das Cover ist sehr gelungen und ein absoluter Blickfang nicht zuletzt durch den Buchschnitt.

Fazit: Ein echt heftiger Thriller und eher etwas für ältere Jugendliche, da die behandelten Thema schon sehr an die Nieren gehen können. Nicht desto trotz ist er wirklich sehr spannend, nicht nur durch die Protagonistin, die eben alles andere als gefällig ist eher unbequem und das macht auch das Buch aus. Die Triggerwarnung ist absolut gerechtfertigt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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