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Mirja103

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2026

Zu wenig Tiefe

Der Sommer, der uns blieb
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Die enge Freundschaft zwischen Britta, Pia und Martin ist vor 20 Jahren zerbrochen. Nun treffen sie in ihrer Heimat wieder aufeinander: Martin ist dort geblieben, Britta muss sich um ihren demenzkranken ...

Die enge Freundschaft zwischen Britta, Pia und Martin ist vor 20 Jahren zerbrochen. Nun treffen sie in ihrer Heimat wieder aufeinander: Martin ist dort geblieben, Britta muss sich um ihren demenzkranken Vater kümmern und Pia ist schwer krank. Können sie die Freundschaft wieder aufleben lassen? Was ist damals passiert?

Der Schreibstil ist sehr angenehm und ruhig. Die Geschichte wir aus allen drei Perspektiven erzählt und es gibt immer wieder Rückblenden. Relativ schnell wird klar, warum die Freundschaft zerbrochen sein könnte. Britta war mir sympathisch und mit ihr konnte ich fühlen. Pia und Martin fand ich etwas hölzern. Ihr Verhalten war für mich mehr als einmal nicht nachvollziehbar. Martin scheint seinen Anteil kaum zu sehen und scheint sich nie bemüht zu haben, zumindest Kontakt zu Britta aufzunehmen. Wie sehr sein Verhalten sie verletzt hat, nimmt er weder in der Vergangenheit noch in der Gegenwart wahr. Pia hätte sich aus meiner Sicht schon viel früher melden müssen, um zu klären, warum sie damals verschwunden ist.

Das Buch kann man gut lesen, aber ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht. Außerdem zieht es sich am Ende, bis endlich alle wissen, was gewesen ist.

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Veröffentlicht am 01.04.2026

Bedrückend

Unterwasserblau
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In ihrer Schwiegerfamilie fühlt sich Jessica sehr wohl. Schnell wird aber klar, dass sie eine Affäre mit ihrem Schwager hat und somit nicht alles so harmonisch sein kann. Ihre eigene Familie hält sie auf ...

In ihrer Schwiegerfamilie fühlt sich Jessica sehr wohl. Schnell wird aber klar, dass sie eine Affäre mit ihrem Schwager hat und somit nicht alles so harmonisch sein kann. Ihre eigene Familie hält sie auf Distanz. Es gibt wenig Kontakt und keine Nähe. Als sie zur Beerdigung ihres Vaters fährt, wird schnell klar warum. Ihre Mutter sagt verletztende Dinge und auch zwischen Jessica und ihrer Schwester gibt es keinen herzlichen Kontakt. Im Laufe des Buches stellt sich heraus, dass es in der Vergangenheit zwischen den Schwestern viele Missverständnisse gab und es scheint, als ob die beiden sich annähern. Können sie Nähe aufbauen? Kommt ihr Mann hinter Jessicas Affäre? Und ist in der Schwiegerfamilie wirklich alles eitel Sonnenschein?

Ich mochte den klaren Schreibstil. Keine der Hauptfiguren konnte meine Sympathie gewinnen. Ich habe bis zum Schluss nicht ganz verstanden, warum Jessica die Affäre hatte. Die familiären Konflikte werden so erzählt, dass man die Gefühle der Figuren gut nachvollziehen kann und man manchmal am liebsten flüchten möchte. Deutlich wird, dass zu viel Schweigen für niemanden gut ist. Es ist schwer, über manches zu sprechen, aber wichtig, dass jemand anfängt, darüber zu reden. Insgesamt fand ich das Buch sehr bedrückend.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Was ist damals geschehen?

Heimliche Zeilen
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Der Roman ist aus der Perspektive von Christopher geschrieben. Er führt ein sehr zurückgezogenes Leben. Soziale Kontakte scheinen ihm nicht wichtig zu sein. Er muss sich mit seinem Bruder auseinandersetzen, ...

Der Roman ist aus der Perspektive von Christopher geschrieben. Er führt ein sehr zurückgezogenes Leben. Soziale Kontakte scheinen ihm nicht wichtig zu sein. Er muss sich mit seinem Bruder auseinandersetzen, weil sie gemeinsam das Elternhaus geerbt haben und ab und zu meldet sich seine Exfrau. Plötzlich nimmt Alex Kontakt zu ihm auf und möchte wissen, warum er dem verstorbenen Lektor mal einen Brief geschrieben hat. Dadurch werden Erinnerungen geweckt und die Vergangenheit holt ihn ein. Was geschah damals und wie hat dies Christophers Leben verändert? Man erfährt nach und nach Einzelheiten und ahnt zunehmend, was passiert ist.

Ich mag den ruhigen und detaillierten Schreibstil der Autorin. Die Geschichte konnte mich aber nicht wirklich fesseln. Und Entwicklungen im letzten Teil sind aus meiner Sicht unrealistisch.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Ohne Halt

Mit beiden Händen den Himmel stützen
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Lales Mutter kann und darf aufgrund ihrer Drogensucht nicht für sie sorgen. Da ihr Vater gerade eine Haftstrafe absitzt, übernimmt ein Freund die Pflegschaft. Das ist aber eigentlich nur auf dem Papier ...

Lales Mutter kann und darf aufgrund ihrer Drogensucht nicht für sie sorgen. Da ihr Vater gerade eine Haftstrafe absitzt, übernimmt ein Freund die Pflegschaft. Das ist aber eigentlich nur auf dem Papier der Fall. Lale wächst in einer Männer-WG auf, in die später auch ihr Vater zieht. Es gibt keine Regeln und keine Struktur, niemand kümmert sich richtig um Lale und ihre Bedürfnisse. Die Erwachsenen trinken viel und konsumieren Drogen. Frauen kommen und gehen. Richtigen Halt kann Lale niemand geben. Vor Missbrauch wird sie nicht geschützt.

Die Autorin schildert dies alles sehr neutral. Auf das Innenleben von Lale wird kaum eingegangen. Es ist erschreckend, was Lale alles erleben muss und dass niemand genauer hinguckt, wie es ihr wirklich geht.

Richtig überzeugen konnte mich das Buch aber nicht. Verwirrend fand ich die Ausblicke auf Lales Leben als Erwachsene, die immer wieder eingestreut werden. Zumal wir Lale gar nicht bis dahin begleiten. Ich hätte mir gewünscht, dass ich mehr Einblicke in Lales Emotionen bekomme. Außerdem hätte ich mir zum Abschluss Informationen erhofft, wie Lales Leben weitergegangen ist.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Gute Unterhaltung

Einatmen. Ausatmen.
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Die ersten Kapitel des Buches mochte ich sehr. Marlenes Gedanken und Reaktionen haben mich mehrfach zum Schmunzeln gebracht und auch Alex leichte Überforderung beim Coaching mit Marlene. Ich hatte erwartet, ...

Die ersten Kapitel des Buches mochte ich sehr. Marlenes Gedanken und Reaktionen haben mich mehrfach zum Schmunzeln gebracht und auch Alex leichte Überforderung beim Coaching mit Marlene. Ich hatte erwartet, dass der Humor sich durch das komplette Buch zieht, aber das ist leider nicht der Fall. Auch der Rest ist sehr unterhaltsam und flüssig geschrieben. Es gibt auch immer wieder amüsante Szenen. Marlenes "Wandlung" erfolgt aber überraschend schnell und ziemlich reibungslos. Einige Wendungen waren für mich sehr vorhersehbar. Nach dem starken Start hatte ich mehr erwartet, aber insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten. Wer eine leichte amüsante Lektüre für zwischendurch sucht, ist hier genau richtig.

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