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Mirja103

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.12.2024

Berührende Unterhaltung

Drei Tage im Juni
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Wir begleiten Gail und Max drei Tage lang. Sie sind schon lange geschieden, aber für die Hochzeit der Tochter wohnt Max wieder bei Gail. Wir erleben den Tag vor der Hochzeit, den Hochzeitstag und den Tag ...

Wir begleiten Gail und Max drei Tage lang. Sie sind schon lange geschieden, aber für die Hochzeit der Tochter wohnt Max wieder bei Gail. Wir erleben den Tag vor der Hochzeit, den Hochzeitstag und den Tag danach. Das klingt nach einer kurzen Zeit, aber es passieren doch einige Dinge. Die Geschichte wird aus Gails Perspektive erzählt. Zunächst scheint sie nicht begeistert zu sein, dass ihr Exmann spontan bei ihr übernachten soll. Sie verstehen sich aber gut und sie ist schließlich froh, nicht allein zu sein. Durch Rückblenden erfahren wir, warum die beiden geschieden sind.

Es gibt viele liebenswürdige Momente und immer wieder humorvolle Szenen. Das mochte ich sehr. Der Schreibstil ist sehr angenehm und die Charaktere sehr gut beschrieben. Man hat oft das Gefühl, mittendrin zu sein. Eine sehr unterhaltsame Geschichte ohne unglaubwürdige Wendungen.

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Veröffentlicht am 29.12.2024

Berührend

Das Glaskind
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Die Geschichte wird aus Mayas Perspektive erzählt. Sie ist mit einem autistischen Bruder aufgewachsen und musste schon als Kind viel Verantwortung übernehmen. Man erfährt in Rückblicken, wie sie ihre Kindheit ...

Die Geschichte wird aus Mayas Perspektive erzählt. Sie ist mit einem autistischen Bruder aufgewachsen und musste schon als Kind viel Verantwortung übernehmen. Man erfährt in Rückblicken, wie sie ihre Kindheit und die Beziehung zu ihrer Familie erlebt hat. Zu ihrem Bruder hat sie eine sehr enge Beziehung. Sie hat ein gutes Gespür, was er braucht und was er kann. Von ihrer Mutter bekommt sie kaum Aufmerksamkeit. Immer scheint der Bruder im Vordergrund zu stehen. Maya hat das Gefühl, nicht gesehen zu werden - sie ist ein Glaskind. Auch als Erwachsene geht es ihr so. Als ihre Mutter einen Unfall hat, erwartet diese automatisch, dass Maya für ihren Bruder da ist. Obwohl Maya es zu viel ist, kümmert sie sich und schafft es aber irgendwann zu sagen, dass es nicht auf Dauer geht. Überrascht stellt sie fest, dass alle Familienmitglieder nach einer Lösung suchen und auch ihr Bruder mehr kann als sie dachte. Endlich wird auch Maya gesehen und was sie alles schon geleistet hat.

Mich hat die Geschichte sehr berührt. Der Autorin ist es gelungen, die Situation von Glaskindern sehr anschaulich und nachvollziehbar zu beschreiben. Auch das Thema, wie man auf Menschen mit Behinderung zugehen kann, was sie brauchen und was Geschwisterkinder brauchen, fand ich sehr interessant und einfühlsam dargestellt.

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Veröffentlicht am 29.12.2024

Spurensuche

Tage mit Milena
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Die Klimaktivistin Luzie erinnert Annika an ihre Vergangenheit und an Milena. Nachdem sie Luzie zur Seite gesprungen ist, werden Erinnerungen geweckt und sie hat das Bedürfnis, Luzie zu beschützen. Hals ...

Die Klimaktivistin Luzie erinnert Annika an ihre Vergangenheit und an Milena. Nachdem sie Luzie zur Seite gesprungen ist, werden Erinnerungen geweckt und sie hat das Bedürfnis, Luzie zu beschützen. Hals über Kopf stürzt sich Annika in die Suche nach Luzie und kommt dabei ihrer eigenen Vergangenheit immer näher. Was ist damals passiert?

Mir hat das Buch gut gefallen. Ich wurde gleich in die Geschichte hineingezogen und wurde immer neugieriger, was mit Milena passiert ist. Auch die Frage, was genau mit Luzie los ist, hat mich beschäftigt. Da hatte ich aber eher die richtige Vermutung.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und die Charaktere sind sehr gut dargestellt. Der Wechsel aus aktuellem Geschehen und Rückblick in die Vergangenheit ist stimmig. Die Parallelen zwischen dem damaligen Protesten der Hausbesetzer und der heutigen Klimaktivisten ist interessant. Ich habe viel über die Vergangenheit der Häuser in der Hafenstraße erfahren.

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Veröffentlicht am 29.12.2024

Freundschaft mit Höhen und Tiefen

Wie wir waren
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Das Buch erzählt die Geschichte von Paula und Zett und ihrer Freundschaft. Obwohl die beiden sich sehr mögen und füreinander da sein möchten, gibt es Schwierigkeiten und Kontaktabbrüche. Die beiden werden ...

Das Buch erzählt die Geschichte von Paula und Zett und ihrer Freundschaft. Obwohl die beiden sich sehr mögen und füreinander da sein möchten, gibt es Schwierigkeiten und Kontaktabbrüche. Die beiden werden über viele Jahre begleitet. Man erfährt, wie sich ihre Leben entwickelt, man muss als Leser aber auch unter die Oberfläche gucken, um das Verhalten der beiden verstehen zu können. Ich muss gestehen, dass mir beide Protagonistinnen nicht total sympathisch waren. Es gibt immer wieder Situationen, in denen ich ihr Verhalten schwierig fand. Für beide wäre es vermutlich besser gewesen, wenn sie früher ehrlich zueinander gewesen wären. Berührt hat mich aber, dass sie in entscheidenden Momenten doch immer füreinander da waren.

Eine interessante Geschichte über eine intensive Freundschaft, die Höhen und Tiefen erlebt mit wichtigen realistischen Themen. Der Schreibstil ist sehr angenehm.

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Veröffentlicht am 01.04.2026

Bedrückend

Unterwasserblau
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In ihrer Schwiegerfamilie fühlt sich Jessica sehr wohl. Schnell wird aber klar, dass sie eine Affäre mit ihrem Schwager hat und somit nicht alles so harmonisch sein kann. Ihre eigene Familie hält sie auf ...

In ihrer Schwiegerfamilie fühlt sich Jessica sehr wohl. Schnell wird aber klar, dass sie eine Affäre mit ihrem Schwager hat und somit nicht alles so harmonisch sein kann. Ihre eigene Familie hält sie auf Distanz. Es gibt wenig Kontakt und keine Nähe. Als sie zur Beerdigung ihres Vaters fährt, wird schnell klar warum. Ihre Mutter sagt verletztende Dinge und auch zwischen Jessica und ihrer Schwester gibt es keinen herzlichen Kontakt. Im Laufe des Buches stellt sich heraus, dass es in der Vergangenheit zwischen den Schwestern viele Missverständnisse gab und es scheint, als ob die beiden sich annähern. Können sie Nähe aufbauen? Kommt ihr Mann hinter Jessicas Affäre? Und ist in der Schwiegerfamilie wirklich alles eitel Sonnenschein?

Ich mochte den klaren Schreibstil. Keine der Hauptfiguren konnte meine Sympathie gewinnen. Ich habe bis zum Schluss nicht ganz verstanden, warum Jessica die Affäre hatte. Die familiären Konflikte werden so erzählt, dass man die Gefühle der Figuren gut nachvollziehen kann und man manchmal am liebsten flüchten möchte. Deutlich wird, dass zu viel Schweigen für niemanden gut ist. Es ist schwer, über manches zu sprechen, aber wichtig, dass jemand anfängt, darüber zu reden. Insgesamt fand ich das Buch sehr bedrückend.

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