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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.09.2017

Ich habe mir mehr erhofft.

Endlich dein
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3,5 Sterne

Ich oute mich an dieser Stelle als großer Paige Toon Fan. Wenn ich richtig liege, dann habe ich bisher alle Bücher der Autorin gelesen, die mich seit etwa 4 Jahren begleiten. Ich mag ihren ...

3,5 Sterne

Ich oute mich an dieser Stelle als großer Paige Toon Fan. Wenn ich richtig liege, dann habe ich bisher alle Bücher der Autorin gelesen, die mich seit etwa 4 Jahren begleiten. Ich mag ihren flüssigen Schreibstil sehr gerne, der die Seiten nur so davonfliegen lässt. Ich wünschte, jedes Buch würde sich so toll lesen lassen!

Nun musste ich jedoch feststellen, dass sich mein Eindruck etwas verändert hat. "Endlich dein" ist das dritte Buch von Paige Toon, das mich nicht zu 100% überzeugen konnte. Bronte ist eine sehr liebenswerte Frau, die auf mich unentschlossen und ziemlich empfindlich wirkte. Ich habe gestaunt, dass Lachie so geduldig mit ihr war. Ich, an seiner Stelle, hätte sie schon längst in die Wüste geschickt. Zudem hätten von den 13 Hochzeiten, die Bronte als Fotografin besuchte, auch fünf gereicht. Die Erzählungen dazu langweilten mich etwas. Umso besser hat mir jedoch das Ende von "Endlich dein" gefallen: überraschend, mehr oder weniger entschlossen und voller Liebe.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat, ich jedoch leider auch einiges auszusetzen habe. 4 Sterne erschienen mir im Vergleich mit anderen Büchern, die ich im September 2017 gelesen habe, nicht angemessen. Ich bewerte daher mit 3,5 Sternen (runde aber auf, wenn keine halben Sterne vergeben werden können). Meine Bewertung enttäuscht mich einwenig. Ich muss aber vielleicht auch einsehen, dass die Bücher von Paige Toon nicht mehr zu meinen liebsten gehören - was nicht heißt, dass ihre Bücher schlecht sind! Geschmäcker und Vorlieben ändern sich.

Veröffentlicht am 18.07.2017

Ich fand die Geschichte von Lizzie und Alex insgesamt nicht rund genug

The One
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Ich mag es, wenn Bücher hübsche, ansprechende Cover haben und habe deswegen ziemlich schnell Gefallen an dem Buch gefunden. Auch wenn das Cover meiner Meinung nach nicht sonderlich zur Geschichte passt. ...

Ich mag es, wenn Bücher hübsche, ansprechende Cover haben und habe deswegen ziemlich schnell Gefallen an dem Buch gefunden. Auch wenn das Cover meiner Meinung nach nicht sonderlich zur Geschichte passt. Man kann Lizzie und Alex erahnen, es könnten aber auch genauso gut "einfach nur" eine Frau und ein Mann sein. Nichtsdestotrotz finde ich die Farbe sehr gelungen. In dem Buch wird abwechselnd von der Vergangenheit und der Gegenwart geschrieben. Die Kapitel der Gegenwart werden stets mit der Anzahl an verbleibenden Wochen bis zur Hochzeit von Lizzie und Josh eingeleitet. Die Kapitel der Vergangenheit, in denen die Geschichte von Lizzie und Alex erzählt wird, sind mit Daten und Blumenranken versehen. Oftmals komme ich mit Zeitsprüngen in Büchern nicht gut zurecht, aber bei "The One" hatte ich keine Probleme. Ich muss gestehen, dass ich die Kapitel der Vergangenheit nur überflogen habe, während ich in den Kapiteln der Gegenwart total gefesselt war. Vielleicht, weil mir diese wesentlich wichtiger erschienen. Ich wollte unbedingt wissen, wie es zwischen Lizzie und Alex weitergeht und ob es dann überhaupt noch zur Hochzeit mit Josh kommen wird. Apropro Josh: Josh hätte meiner Meinung nach ruhig eine stärkere Rolle in dem Buch bekommen können. Und von Lizzie hätte ich gerne mehr erfahren. Ihre Person wurde recht oberflächlich beschrieben, was ich schade finde. Ansonsten waren mir aber alle Charaktere sehr sympathisch, was ich recht wichtig finde. Springt der Funke nicht über, geht das Interesse verloren. "The One" ist eine Geschichte, die gar nicht mal so sehr an den Haaren herbeigezogen ist. Dennoch konnte ich mich nicht zu 100% für das Buch begeistern, weil mich dafür einfach zu viele Kapitel gelangweilt haben. Ich weiß, dass die Rezensionen zu "The One" überwiegend positiv sind, sodass ich es euch gar nicht schlecht reden möchte. Im Gegenteil! Ich habe mir schlichtweg mehr erhofft und fand die Geschichte von Lizzie und Alex insgesamt nicht rund genug. In einer Rezension, die ich auf einer anderen Plattform gelesen habe, hat es eine Dame genau auf den Punkt gebracht: es fehlt schlichtweg an Highlights. Schade... Die Voraussetzungen für ein wirklich tolles Buch waren sehr gut.

Veröffentlicht am 01.04.2026

Glanz und Schatten eines Comebacks

Das Comeback
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„Das Comeback“ von Ella Berman hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Einerseits fand ich die Thematik von Machtstrukturen, Abhängigkeiten und Schattenseiten der Filmindustrie wirklich stark ...

„Das Comeback“ von Ella Berman hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Einerseits fand ich die Thematik von Machtstrukturen, Abhängigkeiten und Schattenseiten der Filmindustrie wirklich stark und stellenweise auch sehr eindringlich erzählt. Andererseits hat mich die Umsetzung nicht vollständig überzeugt. Was für mich besonders ins Gewicht fiel: Bis das, was auf dem Klappentext angeteasert wird, tatsächlich passiert, vergeht etwa die Hälfte des Buches. Dadurch zieht sich die Handlung an vielen Stellen und wirkt insgesamt recht langatmig. Ich habe immer wieder darauf gewartet, dass die Geschichte endlich an Fahrt aufnimmt. Das bedeutet aber nicht, dass ich das Buch automatisch schlecht fand. Die Atmosphäre und die Art, wie mit Erinnerungen und Wahrnehmung gespielt wird, haben definitiv ihren Reiz. Auch die Beziehung zwischen den Figuren ist komplex und regt zum Nachdenken an. Mit der Protagonistin Grace hatte ich meine Schwierigkeiten. Ich empfand sie oft als willkürlich und ambivalent, was sie zwar zu einer interessanten, aber auch schwer greifbaren Figur macht. Eine Identifikation fiel mir dadurch eher schwer.

Insgesamt ist „Das Comeback“ ein Buch mit spannenden Ansätzen und einer wichtigen Thematik, das mich jedoch in der Umsetzung nicht ganz abholen konnte.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

emotional nicht greifbar

Open Hearts
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Positiv hervorheben möchte ich zunächst den angenehm flüssigen und sehr zugänglichen Schreibstil von Roxy Dunn. Die Sprache ist klar und unkompliziert, sodass ich ohne Mühe in die Geschichte eintauchen ...

Positiv hervorheben möchte ich zunächst den angenehm flüssigen und sehr zugänglichen Schreibstil von Roxy Dunn. Die Sprache ist klar und unkompliziert, sodass ich ohne Mühe in die Geschichte eintauchen konnte. Weder sperrige Formulierungen noch langatmige Sätze haben den Lesefluss gebremst.

Wesentlich schwerer fiel es mir allerdings, einen Zugang zu den Figuren zu finden. Insbesondere Barney, Christopher, Mistys Mutter, Erica sowie Beth und Jon blieben für mich konturlos oder hinterließen keinen sympathischen Eindruck. Letztlich hatte ich bei fast allen Charakteren Schwierigkeiten, eine echte Verbindung aufzubauen.

Auch Misty selbst blieb für mich lange schwer greifbar. Zwar empfand ich Mitgefühl für ihre Situation und wünschte ihr ein liebevolleres, unterstützenderes Umfeld, doch zugleich wirkte sie stellenweise naiv. Dadurch fiel es mir nicht immer leicht, ihre Entscheidungen nachzuvollziehen.

Im weiteren Verlauf verstärkte sich mein Eindruck. Richtiges Lesevergnügen wollte sich einfach nicht einstellen und eine tiefere emotionale Bindung blieb aus. Besonders Christopher löste bei mir starke negative Reaktionen aus. Seine Art hat mich regelrecht wütend gemacht. Das Ende wirkte zwar überraschend „wholesome“ und versöhnlich, konnte für mich jedoch nicht mehr entscheidend zur Gesamtwirkung beitragen.

Unterm Strich hat das Buch meine Erwartungen leider nicht erfüllt. Mehr als einmal war ich versucht, das Buch abzubrechen. Sprachlich durchaus gelungen, konnte mich der Roman inhaltlich und hinsichtlich der Charaktere nicht überzeugen. Auch die Umsetzung der Thematik empfand ich als wenig stimmig und einige Entwicklungen wirkten unlogisch.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Beziehungsdynamiken, unausgesprochene Bedürfnisse und das Scheitern an fehlender Kommunikation

This isn't happiness
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This Isn’t Happiness ist ein Buch über Liebe, Lust und Zweifel in Langzeitbeziehungen und eines, das mich über weite Strecken furchtbar frustriert und wütend gemacht hat. Und dabei dachte ich zunächst, ...

This Isn’t Happiness ist ein Buch über Liebe, Lust und Zweifel in Langzeitbeziehungen und eines, das mich über weite Strecken furchtbar frustriert und wütend gemacht hat. Und dabei dachte ich zunächst, die Geschichte rund um den mangelnden Sex und die vorgezogene Hochzeit wären das größte Problem...

Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen. Mary Newnhams Schreibstil ist humorvoll, leicht und angenehm direkt. Es wird nicht lange um den heißen Brei herumgeredet. Man ist sofort mitten in der Geschichte. Die Geschehnisse haben mich immer wieder tief ein- und ausatmen lassen – vor Frust, vor Nachdenklichkeit, manchmal aber auch mit einem leisen Schmunzeln.

Die Protagonistin Amy bringt viele Eigenschaften mit, mit denen sich Leser*innen leicht identifizieren können. Genau das macht sie so authentisch und echt. Sie gibt zu schnell nach, steht zu selten für sich selbst ein und ist ständig bemüht, es allen recht zu machen. Josh hingegen ist leidenschaftlicher Sportler, übersieht dabei regelmäßig die Bedürfnisse seiner Partnerin und steht nicht konsequent für die Beziehung ein. Diese Kombination hat mich über große Teile des Buches hinweg wahnsinnig gemacht. Das teils unmögliche Verhalten von Familie und Freunden lasse ich dabei sogar noch außen vor.

Was Amy und Josh jedoch verbindet: Sie denken zu viel und kommunizieren zu wenig. Und genau darin liegen die große Tragik und Wahrheit des Buches.

Ein echtes Highlight war für mich die Figur Lace. Sie fungiert als Rettungsanker, bringt Leichtigkeit in die Geschichte, unterstützt, macht Mut und verleiht dem Buch spürbar Schwung. Während ich in der ersten Hälfte permanent zwischen Wut und Frustration geschwankt bin, hat mich die zweite Hälfte endlich richtig in den Lesefluss gebracht.

This Isn’t Happiness ist definitiv kein Wohlfühlroman, sondern ein ehrliches, manchmal schmerzhaftes Buch über Beziehungsdynamiken, unausgesprochene Bedürfnisse und das Scheitern an fehlender Kommunikation. Frustrierend? Ja. Aber genau deshalb auch so wirkungsvoll.

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