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Veröffentlicht am 01.04.2026

Was, wenn Zeit nicht alle Wunden heilen kann?

Der Sommer, der uns blieb
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Greta Herrlichers Roman "Der Sommer, der uns blieb" traf bei mir persönlich voll ins Schwarze.

Den Teasertext, wie auch die Leseprobe fand ich bereits sehr spannend und so gesellte ich mich gerne zu den ...

Greta Herrlichers Roman "Der Sommer, der uns blieb" traf bei mir persönlich voll ins Schwarze.

Den Teasertext, wie auch die Leseprobe fand ich bereits sehr spannend und so gesellte ich mich gerne zu den drei Hauptprotagonisten Britta, Pia und Martin, um deren Vergangenheit sowie dem Bruch der damaligen sehr engen Freundschaft auf die Spur zu kommen.

Mir fiel es sehr leicht, mich in das Setting reinfallen zu lassen. Die Szenerien im Hier und Heute spielen im Jahr 2000 rund um den Coronaausbruch. Der Erzählstrang in der Vergangenheit spielt zur Teenagerzeit von Britta, Pia und Martin. Die sehr unterschiedlichen Charakteren waren für mich persönlich durchweg gut greifbar, auch wenn vielleicht generell noch etwas mehr charakterliche und emotionale Tiefe hätte sein dürfen.

Der Plot spielt abwechselnd in der Gegenwart anno 2000 und wird immer wieder ergänzt um Rückblicke in die doch sehr bewegte Vergangenheit der drei ehemals besten Freunde. Herrlicher schaffte es hier sehr einfach, mich in meine eigene Teenagerzeit zurückzukatapultieren.

Den einzelnen Kapiteln vorangestellt sind immer kurze einfühlsame Blitzlichter, die mir bereits schon besonders gut gefallen haben. Die Erzählung selbst kommt nie ins Stocken und ich wähnte mich in einem fortwährendem unterhaltsamen Film.

Die enthaltenen Themen sind vielfältig und sehr realitätsnah geschildert. Vielleicht hätte es auch die ein oder andere Triggerwarnung gebraucht, um nicht unvorbereitet von ganz bestimmten Themen erschlagen zu werden. Mir ging insbesondere das Schicksal von Pia sehr zu Herzen, da ich selbst eine ähnliche Thematik sehr lange persönlich begleitet habe.

Können sich die drei ehemals besten Freunde zusammenraufen und das in der Vergangenheit Geschehene einander verzeihen?

Schließen möchte ich mit einem wunderschönen Zitat aus dem Roman, das die Vergänglichkeit thematisiert.

“Wir sind alle Suchende,
fischen im Meer der Möglichkeiten
manchmal im Trüben,
finden im Netz nicht immer das,
was wir uns wünschen,
und realisieren erst dann,
dass wir alles hatten,
wenn wir es verloren haben.”

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Tyl der Adlerreiter - Das Abenteuer um den roten Lord und den magischen Jadestein beginnt

Eagle Rider 1. Deine Kraft findet dich
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Das neue Adler-Abenteuer "Eagle Rider - Deine Kraft findet dich" von Britta Sabbag beginnt nach unserer Meinung sehr fulminant.

Es brauchte bei uns in der Familie sehr wenige Seiten bis wir mit der abenteuerlichen ...

Das neue Adler-Abenteuer "Eagle Rider - Deine Kraft findet dich" von Britta Sabbag beginnt nach unserer Meinung sehr fulminant.

Es brauchte bei uns in der Familie sehr wenige Seiten bis wir mit der abenteuerlichen und sehr spannenden Story warm wurden. Daran sind die unterschiedlichen Charakteren nicht ganz unbeteiligt. Insbesondere der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte Tyl ist für uns sehr nah- und greifbar rezeptiert. Wir waren quasi schnell an der Seite von Tyl und durchlebten das leider viel zu kurze Abenteuer dann sehr intensiv an seiner Seite mit.

Die Story selbst hinter dem Schicksal des Außenseiters Tyl ist vielleicht nicht komplett neu gesponnen, allerdings die Ausgestaltung und das Setting rund um die Adlerreiter ist dafür umso besser gelungen.

Generell sind die Könige der Lüfte, hier die Adler, das Bindeglied zwischen Mensch und Tier. Fesselt bereits die eigentliche Handlung, machen es die ergänzenden Schwarz-Weiß-Illustrationen von Raymund Frey dann zu einem perfekten Leseerlebnis, in das man gerne tief ein- und abtaucht.

Auf uns wirkt dieser erste Band der Eagle Rider-Buchreihe dann vielleicht sogar eher wie ein Prequel. Hier wird insbesondere Tyl und sein familiärer Hintergrund doch anfänglich im Buch sehr ausführlich beschrieben. Dies tut allerdings dem ureigentlich folgendem Abenteuer dann keinen Abbruch.

Ab und an wurde uns dann sogar auch etwas mulmig und wir wollten dabei dem Hauptprotagonisten Tyl während der ganzen Story fast förmlich "Flieg nicht so hoch mein kleiner Freund!" zurufen.

Wenn wir uns allerdings etwas wünschen dürften, dann wäre es vielleicht die Buchreihe dann eher in Adler-Reiter umzubenennen. Das würde dann gerade mit dem Untertitel "Deine Kraft findet dich" noch besser harmonieren, wie wir persönlich finden.

Summa summarum haben uns die Könige des Himmels dann wirklich schnell gefangen genommen. Wir sind sehr gerne auf ihren Schwingen mit in die höchsten Höhen aufgestiegen. Der Lesespaß war leider für uns fast viel zu schnell vorbei und so fiebern wir bereits jetzt auf Runde zwei.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Kann der junge Silberfuchs Finn die Schatten im dunklen Wald besiegen?

Foxfighter - Rivalen des Waldes
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Die Fortsetzung zum ersten Band "Foxfighter - Angriff der Schatten“ der Foxfighter-Buchreihe schließt für uns fast nahtlos an die Geschehnisse dort an.

Wir fanden uns gleich wieder Seite an Seite mit ...

Die Fortsetzung zum ersten Band "Foxfighter - Angriff der Schatten“ der Foxfighter-Buchreihe schließt für uns fast nahtlos an die Geschehnisse dort an.

Wir fanden uns gleich wieder Seite an Seite mit dem jungen Fuchs Finn ein, der quasi gegen die Schatten im dunklen Wald kämpfen muss und dabei dann auch über den eigenen Schatten springen muss.

Die düstere und vielleicht auch fast ausweglose Stimmung hat uns gleich wieder anfänglich in den Bann gezogen und quasi bis zum Schluss nie mehr losgelassen.

Für uns fühlte es sich ein wenig wie Heimkommen an und wir waren sehr froh darüber, als wir Finn aufgespürt haben und gemeinsam mit ihm abermals durch das Reich der Nachtpfoten sowie die anderen angrenzenden Waldbereiche streunen durften.

Finn muss in diesem finalen Band dann wohl oder übel an den Aufgaben wachsen, will er seine neue Familie und seinen Platz darin verteidigen. Dafür braucht er dann Mut, Courage, Zuversicht und vielleicht auch eine Portion Glück.

Wir empfinden insbesondere die unterschiedlichen Charaktere der Handelnden dann wieder superspannend. Diese sind uns Menschen dann ja noch nicht mal so unähnlich, wenn man beginnt, zwischen den Zeilen zu lesen. Und genau dies macht die Story für uns persönlich so lesenswert.

Der Plot macht so Laune zum Lesen, dass wir das Buch quasi fast in einem Rutsch durchgelesen haben. Für uns persönlich immer ein eindeutig gutes Zeichen, wenn ein Buch und die Geschichte darin so fesseln kann.

Wer hätte es gedacht? Von den Charakteren her lieben wir neben dem Hauptakteur Finn den Igel Stachel über alles. Als Sidekick zum zweifelnden "Außenseiter", dem Silberfuchs, Finn einfach perfekt besetzt. Er lockert die manchmal vielleicht ausweglosen Szenerien dann immer wieder auf.

In der Mitte des Buches wartete dann auch schon das für uns vielleicht wichtigste Highlight, das Orakel. Die Szenerie rund um dieses sehr spezielle Kapitel dort hat uns dann emotional komplett abgeholt.

Generell war für uns die zweite Hälfte noch dichter und fesselnder erzählt. Sie enthielt unserem Empfinden nach auch viel mehr Emotionen.

Das Ende kam für uns dann leider fast zu abrupt und hier hätten wir uns dann vielleicht eine noch andere Auseinandersetzung mit den bösen Mächten gewünscht. So löst sich für uns leider vieles dann zu schnell in Luft bzw. Wohlgefallen auf.

Alles in allem ist der finale Band die konsequente Fortsetzung der Foxfighter-Buchreihe. Leider ging das Lesevergnügen viel zu schnell vorüber und nun spüren wir der Geschichte rund um den Silberfuchs Finn und seinen treuen Gefährten noch nach.

Wir würden es jedoch sehr begrüßen, wenn dies doch noch nicht das Ende wäre. Es gäbe denke bestimmt noch so viel zu erzählen.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Das Leben ist eben kein Ponyhof, sondern vielleicht ein Haus im Wald

Gekommen, um zu bleiben
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In ihrem aktuellen Buch "Gekommen, um zu bleiben" lässt Madeleine Becker quasi die Hosen runter und gibt Einblicke in ihren normalen Alltag.

Der Zauber des angedeuteten Neuanfangs ist nicht gleich sofort ...

In ihrem aktuellen Buch "Gekommen, um zu bleiben" lässt Madeleine Becker quasi die Hosen runter und gibt Einblicke in ihren normalen Alltag.

Der Zauber des angedeuteten Neuanfangs ist nicht gleich sofort zu Beginn des Buches greifbar. Becker spricht hier selbst von einer Flucht, um den gegebenen Umständen zu entfliehen und an einem neuen anderen Ort Wurzeln zu schlagen.

Dafür hat sie sich mit ihrem Partner das Haus im Wald ausgesucht, um den Neustart zu wagen. Ein Haus, das quasi nach Leben und vor allem Erneuerung schreit.

Abseits vom Instagram-Hochglanz heißt es hier vor allem anpacken und den Mut nicht verlieren.

Der Stil des Buches gefällt mir durchweg gut. Man wähnt sich wie auf einem Kaffeeplausch mit der Autorin selbst, die dann eben aus dem Nähkästchen plaudert und ihre Followerschaft hinter die Kulissen blicken lässt.

Schafft es Madeleine im neuen Zuhause anzukommen oder scheitert vielleicht das ambitionierte Projekt? Welche Hürden gilt es dabei zu meistern?

Ergänzt wird die Lektüre um zahlreiche Bilder in zwei verschiedenen Fotostrecken. Weiteres Bildmaterial steht online zur Verfügung.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Wild und bunt - Genau so soll unser heimischer Garten wieder werden

Mein wilder, bunter Garten – Einfach naturnah gärtnern
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Silvia Hardts aktueller Gartenratgeber "Mein wilder, bunter Garten - Einfach naturnah gärtnern" greift ein für uns sehr essentielles Thema auf, das naturnahe Gärtnern.

Wenn ich selbst zurückdenke hatten ...

Silvia Hardts aktueller Gartenratgeber "Mein wilder, bunter Garten - Einfach naturnah gärtnern" greift ein für uns sehr essentielles Thema auf, das naturnahe Gärtnern.

Wenn ich selbst zurückdenke hatten wir bereits in der Kindheit einen sehr wilden und naturnahen Garten mit bunten Lupinenfeldern. Mit der Zeit wurde dieser leider immer mehr zurückgedrängt und viele wilde Beete und Flächen einfach eingeebnet. Der Wunsch und damit auch der Drang diese alten Flächen wieder in ein wildes Ökosystem zu überführen wächst bei uns von Jahr zu Jahr.

Der Ratgeber kommt gerade richtig, denn die Sonne schickt ihre ersten Strahlen vom Himmel und jeder der einen Garten besitzt kann es wahrscheinlich auch nicht erwarten, diesen zu "begrünen".

Haptik, Format und Optik sind für einen Gartenratgeber echt exzellent gewählt. Gerade die ganzen tollen Bilder lassen die Wünsche für den eigenen Garten fast ins unermessliche steigen und wecken sehr viele Emotionen in uns.

Ein Ratgeber lebt allerdings eben nicht alleine von der tollen Bildsprache. Für uns müssen dort dann beispielsweise auch echte Praxistipps versteckt sein.

Das redaktionelle Konzept überzeugt uns persönlich auch. Schließlich führt der Ratgeber nach einer sehr kurzen Einleitung gleich zum eigentlichen Herzstück des Werkes, der praktischen Ausgestaltung der unterschiedlichen Lebensräume. Bei diesen jeweils kurzen Überblicken ist denke ich für jeden Garten etwas dabei. Mitunter hätten wir uns dabei insgesamt noch etwas mehr Tiefe gewünscht. Man bekommt beim Lesen unheimlich viele verschiedene Eindrücke, die es zu sortieren gilt und für den eigenen Garten dann zu adaptieren. Als Ideengeber funktioniert dieser Gartenratgeber ausgezeichnet.

Abgerundet wird das Werk dann durch einen kleinen Streifzug durch die Fauna dieser wilden Lebensräume. Dabei hat es uns das Kapitel mit den Laufenten ganz besonders angetan.

Final im Ratgeber listet Silvia Hardt dann auch noch ganz kurze Steckbriefe von zahlreichen heimischen Pflanzen auf.

Somit sind wir jetzt auf alle Fälle bestens mit vielen Ideen versorgt. Uns als Familie schwirren gerade mehr kreative Gedanken im Kopf umher, als uns lieb ist. Aber genau dafür hatten wir diesen Gartenratgeber ja auch vorgesehen. Nun liegt es an unserer Schaffenskraft, wann es bei uns im Garten wieder wild werden wird.

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