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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2026

Ein erstklassiger Krimi voller Spannung und kreativem Wortwitz!

Gärten, Gift und kalte Rache
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In Oberdistelbrunn greifen alle zum Spaten! Doch beim gemeinsamen Zwiebelstecken zur Ortsverschönerung kommt es zu einem makaberen Fund. Und dieses rätselhafte Skelett löst dann nicht nur Grauen aus, sondern ...

In Oberdistelbrunn greifen alle zum Spaten! Doch beim gemeinsamen Zwiebelstecken zur Ortsverschönerung kommt es zu einem makaberen Fund. Und dieses rätselhafte Skelett löst dann nicht nur Grauen aus, sondern führt aus unerklärlichen Gründen zu einer Folge von seltsamen Todesfällen.
Das wunderschön gestaltete Cover ist wieder ein Hingucker und reiht sich perfekt zu den beiden Vorgängerbänden ein. Sofort wächst die Neugier, denn Klaudia Blasls Garten-Krimis sind einfach sensationell und eine exklusive Mischung aus geballtem Kräuterwissen, kreativem Wortwitz und so sympathischen, lebensechten Ermittlern, dass man am liebsten selbst bei der Spurensuche dabei wäre! Es sind Kräuterexpertin Pauline und ihre Nachbarsfreundin Berta, die das Zepter in der Hand halten, unterstützt von Familie und Freunden, die ein sehr illustres Team bilden. Zusammenhalt braucht es auch, denn die Autorin schafft es spielend, nicht nur gruselige Morde zu schildern, sondern überrascht auch mit brenzligen Situationen und unerwarteten Wendungen. Und dies alles wird präsentiert mit unbändigem Spaß, deftigen Dialogen, findigen Formulierungen und ausgefeilten Sprüchen, die einem ein Dauerschmunzeln ins Gesicht zaubern. Dabei begleitet der Tod die Protagonisten bis zum atemberaubenden Showdown, es bleibt spannend bis zum undurchsichtigen Ende und erst dann darf man, sozusagen im Freundeskreis, miteinander Aufatmen.
Ein herrlicher Lesegenuss für Krimifans, die witzige, ausdrucksstarke Unterhaltung und anhaltende Spannung schätzen und dabei ganz nebenbei ihr Wissen über Giftpflanzen erweitern!

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Liebevoll und bewegend, diesem Buch wohnt ein zarter Zauber inne…

Mirabellentage
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Annas Schicksal meint es gut mit ihr. Nach vielen, anstrengenden und kargen Jahren als Mädchen für alles und dann als Köchin in der „Post“ hat sie das Glück, zu Josef ins Pfarrhaus ziehen zu dürfen. Er ...

Annas Schicksal meint es gut mit ihr. Nach vielen, anstrengenden und kargen Jahren als Mädchen für alles und dann als Köchin in der „Post“ hat sie das Glück, zu Josef ins Pfarrhaus ziehen zu dürfen. Er ist ein vertrauter Freund aus Kindertagen und hat gerade seine Primiz in Blumfeld gehalten, sehr zur Freude seiner alten Mutter, die tags darauf stirbt. Leben und Tod gehören zusammen, und als Josef nach vielen Jahren als Pfarrer relativ früh aus dem Leben scheidet, hinterlässt er Anna ein schweres Erbe.
Martina Bogdahn schreibt sehr liebevoll, heimelig, zart, und ja, zugegeben, schon auch ein bisschen kitschig. Aber wiederum so bewegend und zum Wohlfühlen, dass man gar nicht mehr aus dem Buch auftauchen möchte. Anna ist bescheiden, sympathisch und einfach gestrickt, aber durchaus auch witzig und durch ihre ehrliche und dankbare Art sehr beeindruckend. Ihre Erinnerungen und Erlebnisse während ihres Lebens im Dörfchen Blumfeld unterhalten die Leserschaft mit lustigen Begebnissen, witzigen Possen und allerlei zutiefst menschlichen Geschichten, denen ein besonderer Zauber innewohnt. Und als Anna Josefs letzten Wunsch erfüllen kann, darf man erfreut mit ihr aufatmen.
Ein zartes, berührendes und fast melancholisches Buch, das mir sehr gut gefallen hat und von der Autorin ausgesprochen einfühlsam gelesen wird.

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Wenn der schöne Schein zerbricht, kommt die grausame Wahrheit ans Licht

Das letzte Buch von Marceau Miller
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Marceau Miller ist ein gefeierter Schriftsteller, Freigeist und fanatischer Freeclimber. Seine Frau Sarah hat ihm, den gemeinsamen Kindern zuliebe, das Versprechen abgenommen, nur noch gesichert zu klettern. ...

Marceau Miller ist ein gefeierter Schriftsteller, Freigeist und fanatischer Freeclimber. Seine Frau Sarah hat ihm, den gemeinsamen Kindern zuliebe, das Versprechen abgenommen, nur noch gesichert zu klettern. Doch eines Tages findet man ihn tot in einem Abgrund und für seine Frau und seine Kinder beginnt eine mysteriöse und nervenaufreibende Odyssee auf der Suche nach der Wahrheit.

Das Cover zeigt einen romantischen Blick auf den See, und so wunderschön und friedlich stellt sich auch das Leben der Familie Miller dar. Alles scheint einfach perfekt, Marceau ist erfolgreich, Sarah selbständig und unabhängig, und die Kinder sind das große Glück des Paares. Darum scharen sich beste Freunde und man genießt das Leben.
Doch als Marceau tot aufgefunden wird, wendet sich das Blatt und Sarah lässt nichts unversucht, das verschwundene letzte Manuskript zu finden. Was sie dabei entdeckt, lässt ihre heile Welt zerbrechen.
Dieses Buch ist außergewöhnlich. Der Autor bringt sich selbst in den Titel ein und erzählt in einem Strang auch aus seiner Sicht. Sarah dagegen berichtet von ihrer Suche, man spürt ihre Wut, ihre Verzweiflung und ihre Unsicherheit und man merkt schnell, wie sie langsam ihren Halt verliert. Marceau Miller entführt seine Leser in ein Konstrukt aus Wahrheit und Schein, Lug und Trug und versteht es erstklassig, in die Irre zu führen, Ahnungen zu schüren und mit erstaunlichen Wendungen zu erschrecken. Mich hat das Buch gefesselt, es war teilweise richtig schaurig, aber auch sehr real und überzeugend.
Marlen Ulonska und Johannes Quester lesen das Hörbuch sehr ausdrucksstark und kraftvoll, und beide verstehen es wunderbar, die Spannung wie auch die Gefühle beeindruckend zu transportieren. (Hörbuchrezension)

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Packend, mysteriös und wendungsreich, ein perfekter Pageturner!

Meine tote Schwester: Psychothriller
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In Nachbars Garten steht die unbewohnte, mysteriöse Villa, in der Mias ältere Schwester vor elf Jahren zu Tode kam. Doch auf einmal kehrt Leben in das stille Haus ein, es gibt neue Eigentümer. Lukas, genau ...

In Nachbars Garten steht die unbewohnte, mysteriöse Villa, in der Mias ältere Schwester vor elf Jahren zu Tode kam. Doch auf einmal kehrt Leben in das stille Haus ein, es gibt neue Eigentümer. Lukas, genau in Mias Alter, und seine Mutter Nora ziehen ein. Schnell verbreiten sich schauerliche Gerüchte über Lukas, und als Mias Freundin und Mitschülerin ermordet wird, gilt es, die Wahrheit herauszufinden.

Das wunderbar zur Story passende Cover zieht den Blick auf sich und als großer Fan von Catherine Shepherd bemerkt man sofort die farbliche Veränderung. Es ist der Beginn einer neuen Reihe, die im Jugendlichen-Milieu spielt.
Und wie erwartet, gelingt es der Autorin natürlich wie immer perfekt, mich mit ihrem lebendigen, detailreichen und wirklich packenden Stil sofort zu fesseln. Mit einem undurchsichtigen Plot, ungewöhnlich schaurigen Schauplätzen und dem rätselhaften Verhalten einiger Lehrer und Schüler erzeugt sie Verwirrung und Gänsehaut und sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Ich bin vom Setting begeistert, gehöre zwar den älteren Semestern an, konnte mich aber von der ersten Seite an für die Szenerie begeistern, mitempfinden und mitfiebern. Die Atmosphäre war ausgesprochen stimmig und bot reichlich Gänsehaut-Momente. Ich habe den neuen Psychothriller richtig genossen und empfehle ihn wärmstens! Unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Tiefe, bewegende Einblicke, ein rückhaltlos offenes Buch!

Alt genug
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Das Cover zeigt es wohl: Der Kreis hat sich noch nicht geschlossen. Und wenn ich Ildikó von Kürthy so zuhöre, hat sie auch noch eine Menge Pläne für die Zukunft.
Es sind die bewegenden Einblicke und unglaublich ...

Das Cover zeigt es wohl: Der Kreis hat sich noch nicht geschlossen. Und wenn ich Ildikó von Kürthy so zuhöre, hat sie auch noch eine Menge Pläne für die Zukunft.
Es sind die bewegenden Einblicke und unglaublich offenen Bekenntnisse einer viel bewunderten und vor allem viel gelesenen Autorin, die mich sehr tief beeindruckt haben. Wer hätte gedacht, dass auch Frau von Kürthy diesen typischen Frauenballast mit sich herumschleppt, an ihren eigenen, hochgesteckten Anforderungen direkt auch mal scheitert, und sich insbesondere mit ihren Ängsten auseinandersetzen muss. Es ist ein ernster Lebensbericht, bei dem mir manchmal der bei ihr eigentlich typische ironische Ton gefehlt hat. Ich musste selbst beurteilen, ob eine Situation ernst oder scherzhaft gemeint war und oft genug denke ich, es war bitterer Ernst.
Trotzdem gab es viele Schmunzelmomente, ich bin älter als die Autorin und kann wirklich einiges nachfühlen, bin aber der Meinung, Frau Kürthy stellt womöglich zu hohe Anforderungen an sich selbst und ich freue mich, dass ihre dargebotenen Erkenntnisse sicherlich zu einer großen Zufriedenheit führen könnten. Wenn sie es denn zulässt!
Ein Buch mit viel Tiefgang, das mich auch nachdenklich gemacht hat.

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