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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.05.2026

Nicht nur etwas für den Frühling!

Picking Daisies on Sundays
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Es handelt sich hier um eine, meiner Meinung nach ganz besondere Art des Friends to Lovers Trope. Es ist eine ganz interessante Mischung aus diesem Trope und zusätzlich noch dem Faking Dating to lovers ...

Es handelt sich hier um eine, meiner Meinung nach ganz besondere Art des Friends to Lovers Trope. Es ist eine ganz interessante Mischung aus diesem Trope und zusätzlich noch dem Faking Dating to lovers trope. Aber durch diese enge Verbindung der Beiden, die zunächst komplett abgebrochen und dann später wieder neu aufgenommen wird, sind die Dynamiken meiner Meinung nach nochmal zusätzlich interessant.
Denn unsere Hauptcharaktere Levi und Daniella ( auch Daisy genannt und so hat auch der Titel nochmal eine zweite Ebene) kennen sich schon seit ihrer Kindheit und zumindest von ihrer Seite aus waren auch mal noch mehr als nur freundschaftliche Gefühle da. Ihre Freundschaft ist dann aber nach ihrem Abschluss eher unschön auseinandergegangen und nun treffen sie sich ( zufällig würde ich jetzt nicht ganz sagen,...) nach vier Jahren Funkstille wieder, denn Levi braucht ihre Unterstützung. Sie soll auf einer Hochzeit seine Fake Freundin spielen, auch um seinen (vermeintlichen) Traumjob zu bekommen.
Lange Rede kurzer Sinn, dieses Arragement bringt so einiges an Gefühlen, Gedanken, Zweifeln, etc. auf beiden Seiten wieder hoch und gemeinsam navigieren sie sich mal gelungerner, mal etwas tollpatschiger durch all die, an manchen Stellen wirklich sehr amüsanten Situationen, in die sie so geraten.
Die Charaktere sind wirklich sehr hübsch angelegt und auch die Entwicklungen, die sie gemeinsam durchlaufen sind authentisch und gut nachzufühlen angelegt.

Insgesamt ein sehr charmanter Roman, der zum Wohlfühlen einlädt und das nicht nur wenn im Frühling, die ersten Gänseblümchen ihre Köpfchen aus der Wiese strecken. Und der natürlich mit seinem Cover und dem super niedlichen Farbschnitt auch ein Hingucker im Bücherregal ist.

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Berührende Gedanken, die aber leider teils schon mal so verarbeitet wurden

Die Mitternachtsreise
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Nachdem mich "Die Mitternachtsbibliothek" mit alle ihren Impulsen sehr berührt hatte, war ich nun natürlich voller Vorfreude und hatte aber natürlich auch gewisse Erwartungen an dieses Buch.
Die Geschichte, ...

Nachdem mich "Die Mitternachtsbibliothek" mit alle ihren Impulsen sehr berührt hatte, war ich nun natürlich voller Vorfreude und hatte aber natürlich auch gewisse Erwartungen an dieses Buch.
Die Geschichte, die hier erzählt wird, ist wieder ein wunderbar geschriebener Text, der hier nun von Erinnerungen, verpasste Chancen und der Frage, wann ein Leben eigentlich gelungen ist.
Dazu begleitet der Leser Wilbur, der am Ende seines Lebens eine berührende Reise in die Vergangenheit antritt und dabei die prägendsten Momente seines Lebens noch einmal durchlebt.
Die Atmosphäre, die Haig hier erzeugt ist sehr gelungen und auch gerade die Betonung dessen, dass nicht nur die großen, bedeutenden Entscheidungen, sondern auch die kleinen, zunächst unbedeutend scheinenden Momente einen wichtigen Einfluss haben.
Aber ich schwanke tatsächlich, wie ich eine ganz bestimmte Tatsache noch einorden soll: denn die Gedankengänge und Impulse erinnern an manchen Stellen wirklich sehr an "Die Mitternachtsbibliothek". Das ist einerseits eine schöne Verbindung/eine Brücke, die zwischen den beiden Büchern geschlagen wird. Andererseits hatte ich an manchen Stellen auch schon ein wenig das Gefühl, das die Gedankengänge und Formulierungen aus dem "ersten" Buch einfach nochmal wiederholt ( drastisch formuliert; nochmal aufgewärmt) wurden.

Insgesamt für mich ein tolles Buch, das wirklich tolle Impulse gibt und zum Nachdenken anregt. Es muss aber im Kopf behalten werden, dass wenn man "Die Mitternachtsbibliothek" bereits gelesen hat, die Neuartigkeit der Gedankengänge teils leider nur noch eingeschränkt vorhanden ist.

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Sports Romance mit guter Balance

The Knock Out Contract
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Die Autorin verbindet in diesem Auftakt der Terms of Attraction Reihe echt viele gute Aspekte. Denn auch wenn die Grundstruktur der Handlung natürlich eher weniger überraschend ist, sie folgt dem, was ...

Die Autorin verbindet in diesem Auftakt der Terms of Attraction Reihe echt viele gute Aspekte. Denn auch wenn die Grundstruktur der Handlung natürlich eher weniger überraschend ist, sie folgt dem, was von einem Buch dieser Art erwartet wird, handelt es sich dennoch um ein sehr hübsch geschriebenes und amüsantes Buch.

Gerade die Mischung aus unterschiedlichen Elementen aus den Leben beider Hauptprotagonisten, macht nochmal eine ganz besondere Dynamik aus. Denn die Charakterzeichnungen sind nicht nur bei Parker und Lainey sehr gelungen, sondern auch die Nebenfiguren, wie Jemma ( von der der nächste Band ja auch noch mehr bringen wird) und Arthur habe ich gleich ins Herz geschlossen. Und auch wenn ich mir an manchen Punkten gedacht habe, dass ich persönlich wahrscheinlich anders gehandelt hätte, waren die Geschehnisse stets super authentisch.

Man gerät einfach super schnell in einen schönen Lesefluss, weil man wissen möchte, wann was jetzt wie rauskommen wird, welche Entwicklungen sich noch so ergeben und vor allem wie es nach diesem ( ich weiß nicht konkret, ob es diesen Trope tatsächlich gibt...) "Forced Proximity-Fake Dating" Trope weitergeht.

Insgesamt ein gelungener Auftakt, ich bin super gespannt auf Jemmas Geschichte und kann einfach nur hoffen, dass es genauso gefühlvoll weitergehen wird. ( Auch wenn ich gestehen muss, dass es mir an manchen Stellen doch schon fast etwas zu langsam voranging, ich hätte sie zwischendrin echt mal gern etwas in die richtige Richtung geschubst 😅) Und was mir persönlich auch sehr gut gefallen hat, war die Tatsache, dass das Boxen als Sport eher Rahmenbedingung und weniger stark Fokuselement war. Eher ungewöhnlicher für eine Sports Romance, meiner Meinung nach aber super angenehm.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Die Konsequenzen des Schweigens

Weil wir nichts wussten
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Der Roman erzählt mit einem sehr angenehmen Schreibstil von Familie, Schuld und ihrer (aktiven) Verdrängung sowie den Folgen von lange Unausgesprochenem.

Gerade die Art, wie die Geschichte aus zwei unterschiedlichen ...

Der Roman erzählt mit einem sehr angenehmen Schreibstil von Familie, Schuld und ihrer (aktiven) Verdrängung sowie den Folgen von lange Unausgesprochenem.

Gerade die Art, wie die Geschichte aus zwei unterschiedlichen Perspektiven herausentwickelt wird, die sich immer mehr aneinander annähern, ist sehr spannend. Auch die Einarbeitung verschiedener gesellschaftlicher Themen, verbunden mit privaten Konflikten trägt noch zusätzlich dazu bei. Die Figurenzeichnung lässt den Leser mit den Protagonisten mitfühlen und ihre inneren Konflikte besser nachvollziehen. Auch wenn man natürlich durch die beiden geschilderten Sichtweisen immer etwas mehr weiß.

Was als ein Buch über Familiengeheimnisse und persönliche Verfehlungen beginnt, entwickelt sich im weiteren Verlauf immer mehr auch in die Richtung allgemeinerer Fragen rund um Verantwortung, die Verdrängung der Wahrheit und vieles mehr. Eindeutig also ein Roman, der nachhallt und einlädt sich über die Konsequenzen des bewussten Schweigens Gedanken zu machen.

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Veröffentlicht am 04.04.2026

Was können Ehefrauen wissen ?

Ein guter Blick fürs Böse
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Die Geschichte spielt in den 1960er Jahren in Kalifornien und folgt drei Frauen, die eine ungewöhnliche Eigenschaft verbindet; ihre Männer wurden allesamt als Serienmörder enttarnt und darüber haben sie ...

Die Geschichte spielt in den 1960er Jahren in Kalifornien und folgt drei Frauen, die eine ungewöhnliche Eigenschaft verbindet; ihre Männer wurden allesamt als Serienmörder enttarnt und darüber haben sie sich gefunden. Die drei bilden nun Jahre nach den Festnahmen ihrer Männer ein super interessantes Ermittlertrio, das sich bei der Aufklärung der brutalen Morde zusätzlich immer wieder mit ihren Vergangenheiten konfrontiert sieht.

Gerade die Frage, die immer (unterschwellig) mitschwingt, nämlich wie viel man über einen Menschen wirklich wissen kann und damit verbunden auch die Entwicklung der Frauen als Charaktere, die getrieben von ihren Erfahrungen sich dem Bösen aktiv entgegenstellen wollen, ist sehr spannend zu lesen.

Auch die Atmosphäre, die von Anfang sehr schön eingeführt wird, dieser Retrocharme der 60er gepaart mit einem gleichzeitig glamourösen, aber auch durchaus nicht ungefährlichen Schauplatz in Kalifornien, tut ihr Übriges dazu.

Insgesamt ein sehr interessantes Buch, das ehrlich gesagt aber auch an einigen Stellen schon ein bisschen sehr von der Stimmung, dem "Glamour" lebt. Aber ansonsten wirklich atmosphärisch und von den Charakteren her gut gelungen.

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