Erwartungen nicht erfüllt
Ein Buchclub zum VerliebenSloane liebt ihren Job als Bibliothekarin. Als sie den knurrigen Arthur kennenlernt, kommt es zu einem steten Gesprächsduell der Beiden. Während die meisten Bibliotheksangestellten vor Arthur flüchten, ...
Sloane liebt ihren Job als Bibliothekarin. Als sie den knurrigen Arthur kennenlernt, kommt es zu einem steten Gesprächsduell der Beiden. Während die meisten Bibliotheksangestellten vor Arthur flüchten, sieht Sloane den Mensch dahinter.
Eine etwas merkwürdige Freundschaft beginnt.
„Ein Buchclub zum Verlieben“ von Lucy Gilmore soll ein humorvoller, aber tiefgängiger Roman sein.
Was hab ich erwartet? Ich habe eine Mischung zwischen „Der Buchspazierer“ und einer sich entwickelnden Liebesgeschichte erwartet, die sich auch ähnlich wie „Ziemlich beste Freunde“ entwickelt.
Was bekommt man? Einen Roman, der aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, aus der Perspektive der Mitglieder des Buchclubs, Sloane, Maisey, Matheo, Arthur und Greg. Jeder dieser Menschen hat eine tiefere Geschichte, die es zu ergründen gilt. Leider schafft es die Autorin nicht, diese Tiefe darzustellen. Sie kratzt mehr an der Oberfläche und das auch ziemlich langwierig.
Der Titel „…zum Verlieben“ ist auch eine leichte Irreführung. Der englische Titel lautet „The Lonely Hearts Book Club“, also der Buchclub der einsamen Herzen. Dieser Titel ist zutreffender als der deutsche.
Ich habe mich beim Lesen wirklich schwer getan und mich durch die Geschichte duschgequält, wollte dem Ganzen aber eine Chance geben. Mir war beim Lesen schon schleierhaft, wie Sloane, die das verbindende Element der Handlung ist, ihr Leben führt. Eine Beziehung zwischen verlobten in unterschiedlichen Wohnungen, in denen Sloane eher als Projekt von ihrem Verlobten Brett behandelt wird, in der sie sich auch nicht wohlfühlt, führt sie immer weiter. Auch so manche Aussagen zu ihrer Beziehung haben mich nur den Kopf schütteln lassen vor lauter Unglaubwürdigkeit.
Arthur hat zwar auch mit seinen Aussagen immer den Nagel auf den Kopf getroffen, jedoch die Art und Weise, wie das abgelaufen ist und dass es die anderen so einfach akzeptiert haben, hat mich immer wieder verwundert. Es war teilweise schon arg verletztend.
Fazit: Dieses Buch hat mich absolut nicht abgeholt. Die Ideen der Autorin waren sehr gut, allerdings hat es an der Umsetzung gescheitert. Der Roman lässt an Tiefgründigkeit vermissen, obwohl die Ansätze deutlich erkennbar sind.
Meinerseits gibts dafür drei Sterne.