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Veröffentlicht am 16.04.2026

Jäger oder Beute?

Nebelbeute
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„Nebelbeute“ ist der dritte Band einer Thriller-Reihe von Benjamin Cors. Die beiden Vorgänger fand ich spannend. Deshalb musste ich natürlich wissen, wie die Geschichte weitergeht.
Mila Weiss reist in ...


„Nebelbeute“ ist der dritte Band einer Thriller-Reihe von Benjamin Cors. Die beiden Vorgänger fand ich spannend. Deshalb musste ich natürlich wissen, wie die Geschichte weitergeht.
Mila Weiss reist in die Berge. Sie hat sich eine Auszeit genommen. Sie will endlich Johannes Toblach stellen. Der Mann, der zwei Mädchen entführt hatte: Mathilda und Romy, von denen seitdem jede Spur fehlte. Mila würde sie finden, sie hatte es den beiden versprochen.
Doch noch am Tag ihrer Ankunft wird eine Leiche in den Bäumen gefunden. Ermordet und grausam inszeniert. Wer ist der Täter und wo liegt sein Motiv?
Mila stellt Wildkameras auf. Tatsächlich macht sie eine Entdeckung - und verschwindet spurlos. Jakob Krogh und die Gruppe 4 machen sich auf die Suche…
„Nebelbeute“ ist spannend und unterhaltsam. Am Anfang dachte ich, was für ein Flop. Denn Toblach hat Mila früh im Blick. Doch dann entwickelt die Geschichte ihren eigenen Sog.
Die Hauptrolle spielt ein Dorf hoch oben in den Bergen. Die Menschen leben seit Generationen in einer verschworenen Gemeinschaft. Fremden begegnen sie mit Misstrauen. Der Nebel wird immer dichter. Und dann fängt es auch noch an zu schneien.
Mila muss sich nach und nach eingestehen, dass der Fall eine viel größere und gefährlichere Dimension hat als zunächst angenommen. Nichts ist, wie es scheint, keiner so unschuldig, wie er tut. Fast jeder hat ein Geheimnis, eine dunkle Seite.
In bildgewaltiger Sprache erzählt Benjamin Cors seine Geschichte. Eine Geschichte, die eine ganz eigene Farbe und Temperatur hat. Mit atmosphärischen Landschaftsbeschreibungen verbreitet der Autor viel Lokalkolorit. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik.
Wir begegnen alten Bekannten und Feinden: Lucy, Jakob - und Toblach. Die Geschichte nimmt viele überraschende und brutale Wendungen, bis zum dramatischen Ende.

Fazit: Ein packender Thriller, ein großes Drama. Düster!

Veröffentlicht am 09.04.2026

Lügen, Lügen, Lügen

Home Before Dark
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Alle Bände der Island-Krimi-Reihe „Mörderisches Island“ von Eva Björg Ægisdóttir habe ich mit großer Freude gelesen und auch ihr neuer Psychothriller „Home before Dark“ überzeugt mit einem spannenden ...


Alle Bände der Island-Krimi-Reihe „Mörderisches Island“ von Eva Björg Ægisdóttir habe ich mit großer Freude gelesen und auch ihr neuer Psychothriller „Home before Dark“ überzeugt mit einem spannenden Plot. Worum geht es?
November 1967: Die vierzehnjährige Marsibil hat einen Brieffreund, der sich mit ihr treffen will. Sie verabredet sich mit ihm, ist aber nervös, denn sie hat sich als ihre ältere Schwester Stina ausgegeben, und am verabredeten Abend schafft sie es nicht zu dem Treffen. Dafür verschwindet ihre Schwester. Nur ihre blutverschmierte Jacke wird an dem Ort gefunden, an dem Marsi sich mit Bergur verabredet hatte.
Zehn Jahre später fehlt von Kristín immer noch jede Spur. Marsi hat aus Scham geschwiegen. Da erhält sie einen Brief - von ihrem ehemaligen Brieffreund. Jetzt muss sie die Wahrheit ans Licht bringen, auch wenn sie sich dabei nicht auf ihre eigenen Erinnerungen verlassen kann. Immer wieder hat Marsi Mühe, Traum und Realität auseinanderzuhalten. Denn sie schlafwandelt…
„Home before Dark“ überzeugt durch dichte Atmosphäre und psychologische Spannung. Wechselnde Perspektiven aus Sicht von KRISTÍN und MARSIBIL und zwei Zeitebenen, 1967 und 1977, sorgen für Dynamik. Nichts ist so, wie es scheint. Niemand ist der, Niemand ist der, der er zu sein scheint.
„Home before Dark“ ist ein Slow Burner, der erst langsam Atmosphäre aufbaut, bis die Achterbahn dann richtig loslegt. Ich mochte die Figuren, in die man mit jedem Kapitel mehr emotional involviert ist.
Ich mochte auch die unerwarteten Wendungen, das atmosphärische, düstere Setting, den fesselnden Schreibstil und das überraschende Ende. Aber, die jungen Leute hier trinken viel zu viel.

Fazit: Fesselnder Psychothriller, der (fast) ohne Blut auskommt. Ein Highlight!

Veröffentlicht am 09.04.2026

Reiche im Visier

Das Gesetz der Elite
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Die Thriller-Trilogie um Colomba Caselli und Dante Torre von Sandrone Dazieri hatte mich begeistert und auch „Das Gesetz der Elite“ überzeugt auf ganzer Linie. Ein Thriller aus der Welt der High-Society. ...


Die Thriller-Trilogie um Colomba Caselli und Dante Torre von Sandrone Dazieri hatte mich begeistert und auch „Das Gesetz der Elite“ überzeugt auf ganzer Linie. Ein Thriller aus der Welt der High-Society. Worum geht es?
Ex-Fußballstar Jesús Martínez wird tot in seinem Haus in Mailand aufgefunden, in der Kryosauna. Eine Kältekammer, die mit flüssigem Stickstoff funktioniert. Ein technischer Defekt? Oder möglicherweise Sabotage?
Colomba, eine ehemalige Elitepolizistin, die inzwischen als Privatdetektivin tätig ist, ermittelt wieder gemeinsam mit ihrem exzentrischen Partner Dante. Schnell ist klar: Martínez ist nicht das einzige Opfer.
„Das Gesetz der Elite“ ist hart und brutal, herausfordernd und anspruchsvoll. Der Autor zeigt Italiens dunkle Seite. Ein Gesellschaftsroman, der soziale Spannungen, Klassenhass und die Macht der Superreichen thematisiert, aber auch Verschwörungstheorien enthält.
Eine komplexe Story und immer wieder neue Wendungen sowie konstante Spannung machen den Thriller zu einem echten Pageturner - bis zum furiosen Finale.
Über das Wiedersehen mit CC und „dem Mann aus dem Silo“, habe ich mich gefreut. Zum Glück ist vorne im Buch ein PERSONENVERZEICHNIS beigefügt, damit man den Überblick nicht verliert.

Fazit: Fesselnder, abgründiger Thriller. Wer Colomba und Dante noch nicht kennt, hat etwas verpasst!

Veröffentlicht am 06.04.2026

Das Haus auf den Klippen

Meeresdunkel
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Till Raethers Danowski-Reihe habe ich geliebt und auch „Meeresdunkel“ überzeugt auf ganzer Linie. Worum geht es?
Zwei Familien, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dazu eine Puppe namens Hedwig. ...


Till Raethers Danowski-Reihe habe ich geliebt und auch „Meeresdunkel“ überzeugt auf ganzer Linie. Worum geht es?
Zwei Familien, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dazu eine Puppe namens Hedwig. Eine Doppelbuchung ist schuld, dass sie sich das Ferienhaus auf Mallorca teilen müssen. Da sind Probleme vorprogrammiert.
Auf der einen Seite: Henrike, Hans, Onkel Freddy und die 14-jährigen Zwillinge Esmé und Finn. Auf der anderen: Marie, Samuel, der 8-jährige Juri und seine Babypuppe. Gruppendynamik pur.
Das Ferienhaus ist eine Ruine und auch das Wetter spielt nicht mit. Ein Sturm zieht auf und auf dem Meer bahnt sich eine Katastrophe an. Als wäre das nicht genug, wird im Haus einer von ihnen tot aufgefunden. Der Strom fällt aus, die Rettungskräfte schaffen es nicht aufs Grundstück. Abgründe tun sich auf…
„Meeresdunkel“ ist spannend und unterhaltsam. Till Raethers Humor ist ziemlich speziell. Der Plot ist geschickt aufgebaut. Immer wieder sind Kapitel eingestreut mit dem Titel „Eins Neun Neun Fünf“. Sie handeln von Effi und Henk, eine rührende erste Liebe.
Der innere Zwiespalt der Figuren und ihre Diskussionen werden realistisch und authentisch dargestellt. So haben die Personen manche Eigenart, über die man trotz aller Spannung schmunzeln kann. Der Autor hat einige dramatische Nebenaspekte, Wendungen und Sackgassen eingebaut. Es gibt immer wieder neue Tätervermutungen und eine Auflösung, die überrascht.

Fazit: Dieser psychologisch raffiniert gestrickte Thriller ist ein wirkliches Lesevergnügen und so empfehle ich ihn hiermit gerne weiter.

Veröffentlicht am 27.03.2026

Tatort Fuerteventura

Rote Sonne - Mord auf Fuerteventura
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„Rote Sonne - Mord auf Fuerteventura“ von Eric Berg ist nach „Roter Sand - Mord auf Gran Canaria“, der zweite Fall für den smarten Ermittler Fabio »Flaco« Lozano. Worum geht es?
Flaco, der eigentlich ...


„Rote Sonne - Mord auf Fuerteventura“ von Eric Berg ist nach „Roter Sand - Mord auf Gran Canaria“, der zweite Fall für den smarten Ermittler Fabio »Flaco« Lozano. Worum geht es?
Flaco, der eigentlich auf Gran Canaria lebt, ermittelt diesmal auf Fuerteventura. Auf einer Feier wird vor seinen Augen eine Frau ermordet. Schnell steht fest, Constanza wurde vergiftet, mit dem Gift des Kugelfischs. Von wem und warum?
Hat es jemand auf Constanzas Geld abgesehen? Ihre Tochter, die Afrikaner? Die Kellner? Zwei in die Jahre gekommene Weltenbummler? Elvira, eine Freundin der Toten? Oder ein Mann, der sich Héctor nennt? Jede Menge Verdächtige, aber kein Motiv.
Flaco ermittelt auf eigene Faust. Kurz darauf gibt es erneut einen Giftanschlag…
„Rote Sonne“ ist spannend und unterhaltsam. Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Es geht um komplexe, verzwickte (Familien-)Geschichten. Ja, die Verwandtschaftsverhältnisse/ Beziehungen in diesem Krimi sind mitunter ein wenig kompliziert.
Über das Wiedersehen mit Flaco habe ich mich gefreut. Er kommt sympathisch rüber, selbst wenn er eine große Klappe hat. Aber er ist ein guter Ermittler. Auch Ex-Kollege Carlos ist wieder mit von der Partie. Neu dabei, Coco, beste Freundin oder mehr?
Die Auflösung ist nicht vorhersehbar, wenn auch etwas konstruiert. Und so freue ich mich schon auf die Fortsetzung, so es denn eine geben wird.

Fazit: Fall Nr. 2 für Fabio »Flaco« Lozano. Atmosphärischer Kanaren-Krimi mit viel Humor. Nicht leichenlos, aber unblutig.