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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.08.2023

In den Fängen der Raben

The Ravenhood - Flock
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Es fiel mir recht schwer, "The Ravenhood" im nachhinein zu bewerten, denn inhaltlich kann ich gar nicht so recht sagen, worum es jetzt eigentlich ging - außer vielleicht um spicy Szenen?

Aber nochmal ...

Es fiel mir recht schwer, "The Ravenhood" im nachhinein zu bewerten, denn inhaltlich kann ich gar nicht so recht sagen, worum es jetzt eigentlich ging - außer vielleicht um spicy Szenen?

Aber nochmal von Anfang an: Cecilia reist zu ihrem Vater, um dort ein Jahr zu leben, damit dieser sie (und somit auch notgedrungen ihre Mum) finanziell unterstützt. Dazu muss sie allerdings das Jahr über dort bleiben, denn sonst sieht sie keinen Cent. Auf der Arbeit trifft sie auf Sean, der Mitglied einer Bande ist und sie dort einführt. Cecialia trifft auf Dominic, zu dem sie sich ebenfalls hingezogen fühlt und die Geschichte nimmt ihren Lauf...

Vor allem verfolgt man die aufkeimende Liebesgeschichte und die sonderbaren Regeln der Ravens und das Verhalten, was diese mit sich führen. Nicht alles war für mich einleuchtend und vieles wirkt ziemlich toxisch, egal, ob Sean und Dominic nun ihre verqueren Beweggründe erklären. Aber gut, damit muss man sich abfinden, genauso, wie es Cecilia tut und wenig Kontra gibt.

Den Schreibstil fand ich dagegen sehr gut, man fliegt durch die Seiten und das Buch liest sich weg, auch wenn mir manchmal (nicht immer) der düstere Vibe gefehlt hat beziehungsweise nicht bei mir angekommen ist.

Ich wollte lange Zeit drei Sterne geben, bis das Ende kam. Eine Szene zum Schluss war für mich unglaublich emotional, ich habe mit Cecilia mitgefühlt und Herzklopfen gehabt, das hat die Autorin einfach fantastisch dargestellt. Auch das generelle Ende macht Lust auf Teil 2, sodass ich gleich weiterlesen möchte, auch wenn ich mit dem Ausblick, wer ab nun eine Rolle spielt, mir schon vorstellen kann, dass es inhaltlich nun langsam doch ziemlich skurril wird... Mal schauen.

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Veröffentlicht am 24.07.2022

Emotionales Thema verpackt in einem Liebesroman

Reminders of Him – Für immer ein Teil von dir
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Seit "Verity" liebe ich vor allem die neueren Bücher von Colleen Hoover und habe mich emotional wieder "bereit" gefühlt, in ein neues zu starten :) Aus der Inhaltsangabe ging bereits vor, dass auch "Für ...

Seit "Verity" liebe ich vor allem die neueren Bücher von Colleen Hoover und habe mich emotional wieder "bereit" gefühlt, in ein neues zu starten :) Aus der Inhaltsangabe ging bereits vor, dass auch "Für immer ein Teil von dir" erneut sehr emotional wird und dabei ein bewegendes Thema behandelt.

Den Inhalt will ich gar nicht weiter beschreiben, denn die Inhaltsangabe schafft es, hier nicht zu viel zu verraten und doch alles zu sagen. Ich muss sagen, dass mich die Geschichte dann allerdings doch nicht so sehr berührt hat, wie erwartet. Auf jeden Fall habe ich mich immer wieder im Zwiespalt gefunden. Das Thema bietet auf jeden Fall viel Redeanlass und in einer "sicheren" Gruppe hätte ich mich gerne dazu ausgetauscht. So blieb ich mit meinen Gedanken alleine, weshalb mich die Handlung vielleicht nicht ganz so mitreißen konnte. Auf jeden Fall war es mir manchmal zu über dramatisch. Das kenne ich von Colleen Hoover und manchmal stört es mich mehr, manchmal weniger. In diesem Buch hat das für mich alles nicht so ganz gepasst, insbesondere das dick aufgetragene Ende.

Die Protagonisten waren mir alle sympathisch, auch wenn es mir ein wenig schwer viel, Kenna selbst zu greifen. Mit ihrem Hintergrund hätte ich noch mehr von ihr erfahren wollen, auch in der Interaktion mit Leuten abseits von ihren Partnern, um sie verstehen zu können. Ledger wiederum war mir sehr sympathisch. Seine Eltern waren, denke ich, meine Lieblingscharaktere.

Insgesamt knappe 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 13.11.2021

Das Verlagsimperium aus der Sichtweise der Frauen

Die Ullsteinfrauen und das Haus der Bücher
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"Die Ullsteinfrauen und das Haus der Bücher" handelt um die Geschichte von drei Frauen in den 20er Jahren, die alle ihre Verbindung zum großen Ullstein-Imperium haben. Vieles davon beruht auf wahren Geschichten, ...

"Die Ullsteinfrauen und das Haus der Bücher" handelt um die Geschichte von drei Frauen in den 20er Jahren, die alle ihre Verbindung zum großen Ullstein-Imperium haben. Vieles davon beruht auf wahren Geschichten, insbesondere die Geschichte von Rosalie Gräfenberg und Vicky Baum. Die dritte im Bunde, Lilli Blume, ist dagegen frei erfunden.

Ich fand es spannend, einmal in die Geschichte eines großen Verlag-Hauses blicken zu dürfen und ich muss wirklich sagen, eben diese Geschichte hat mich sehr fasziniert und auch im Nachhinein nicht ganz losgelassen. Ich habe weiter über die Brüder Ullstein und deren Werdegang recherchiert, da das Buch eben auf vielen wahren Begebenheiten beruht. Das Leben der Ullstein-Frauen und der Ullstein-Männer war kein einfaches und ist geprägt von Schicksalsschlägen. Das Buch setzt zudem zu einer Zeit an, in der die Nazis bereits mit der Machtübernahme beginnen.

Das Buch selbst ist auch gut geschrieben, aber der Erzählstil konnte mich persönlich einfach nicht fesseln. Viele Entwicklungen werden eher sachlich beschrieben, ohne dass sich für mich ein Spannungsbogen entwickelt hat. Besonders im Mittelteil fiel es mir schwer, dass Buch zur Hand zu nehmen, da wenig passiert ist. Am Ende wiederum hätte ich mit mehr Einblicke in Schlüsselmomente gewünscht, denn hier ging alles wiederum sehr schnell und in Rückblicken wird von wichtigen Entscheidungen berichtet.

Ich kann aber sehr gut verstehen, warum das Buch viele begeistert. Hier kommt ganz einfach meine persönliche Lesevorliebe zum Tragen. Wer mehr über die Hintergründe des Ullstein-Verlages erfahren will, kann ich das Buch wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Ein Sommer in Cornwall

Summer Tides
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Dieses Buch ist äußerlich wunderschön und vor allem mit den Folgebänden wird diese Reihe so richtig glänzen. Ich bin ein großer Fan von den Komplementärfarben und den Farbschnitten, die die jeweilige Jahreszeit ...

Dieses Buch ist äußerlich wunderschön und vor allem mit den Folgebänden wird diese Reihe so richtig glänzen. Ich bin ein großer Fan von den Komplementärfarben und den Farbschnitten, die die jeweilige Jahreszeit immer wieder aufgreifen. Auch finde ich den Gedanken toll, dass man noch ganze 3 Mal zu dieser Clique und diesem schönen Örtchen zurückkehren kann.

So ganz hat mich Scarletts und Jonahs Geschichte leider nicht überzeugen können, für meine Verhältnisse habe ich auch recht lange daran gelesen. Scarlett fängt in Cornwall neu an, ihre beste Freundin Emily arbeitet hier bereits und sie kann sich mit ihr ein Zimmer teilen. Allerdings sitzt sie einem Internetbetrüger auf und muss schließlich am Strand mit einem Bauchladen verkaufen, da sie komplett pleite ist. In Cornwall begegnet sie ebenfalls Jonah, er ihr immer wieder unter die Arme greift. Es fliegen die Funken zwischen den beiden, dabei hat sie doch bereits einen On-Off-Partner in London...

Die Charaktere selber sind alle sympathisch (bis auf Eric oder andere, klar als "Antagonisten" gezeichnete Personen"), auch wenn ich das Gefühl hatte, das insbesondere die Nebencharaktere noch Potenzial für mehr Tiefe haben. Scarlett ist ein ziemlicher Wirbelwind und fällt oftmals übereilte Entscheidungen. Das empfand ich sogar als recht erfrischend, denn ich brauche nicht immer die perfekte Protagonistin, sondern freue ich mich darüber, wenn mal jemand aneckt. Jonah wiederum hilft ihr oftmals aus der Patsche und ist ein guter Kerl. Er hadert mit seiner Vergangenheit (oder vielmehr die seiner Familie) und hat ein paar Geister der Vergangenheit, die ihn immer wieder bei seinen Entscheidungen antreiben. So ganz konnte ich manche Beweggründe oder Entscheidungen von beiden aber nicht immer nachvollziehen, was wohl vor allem daran lag, dass ich in der Geschichte nie gänzlich angekommen bin.

Viele der Dialoge fühlten sich für mich nicht wirklich authentisch an. Die Wortwechsel waren für mich nicht natürlich, auch die Wortwahl, Kraftausdrücke, Anglizismen. Dadurch blieb für mich auch die Beziehung von Scarlett und Jonah auf der Strecke. Zwischen den beiden herrschte von Anfang an eine starke Anziehung, aber ansonsten fehlte mir die Entwicklung und die gemeinsamen Momente. Irgendwie habe ich Jonah nicht einmal seinen großen Traum abgekauft, dass er raus in die weite Welt möchte - das hatte er so daher gesagt und Scarlett hatte ihn viel mehr gedrängt. Das kam für mich nicht wirklich rüber. Dagegen gefiel mir die Beschreibung des Ortes und der Umgebung sehr gut.

Alles in allem eine schöne, kurzweilige Geschichte, die mich nicht ganz abholen konnte.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Diebe, die alles zu verlieren haben

The Crane and the Nightjar
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"The Crane and the Nightjar" ist ein sehr spannendes, düsteres Buch, das ich insbesondere zu Beginn sehr gerne gelesen habe. Die Autorin hat einen fantastischen Schreibstil, der einen in die Geschichte ...

"The Crane and the Nightjar" ist ein sehr spannendes, düsteres Buch, das ich insbesondere zu Beginn sehr gerne gelesen habe. Die Autorin hat einen fantastischen Schreibstil, der einen in die Geschichte zieht und fesselt und das von Seite 1 an. Der Fokus liegt dabei auf den beiden Hauptcharakteren Crane und Zara, aber auch andere Charaktere kommen zu Wort, manchmal auch mit eigenen Kapiteln.

In dem Buch müssen Crane und Zara sich verschiedenen düsteren Aufgaben stellen, die herausfinden sollen, wer die besten Diebe in ihrem Land sind. Nur wenige überleben bei diesen tötlichen Spielen. Außerdem ist es ein Land der Magie und wird die Magie von den sogenannten Neblern zu oft genutzt, verwandeln sie sich in sogenannte Krählen, also blutrünstige Monster, die alles und jeden verschlingen. Ich mochte vor allem die sehr einprägsamen Namen in der Geschichte, die dem Weltenaufbau viel Magie geschenkt haben. Gleichzeitig blieb die Welt noch ein wenig blass und ich habe nicht ganz durchblickt, wo genau die Magie herkommt oder wie die einzelnen Kategorien nun funtkionieren. Es gibt zwar immer wieder kurze EInschübe, zum Beispiel aus Lexika, aber insgesamt war es mir noch zu verworren und ich blieb mit einigen Fragen zur Magie selber zurück.

Die Protagonisten sind sympathisch, auch wenn allen voran einige Nebencharaktere noch etwas blass bleiben. Die Spannung ist konstant hoch, da niemand wirklich sicher zu sein scheint. Ein paar Entwicklungen, insbesondere das Ende, empfand ich jedoch als recht vorhersehbar.

Was mich leider aber sehr verwirrt zurückgelassen hat, waren einige Entscheidungen von Zara (und auch Crane), die in meinen Augen absolut keinen Sinn gemacht haben - aber hier will ich nicht zu viel sagen, um nicht zu spoilern. Also Achtung, im Folgenden sind kleiner Spoiler enthalten:

Insbesondere Zaras Magie hätte die ganze Geschichte eigentlich hinfällig werden lassen können. Und da sie ihre Magie zu einem späteren Zeitpunkt schließlich auch einsetzt, hätte sie das in kritischeren Situationen ja auch viel früher machen können, z.B. bei ihrer Verhaftung.

Ich hatte erwartet, hier irgendwann noch Klarheit zu bekommen oder eine große Wendung zu lesen, aber es schien inhaltlich genauso angedacht? Alles in allem bleibe ich bei diesem Ende einfach so verwirrt zurück und verstehe nicht, wieso so entschieden wurde ... dass mir hier das Lesevergnügen doch ein wenig gemindert wurde.

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