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Veröffentlicht am 10.04.2026

Eine bewegende Lebensgeschichte

Gretas Männer
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Das Hörbuch „Gretas Männer“ von Judith Reusch, gesprochen von Irina Scholz und Fanny Bechert, hat mich von Anfang an gefesselt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen.
Im Mittelpunkt steht Greta, eine ...

Das Hörbuch „Gretas Männer“ von Judith Reusch, gesprochen von Irina Scholz und Fanny Bechert, hat mich von Anfang an gefesselt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen.
Im Mittelpunkt steht Greta, eine inzwischen über 80-jährige Frau, die in ihrem Leben fünf Mal geheiratet hat. Dass fast alle ihre Männer kurz nach der Hochzeit sterben, macht sie in der Familie zu einer fast schon sagenumwobenen Figur, die den Beinamen „Bienenkönigin“ trägt. Doch hinter diesen Geschichten steckt so viel mehr als bloße Gerüchte oder vorschnelle Urteile.
Besonders gut gefallen hat mir die Erzählweise: Die Handlung entfaltet sich aus wechselnden Perspektiven – von Marie, Lola und Greta selbst. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild, das nach und nach immer klarer wird. Während Marie den Kontakt zu ihrer Mutter Greta komplett abgebrochen hat und über die Vergangenheit schweigt, begibt sich Lola neugierig auf Spurensuche. Als Hörerin war ich dabei ganz nah dran und habe gemeinsam mit ihr Stück für Stück Gretas Lebensgeschichte entdeckt.
Greta selbst ist für mich eine beeindruckende Figur. Eine Frau, die immer wieder Verluste erlebt und dennoch nie stehen bleibt. Sie blickt nach vorn, trifft Entscheidungen und geht ihren eigenen Weg – unabhängig davon, was andere über sie denken. Gerade diese leise, aber konsequente Stärke hat mich sehr berührt.
Auch das Zusammenspiel der Sprecherinnen hat mir ausgesprochen gut gefallen. Irina Scholz und Fanny Bechert verleihen den verschiedenen Figuren eine eigene Stimme und machen die Emotionen spürbar, ohne dabei übertrieben zu wirken. Das hat das Hörbuch für mich besonders lebendig gemacht.
Der Schreibstil ist insgesamt sehr angenehm – ruhig, einfühlsam und gleichzeitig fesselnd. Die Geschichte entwickelt sich in einem schönen Tempo, sodass ich jederzeit gut folgen konnte und nie den Überblick verloren habe. Vor allem die Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart ist hier gelungen umgesetzt.
Für mich war „Gretas Männer“ eine rundum gelungene Hörerfahrung. Eine berührende Geschichte über Liebe, Verlust, Selbstbestimmung und die Frage, wie viel Wahrheit wirklich hinter den Geschichten steckt, die wir über andere Menschen erzählen.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Gelungener und spannender Abschluss der „Kaiserwald“-Dilogie

Sonnenwende
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Das Hörbuch "Sonnenwende" ist der fulminante Abschluss der "Kaiserwald"-Dilogie von Anja Jonuleit. Nach dem eher ruhig aufgebauten ersten Teil war ich sehr neugierig, wie "Sonnenwende" die Geschichte weiterführt ...

Das Hörbuch "Sonnenwende" ist der fulminante Abschluss der "Kaiserwald"-Dilogie von Anja Jonuleit. Nach dem eher ruhig aufgebauten ersten Teil war ich sehr neugierig, wie "Sonnenwende" die Geschichte weiterführt – und vor allem beendet. Und ich muss sagen: Dieses Hörbuch hat mich deutlich stärker gepackt als der Auftakt.
Die Handlung knüpft an die Ereignisse aus "Kaiserwald" an und bringt nach und nach Licht in die vielen offenen Fragen. Was mir besonders gefallen hat: Die Geschichte entfaltet sich diesmal nicht nur langsam, sondern gewinnt spürbar an Tempo und Spannung. Die verschiedenen Handlungsstränge greifen immer mehr ineinander, sodass man endlich versteht, wie alles zusammenhängt. Es ist ein bisschen so, als würden die Zahnräder, die im ersten Teil noch lose wirkten, jetzt richtig ineinandergreifen.
Inhaltlich fand ich die Mischung aus Familiendrama, Geheimnissen und politischen Verstrickungen sehr gelungen. Die Geschichte wirkt komplex, aber nie unübersichtlich. Besonders die Entwicklungen rund um Mathilda und Falk haben mich gefesselt – vor allem, weil ihre Beziehung von Anfang an unter keinem guten Stern steht und man ständig das Gefühl hat, dass etwas eskalieren könnte.
Auch die verschiedenen Zeitebenen tragen wieder viel zur Spannung bei. Diesmal hatte ich jedoch das Gefühl, dass die Übergänge klarer und die Zusammenhänge schneller erkennbar sind, was das Zuhören angenehmer gemacht hat.
Ein großer Pluspunkt ist für mich wieder das Hörbuch selbst: Die Sprecherinnen Vera Teltz, Inka Löwendorf, Jördis Triebel und Lili Zahavi machen einen richtig guten Job. Durch die unterschiedlichen Stimmen lassen sich die Figuren sehr gut auseinanderhalten, und die Emotionen kommen authentisch rüber.
Insgesamt ist Sonnenwende für mich ein gelungener und vor allem deutlich spannenderer Abschluss der Dilogie. Wer den ersten Teil mochte, sollte hier unbedingt weiterhören – es lohnt sich, dranzubleiben.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Zwischen Wahrheit und Verdrängung – historisch fundiert und berührend

Wo der Wind die Namen trägt
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Das Hörbuch „Wo der Wind die Namen trägt“ von Anja Jonuleit, gesprochen von Ruth Reinecke, Tessa Mittelstaedt und Monika Oschek, hat mich nachhaltig beeindruckt und emotional sehr bewegt.
Die Geschichte ...

Das Hörbuch „Wo der Wind die Namen trägt“ von Anja Jonuleit, gesprochen von Ruth Reinecke, Tessa Mittelstaedt und Monika Oschek, hat mich nachhaltig beeindruckt und emotional sehr bewegt.
Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen und entfaltet ihre Wirkung langsam, aber eindringlich. Erzählt wird aus drei Perspektiven, die kunstvoll miteinander verwoben sind: Inge – einmal als achtjähriges Mädchen im Jahr 1946 und dann als 85-jährige Frau in der Gegenwart – sowie Helga, die den Auftrag hat, eine Chronik der Kreisbauernschaft zu erstellen. Ihre Gespräche mit Zeitzeugen und insbesondere ihre Tagebucheinträge werden dabei zu einem wichtigen Schlüssel für das Verständnis der Vergangenheit.
Gerade diese Rückblicke haben für mich deutlich gemacht, wie trügerisch Erinnerungen sein können – vor allem, wenn man sie aus der Perspektive eines Kindes erlebt. Vieles wirkt zunächst wie eine fast idyllische Kindheit in der Lüneburger Heide, mit all ihren Bildern, Gerüchen und scheinbar vertrauten Menschen. Doch nach und nach bricht diese Fassade auf und macht Platz für eine Wirklichkeit, die von Schweigen, Verdrängen und erschütternden Wahrheiten geprägt ist.
Was dieses Hörbuch für mich so besonders macht, ist die Kombination aus sorgfältiger Recherche und emotionaler Erzählweise. Man spürt in jeder Szene, dass hier reale historische Hintergründe eingeflossen sind. Besonders eindringlich fand ich, wie das Thema der Nachkriegszeit aufgearbeitet wird – nicht nur das offensichtliche Leid, sondern auch die Strukturen, die im Verborgenen weiterbestanden haben. Dass vieles auf wahren Begebenheiten basiert und im Nachwort noch einmal eingeordnet wird, hat den Eindruck bei mir zusätzlich verstärkt.
Die Figuren sind dabei sehr lebensnah gezeichnet. Niemand ist einfach nur gut oder böse, vielmehr tragen alle ihre eigenen Geschichten und Verstrickungen mit sich. Gerade diese Vielschichtigkeit hat es mir leicht gemacht, mich in die Charaktere hineinzuversetzen und ihre Gedanken und Gefühle nachzuvollziehen.
Die drei Sprecherinnen machen das Ganze zu einem echten Erlebnis: Jede Stimme bringt ihre eigene Farbe und Tiefe mit, sodass die unterschiedlichen Perspektiven klar voneinander abgehoben sind. Besonders gelungen fand ich, wie die kindliche Sicht von Inge und die reflektierte Stimme der alten Inge umgesetzt wurden – das hat mich oft richtig mitgerissen.
Auch wenn ich anfangs einen kleinen Moment gebraucht habe, um vollständig in die Struktur mit den wechselnden Perspektiven hineinzufinden, hat mich die Geschichte dann umso mehr gepackt. Zwischendurch gibt es ruhigere Passagen, die für mein Empfinden aber gut zur Atmosphäre beitragen und den Raum geben, das Gehörte wirken zu lassen.
Der Roman ist kein leichtes Hörbuch für zwischendurch. Er ist aufrüttelnd, stellenweise schwer auszuhalten und regt stark zum Nachdenken an. Gerade weil nichts beschönigt wird, entfaltet die Geschichte ihre ganze Wucht. Themen wie Schuld, Verantwortung und das Weiterwirken von Vergangenheit in die Gegenwart werden hier eindringlich und sehr nahbar vermittelt – und wirken erschreckend aktuell.
Für mich ist „Wo der Wind die Namen trägt“ ein Hörbuch, das lange nachhallt und einen nicht so schnell loslässt. Ich habe jede Minute intensiv erlebt und kann es uneingeschränkt empfehlen – besonders allen, die sich für historische Zusammenhänge interessieren und bereit sind, sich auch mit den dunkleren Kapiteln auseinanderzusetzen.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Drachen, Freundschaft und ein rasanter Fantasyauftakt

Dragon Mountain – Aufbruch ins Drachenreich (Dragon Mountain 1)
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Mit „Dragon Mountain – Aufbruch ins Drachenreich“ von Katie und Kevin Tsang beginnt eine Fantasyreihe, die mich beim Hören schnell gepackt hat. Die Geschichte richtet sich zwar an junge Hörerinnen und ...

Mit „Dragon Mountain – Aufbruch ins Drachenreich“ von Katie und Kevin Tsang beginnt eine Fantasyreihe, die mich beim Hören schnell gepackt hat. Die Geschichte richtet sich zwar an junge Hörerinnen und Hörer ab etwa zehn Jahren, funktioniert aber auch darüber hinaus richtig gut, weil sie Abenteuer, Freundschaft und Drachenmagie sehr unterhaltsam verbindet.
Im Mittelpunkt steht der zwölfjährige Billy, der in ein Ferienlager in China geschickt wird. Dort soll er eigentlich Mandarin lernen und mehr über die chinesische Kultur erfahren. Doch schnell merkt man, dass in diesem Camp etwas nicht stimmt. Gemeinsam mit Dylan, Charlotte und Liu Ling-Fei entdeckt Billy ein uraltes Geheimnis: Tief in den Bergen sind vier mächtige Drachen gefangen, die dringend Hilfe brauchen. ...
Mir hat besonders gefallen, wie schnell sich aus dieser Ausgangssituation ein echtes Abenteuer entwickelt. Die Geschichte bleibt durchgehend temporeich, und immer wieder gibt es unerwartete Wendungen. Vor allem die Idee mit den vier Kindern und den vier Drachen fand ich spannend. Die Figuren wachsen als Gruppe zusammen, und das Thema Freundschaft spielt eine große Rolle.
Auch als Hörbuch hat mich die Geschichte überzeugt.
Timo Weisschnur liest lebendig und mit viel Gefühl für die unterschiedlichen Figuren. Gerade in den actionreichen Szenen merkt man, wie viel Energie in seiner Lesung steckt. Dadurch fällt es leicht, in die Geschichte einzutauchen.
Besonders gut gefallen hat mir, wie rasant sich die Handlung entwickelt. Kaum glaubt man zu wissen, wohin die Geschichte führt, kommt der nächste Twist. Und das Ende hat mich ehrlich gesagt ein bisschen gemein zurückgelassen – denn der Cliffhanger macht definitiv neugierig auf den nächsten Band.
Ein spannender und sehr unterhaltsamer Auftakt voller Drachen, Magie und Freundschaft. Durch das hohe Tempo, die überraschenden Wendungen und die gelungene Lesung von Timo Weisschnur hat mich das Hörbuch richtig gut mitgenommen. Jetzt bin ich auf jeden Fall neugierig, wie das Abenteuer im nächsten Band weitergeht.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Magisches Drachenabenteuer für junge Fantasy-Fans

Dragon World – Angriff der Feuerschlange
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Mit dem Hörbuch "Dragon World – Angriff der Feuerschlange" startet eine spannende und actionreiche Kinderreihe. Diese wurde von dem Pseudonym Maddy Mara, hinter dem das Kreativduo Hilary Rogers und Meredith ...

Mit dem Hörbuch "Dragon World – Angriff der Feuerschlange" startet eine spannende und actionreiche Kinderreihe. Diese wurde von dem Pseudonym Maddy Mara, hinter dem das Kreativduo Hilary Rogers und Meredith Badger stehen, geschrieben. Es handelt sich um ein Kinderbuch, das sich an ab 8 jährige richtet. Es geht um Drachen, Freundschaft und Mut.
Die Geschichte folgt den drei Kindern Luca, Yazmine und Zane, die in der Schule durch einen geheimnisvollen Stein plötzlich in die magische Welt Imperia gelangen – ein Land voller Drachen, Gefahren und Abenteuer. Dort müssen sie sich nicht nur neuen Fähigkeiten stellen, sondern auch einem mächtigen, bösen Herrscher entgegenstellen. ... Besonders positiv aufgefallen ist mir der Sprecher Tim Kreuer. Normalerweise bin ich kein großer Fan davon, wenn Hörbuchsprecher ihre Stimme für verschiedene Figuren stark verstellen – oft wirkt das auf mich unnatürlich oder sogar etwas gekünstelt. Hier war es jedoch ganz anders. Kreuer schafft es, jeder Figur eine eigene Stimme und klare Stimmnuancen zu geben, ohne dass es übertrieben wirkt. Dadurch lassen sich die Charaktere sehr gut unterscheiden, und die Stimmen passen hervorragend zu den jeweiligen Figuren. Das macht das Zuhören wirklich angenehm und lebendig. Mit einer Laufzeit von etwas mehr als eineinhalb Stunden ist das Hörbuch relativ kurz. Für ein Kinderhörbuch ab etwa acht Jahren halte ich diese Länge jedoch für sehr passend. Die Geschichte bleibt dadurch spannend und übersichtlich, ohne junge Zuhörer oder Leser zu überfordern.

Die Geschichte selbst ist ein klassisches Fantasy-Abenteuer mit Drachen, Magie und couragierten Kindern. Dabei ist sie so erzählt, dass sich sowohl Mädchen als auch Jungen angesprochen fühlen dürften. Freundschaft, Teamarbeit und Mut spielen eine wichtige Rolle und machen das Abenteuer abwechslungsreich und spannend.
Das Hörbuch "Dragon World" ist ein kurzweiliges Drachenabenteuer mit sympathischen Figuren und einem sehr gelungenen Sprecher. Besonders für jüngere Fantasy-Fans ist dieses Hörbuch ein toller Einstieg in eine neue Reihe.

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