Hat mich nicht so überzeugt
ThreadcutThreadcut von Isabelle North war für mich das erste Buch der Autorin. Der Klappentext hatte mich direkt angesprochen.
Yuna hat eine Gabe und kann sehen wenn ein Mensch kurz davor ist zu sterben. Ihre ...
Threadcut von Isabelle North war für mich das erste Buch der Autorin. Der Klappentext hatte mich direkt angesprochen.
Yuna hat eine Gabe und kann sehen wenn ein Mensch kurz davor ist zu sterben. Ihre Mutter ist krank und scheint nicht mehr allzu lange zu haben. Da begegnet Yuna dem Halbgott Zenon und beide stellen fest, dass noch mehr in Yuna steckt. Er bietet ihr einen Deal an, um ihre Mutter zu retten und beide begeben sich auf dem Weg in die Unterwelt, um die Moiren, die Schicksalsgöttinnen, um einen Gefallen zu bitten.
Den Schreibstil fand ich angenehm, man konnte der Handlung gut folgen. Auch der Perspektivwechsel zwischen Yuna und Zenon war abwechslungsreich und die Briefe zwischendurch waren mal was anderes. Mir war bis zum Ende nicht klar wer Bones ist, das fand ich dann auch überraschend. Die Grundidee fand ich sehr spannend, das Tempo war mal schneller mal langsamer aber insgesamt ist einiges passiert in einem Band.
Die Tension zwischen den beiden Protagonisten entwickelte sich meiner Meinung nach aber erst spät in der Handlung und wirkte auch nicht so authentisch.
Die ständige Erwähnung von der jeweiligen Optik, wirkte auf mich teilweise geradezu plump.
Die Handlung hat sich zwischenzeitig auch etwas gezogen und so wirklich emotional packend fand ich es leider nicht.
Leider konnte ich Zenon auch nichts abgewinnen, sein Verhalten war absolut nicht vertrauenserweckend oder sympathisch. Sein Betrug war auch verheerend und trotzdem war nach gefühlt 5 Minuten wieder alles gut, das war für mich absolut nicht nachvollziehbar.
Yuna war mir direkt sympathisch und man hat total mit ihr mitgefühlt, allerdings war sie, wie auch im Buch erwähnt wurde, schon relativ naiv und zu gutmütig bzw. hat viel zu schnell verziehen.
Das Ende kam dann für mich zu abrupt und auch zu kurz, ich hatte zu dem Zeitpunkt damit gerechnet, dass es in einem zweiten Band weitergeht.
Insgesamt hat für mich die Tiefe gefehlt, direkt am Anfang hätte man auch mehr Bezug zur Mutter gebraucht, damit es emotional packender ist und nicht direkt Zenons Einstieg. Die verschiedenen Stationen auf dem Weg waren spannend aber jeweils zu kurz meiner Meinung nach. So richtig nachvollziehen konnte ich die Anziehung zwischen Yuna und Zenon auch nicht. Insgesamt 3,5 Sterne für mich.