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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.06.2026

Naja

Sister, Sister
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Sigrid und Margit sind Schwestern. In ihrer Kindheit haben sie sich noch etwas verstanden, im Erwachsenenalter entfernen sie sich immer mehr voneinander. Während Margit ihr Leben scheinbar gut meistert, ...

Sigrid und Margit sind Schwestern. In ihrer Kindheit haben sie sich noch etwas verstanden, im Erwachsenenalter entfernen sie sich immer mehr voneinander. Während Margit ihr Leben scheinbar gut meistert, kämpft Sigrid mit Einsamkeit und zweifelt an sich selbst. Die Kindheit der beiden war schwierig, doch gehen beide unterschiedlich damit um. Nach einem tragischen Ereignis müssen sie wieder in Kontakt treten und beginnen sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen.

Eine schonungslos ehrliche Geschichte über Familie und psychische Gesundheit. Lange wusste ich nicht was das Buch mit mir vor hat. Begonnen wird mit den 21 Versuchen von Sigrids Abschiedsbrief. Ein Einblick in ihre Gefühlswelt, Rückblicke in die Vergangenheit. In diesem Abschnitt gab es einige Wiederholungen und er wirkte für mich auch etwas durcheinander. Danach wurde das Buch für mich besser. Der Schreibstil hat mir dann richtig gut gefallen. Feinfühlig verbindet Emily Austin sehr ernste Themen mit trockenem Humor. Dadurch wirkt das Buch nicht sehr dramatisch, sondern sehr authentisch. Sigrid ist vielschichtig beschrieben, Margit blieb eher nebensächlich . Die Schwestern müssen sich mit sich auseinandersetzen. Das hätte für mich gern noch ausführlicher geschrieben werden können.

Insgesamt ein kluges und berührendes Buch. Unbedingt sehr aufmerksam lesen. Das ist nichts für nebenbei.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Witzig

Spiel mir das Lied vom Goblin
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Isabella Nagg lebt in einem kleinen, verschlafenen Dorf und ist unglücklich in der Ehe mit ihrem mürrischen Mann gefangen. Als sie ein Zauberbuch in die Hände bekommt, ändert sich so einiges. Eigentlich ...

Isabella Nagg lebt in einem kleinen, verschlafenen Dorf und ist unglücklich in der Ehe mit ihrem mürrischen Mann gefangen. Als sie ein Zauberbuch in die Hände bekommt, ändert sich so einiges. Eigentlich gehört dieses Buch einem Magier, der plötzlich verschwunden ist. Die Magie bringt ordentlich Leben ins Dorfleben. Isabella hat neuerdings ein katzenähnliches Haustier, das ihr bei der Magie behilflich ist. Der Esel und der Basilikumtopf können sprechen und der Topf kocht endlos Haferbrei.

Schräg und sehr charmant ist diese cozy Story. Es gibt einige merkwürdige Kreaturen, die ganz niedlich und herrlich eigenwillig sind. Vor allem der Esel war sehr skurril. Die Geschichte wird sehr humorvoll erzählt, manchmal schon ironisch und bissig. Den Leser erwartet eine wunderbar märchenhafte und dörfliche Atmosphäre. Sie ist ganz wunderbar gelungen. Leider verlor sich die Geschichte für mich dann irgendwann. Da gab es zu viele Handlungen, viele skurrile Einfälle aber keine klare Geschichte mehr. Spannung konnte sich dadurch auch nicht entwickeln. Das war sehr schade, da die Idee für mich sehr interessant war.

Wer charmante Absurdität und eigenwillige Figuren liebt, könnte Freunde an dem Roman haben.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Naja

Der Sommer, der uns blieb
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Britta, Pia und Martin waren in ihrer Jugend richtig gute Freunde. Ein Sommer sollte alles verändern. Zehn Jahre später treffen sie sich wieder. Martin lebt noch in der Kleinstadt wie damals, die beiden ...

Britta, Pia und Martin waren in ihrer Jugend richtig gute Freunde. Ein Sommer sollte alles verändern. Zehn Jahre später treffen sie sich wieder. Martin lebt noch in der Kleinstadt wie damals, die beiden Frauen kehren zurück. Was ist damals geschehen? Und können Britta, Pia und Martin an ihre Freundschaft von damals anknüpfen?

Das Buch ist optisch ein wahres Highlight. Das Cover ist so schön, es gibt einen passenden Farbschnitt und noch ein farbiges Bild innen. Das Setting ist auch richtig schön. Eine idyllische Kleinstadt, Sommer, wunderbar. Die Story war für mich auch sehr interessant aber leider hat mich der Schreibstil nicht überzeugen können. Er wirkte auf mich sehr distanziert, eher etwas seicht. Die Charaktere hätte ich mir auch gern tiefgründiger gewünscht. Die Themen im Buch hätten es durchaus hergegeben. Manche Themen wurden angerissen, viel zu schnell abgehandelt. Das machte es für mich nicht so leicht.

Wer allerdings eine leichte Sommerlektüre sucht, dürfte hier fündig werden. Auch wenn der Roman mich nicht so richtig abholen konnte, er wird vielen Lesern Freude bereiten.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Naja

Unter Wasser
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Marissa zeiht mit ihrem Vater nach Thailand. Dort fühlt sie sich einsam, bis sie auf Arielle trifft. Die beiden wird schon bald eine sehr enge Freundschaft verbinden. Sie verbringen sehr viel Zeit am Meer, ...

Marissa zeiht mit ihrem Vater nach Thailand. Dort fühlt sie sich einsam, bis sie auf Arielle trifft. Die beiden wird schon bald eine sehr enge Freundschaft verbinden. Sie verbringen sehr viel Zeit am Meer, entdecken die Unterwasserwelt und teilen ihre Träume und Sorgen. Als eine verheerende Naturkatastrophe die Küste trifft, ist nichts mehr, wie es war. Marissa verliert Arielle aus den Augen. Dieses Ereignis wird bei Marissa tiefe Spuren hinterlassen. Viele Jahre später lebt sie in New York, doch die Erinnerung an Arielle bleibt. Sie kann schwer mit ihrer Trauer umgehen, wird von Albträumen geplagt.

Eine ruhige, emotionale Geschichte über Freundschaft, Natur und Trauer. Erzählt wird poetisch und atmosphärisch. Das ist ganz wunderbar gelungen. Die tiefe Freundschaft der Mädchen war für mich deutlich spürbar. Auch die Beschreibung der Natur und der Tierwelt war toll. Über Umweltschutz in Verbindung mit der Tierwelt hätte ich gern noch mehr gelesen. Das kam mir etwas zu kurz. Allerdings gibt es in diesem Buch ziemlich viele Themen. Auf zwei Zeitebenen wird geschrieben. Einmal in der Zeit in Thailand, in der Marissa Arielle kennenlernt und einige Jahre später in New York. In New York wird vor einer neuen Katastrophe, einem Hurrikan, gewarnt. Das hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht. Naturschutz und häusliche Gewalt sind auch noch Themen. Ganz schön viel für 200 Seiten. Mir hätte der Tsunami in Thailand mit der anschließenden Trauer wegen Arielle schön völlig gereicht. Auch ein paar Klischees (geifernde alte Männer, die auf die jungen Mädels abfahren) kamen auf. Naja kann man mal machen aber das war mir dann insgesamt alles zu viel.

Schreibstil ist toll, dichte Atmosphäre aber die Story konnte mich leider nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Ist okay

Spielverderberin
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Sophie und Lotte kennen sich seit ihrer Kindheit. Sie leben in einer Kleinstadt, einer absoluten Idylle. Eine tiefe Freundschaft verbindet die Mädchen. Als Romy dazu kommt, ändert sich einiges. Neid, Konkurrenz ...

Sophie und Lotte kennen sich seit ihrer Kindheit. Sie leben in einer Kleinstadt, einer absoluten Idylle. Eine tiefe Freundschaft verbindet die Mädchen. Als Romy dazu kommt, ändert sich einiges. Neid, Konkurrenz und Eifersucht gehört zu dieser Dreierkonstellation jetzt mit dazu. Als ein Ereignis die Freundschaft komplett zerstört, entfernen sie sich voneinander, haben keinen Kontakt mehr. Jede lebt ihr eigenes Leben, auch außerhalb dieser Kleinstadt. In der Gegenwart versucht Sophie zu verstehen wie das eigentlich alles passieren konnte.

Ein tolles Debüt über eine schwierige Mädchenfreundschaft. Erzählt wird aus der Sicht von Sophie auf zwei verschiedenen Zeitebenen. Einmal in der Gegenwart und in der Vergangenheit vor ca. vier Jahren. Nach und nach kommen wir so dem tragischen Ereignis auf die Spur. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Sehr klar und präzise wurde hier geschrieben. Die Charaktere blieben mir leider etwas fremd. Vieles konnte ich nicht so richtig nachvollziehen aber muss ich auch nicht. Das gibt dem Buch noch eine sehr authentische Note. Die Atmosphäre ist recht melancholisch und nachdenklich. Schon spannend wie so eine Freundschaft aussehen kann. Ein sehr komplexes Thema, gut aufgearbeitet.

Für mich kein Highlight aber ließ sich gut lesen. Deshalb empfehle ich euch das Buch gern weiter.

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