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Veröffentlicht am 25.04.2026

Gelungener Genremix

Die Insel meiner Schwester
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An "Die Insel meiner Schwester" von Sara B. Elfgren hatte ich zugegebenermaßen gar nicht mal so hohe Erwartungen. Angekündigt worden war das Buch als "Roman". Ich ließ mich also überraschen! Überrascht ...

An "Die Insel meiner Schwester" von Sara B. Elfgren hatte ich zugegebenermaßen gar nicht mal so hohe Erwartungen. Angekündigt worden war das Buch als "Roman". Ich ließ mich also überraschen! Überrascht wurde ich von einer überaus spannenden Geschichte, die durchaus auch romanhafte Elemente aufwies, die ich aber eigentlich sogar ins Fach "Thriller" einordnen würde. Im Mittelpunkt steht Mirjam, eine junge Frau, die als Kind fast wie nebenbei mitbekommt, dass sie eine Halbschwester hat, ja ihr Vater quasi eine Zweitfamilie, von der ihre Mutter (natürlich) nichts weiß. All das erfahren wir in Rückblicken, der Roman wechselt permanent zwischen Gegenwart und Vergangenheit, alles berichtet aus Mirjams Perspektive. Obwohl der Vater seine Affäre und das daraus entstandene Kind verheimlicht, gelingt es Mirjam, zu ihrer Halbschwester Nia (Kurzform von Lavinia) Kontakt aufzunehmen. Die beiden freunden sich an, diese Beziehung bedeutet Mirjam, die ansonsten wenig bis gar keine Freunde hat, ausgesprochen viel. Doch irgendwann entfernen sich die Schwestern wieder voneinander. Als Nia ihre Halbschwester überraschend zu ihrem 40. Geburtstag einlädt, fährt Mirjam zur Feier auf die Insel, die einst ihrem gemeinsamem Vater gehörte. Mittlerweile ist Nias Ehemann Konrad Eigentümer von Tallholmen, so der Name des Eilands. Doch die Ehe von Konrad und Nia ist alles andere als harmonisch! Auf der Feier droht die toxische Beziehung zu eskalieren. Die Handlung ist von Sara B. Elfgren in flüssigem spannenden Schreibstil geschildert. Nia und Mirjam als Protagonistinnen sind authentisch skizziert, ich fühlte mich ihnen nahe, konnte ihr Verhalten gut nachvollziehen und habe mit beiden mitgefiebert, wie sich die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren entwickeln. Durch die Thriller Elemente konnte ich das Buch stellenweise nur schwer aus der Hand legen! Von mir gibt es auf jeden Fall die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung! Nur sollte man sich unbedingt eher auf einen Thriller einstellen, sonst könnte man ggf. enttäuscht sein.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Lehrreicher Auftakt einer großartigen Familiensaga

Schwesternland
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In Katharina Fuchs‘ neuem Roman „Schwesternland“ steht zunächst Antonia, eine von vier Schwestern im Mittelpunkt. Anlässlich des 100. Geburtstag der Großmutter der Familie rückt das Augenmerk auf ein Ahnengutachten. ...

In Katharina Fuchs‘ neuem Roman „Schwesternland“ steht zunächst Antonia, eine von vier Schwestern im Mittelpunkt. Anlässlich des 100. Geburtstag der Großmutter der Familie rückt das Augenmerk auf ein Ahnengutachten. Die Protagonistin nimmt es zum Anlass, um nach Frankreich zu reisen und sich auf die Spuren ihrer Vorfahrin Jeanne Beauvais zu begeben, die im 17. Jahrhundert im Rahmen der Hugenotten-Verfolgung auf der Flucht war und sich schließlich im Brandenburgischen Havelland ansiedelte. Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt, zum einen in der Gegenwart, wo wir Antonia begleiten, die ihre Masterarbeit schreibt und sich diesbezüglich mit der zweiten Perspektive des Romans, aus der Sicht ihrer Ahnin Jeanne beschäftigt, die als Hugenottin zwangsweise ihr Heimatland verlassen musste. Der häufige Wechsel zwischen den Zeitebenen macht das Buch extrem abwechslungsreich und die Lektüre sehr kurzweilig! Katharina Fuchs hat einen sehr flüssigen Schreibstil und eine packende Art zu erzählen. Außerdem war Ihre Recherchearbeit grandios, so dass ich als Leser vieles aus: der Historie gelernt habe, was das Lesen um so wertvoller gemacht hat! Ihre Protagonistinnen sind selbstbewusste starke Frauenfiguren, die wenn auch mit Umwegen ihren Lebensweg zielstrebig verfolgen und sich auch von Hindernissen und Widrigkeiten nicht abhalten lassen! Hieran lassen sie uns Leser teilhaben, was sich unglaublich spannend gestaltet, so dass man das Buch kaum zur Seite legen kann! Von mir gibt es auf jeden Fall die Höchstzahl an Punkten und eine absolute Leseempfehlung! Da es den Eindruck macht, als wäre dies ein Auftaktband, freue ich mich schon jetzt auf die Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Vera Zischke hat's einfach drauf

Pina fällt aus
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Auf den neuen Roman "Pina fällt aus" von Vera Zischke war ich sehr gespannt! Nachdem ich ihr Vorgängerbuch "Ava liebt noch" geradezu verschlungen hatte, waren hier die Erwartungen entsprechend hoch, doch ...

Auf den neuen Roman "Pina fällt aus" von Vera Zischke war ich sehr gespannt! Nachdem ich ihr Vorgängerbuch "Ava liebt noch" geradezu verschlungen hatte, waren hier die Erwartungen entsprechend hoch, doch ich wurde nicht enttäuscht! Und was noch dazu kommt, und wodurch sich Vera Zischke nun tatsächlich als eine meiner Lieblingsautorinnen etabliert hat, die beiden Romane unterscheiden sich in ihrer Thematik komplett, und doch besticht jeder auf seine Art durch extrem hohe Qualität. Titelgebend steht in der aktuellen Geschichte Pina im Mittelpunkt, eine Frau mittleren Alters, die alleinerziehend mit ihrem 20jährigen Sohn Leo lebt. Hört sich zunächst einmal unspektakulär an, doch ist Leo nicht irgendein 20jähriger, sondern leidet unter starken kognitiven Einschränkungen, könnte quasi als Autist bezeichnet werden. Seine einzige wirkliche Bezugsperson ist also seine Mutter Pina, was sich für diese natürlich als stark belastende Verantwortung darstellt. Doch dann kommt es noch dicker, denn Pina, die offenbar eine schon länger schwelende eigene Erkrankung ignoriert, es wird in Nebensätzen erwähnt, dass sie dauerhaft Tabletten schluckt, bricht auf der Straße zusammen und landet auf der Intensivstation. Was wird nun aus Leo, der bisher augenscheinlich ohne seine Mutter in keiner Weise klar kam. Mutter und Sohn wohnen in einem Mietshaus mit mehreren anderen Menschen unterschiedlichsten Alters. All diese sind in der Vergangenheit aneinander vorbei gelaufen und hatten so gut wie nichts miteinander zu tun. Eine klitzekleine Ausnahme bildete die über 80jährige Inge, die einmal pro Woche für zwei Stunden Leo beaufsichtigte, wenn Pina einkaufen ging. Doch nun ist Leo von jetzt auf gleich auf sich allein gestellt. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven der einzelnen Hausbewohner erzählt, so lernen wir diese nach und nach kennen. Und ob sie wollen oder nicht, sie müssen sich nun um Leo kümmern, denn ganz allein kommt dieser nicht klar, und dies erleben die anderen in der gegebenen Enge eines Mehrfamilienhauses. Dass wir nicht allein auf der Welt sind und durchaus eine Verantwortung für unsere Mitmenschen tragen zeigt Vera Zischke in ihrem Roman! Sie erzählt Pinas und Leos Geschichte in einem tollen Schreibstil, der einen komplett in die Handlung hinein zieht, so werden wir auch als Leser Teil von Leos Schicksal, dass keinen unberührt lassen kann. Auch die anderen Hausbewohner sind keinesfalls fehlerfrei und haben in irgendeiner Form ihr sogenanntes Päckchen zu tragen. Doch wenn man sich gegenseitig hilft und füreinander da ist, ist das alles nur noch halb so schwer. Das ist quasi die Message des Buches. Mich hat das Ganze sehr berührt, und selbstverständlich gibt es hier die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung! Diesen Roman sollte wirklich jeder lesen, ich halte ihn für sehr sehr wichtig, und schon jetzt bin ich in großer Vorfreude auf Neues aus der Feder dieser wunderbaren Autorin!

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Alle glücklich - von wegen

Alle glücklich
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Das neue Buch „Alle glücklich“ von Kira Mohn erzählt in abwechselnden Perspektiven aller vier Familienmitgliedern den Alltag von Nina, Alexander, Ben und Emilia. Jeder der vier ist primär mit sich selbst ...

Das neue Buch „Alle glücklich“ von Kira Mohn erzählt in abwechselnden Perspektiven aller vier Familienmitgliedern den Alltag von Nina, Alexander, Ben und Emilia. Jeder der vier ist primär mit sich selbst beschäftigt und hat leider keine Wahrnehmung dafür, was für teils schwerwiegende Probleme den anderen umtreiben. Nina und Alexander seit vielen Jahren verheiratet funktionieren nur noch, Teenager-Tochter Emilia durchlebt gerade die erste große Liebe mit Höhen und Tiefen, und Ben ist mit seinem Studium und erst recht mit seinem Erfolg beim anderen Geschlecht alles andere als zufrieden. In sehr sehr angenehmem, ja tatsächlich packenden Schreibstil erzählt Kira Mohn, wie die eigentlichen alltäglichen Familienprobleme zunehmend eskalieren. Mich hat das Ganze sehr bewegt, für mich hätte das Buch auch gerne deutlich länger sein können. Einzig das Ende fand ich etwas abrupt und allzu offen, da hätte ich mir mehr Deutlichkeit gewünscht. Trotz dieser kleinen Schwäche gibt es von mir die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Gelungene Fortsetzung der Wohlfühl-Dilogie

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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Nachdem ich kurz zuvor den ersten Teil der Dilogie von Gabriella Engelmann gelesen hatte, war ich natürlich unendlich gespannt, wie die Autorin die Geschichte rund um die starken Frauen über mehrere Generationen ...

Nachdem ich kurz zuvor den ersten Teil der Dilogie von Gabriella Engelmann gelesen hatte, war ich natürlich unendlich gespannt, wie die Autorin die Geschichte rund um die starken Frauen über mehrere Generationen auf der Insel Sylt weiter erzählt. Der zweite Teil hat mir hierbei sogar noch ein kleines bisschen besser gefallen als die Ausgangsstory, hier hatten die Figuren in meinen Augen noch mehr Tiefe, das Gesamte war noch spannender und hatte mehr Aussagekraft. Der Schreibstil hat mir überaus gut gefallen, ich konnte von Beginn an in die Handlung eintauchen. Auch das wunderschön gestaltete Cover hat dazu beigetragen, dass ich das Buch immer wieder sehr gerne zur Hand genommen habe. Alle Protagonistinnen waren extrem authentisch skizziert und mir sehr nahe. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven und auf zwei zeitlichen Ebenen erzählt, was das Ganze sehr abwechslungsreich und spannend macht! Die Journalistin Anna, die in der Gegenwart der 85jährigen Fenja bei der Suche nach ihrer über Jahrzehnte verschollenen Schwester Martje behilflich ist, deren Werdegang uns immer wieder mit in die Vergangenheit nimmt, lässt einen als Leser mit fiebern und den Roman nur ungern aus der Hand legen. Besonders gut gefallen haben mir bei der Lektüre die wunderschönen idyllischen Landschaftsbeschreibungen. Gabriella Engelmann bringt das Setting sehr gekonnt rüber, so dass man das Gefühl hat, den Nordseewind und die Atmosphäre an der Küste regelrecht zu spüren! Für mich war die Dilogie die erste Berührung mit der Autorin, aber mit Sicherheit möchte ich nun noch weitere Bücher von ihr lesen. Ich kann auf jeden Fall eine absolute Leseempfehlung aussprechen und vergebe gerne die volle Punktzahl!

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