„Liv geht aufs Töpfchen“ ist ein liebevoll gemachtes Mitmachbuch für alle kleinen Töpfchen-Anfänger ab etwa 2 Jahren. Liv will endlich keine Windel mehr – also geht’s mit Papa los, ein cooles Drachen-Töpfchen ...
„Liv geht aufs Töpfchen“ ist ein liebevoll gemachtes Mitmachbuch für alle kleinen Töpfchen-Anfänger ab etwa 2 Jahren. Liv will endlich keine Windel mehr – also geht’s mit Papa los, ein cooles Drachen-Töpfchen aussuchen! Das Buch zeigt kindgerecht und ganz ohne Druck, wie Liv ihren Weg findet, mit kleinen Rückschlägen und ganz viel Ermutigung. Besonders schön: Mit dem tiptoi-Stift wird alles lebendig: es gibt Geräusche, Lieder und kleine Spiele, die richtig Spaß machen. Auch Livs Zwillingsschwester Smilla ist dabei – sie lässt sich mehr Zeit, und das ist völlig okay. Eine schöne Botschaft für Kinder und Eltern. Ein tolles Buch, das hilft das Thema Sauberwerden spielerisch ans Kind zu bringen. Meiner Tochter hat das sehr viel Spaß gemacht, trocken geworden ist sie dadurch aber nicht, aber das habe ich auch nicht erwartet ;)
Ich habe dieses Buch sehr gemocht. Gleichzeitig würde ich es nicht uneingeschränkt jeder Person empfehlen, auch wenn ich ihm von Herzen viele Leserinnen und Leser wünsche. Und ich würde es gerne jedem, ...
Ich habe dieses Buch sehr gemocht. Gleichzeitig würde ich es nicht uneingeschränkt jeder Person empfehlen, auch wenn ich ihm von Herzen viele Leserinnen und Leser wünsche. Und ich würde es gerne jedem, der meint Bücher abseits der Mainstream Narrative würden nicht mehr geschrieben und veröffentlicht werden um die Ohren klatschen.
Trotzdem ist das Buch nicht für jeden.
Im Zentrum stehen Themen wie mentale Gesundheit, Anderssein, Emotionen und der Umgang mit ihnen. Der Text scheut sich nicht davor, empfindliche Stellen zu berühren und legt stellenweise sehr direkt den Finger in die Wunde. Dabei werden Mental Health und Neurodivergenz weder romantisiert noch als bloßes erzählerisches Werkzeug behandelt. Sie sind hier keine Superkraft und kein dramatischer Plot Point, sondern etwas Vielschichtiges, das das Leben manchmal erleichtert und oft deutlich schwerer macht. Zwischen traurigen Momenten und schmerzhaften Erkenntnissen finden sich immer wieder hoffnungsvolle Gedanken, die mir noch lange im Kopf herum geschwirrt sind.
Die Erzählweise ist bewusst ruhig und langsam. Wer sehr temporeiche Geschichten gewohnt ist, besonders aus der Urban Fantasy, könnte zunächst überrascht sein. Viel Raum nimmt der innere Monolog ein. Violet denkt nach, zweifelt, wägt Möglichkeiten ab und korrigiert sich selbst immer wieder. Das Buch nimmt sich Zeit und erwartet diese Zeit auch von seinen Lesenden. Der Fall passiert gefühlt eher so nebenher und nimmt erst gegen Ende richtig an Fahrt auf.
Trotz des poppigen Covers und der Erwartungen, die man durch andere Werke des Autors vielleicht mitbringt, ist diese Geschichte deutlich weniger humorvoll als vermutet. Das ist sowohl im Marketing des Buches erwähnt als auch auf den ersten Seiten im Intro des Autors, also keine Überraschung.
RICHTIG lustig sind dagegen die Kapitelüberschriften. Ich weiß dass viele diese nicht so bewusst lesen, aber hier würdet ihr etwas verpassen.
Besonders begeistert haben mich die Figuren und ihre Beziehungen zueinander. Es tut einfach gut zu lesen, wie sie einander unterstützen, auffangen und guttun. Spannende Dynamik entsteht hier nicht durch toxische Beziehungen oder einen absichtlich schwierigen Love Interest, sondern gerade durch Fürsorge und emotionale Ehrlichkeit. Ein kleines zusätzliches Highlight ist der Love Interest selbst, der nicht dem üblichen Ideal des makellosen Muskelpakets entspricht. Ein Charakter mit Dad Bod ist selten genug vertreten und macht die Geschichte auf eine sehr sympathische Weise noch ein Stück vielfältiger.
Die Geschichte spielt im gleichen Universum wie "Mona", aber bis hin zu einer Anspielung am Ende bleibt sie davon losgelöst; man braucht also weder die Mona Trilogie noch den Boris Einzelband gelesen haben. Apropos Anspielungen: Wie auch bereits bei Mona gibt es einige Nerd-Anspielungen, wie z.B. zu Doctor Who (was ich immer sehr feiere).
Am Schluss gibt es noch ein paar Comic-Seiten. Ich finde das ja super, weil man dann genau weiß wie der Autor sich die Charaktere bzw. bestimmte Szenen vorgestellt hat. (und diejenigen die das nicht mögen und sich lieber eigene Vorstellungen machen, können das ja überblättern)
"Violet" ist keine leichte, schnelle Wohlfühllektüre, auch wenn es zwischendurch Wärme und Hoffnung schenkt. Es fordert Aufmerksamkeit und emotionale Offenheit. Wer sich auf eine ruhige, intensive Geschichte über Gefühle, Identität, psychische Gesundheit und zwischenmenschliche Nähe einlassen möchte, könnte hier jedoch etwas sehr Besonderes finden.
Das Buch ist ein Retelling von Schwanensee und greift viele der bekannten Motive und Symbole auf (Eule, Schwan, See oder Krone etc.). Gleichzeitig erzählt das Buch aber seine ganz eigene Version der Geschichte ...
Das Buch ist ein Retelling von Schwanensee und greift viele der bekannten Motive und Symbole auf (Eule, Schwan, See oder Krone etc.). Gleichzeitig erzählt das Buch aber seine ganz eigene Version der Geschichte und entwickelt daraus etwas Eigenständiges.
Man kann das Buch problemlos genießen, ohne das Original zu kennen. Wer Schwanensee jedoch kennt, wird vermutlich besonders viel Freude daran haben. Immer wieder hatte ich das Gefühl zu wissen, wie es weitergeht oder wohin sich die Handlung entwickelt, nur um dann doch überrascht zu werden.
Die Sprache des Romans ist stellenweise etwas verschnörkelt. Das ist normalerweise nicht ganz mein Geschmack. Hier hat es für mich jedoch überraschend gut funktioniert, weil es wunderbar zur Atmosphäre der Geschichte passt und ihr eine fast märchenhafte, Theater-eske Stimmung verleiht.
Tatsächlich erinnerte mich die Struktur des Buches stellenweise an ein Theaterstück: Zu Beginn werden die Personen aufgelistet und zu Anfang der Kapitel wird der Ort genannt, wodurch jede Szene sehr klar gesetzt ist.
Vor allem die Stimmung hat mir sehr gut gefallen. Die Atmosphäre war dicht und insgesamt hat mir das Lesen wirklich viel Spaß gemacht.
„Hilf den Fahrzeugen“ von Nico Sternbaum ist ein liebevoll gestaltetes Mini-Mitmachbuch, das auf jeder Seite eine fröhliche Illustration mit einer leicht verständlichen Aktion kombiniert. Kinder werden ...
„Hilf den Fahrzeugen“ von Nico Sternbaum ist ein liebevoll gestaltetes Mini-Mitmachbuch, das auf jeder Seite eine fröhliche Illustration mit einer leicht verständlichen Aktion kombiniert. Kinder werden spielerisch dazu eingeladen, den Fahrzeugen zu helfen – durch Pusten, Schütteln, Tippen oder bestimmte Geräusche.
Ursprünglich war ich unsicher, ob meine 2,5‑jährige Tochter noch zur Zielgruppe gehört, doch sie war sofort begeistert und wollte die Aufgaben immer wiederholen. Gleichzeitig eignet sich das Buch auch wunderbar für jüngere Kinder, auch wenn diese vielleicht noch nicht alles komplett ausführen können.
Das kompakte Format liegt gut in kleinen Händen, und die stabilen, hochwertigen Seiten lassen sich mühelos auch von kleinen Kinderhänden umblättern. Insgesamt ist es ein charmantes, fröhliches Buch, das Interaktion fördert und bei uns definitiv für viele schöne Lese-Momente sorgt. Eine klare Empfehlung!
Der zweite Teil hat mir sogar noch besser gefallen als der Erste.
Ich mag Jia als Protagonistin unheimlich gern. Thea Hong meinte, das Buch hätte Buffy-Vibes – und das stimmt auch. Jia ist knallhart, ...
Der zweite Teil hat mir sogar noch besser gefallen als der Erste.
Ich mag Jia als Protagonistin unheimlich gern. Thea Hong meinte, das Buch hätte Buffy-Vibes – und das stimmt auch. Jia ist knallhart, berechnend und liebt das Kämpfen. Dabei ist sie innerlich tief verunsichert und einsam. Also wie Faith, einer meiner Lieblingscharaktere in der Serie.
Besonders schön fand ich, dass Jia durch die Zeitreise quasi einen Neuanfang bekommt und zum ersten Mal in ihrem Leben echte Freundschaften schließen kann.
Auch die Chemie zwischen Jia und ihrem Love Interest hat mir ebenfalls sehr gefallen.
Zeitreisegeschichten, in denen etwas verhindert werden soll, spielen ja immer auf zwei Ebenen, und auch hier denkt man: Was ist eigentlich in der "normalen" Zeitlinie passiert? Das Buch erklärt das nicht bis ins letzte Detail, aber man kann sich vieles selbst zusammenreimen. Ich persönlich war froh, dass die Autorin einem das nicht noch zusätzlich vorkaut - auch wenn es sicher Lesende geben wird, die es weniger mögen, dass nicht alles auf dem Silbertablett serviert wird.
Es ist ein Own-Voice-Roman mit koreanischem Setting, und ich finde es großartig, wie man (wie schon im ersten Band) ganz nebenbei Einblicke in Geschichte und Kultur bekommt: Kleidung, Essgewohnheiten, Architektur. Manche Begriffe musste ich tatsächlich im Glossar nachschlagen.
Meiner Meinung nach muss man den ersten Teil nicht zwingend gelesen haben, um die Handlung hier im zweiten Teil zu verstehen, weil beide eine eigenständige Handlung haben; auch wenn dieser natürlich zusätzlichen Kontext liefert.
Alles in allem ist das ein sehr gelungener Abschluss der Dilogie, und ich kann beide Teile wirklich empfehlen.