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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2025

Nette Sports Romance für zwischendurch

Mismatch
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Ich hatte noch nie wirklich viel mit Sport am Hut, bin aber letztes Jahr auf den Geschmack von Sports Romances gekommen. In "Mismatch" von Laura Willud steht der Basketball-Sport im Vordergrund, was ich ...

Ich hatte noch nie wirklich viel mit Sport am Hut, bin aber letztes Jahr auf den Geschmack von Sports Romances gekommen. In "Mismatch" von Laura Willud steht der Basketball-Sport im Vordergrund, was ich eine gelungene Abwechslung fand. Außerdem hatte ich direkt Flashbacks in meine Jugend, da ich damals ein riesiger "One Tree Hill"-Fan war. 🏀

Der Einstieg in die Story ist mir sehr leicht gefallen, da der Schreibstil schön leicht und angenehm ist. Hin und wieder fand ich Formulierungen und Dialoge etwas hölzern, was mich jedoch nicht wirklich gestört hat. Sehr gut gefallen hat mir das Kleinstadt-Setting, das sehr bildhaft und cozy beschrieben wird. 🥰

Erzählt wird die Story abwechselnd aus Sicht von Joyce und Austin, deren beider Leben sich um Basketball dreht. Austin ist der neue Starspieler des Collegeteams, während Joyce als angehende Sportjournalistin kein Spiel der Hopeville Dragons verpasst. Während mir Austin auf Anhieb sehr sympathisch war, hatte ich mit Joyce anfangs so meine Probleme. Für meinen Geschmack war sie etwas zu übergriffig und zu sehr von der Idee besessen, hinter Austins Geheimnis zu kommen – das ich ehrlich gesagt auch etwas zu unspektakulär fand. Ich hatte hier mit etwas viel Schlimmerem gerechnet. 🙈

Generell muss ich sagen, dass mir die Story leider etwas zu oberflächlich war und ich etwas mehr Tiefe vermisst habe. Die Charaktere bleiben recht blass und eindimensional – allen voran Joyces Bruder Joshua, der mir von Anfang bis Ende einfach nur unsympathisch war.

Insgesamt ist "Mismatch" eine süße Sports Romance für zwischendurch, die mir aber die meiste Zeit einfach zu oberflächlich geblieben ist.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Tolle Idee, aber Potenzial nicht ausgeschöpft

Death in Brachstedt
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Mit "Death in Brachstedt" von Tobias Wagner habe ich mich mal wieder an einen Jugendroman herangetraut. Ein verschwundender Vater, zwei Teenager, die auf sich allein gestellt sind und einen Kurzfilm drehen, ...

Mit "Death in Brachstedt" von Tobias Wagner habe ich mich mal wieder an einen Jugendroman herangetraut. Ein verschwundender Vater, zwei Teenager, die auf sich allein gestellt sind und einen Kurzfilm drehen, und so manch bizarres Abenteurer – das klang einfach so gut!

Auch wenn der Schreibstil flüssig ist und mir gut gefallen hat, hatte ich dennoch am Anfang ein paar Probleme, in die Story hineinzufinden. Der 15-jährige Protagonist Leo ist (wie auch sein bester Freund Henri und die ganzen anderen Charaktere) recht merkwürdig und war für mich deshalb nicht wirklich greifbar. So unterhält er sich z.B. im ersten Kapitel in seiner Vorstellung mit Nora Tschirner und macht sich auch nicht wirklich Sorgen, als sein Vater spurlos verschwindet. Vielmehr freut er sich, dass er sturmfrei hat, und lädt Henri zu sich ein.

Gemeinsam erleben die beiden eine Woche, die fast schon einem Fiebertraum gleicht. Eine bizarre Situation jagt die nächste und vieles erschien mir so surreal, dass ich nicht wusste, was ich davon halten soll. Vor allem die Sache mit dem Schlüssel im Bahnhof war so absurd und wurde auch nie wirklich aufgelöst, was mich doch sehr irritiert hat.

Toll fand ich die alltäglichen Themen des Erwachsenwerdens. Freundschaft, die erste Liebe und familiäre Probleme spielen eine große Rolle in Leos Leben, und vor allem seine Freundschaft zu Henri hat mir so gut gefallen. Denn auch wenn beide als Teenager sehr mit sich selbst beschäftigt sind und auch öfter mal aneinander vorbeireden, sind sie doch immer füreinander da. Und auch der gemeinsame Filmdreh hat einfach Spaß gemacht und mich zum Schmunzeln gebracht.

Insgesamt ist "Death in Brachstedt" eine unterhaltsame wenngleich auch skurrile Coming-of-Age-Story, die für meinen Geschmack aber etwas zu oberflächlich geblieben ist. Sehr schade, denn das Potenzial war da, vor allem auch in Bezug auf die Demenzerkrankung von Leos Vater.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Leider nicht so stark wie erwartet

Mit kaltem Kalkül
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Ich hatte Michael Tsokos schon lange auf meiner Wunschliste, da ich Rechtsmedizin und forensische Anthropologie total spannend finde und auch ein riesiger "Bones"-Fan bin. Deshalb hatte ich mich sehr auf ...

Ich hatte Michael Tsokos schon lange auf meiner Wunschliste, da ich Rechtsmedizin und forensische Anthropologie total spannend finde und auch ein riesiger "Bones"-Fan bin. Deshalb hatte ich mich sehr auf "Mit kaltem Kalkül" rund um die Rechtsmedizinerin Dr. Sabine Yao gefreut.

Leider hatte ich aber schon zu Beginn Probleme, in die Story hineinzufinden. Dies lag zum einen an den beiden voneinander losgelösten Erzählsträngen. Während der ehemalige jordanische Geheimdienstler Khalaf auf eigene Faust nach dem verschwundenen Jungen sucht, beschäftigen sich Dr. Sabine Yao und ihr Team parallel mit einigen rechtsmedizinischen Fällen, die aber alle nichts mit der eigentlichen Handlung zu tun haben. Es werden viele Figuren und Fälle eingeführt, ohne dass jedoch wirklich etwas passiert, wodurch ich vor allem das erste Drittel als recht spannungsarm und langatmig empfand.

Hinzu kommt, dass ich mit dem Schreibstil von Tsokos nicht wirklich warm geworden bin. Die Sätze sind oft sehr lang und verschachtelt, wodurch der Lesefluss sehr beeinträchtigt wird. Außerdem waren mir die Beschreibungen zum Teil zu detailliert und es gab recht viele Wiederholungen.

Sabine Yao ist aber eine sehr sympathische Protagonistin. Mir hat es gefallen, Einblicke in ihr Leben und ihre Arbeit zu bekommen. Dennoch ist sie die ganze Zeit sehr blass geblieben. In der ersten Hälfte taucht sie kaum auf, während sie in der zweiten Hälfte mehr oder weniger im Schatten der leitenden Ermittlerin Monica Monti steht. Das fand ich sehr schade, da ich so gerne mehr über Yao und ihre Arbeit erfahren hätte.

Alles in allem ist "Mit kaltem Kalkül" damit leider hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben. Nach einem holprigen Start hat die Story aber glücklicherweise an Fahrt aufgenommen, nachdem die beiden Handlungsstränge zusammengeführt wurden. Da ich so viel Gutes über Tsokos gehört habe, werde ihm auf jeden Fall noch eine Chance geben.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Viel Potenzial, aber leider wenig Tiefgang

Selling Dreams
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Ich muss sagen, ich habe mich riesig auf "Selling Dreams" von April Dawson gefreut. Ich liebe New York als Setting, und bisher habe ich noch nie ein Buch gelesen, in dem die Protagonisten Immobilienmakler ...

Ich muss sagen, ich habe mich riesig auf "Selling Dreams" von April Dawson gefreut. Ich liebe New York als Setting, und bisher habe ich noch nie ein Buch gelesen, in dem die Protagonisten Immobilienmakler sind. Das klang für mich einfach total spannend und ich konnte es kaum erwarten, in die glamouröse Immobilienwelt des Big Apples einzutauchen. 🗽

Der Einstieg in die Story fiel mir total leicht – nicht zuletzt wegen des flüssigen und einnehmenden Schreibstils. Hinzu kommt, dass mir Marissa und Calder als Protagonisten direkt sympathisch waren. Ich war schon gespannt darauf, mehr über sie zu erfahren und zu sehen, wie die beiden sich näherkommen. Zudem fand ich die Idee mit dem Wettbewerb darum, wer die meisten Apartments verkauft, toll. 🤭 Dadurch wurde der Rivals-to-Lovers-Trope noch einmal richtig angeheizt.

Leider ging das anfängliche Knistern und die Chemie zwischen Calder und Marissa für mich irgendwann verloren. Die Kommunikation zwischen den beiden bleibt recht oberflächlich und bezieht sich zumeist nur auf die Arbeit, wodurch die emotionale Tiefe auf der Strecke bleibt.

Ein weiterer Punkt, der mich gestört hat: Es wurden einfach zu viele Nebencharaktere und Storylines eingeführt, die dann leider nur sehr oberflächlich abgehandelt wurden. Vor allem Calders Erzfeind Brady fand ich schwierig: Er wurde extrem klischeehaft und fast schon stereotyp böse dargestellt. Dadurch hat sich sein gesamtes Verhalten für mich alles andere als realistisch angefühlt.

​Insgesamt konnte mich "Selling Dreams" trotz des vielversprechenden Starts und der coolen Grundidee nicht richtig abholen, da mir die Tiefe und die Emotionen zwischen den Charakteren gefehlt haben. Schade, denn das Setting hatte so viel Potenzial für eine richtig tolle Geschichte. 🥲

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Nicht meins

Into the Abyss
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Mit ihren letzten drei Büchern hat sich Vi Keeland für mich zur Queen of Romance entwickelt. Ich habe die Geschichten geliebt, mit den Charakteren mitgefiebert und das Knistern förmlich gespürt. Umso gespannter ...

Mit ihren letzten drei Büchern hat sich Vi Keeland für mich zur Queen of Romance entwickelt. Ich habe die Geschichten geliebt, mit den Charakteren mitgefiebert und das Knistern förmlich gespürt. Umso gespannter war ich auf ihr neues Werk "Into the Abyss", das Romance mit Suspense verknüpft.

Der Einstieg fiel mir gewohnt leicht, da Keelands Schreibstil einfach flüssig und mitreißend ist. Erzählt wird die Story auf zwei Zeitebenen aus Sicht der Protagonistin Dr. Meredith McCall, die seit einem tragischen Unfall nicht mehr sie selbst ist. Als ihr eines Tages plötzlich Gabriel Wright zufällig über den Weg läuft, der mit diesem schmerzhaften Kapitel in ihrem Leben verbunden ist, entwickelt sie eine regelrechte Obsession ihm gegenüber...

Die Grundidee fand ich anfangs total spannend! Ich wollte unbedingt wissen, was damals passiert ist und warum Meredith sich solche Vorwürfe macht. Doch das Interesse schlug leider schnell in Frust um: Mit ihrer obsessiven Art hat mich Meredith irgendwann so genervt, dass ich nur noch den Kopf schütteln konnte. Sie ist eine erfahrene Psychiaterin, nimmt Gabriel dann aber als Patienten an und benimmt sich die meiste Zeit so irrational und unprofessionell, dass es auf mich einfach nur noch konstruiert wirkte. 🙄

Zudem habe ich die Chemie zwischen Meredith und Gabriel absolut nicht gespürt. Was mir sonst bei Keeland so gut gefällt, ist der Mix aus Emotionen und Prickeln – und das hat mir hier definitiv gefehlt. Was mich aber am meisten gestört hat, war das Stalking-Thema, das sich durch die komplette Story zieht und meiner Meinung nach viel zu sehr romantisiert wird. Irgendwann stalkt gefühlt jeder jeden und ich musste mich regelrecht durch das Buch kämpfen. 😬🙈

​Insgesamt konnte mich "Into the Abyss" damit leider nicht abholen. Für mich bleibt Keeland die Queen of Romance und ich freue mich schon tierisch auf ihre nächsten Veröffentlichungen, aber um ihre Ausflüge in andere Genres werde ich wohl erstmal einen Bogen machen. 🙈

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