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Veröffentlicht am 11.04.2026

spannend von der ersten bis zur letzten Seite

Missing Page - Tödliche Worte
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„Missing Page – Tödliche Worte“ von Katie Kento erzählt von der 17-jährigen Toni, die nach Schottland reist, um an einem exklusiven Schreibworkshop eines gefeierten Bestsellerautors teilzunehmen. Doch ...

„Missing Page – Tödliche Worte“ von Katie Kento erzählt von der 17-jährigen Toni, die nach Schottland reist, um an einem exklusiven Schreibworkshop eines gefeierten Bestsellerautors teilzunehmen. Doch schnell wird klar, dass hinter dem Workshop weit mehr steckt: Der Autor stellt in Aussicht, sein gesamtes Vermögen einem der Teilnehmenden zu vermachen. Während der Ehrgeiz unter den Jugendlichen wächst, schneidet ein Sturm die Gruppe von der Außenwelt ab und unheimliche Dinge beginnen zu geschehen. Geheimnisse, Albträume und eine immer bedrohlichere Atmosphäre führen schließlich zu einer blutigen Tragödie, die alles verändert.

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wo ich anfangen soll, denn dieses Buch hat mich wirklich komplett gepackt. Ich habe es tatsächlich fast in einem Rutsch durchgelesen, weil ich einfach nicht mehr aufhören konnte. Dieses typische „nur noch ein Kapitel“-Gefühl war hier extrem stark.

Was mir von Anfang an unglaublich gut gefallen hat, ist der Schreibstil. Katie Kento schreibt sehr flüssig, aber gleichzeitig auch unglaublich atmosphärisch. Es entsteht dieses leise, unterschwellige Unbehagen, das sich wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte zieht. Schon früh hatte ich das Gefühl: Hier stimmt irgendetwas ganz und gar nicht. Und genau dieses Gefühl lässt einen einfach nicht mehr los.
Die Atmosphäre ist wirklich ein Highlight. Dieses abgeschottete Setting in Schottland, der Sturm, der die Gruppe isoliert, das geheimnisvolle Anwesen – das alles erzeugt eine düstere und unheimliche Stimmung.

Auch die Handlung hat mich total überzeugt. Es gibt keine Längen, keine langweiligen Passagen, im Gegenteil: Die Spannung baut sich konstant auf und wird immer weiter gesteigert. Besonders stark fand ich, dass man die ganze Zeit miträtselt. Ich hatte unzählige Theorien im Kopf, habe versucht, die Hinweise zusammenzusetzen und trotzdem blieb vieles lange undurchsichtig.
Der „Kriminalfall“ innerhalb der Story ist richtig gut gelungen. Vieles wirkt zunächst unscheinbar, fast beiläufig, und genau das macht es so schwer, den Überblick zu behalten. Ich konnte mir lange keinen richtigen Reim auf alles machen.
Und dann dieses Ende…
Der letzte Abschnitt hat für mich nochmal alles rausgeholt. Die Spannung wird nochmal extrem angezogen, der Plot entwickelt sich richtig stark weiter.
Was ich dabei besonders gelungen fand: Die vielen kleinen Details, die vorher eingestreut wurden, werden am Ende wieder aufgegriffen und sinnvoll erklärt. Alles wirkt stimmig, durchdacht und gut konstruiert. Genau so muss ein guter Thriller für mich sein.

Ein weiterer Pluspunkt waren für mich die Charaktere, vor allem weil man nie ganz sicher sein kann, wem man trauen sollte. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass bestimmte Figuren mehr wissen, als sie zugeben. Besonders bei einigen Nebencharakteren kamen bei mir zunehmend Zweifel auf, was ihre Rolle in der ganzen Geschichte angeht.
Toni fand ich als Hauptfigur besonders gelungen, weil sie gleichzeitig greifbar und geheimnisvoll ist. Einerseits wirkt sie wie eine typische Teilnehmerin des Workshops, andererseits merkt man schnell, dass sie ein eigenes, verborgenes Ziel verfolgt, was ihr Handeln immer wieder in ein anderes Licht rückt.
Vor allem ihre Albträume und das Schlafwandeln machen sie zu einer extrem spannenden Figur. Die Szenen, in denen sie Dinge tut, an die sie sich später kaum erinnern kann, waren für mich richtig intensiv, weil man nie genau weiß, ob man ihrer Wahrnehmung trauen kann. Dadurch entsteht ständig dieses Gefühl von Unsicherheit.

Fazit

Abschließend kann ich nur sagen: „Missing Page – Tödliche Worte“ von Katie Kento hat mich durchgehend gefesselt. Die Spannung bleibt wirklich bis zur letzten Seite erhalten, es gibt keine Durststrecken, und dieses permanente Miträtseln macht einfach unglaublich viel Spaß.
Für mich definitiv ein Highlight – richtig gut gemacht!

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  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 08.04.2026

Viel Gefühl zwischen den Seiten

Blue Sparrow Girls – The Melody of You and Me
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Nach dem plötzlichen, tragischen Tod ihrer Mutter gerät Olives Leben völlig aus den Fugen. Um Abstand zu gewinnen und gleichzeitig ihrer Mutter näher zu sein, zieht sie nach Nashville, in die Stadt, die ...

Nach dem plötzlichen, tragischen Tod ihrer Mutter gerät Olives Leben völlig aus den Fugen. Um Abstand zu gewinnen und gleichzeitig ihrer Mutter näher zu sein, zieht sie nach Nashville, in die Stadt, die einst eine große Rolle im Leben ihrer Mutter spielte. Dort verfolgt Olive ihren Traum, Songwriterin zu werden. In ihrer neuen WG findet sie schnell Anschluss bei Jules und Emily, mit denen sie nicht nur eine wunderschöne Dachterrasse, sondern auch eine enge Freundschaft teilt. Doch direkt gegenüber wohnt eine Jungs-WG, mit der sich die WG in einer regelrechten Fehde befindet. Streiche, Streit und klare Regeln inklusive: Die Jungs sind tabu. Für Olive eigentlich kein Problem… wäre da nicht Drew, mit dem sie bereits einen besonderen Abend verbracht hat und der sie seitdem nicht mehr loslässt.
Während zwischen ihnen etwas wächst, hilft Drew ihr auch dabei, ihre Gefühle in Songs zu verwandeln und Olive beginnt langsam, ihren Weg zurück ins Leben zu finden.

„Blue Sparrow Girls – The Melody of You and Me“ von Laura Willud hat mich auf eine ganz leise, aber unglaublich intensive Weise berührt. Es ist eines dieser Bücher, das sich nicht laut in den Vordergrund drängt, sondern sich Stück für Stück in mein Herz geschlichen hat.

Der Schreibstil von Laura Willud ist angenehm leicht, fast schon sanft, aber gleichzeitig emotional tief. Ich hatte beim Lesen ständig das Gefühl, ganz nah bei Olive zu sein, als würde ich ihre Gedanken nicht nur lesen, sondern wirklich fühlen. Besonders die Passagen rund um ihre Songs waren für mich ein Highlight. Dort wird ihre Trauer, ihr Schmerz, aber auch ihre Hoffnung so greifbar, dass ich mehrfach innehalten musste. Diese Verbindung von Musik und Emotionen schafft eine unglaublich dichte Atmosphäre, die sich durch das ganze Buch zieht.

Überhaupt ist die Atmosphäre ein großer Pluspunkt: Nashville wird so lebendig beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, selbst auf dieser Dachterrasse zu stehen, den Blick über die Stadt schweifen zu lassen und die warme Abendluft zu spüren. Gleichzeitig liegt über allem eine gewisse Melancholie, die perfekt zu Olives Geschichte passt, aber ohne dabei erdrückend zu wirken. Es ist vielmehr ein vorsichtiges, hoffnungsvolles Gefühl, das sich immer weiter entfaltet.

Olive selbst habe ich wirklich gefühlt. Ihren Schmerz über den Verlust ihrer Mutter, ihren inneren Kampf, ihre Versuche, irgendwie weiterzumachen – all das wirkte unglaublich authentisch. Besonders berührt hat mich ihr Weg: raus aus der Trauer, raus aus der Einsamkeit und hin zu sich selbst. Wie sie durch das Schreiben ihrer Songs ihre Gefühle verarbeitet und langsam wieder Freude und Sinn im Leben findet, war für mich einer der stärksten Aspekte des Buches. Sie ist einfach ein durch und durch guter Mensch: warmherzig, loyal und ehrlich, jemand, den man sofort ins Herz schließt.

Und dann ist da Drew. Ich mochte ihn wirklich sehr, gerade weil er eben kein typischer Bad Boy ist. Er ist eher dieser „Golden Retriever Boyfriend“ – offen, herzlich, unterstützend. Sein Herz liegt ihm auf der Zunge, und er ist immer für die Menschen da, die ihm wichtig sind. Trotz seiner eigenen Verletzungen durch die Vergangenheit bleibt er weich und ehrlich, was ich unglaublich erfrischend fand. Die Entwicklung zwischen ihm und Olive war für mich genau richtig: zart, intensiv und vor allem echt. Da war keine künstliche Dramatik und kein unnötiger Streit, stattdessen einfach zwei Menschen, die sich gegenseitig Halt geben und zusammen wachsen.

Was ich ebenfalls besonders hervorheben möchte, ist die Freundschaft zwischen Olive, Jules und Emily. Diese Mädels-WG war einfach großartig. So viel Loyalität, Ehrlichkeit und gegenseitiger Support, das hat sich einfach gut angefühlt. Diese „Mädelspower“ war nicht aufgesetzt, sondern wirkte echt und stark. Es tat richtig gut, eine so gesunde und unterstützende Dynamik zu lesen, in der jede für die andere da ist.

Auch die Handlung insgesamt lebt weniger von großen, dramatischen Wendungen, sondern vielmehr von emotionaler Entwicklung. Es geht um Heilung, um Neuanfänge, um das Wiederfinden von sich selbst.
Für mich ist es ein absoluter Feel-Good-Roman, aber auf eine ruhige, tiefgehende Art. Kein Kitsch, keine toxischen Beziehungen, kein unnötiges Drama, sondern ganz viel Herz, Wärme und Echtheit.

Fazit

In „Blue Sparrow Girls – The Melody of You and Me“ von Laura Willud hat für mich einfach alles gepasst: die Charaktere, die Atmosphäre, die emotionale Tiefe und diese besondere Leichtigkeit, die das Buch trotz der schweren Themen vermittelt. Es ist eine Geschichte, die zeigt, dass man auch nach den dunkelsten Momenten wieder Licht finden kann – manchmal durch Musik, manchmal durch andere Menschen und manchmal einfach durch sich selbst.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.04.2026

chaotisch witzige Geisterjagd

The Girls Ghostbusting Agency – Crazy Spooky Love
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Melody Bittersweet besitzt eine außergewöhnliche Gabe: Sie kann Geister sehen und mit ihnen sprechen. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Marina gründet sie deshalb die „Girls Ghostbusting Agency“, um ...

Melody Bittersweet besitzt eine außergewöhnliche Gabe: Sie kann Geister sehen und mit ihnen sprechen. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Marina gründet sie deshalb die „Girls Ghostbusting Agency“, um anderen Menschen bei übernatürlichen Problemen zu helfen.
Ihr erster großer Auftrag führt sie in ein altes Herrenhaus, in dem drei verstorbene Brüder festsitzen – gefangen durch eine ungelöste Familientragödie. Während Melody versucht, die Wahrheit hinter dem Tod des jüngsten Bruders aufzudecken und die Geister zu befreien, gerät sie nicht nur mit ihrem früheren Freund und Rivalen Leo Dark aneinander, sondern auch mit dem skeptischen Journalisten Fletcher Gunn, der sie für eine Hochstaplerin hält. Doch je tiefer sie in den Fall eintaucht, desto komplizierter werden nicht nur die Ermittlungen, sondern auch ihre Gefühle.

„The Girls Ghostbusting Agency“ von Josie Silver hat mich auf eine sehr eigene, charmante und überraschend vielschichtige Weise abgeholt.
Ich muss aber direkt zugeben: Der Schreibstil war für mich am Anfang wirklich gewöhnungsbedürftig. Er ist extrem humorvoll, sehr (selbst)ironisch und stellenweise fast schon ein bisschen „zu viel des Guten“. Ich habe anfangs ein paar Seiten gebraucht, um mich darauf einzulassen, weil die Erzählstimme so präsent und verspielt ist. Aber genau das hat sich dann als große Stärke herausgestellt. Sobald ich mich daran gewöhnt hatte, fand ich diesen Stil einfach großartig. Er macht das Buch unglaublich besonders, bringt so viel Witz und Charme mit und lockert die Geschichte auf eine ganz eigene Weise auf.

Die Atmosphäre ist dabei eine richtig gelungene Mischung: Einerseits haben wir diese leicht düstere, geheimnisvolle Geistergeschichte rund um das alte Herrenhaus und die drei Brüder, andererseits ist alles durchzogen von Humor, Schlagfertigkeit und skurrilen Momenten. Genau diese Balance hat mir richtig gut gefallen, weil das Buch dadurch nie schwer wirkt, obwohl es eigentlich auch um tragische Hintergründe und ungelöste Konflikte geht.

Was mich aber am meisten begeistert hat, waren die Charaktere. Ich fand sie wirklich absolut umwerfend und liebenswert und zwar jeden auf seine ganz eigene Art.
Besonders die „Crew“ der Ghostbusting Agency ist mir total ans Herz gewachsen: Melody als Protagonistin, die gleichzeitig stark, chaotisch und unglaublich witzig ist; Marina als beste Freundin, die immer da ist und einen schlagfertigen Kommentar auf der Zunge hat; und natürlich der anfangs etwas unsichere Praktikant Artie. Selbst Dinge wie das Auto Barb bekommen so viel Persönlichkeit, dass man sie einfach mögen muss. Die Figuren wirken alle so lebendig, natürlich und individuell, dass ich beim Lesen ständig schmunzeln musste.
Auch die Entwicklung der Charaktere hat mir sehr gefallen. Man merkt, wie sie an ihren Aufgaben wachsen, sich verändern und dabei trotzdem sie selbst bleiben. Es gibt so viele schräge, witzige und gleichzeitig authentische Figuren, dass das Lesen einfach Spaß macht.

Die Handlung rund um die Geisterbrüder fand ich ebenfalls richtig gelungen. Der Fall hatte genau die richtige Mischung aus Humor, Spannung und emotionalem Kern. Ich habe wirklich mitgefiebert und mir ständig Fragen gestellt: Wer hat Douglas wirklich ermordet? Wie hängt alles zusammen? Und wie lassen sich die Konflikte zwischen den Brüdern lösen?
Das Ganze war originell erzählt und hat mich bis zum Ende neugierig gehalten.

Die Liebesgeschichte – beziehungsweise das Zusammenspiel zwischen Melody, Fletcher und Leo – fand ich ebenfalls spannend. Ich habe das emotional auf jeden Fall gespürt und hatte auch relativ schnell meinen Favoriten. Gleichzeitig fand ich es aber richtig gut, dass dieser Aspekt nicht die gesamte Handlung dominiert hat. Die Romance ist da, sie ist wichtig und trägt zur Geschichte bei, aber sie drängt sich nicht in den Vordergrund. Der Fokus bleibt klar auf der Ghostbusting Agency, ihrer Entstehung und Entwicklung sowie auf dem ersten großen Fall und genau das fand ich sehr angenehm.

Fazit

Insgesamt war das Buch für mich zu keinem Zeitpunkt langweilig. Es hat mich konstant unterhalten, zum Schmunzeln gebracht, manchmal auch den Kopf schütteln lassen – im besten Sinne. Es ist witzig, charmant, ein bisschen verrückt und gleichzeitig spannend erzählt.
Ich kann auf jeden Fall sagen: Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Fall der Agency.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

ein atmosphärisches Leseerlebnis voller Spannung und Eleganz

Pure Grace Academy (Band 1) - The Final Bow
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Nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter kehrt Aurelie an einen Ort zurück, den sie eigentlich nie wieder betreten wollte: die Pure Grace Akademie, die prestigeträchtige Ballettschule ihrer Familie in einem ...

Nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter kehrt Aurelie an einen Ort zurück, den sie eigentlich nie wieder betreten wollte: die Pure Grace Akademie, die prestigeträchtige Ballettschule ihrer Familie in einem ehrwürdigen Schloss nahe Paris. Vor Jahren hatte sie der Akademie den Rücken gekehrt, nachdem der Leistungsdruck ihrer Mutter und ein heftiger Streit sie dazu gebracht hatten, mit dem Ballett abzuschließen. Doch nun lassen ihr Zweifel keine Ruhe, denn Aurelie glaubt nicht, dass ihre Mutter wirklich Selbstmord begangen hat. Um die Wahrheit herauszufinden, taucht sie wieder in die Welt aus Disziplin, Ehrgeiz und Eleganz ein.
Dort begegnet sie auch Lucian wieder, ihrem ehemaligen besten Freund, der sie seit ihrem Weggang ignoriert und ihr nun mit eisiger Distanz begegnet. Zwischen ihnen liegt eine Vergangenheit voller ungeklärter Gefühle und trotzdem knistert es noch immer gewaltig.
Während Aurelie nach Hinweisen sucht, gerät sie immer tiefer in ein Geflecht aus Geheimnissen, Lügen und verdrängten Wahrheiten.
Schon nach wenigen Seiten war ich vollkommen in die Welt der Pure Grace Akademie hineingezogen.

Der Schreibstil von Jennifer Bright liest sich unglaublich flüssig und atmosphärisch. Die Autorin schafft es, Emotionen und Spannung miteinander zu verbinden, sodass sich die Geschichte gleichzeitig wie ein gefühlvoller New-Adult-Roman und wie ein kleines Mystery-Puzzle anfühlt.
Besonders gefallen hat mir, wie sie die Spannung langsam aufbaut. Stück für Stück entdeckt man gemeinsam mit Aurelie neue Hinweise, kleine Ungereimtheiten und versteckte Details, die zum Miträtseln einladen.

Ein weiterer großer Pluspunkt ist für mich definitiv die Ballett-Thematik. Ich fand die Einblicke in diese Welt unglaublich interessant. Man merkt, dass hier viel Recherche und Leidenschaft hineingeflossen ist. Zwar konnte ich mir unter manchen Fachbegriffen nicht immer direkt etwas vorstellen, aber genau dafür gibt es am Ende des Buches ein Register, das die Begriffe erklärt. Dadurch wirkte die Darstellung des Balletts sehr authentisch und greifbar. Man spürt den Ehrgeiz, den Druck, aber auch die Faszination, die dieser Sport auslösen kann.

Auch das Setting hat mich absolut begeistert. Die Akademie in diesem alten Schloss wirkt beeindruckend, elegant und elitär – genau so, wie man sich eine prestigeträchtige Ballettschule vorstellt. Diese Kulisse passt perfekt zur Geschichte. Gleichzeitig bringt das Setting automatisch eine gewisse mystische und geheimnisvolle Atmosphäre mit sich, die wunderbar zu Aurelies Suche nach der Wahrheit über den Tod ihrer Mutter passt. Die alten Gemäuer, die strengen Regeln und das Leben der Schüler innerhalb der Akademie erzeugen eine fast schon abgeschlossene Welt voller Geheimnisse.

Ein kleiner Kritikpunkt für mich war allerdings, dass wir relativ wenig von Paris außerhalb der Akademie sehen. Gerade weil Paris als Setting so unglaublich viel Atmosphäre bieten kann, hätte ich mir gewünscht, dass die Geschichte auch öfter außerhalb der Schule spielt. Ein paar mehr Schauplätze in der Stadt hätten das Ganze noch lebendiger gemacht. So konzentriert sich die Handlung fast vollständig auf die Akademie, wodurch der Ort theoretisch auch in einer anderen Stadt hätte liegen können. Das fand ich ein wenig schade, auch wenn die Akademie selbst sehr eindrucksvoll beschrieben ist.

Die Figuren haben mir ebenfalls sehr gut gefallen.
Aurelie ist eine Protagonistin, die ich sofort mochte. Sie ist zielstrebig, mutig und lässt sich von ihren Zweifeln nicht unterkriegen. Besonders schön fand ich ihre persönliche Entwicklung im Laufe der Geschichte. Nachdem sie das Ballett einst wegen des enormen Leistungsdrucks aufgegeben hat, entdeckt sie langsam wieder, warum sie es ursprünglich geliebt hat. Ihr Weg zurück zu dieser Leidenschaft fühlt sich sehr authentisch an und hat mir richtig gut gefallen.
Lucian fand ich als Charakter mindestens genauso spannend. Seine anfängliche Kälte gegenüber Aurelie wirft viele Fragen auf und sorgt für eine spürbare Spannung zwischen den beiden. Gleichzeitig merkt man schnell, dass hinter seiner distanzierten Art viel mehr steckt als nur verletzter Stolz. Besonders seine Entwicklung im Laufe der Geschichte hat mich beeindruckt. Der Konflikt mit seinem Vater und die Erwartungen, die auf ihm lasten, sind sehr nachvollziehbar dargestellt. Ein Highlight war für mich tatsächlich das Gespräch zwischen Lucian und seinem Vater gegen Ende. In diesem Moment bekommt man auch Einblicke in die Perspektive des Vaters und erkennt, dass hinter seinem Verhalten keine Boshaftigkeit steckt, sondern vor allem Trauer um Lucians Mutter und der Wunsch, das Beste für seinen Sohn zu wollen. Diese Szene hat den Charakter noch einmal deutlich vielschichtiger gemacht.
Zustätzlich tragen auch die Nebencharaktere dazu bei, dass sich die Welt der Akademie lebendig anfühlt. Sie bringen zusätzliche Perspektiven in die Geschichte und sorgen dafür, dass sich das Leben an der Schule realistisch und komplex anfühlt.

Die Beziehung zwischen Aurelie und Lucian hat mir ebenfalls sehr gefallen. Ihre gemeinsame Vergangenheit, die unausgesprochenen Gefühle und die unterschwellige Anziehung zwischen ihnen sorgen für viele emotionale Momente. Die Dynamik wirkt authentisch und entwickelt sich glaubwürdig.

Besonders gelungen fand ich außerdem den Suspense-Aspekt der Geschichte. Die Suche nach der Wahrheit über den Tod von Aurelies Mutter zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Roman. Die Autorin streut immer wieder kleine Hinweise und Details ein, die erst später ihre Bedeutung entfalten. Dadurch bleibt die Spannung konstant hoch. Die Auflösung hat mich letztlich auch überzeugt, weil sie überraschend, aber gleichzeitig schlüssig war.

Fazit

Insgesamt hat mir „Pure Grace Academy – The Final Bow“ von Jennifer Bright wirklich sehr gut gefallen. Die Mischung aus Ballett-Setting, emotionaler Liebesgeschichte und spannender Geheimnissuche funktioniert hier richtig gut. Vor allem die Atmosphäre der Akademie, die glaubwürdigen Figuren und die vielen kleinen Wendungen haben das Buch für mich zu einem sehr fesselnden Leseerlebnis gemacht.

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Ein Setting zum Verlieben

Mont Lacroix (Band 1) - Longing for Lelibeth
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Im Mittelpunkt der Geschichte steht Lelibeth Lacroix, die gemeinsam mit ihrem Vater das luxuriöse Berghotel Mont Lacroix führt und sich darauf vorbereitet, das Familienerbe eines Tages vollständig zu übernehmen. ...

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Lelibeth Lacroix, die gemeinsam mit ihrem Vater das luxuriöse Berghotel Mont Lacroix führt und sich darauf vorbereitet, das Familienerbe eines Tages vollständig zu übernehmen. Um das Hotel zukunftsfähig zu machen, möchte sie exklusive Events etablieren und erhält mit der Ausrichtung einer prestigeträchtigen Hochzeit die Chance, ihr Konzept zu beweisen. Dafür braucht sie dringend einen talentierten Floristen – und genau hier tritt Noah Benz in ihr Leben. Was Lelibeth nicht weiß: Noah arbeitet im Auftrag seines Vaters, dem Besitzer des konkurrierenden Hotels Goldberg, und soll das Mont Lacroix ausspionieren. Doch je mehr Zeit er im Hotel verbringt und je näher er Lelibeth kommt, desto stärker gerät sein Auftrag ins Wanken. Zwischen Loyalität, Schuldgefühlen und echten Gefühlen muss Noah eine Entscheidung treffen, die alles verändern könnte.

„Mont Lacroix - Longing for Lelibeth“ von Alexandra Flint hat mich positiv überzeugt. Der Autorin gelingt hier ein Auftakt, der sich weniger auf künstliches Drama verlässt, sondern vor allem von Atmosphäre, Figurenentwicklung und emotionaler Spannung lebt.

Was mich von der ersten Seite an gefesselt hat, war das Setting. Das Mont Lacroix ist nicht einfach nur ein Luxushotel, es fühlt sich wirklich wie ein lebendiger Ort an. Die Beschreibungen sind unglaublich bildlich: draußen der glitzernde Schnee, die winterlichen Berge, die klare Bergluft; innen warmer Luxus, altehrwürdiger Charme und gleichzeitig eine gemütliche, fast heimelige Stimmung. Ich hatte beim Lesen ständig das Gefühl, selbst durch die Flure dieses Schloss-Hotels zu gehen. Gerade dieser Kontrast aus exklusivem Ambiente und familiärer Wärme macht den Reiz des Settings aus.

Besonders positiv überrascht hat mich zudem das elitäre Umfeld. Oft sind Settings dieser Art ja von Intrigen, Zickereien oder überzogenem Konkurrenzdenken geprägt. Hier ist das ganz anders. Das Mont Lacroix strahlt zwar Prestige aus, aber ohne diese typische Giftigkeit. Die Mitarbeitenden, die Familie und das gesamte Umfeld wirken herzlich und loyal. Man spürt richtig, wie gut dort alles ineinandergreift – wie Zahnräder, die perfekt zusammenarbeiten. Dieses Gefühl von Zusammenhalt und Vertrauen hat mir unglaublich gut gefallen und dem Hotel fast etwas Märchenhaftes verliehen.

Der Schreibstil von Alexandra Flint liest sich sehr flüssig und angenehm. Sie verliert sich nicht in unnötigen Längen, nimmt sich aber genau dort Zeit, wo Emotionen oder Atmosphäre Raum brauchen. Besonders mochte ich die eingestreuten Zeitungsartikel. Das ist ein kleines Stilmittel, das der Geschichte zusätzliche Dynamik gibt und die Handlung realistischer wirken lässt, ohne den Lesefluss zu stören.

Die beiden Hauptfiguren haben für mich das Buch wirklich getragen.
Noah war für mich besonders spannend, weil sein innerer Konflikt so greifbar ist. Man merkt deutlich, wie sehr er zwischen dem Druck seines Vaters und seinem eigenen moralischen Kompass zerrieben wird. Seine Leidenschaft für die Floristik wirkt authentisch und verleiht ihm Tiefe. Ich mochte sehr, dass er kein klassischer Bad Boy ist, sondern jemand, der eigentlich einfach nur frei sein und seinen eigenen Weg gehen will.
Lelibeth hat mich ebenfalls überzeugt. Sie ist stark, verantwortungsbewusst und unglaublich fokussiert auf das Hotel – manchmal fast zu sehr. Man spürt die enorme Last, die auf ihren Schultern liegt, und gleichzeitig bewundert man, wie souverän sie damit umgeht. Besonders schön fand ich ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte, in der langsam deutlich wird, dass sie lernen muss, auch Raum für sich selbst zu schaffen. Sie wirkt nie überzogen perfekt, sondern menschlich und nahbar.

Die Liebesgeschichte entwickelt sich ruhig, aber gefühlvoll. Sie basiert zwar auf einer problematischen Ausgangssituation, schließlich steht Noahs Geheimnis wie ein Damoklesschwert über allem, doch genau diese emotionale Spannung macht den Reiz aus. Ich konnte Noahs Zerrissenheit wirklich nachempfinden, was die romantischen Momente noch intensiver gemacht hat.

Wenn ich einen kleinen Kritikpunkt nennen müsste, dann vielleicht, dass das Tempo stellenweise eher ruhig ist. Wer sehr viel äußere Action erwartet, könnte das als langsam empfinden. Für mich hat es aber gut zur winterlichen, fast verträumten Atmosphäre gepasst.

Fazit

Insgesamt hat mich der erste Band der Mont Lacroix-Reihe „Longing for Lelibeth“ vor allem durch sein traumhaftes Setting, die warmherzige Hotel-„Familie“ und die emotional glaubwürdigen Hauptfiguren überzeugt. Ich habe mich im Mont Lacroix unglaublich wohlgefühlt und bin jetzt schon neugierig auf die Folgebände – besonders darauf, mehr über die Geschwister und ihre Geschichten zu erfahren.

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