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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.06.2026

Tiefgründiger und melancholischer Roman

Sommerrauschen
0

Der Roman "Sommerrauschen" von Christiane Adlung erzählt aus der Perspektive von Judith, der Ich-'Erzählerin des Romans. aus der der Gegenwart und immer wieder Rückblicken in die Vergangenheit, von den ...

Der Roman "Sommerrauschen" von Christiane Adlung erzählt aus der Perspektive von Judith, der Ich-'Erzählerin des Romans. aus der der Gegenwart und immer wieder Rückblicken in die Vergangenheit, von den Sommern im Feriendomizil der Küste des Atlantiks in Frankreich. In der Vergangenheit war Judith ein Kind, das in Natascha, dem Nachbarmädchen aus dem anderen Ferienhaus, eine sehr gute Freundin fand, mit der sie ihr eigenes Familienleben verdrängte, denn einfach war es auch damals nicht, und den Sommer genoss. In der Gegenwart ist Judith Jahrzehnte später eine erwachsene Frau, Bildhauerin, Mutter zweier Töchter und verheiratet. Sie reist immer noch an die Küste ins Ferienhaus, doch mit dem im Raume stehenden Verkauf des Nachbarhauses, werden alle Erinnerungen an die Erlebnisse aus der Vergangenheit wieder hervorgespült. Unvermittelt muss sich Judith traumatischen Ereignissen bzw. Erinnerungen stellen.

Die Autorin erzählt auf eine sehr leise Art, findet sehr schöne Beschreibungen, jedoch hat mich die Geschichte nicht so sehr in den Bann gezogen, wie ich erwartet hätte. Manchmal hatte ich Schwierigkeiten mich im zeitlichen Ablauf zu orientieren, dann fehlte mir ein wenig das französische Lebensgefühl und die Protagonisten blieben mir alle ein wenig unnahbar. Ich spürte viel Traurigkeit und viele Geheimnisse.

3,5 aufgerundet 4 Sterne

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  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.04.2026

Schwächerer Teil

Ostseehölle
1

Kriminalkommissarin Pia Korittki wird zu einem Leichenfund in einem Kirchenturm gerufen. Die Leiche ist bei einer Kirchenführung entdeckt worden und als sich herausstellt, dass es sich um einen gewaltsamen ...

Kriminalkommissarin Pia Korittki wird zu einem Leichenfund in einem Kirchenturm gerufen. Die Leiche ist bei einer Kirchenführung entdeckt worden und als sich herausstellt, dass es sich um einen gewaltsamen Tod handelt,, geraten zunächst die Mitglieder eines Chores in das Blickfeld der Ermittlungen, denn zumindestens sind sie Zeugen, die die Ermordete zuletzt gesehen haben.
Ich mag die Fälle mit Pia und ihren Ermittlungsstil, sowie stets auch ihr Privatleben eine Rolle spielt. Die Autorin führt mich dieses Mal ziemlich in die Irre bezüglich des Tatmotivs und mit der Auflösung hätte ich so überhaupt nicht gerechnet, was natürlich positiv ist. Was mich in diesem Krimi jedoch gestört hat, war in manchen Situationen das Handeln bzw. das Verhalten der Figuren, was für mich nicht immer schlüssig oder logisch gewesen ist. Zudem sind Sachen erwähnt worden, die ich gerne zu Ende bzw. intensiver erzählt bekommen hätte, da sie so für mich bedeutlungslos für die die Story wurden. Zusätzlich hätte ich mir gewünscht, dass Pias Privatleben in der Entwicklung ein wenig zügiger voran ginge. Da das Privatleben aber mit einem gewollten Cliffhanger endet, möchte ich nach so viel Zeit, an der ich an Pias Privatleben teilgenommen habe, doch wissen wie es weitergeht. Ich warte also gebannt auf einen neuen Fall! 3,5 Sterne

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  • Spannung
Veröffentlicht am 25.11.2025

Der Roman hat mich fasziniert, doch in der zweiten Hälfte fand ich einiges unglaubwürdig

This isn't happiness
1

Im Roman geht es um Amy und Josh, beide Lehrer und seit 10 Jahren ein Paar - mittlerweile sind sie verlobt, aber die Luft brennt nicht mehr zwischen ihnen beiden. Amy führt eine Strichliste über die Tage, ...

Im Roman geht es um Amy und Josh, beide Lehrer und seit 10 Jahren ein Paar - mittlerweile sind sie verlobt, aber die Luft brennt nicht mehr zwischen ihnen beiden. Amy führt eine Strichliste über die Tage, die ohne körperliches Beisammensein vergehen und sucht die Schuld bei sich. Auf einmal beschließt Joshs Mutter einen Termin für die Hochzeit festzulegen und als Grund hält der demente Vater/Opa her, der noch die Hochzeit erleben soll. Amy weiß nicht wie ihr geschieht, denn Josh scheint wie ein willenloses Schaf allem zuzustimmen, insbewondere, wenn die Eltern die Kosten tragen. Selber ist er seit einiger Zeit nur mit Sport beschäftigt und seinem Coach Toni, anstelle von Wochentagen teilt er die Tage nach dem sportlichen Schwerpunkt ein.

Der Schreibstil ist wundervoll, denn Amy lässt mich an all ihren Gedanken, Überlegungen und Gefühlen teilnehmen und beschreibt die Situationen aus ihrer Sicht. Ich weiß manchmal nicht, ob ich lachen oder weinen soll über das, was sich Amy alles schön redet und gefallen lässt. Die Mütter von Josh und Amy sind sehr übergriffig, ebenso wie sich die zweite Frau von Amys Vater auch noch einmischt. So geraten Junggesellinnenabschied mit Freundinnen und den Frauen der Familie zum Albtraum ebenso wie eine Brautkleidanprobe. Währenddessen wird der Ärger für Amy an der Schule auch immer größer und Josh..... ja, der ist ganz speziell....Hilfe bzw. Unterstützung erhält Amy von Lace, die sie noch nicht lange kennt, aber die ihr versucht den Spiegel vorzuhalten, aber sie auch anspornt und ihr Gutes tut.

Auch wenn ich einiges im zweiten Teil der Story überzogen und unglaubwürdig empfand, so mochte ich es, wie die Autorin schonungslos und offen zeigt, wohin die Liebe des Lebens führen kann, den Finger in alle Wunden legt, Schwachstellen zeigt und mir als Leserin klar aufzeigt, dass ich in meinem eigenen Leben stets genau schauen sollte, was ich möchte.

3,5 Sterne aufgerundet 4 Sterne

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  • Thema
Veröffentlicht am 22.10.2025

Krimi mit kleinen Schwachstellen

Tegernsee-Verhängnis
0

Der Krimi legte ein flottes Tempo durch kurze Kapitel und Perspektivwechsel an den Tag, was mir gut gefiel. Der Einstieg, in die für mcih unbekannte Reihe, ist mir leicht gefallen und der Hauptkommissar, ...

Der Krimi legte ein flottes Tempo durch kurze Kapitel und Perspektivwechsel an den Tag, was mir gut gefiel. Der Einstieg, in die für mcih unbekannte Reihe, ist mir leicht gefallen und der Hauptkommissar, der über eine Berufsveränderung nachdachte, war mir sympathisch. Der Krimi startet mit zwei toten Tauchern und die Unterwasserszene fand ich sehr spannend. Kurze Zeit später kommt es zu einem weiteren Todesfall, bei dem ein Privatdetektiv erschossen wird. Es gibt mehrere Verdächtige und die Auflösung am Ende hat mich überrascht, auch wenn ich als Laie fast als erstes in dieser Richtung Ermittlungen angestellt hätte. Durch die relativ vielen Protagonisten, die kurz an Bedeutung gewannen und dann wieder verschwanden, hatte ich Schwierigkeiten sie mir gut vorzustellen. Da der Autor seinen Krimi sehr facetten- und themenreich gestaltet hat, was einerseits toll ist, andererseits mir , insbesondere was den Einblick in die Welt der Fußballer und ihrer Vermarktung betrraf, zu viel wurde, obwohl es gerade an dieser Stelle mich emotional berührt hat.

3,5 Sterne aufgerundet 4 Sterne

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Winterlicher, schwedischer Krimi mit nicht vorhersehbarem Ende

Lügennebel
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Der Krimi spielt im klirrend kaltem Schweden im Januar, als sich eine Gruppe von sechs Studenten - vier Männer und zwei Frauen - im Ferienhaus der Eltern des einen Studenten trifft, um Ski zu fahren und ...

Der Krimi spielt im klirrend kaltem Schweden im Januar, als sich eine Gruppe von sechs Studenten - vier Männer und zwei Frauen - im Ferienhaus der Eltern des einen Studenten trifft, um Ski zu fahren und das Leben zu genießen. Einen Tag später wird eine der jungen Frauen tot draußen im Schnee aufgefunden. Für mich ist es nicht der erste Fall mit den Ermittlern Hanna und Daniel sowie anderen Protagonisten, so dass ich ihre private Vergangenheit größtenteils kenne und Neueinsteigern werden in diese gut eingeführt.
Ich habe gebannt gelesen, wie die Ermittlungen voranschreiten und immer wieder neue Überlegungen angestellt werden, nicht nur bei den Ermittlern sondern auch in der Gruppe der Studenten. Mit der Auflösung des Falls bezüglich des Geschehens habe ich so jedoch nicht gerechnet und ich war schockiert, was. alles aufgrund eines Abends folgend, passiert ist und welche Folgen das für viele Menschen im Umfeld der Toten hat. Die Autorin legt in ihren Krimis immer viel Wert auf das Privatleben der Ermitllelnden, was mir jedoch, insbesondere bei Hanna, ein wenig zu überspitzt war. Auch war es für die Ermittlungen an sich nicht notwendig, dass das Privatleben insgesamt gefühlt fast die Hälfte des Krimis einnahm und dabei trotzdem nur oberflächlich blieb bzw. wenig an Entwicklungen aufzeigte. Auch hätte ich lieber noch etwas mehr über die Tote selber erfahren und ich fand es merkwürdig, dass deren Hintergrund bzw. Familie fast unerwähnt blieb.
Insgesamt kann ich den Krimi jedoch allen empfehlen, die Krimis mit viel privatem Touch und auch verzwickte Auflösungen mögen. 3,5 Stern aufgerundet 4 Sterne.

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