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Veröffentlicht am 20.04.2026

Neue Herausforderungen

Das alte Kapitänshaus – Inselgeheimnisse
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Mittlerweile ist Rose an der Reihe, den Betrieb des alten Kapitänshauses auf Jersey zu übernehmen. Die ehrgeizige Investmentbankerin kehrt dafür drei Monate ihrem Job in London den Rücken, um den letzten ...

Mittlerweile ist Rose an der Reihe, den Betrieb des alten Kapitänshauses auf Jersey zu übernehmen. Die ehrgeizige Investmentbankerin kehrt dafür drei Monate ihrem Job in London den Rücken, um den letzten Willen ihrer Mutter zu erfüllen. Doch die Insel hält ungeahnte Herausforderungen für sie bereit. Zudem scheint ihr Kollege Kevin nicht das Gelbe vom Ei zu sein, obwohl sie in ihm den Mann fürs Leben sah. Dafür fühlt sie sich von Lance überrumpelt, der plötzlich im alten Kapitänshaus auftaucht. Doch was für ein Geheimnis trägt Lance mit sich herum?

Der dritte Teil der Reihe widmet sich jetzt der dritten und ältesten der Brown-Töchter. Gemäß dem Wunsch ihrer verstorbenen Mutter müssen die drei Schwestern die Pension ein Jahr am Laufen halten und abwechselnd den Betrieb ohne die Hilfe der anderen übernehmen. Nur dann können sie das Erbe antreten, welches ansonsten der Kirche zufallen würde.

Zwei Schwestern haben ihren Part schon erfolgreich gemeistert und dabei auch ihr eigenes Leben umgekrempelt. Jetzt ist die dritte an der Reihe, welche jedoch mit ihrem bisherigen Leben ganz zufrieden war und eine Veränderung nicht in Betracht zieht. Doch das alte Haus hat eigene Pläne mit ihr und so war es auf der einen Seite für mich ein freudiges Wiedersehen mit dem Haus und seinen Bewohnern, zum anderen ein spannendes Kennenlernen von Rose, die jetzt natürlich im Mittelpunkt stand.

Die Rahmenbedingungen sind bekannt und wurden auch nicht mehr explizit erwähnt. Von daher würde ich wirklich raten, die Reihe von Beginn an zu lesen, damit man sich mehr in die Protagonisten und das alte Kapitänshaus mit seiner Geschichte einfühlen kann.

Rose steht gleich vor mehreren Baustellen und Veränderungen. Die Autorin Anne Labus ist sehr kreativ und hat den drei Schwestern nicht nur völlig unterschiedliche Charakter verliehen, sondern sie zudem noch mit sehr verschiedenen Herausforderungen konfrontiert. Von daher geht die Geschichte zwar immer weiter, jedoch verändert sie sich ständig, was mir sehr gut gefällt. Natürlich haben auch die bereits bekannten Gesichter immer wieder ihre Auftritte und auch die beiden anderen Schwestern kommen nicht zu kurz, doch der Fokus bleibt auf Rose und ihrer Zeit im alten Kapitänshaus.

Die Geschichte ist sehr spannend und einfühlsam erzählt. Es fiel mir schwer, das Buch zur Seite zu legen, da ich natürlich wissen möchte, wie geht es weiter mit Rose und dem alten Kapitänshaus. Der dritte Teil ist in sich rund, doch bleibt immer noch die Frage im Raum stehen, wie geht es weiter? Wurden die Bedingungen der verstorbenen Mutter alle erfüllt? Was passiert mit dem alten Kapitänshaus?
Da hoffe ich jetzt auf den vierten Band und dass dieser bald erscheinen wird.

Fazit:
Es war wieder ein wundervolles Wiedersehen mit dem alten Kapitänshaus und den drei Brown-Schwestern. Noch ist die Geschichte nicht zu Ende erzählt und ich freue mich auf das (hoffentlich baldige) Wiedersehen mit ihnen in Jersey.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Herausforderungen des Lebens

Erntedank in Vertikow
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Der Kirchenorganist Peer Wesendonk sitzt nach einem Motorradunfall im Rollstuhl. Frustriert und verbittert versucht er, mit der neuen Situation klar zu kommen. Doch er fühlt sich zunehmend nutzloser, zumal ...

Der Kirchenorganist Peer Wesendonk sitzt nach einem Motorradunfall im Rollstuhl. Frustriert und verbittert versucht er, mit der neuen Situation klar zu kommen. Doch er fühlt sich zunehmend nutzloser, zumal er auch seinen Beruf und seine Berufung als Organist nicht mehr nachkommen kann.
Als er dann jedoch sieht, wie die alte Frau Kuhn zu Tode kommt, ist für ihn klar, das war kein Unfall, das war eindeutig Mord. Doch niemand will ihm so recht glauben. Immerhin ist er der zugezogene Wessi und kein Einheimischer.
So schnell gibt Peer jedoch nicht auf und versucht, mit ein wenig Hilfe, sich in die Rolle eines Detektives einzufinden.

In den ersten Fall von Peer Wesendonk wurde ich regelrecht reingeworfen. Dank des Klappentextes wusste ich zumindest, dass der Protagonist einen schweren Schicksalsschlag hinter sich hatte und er damit zunächst klar kommen muss. Diese Verarbeitung steht auch ein wenig im Vordergrund der Geschehnisse, denn Peer muss sich erst an sein neues Leben als Rollstuhlfahrer gewöhnen.
Für mich war dieser Part auch recht interessant, da man sich selbst wenig Gedanken dazu macht und durch die Hürden, die Peer nun nehmen muss, sich dessen erst einmal bewusst wird.
Zeitgleich steht natürlich der Kriminalfall im Raum, bei dem Peer zunächst niemand Glauben schenken mag. Die einen sagen, es war ein Unfall, die anderen sehen die Schuld sogar beim Opfer. Doch Peer hat seine Zweifel, denen ich selbst sogar folgen mochte, mich aber auch fragte, wo findet man für diese These die notwendigen Beweise?
Der Autor Frank Friedrichs hat die Geschichte in einem fiktiven Ort in Mecklenburg-Vorpommern angesiedelt und dort auch gut verwurzelt. So bekommt man Regionalkolorit mit, den ich gerade bei Cosy Crime sehr schätze.
Der Fall ist verzwickt und oft hatte ich das Gefühl, Peer jagt einem Gehirngespinst hinterher, wusste es aber zeitgleich besser. Was mir auch sehr gut gefallen hat, war die Tatsache, dass Peer wirklich ein Anfänger ist. Er kann einfach nicht alles sofort bei seinem ersten Fall, sondern muss sich die Vorgehensweise, die nächsten Schritte und Handlungen zunächst erarbeiten. Was in seinem Fall eine zusätzliche Herausforderung ist, ist seine Behinderung, mit der er auch erst einmal leben lernen muss.
Der Fall ist in sich rund und abgeschlossen und macht eindeutig Lust auf mehr.

Fazit:
Authentisch, emotional und berührend, spannend und vielschichtig hat mich dieser Cosy Crime nach Mecklenburg-Vorpommern entführt, mir die Stärken und Schwächen eines ehemaligen Kirchenorganisten aufgezeigt und mich mit der Hoffnung zurückgelassen, dass es ein baldiges Wiedersehen im schönen Vertikow geben wird.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Gefährliches Artefakt

Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte
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So langsam hat sich Cassandra bei ihrer Tante eingelebt. Auch dass diese die Haghexe ist und Cassandra eine Ausbildung zur Hexe machen soll, ist nichts Neues mehr. Vielmehr beunruhigt Cassandra immer noch, ...

So langsam hat sich Cassandra bei ihrer Tante eingelebt. Auch dass diese die Haghexe ist und Cassandra eine Ausbildung zur Hexe machen soll, ist nichts Neues mehr. Vielmehr beunruhigt Cassandra immer noch, dass sie hinter den anderen Junghexen so herhinkt und ihre Zauber und Tränke nicht wirklich funktionieren.

Cassandra will Gas geben beim Lernen, aber dann geschehen im Dorf Hagley merkwürdige Dinge und irgendwie scheint die Lanze von Sir Egads eine Rolle zu spielen. Als wäre das nicht bereits genug, taucht auch noch Cassandras Cousin auf und Cassandra soll sich um ihn kümmern.

Das Buch setzt an den ersten Band an und führt die Geschichte fort. Cassandra ist immer noch auf der Suche nach ihrer Mutter, doch steht jetzt mehr ihre Hexenausbildung im Vordergrund. Zeitgleich gibt es ein Geheimnis zu lösen um die Lanze von Sir Egads. Auch das merkwürdige Verhalten der Dorfbewohner wirft Fragen auf und so tauchte ich schnell in eine Geschichte voller Geheimnisse, Rätsel und alten Sagen ein.

Setting und Protagonisten waren mir aus dem ersten Teil bereits bekannt, so dass es wie ein Nachhause kommen war und ich mich schnell in der Welt von Cassandra Morgan zurecht fand.

Die Rätsel waren knifflig, die Hinweise vielfältig und doch gab es immer wieder Störfaktoren, die einem dazwischen kamen. Die Geschichte ist daher sehr spannend und mitreißend. Mich konnte sie wieder gefangen nehmen. Die Sorgen und Ängste vor dem Schreiben eines zweiten Buches, welche die Autorin in der Danksagung äußert, waren in meinen Augen unbegründet. Es ist ihr wunderbar gelungen, die Stimmung und Spannung aus dem ersten Teil im zweiten fortzuführen und dazu noch eine Saga mit einzuflechten, die hervorragend zur Gesamtstory passt.

Fazit:

Eine gelungene Fortsetzung, bei der ich mich schon sehr auf den nächsten Teil freue und gespannt bin, was sich der Erlkönig als nächstes ausdenken wird.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Todbringende Automaten

Donaumelodien - Wiener Verschwörung
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Wien im Jahr 1879: Das Kaiserpaar begeht sein 25jähriges Ehejubiläum, welches groß gefeiert werden soll. Daher hat Polizeichef Marx alle Hände voll zu tun, um diese Feierlichkeiten nicht nur vorzubereiten, ...

Wien im Jahr 1879: Das Kaiserpaar begeht sein 25jähriges Ehejubiläum, welches groß gefeiert werden soll. Daher hat Polizeichef Marx alle Hände voll zu tun, um diese Feierlichkeiten nicht nur vorzubereiten, sondern auch entsprechend abzusichern.
Ein auf einem Karren in einem Korb liegenden abgetrennten Kopf trägt nicht wirklich dazu bei, ihn in seinem Arbeitspensum zu entspannen und so ist es wenig verwunderlich, dass er den Geisterfotografen Hieronymus Holstein mit den Ermittlungen beauftragt. Jener hat sich gerade frisch als Polizeiagent etabliert und nimmt zusammen mit seinem Freund und Fiakerfahrer Franz die Ermittlungen auf.

Doch je tiefer die beiden vordringen, um so gefährlicher wird die Situation und schnell wird beiden bewusst, sie haben es nicht nur mit einem höher gestellten Täter zu tun, sondern es ist zudem noch ein Wettlauf gegen die Zeit.

Quereinstiege in Serien sind immer ein Risiko. Es kann, muss aber nicht gut gehen. Der aktuelle Fall von Bastian Zach ist bereits der fünfte seiner Art und man sollte meinen, dass er einiges Wissen voraussetzt. Dem war zum Glück nicht so. Ich kannte bisher noch keine Bücher von Bastian Zach, was sich definitiv als Fehler herausstellte.

Der Einstieg in die Geschichte wurde mir leicht gemacht. Der Fund des abgetrennten Kopfes stand zunächst im Mittelpunkt und ich hatte genug Zeit, um mich mit den Örtlichkeiten, den Protagonisten und ihren Beziehungen zueinander vertraut zu machen. Dabei merkte ich schnell, dass ich den Schreibstil von Bastian Zach sehr mag und dieser einen regelrechten Lesesog bei mir auslöste.

Die Seiten flogen dahin, getragen von vielen Dialogen, lebendiger Geschichte und einem unvergleichlichen Setting. Für mich war es nicht nur ein Abtauchen in einen Kriminalfall, sondern auch ein Ausflug nach Wien zu Zeiten von Kaiserin Sisi und Kaiser Franz Josef. Beim Lesen hatte ich an keiner Stelle das Gefühl, dass mir etwas aus den vorangegangenen Fällen fehlen würde, vielmehr machte mich die Geschichte neugierig, so dass ich jetzt auch die alten Fälle lesen möchte, um schnellstmöglich nach Wien und zu Hieronymus und den seinen zurückkehren zu können. Zudem interessiert mich, wie aus einem Geisterfotograf ein Polizeiagent wurde.

Fazit:
Mich hat das Buch sehr positiv überrascht. Nicht nur die Geschichte, der spannende Fall, der immer weiter Tempo aufbaut, sondern auch vor allem der Schreibstil von Bastian Zach konnte mich einfangen und das Buch noch lange nachwirken lassen.

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Erben auf Schottisch

Mord & Breakfast
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Eine große Enthüllungsstory, vielleicht die beste ihrer Karriere, hat Melody Moss geplant und hofft auf deren Veröffentlichung. Stattdessen steht sie plötzlich auf der Straße. Einfach gekündigt, ohne wirklichen ...

Eine große Enthüllungsstory, vielleicht die beste ihrer Karriere, hat Melody Moss geplant und hofft auf deren Veröffentlichung. Stattdessen steht sie plötzlich auf der Straße. Einfach gekündigt, ohne wirklichen Grund, mit fadenscheinigen Ausreden.

Während Melody sich noch sortiert und versucht zu begreifen, was da passiert ist, stürzt die nächste Nachricht auf sie ein: Ihre Tante ist verstorben und hat ihr das Bed&Breakfast „Coastal Inn“ an der Ostküste Schottlands vererbt. Jedoch ist das Erbe an Bedingungen gebunden.

Vor Ort muss Meldoy feststellen, dass kaum einer um ihre Tante trauert und auch ihr Gespür sagt ihr, dass etwas nicht stimmt. Der Tod von Mabel kann kein Unfall gewesen sein, doch die örtliche Polizei zeigt wenig Interesse an dem Fall. Also begibt sich Melody selbst auf Spurensuche und deckt dabei unglaubliches auf.

Ich habe den Fall als Hörbuch gehört und war bereits nach wenigen Minuten gefangen. Sandrine Mittelstädt hat eine wunderbare Lesestimme und weiß, den Text mit seinen Facetten zu transportieren.

Die Geschichte selbst ist spannend, aber auch sehr cosy. Melody Moss ist von Hause aus Journalistin und sehr neugierig. Das hilft ihr bei den Ermittlungen und zeitgleich weiß sie, wie man Leute zum Reden bringt.

Neben dem Fall bekommt man aber auch Lust auf Schottland gemacht. Das Bed&Breakfast wird ebenso beschrieben, wie die Umgebung, die Leute und das Flair. Man spürt deutlich die Liebe der Autorin zu diesem Flecken Erde. Daher konnte ich mich gut einfühlen und habe mir eine gedankliche Notiz gemacht, diesen Flecken einmal besuchen zu wollen.

Die Autorin Anne Gordon schafft den Spagat zwischen Krimi und Umgebungsbeschreibung sehr gut, so dass ich mich auf der einen Seite wohlfühlte, auf der anderen neugierig war, wie es weiter geht, wie die Zusammenhänge sind und welche Täter/innen in Frage kommen.

Einen kleinen Zuckerschock liefert noch Cheddar, die Bulldogge von Mabel, die Melody auf Schritt und Tritt folgt.

Fazit:
Wohlfühlkrimi an der schottischen Ostküste, bei dem man abschalten und eintauchen kann. Das Ende lässt auf ein Wiedersehen mit Melody hoffen, worüber ich mich sehr freuen würde.

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