Eine gute Ehe
Ich bin ein LasterEigentlich sind sie eher französische Kanadier, doch wegen der Arbeit leben sie im englischsprachigen Teil des Landes. Agathe und Réjean führen eine gute Ehe. Nun gut, sie würde manchmal lieber Rock hören ...
Eigentlich sind sie eher französische Kanadier, doch wegen der Arbeit leben sie im englischsprachigen Teil des Landes. Agathe und Réjean führen eine gute Ehe. Nun gut, sie würde manchmal lieber Rock hören und er sagt nicht immer die Wahrheit darüber, wo er hingeht. Aber das sich doch Kleinigkeiten und bald naht ein Hochzeitstag, der begangen werden muss. Eifrig bastelt Agathe an einem Geschenk. Da kommt Réjean von einer Fahrt zum Angeln nicht nach hause. Unfassbar. Was kann nur passiert sein. Da sein Fahrzeug keine Spuren aufweist, geht die Polizei davon aus, dass er freiwillig gegangen ist.
Plötzlich allein muss Agathe einiges in ihrem Leben umstellen. Natürlich hofft sie zunächst, dass ihr Mann wieder auftaucht. Doch irgendwann wird das Geld weniger und sie muss notgedrungen arbeiten gehen. Im Job lernt sie die lebensfrohe Debbie kennen. Von ihr lernt Agathe Auto zu fahren und sie lässt sich von ihrer neuen Freundin an den Rock’n Roll heranführen. Genau genommen tut es Agathe richtig gut, dass sie ihr Leben anders organisieren muss. Und doch lässt sie der Gedanke an ihren Mann nicht los, oder?
Die Sache mit dem Laster kann man beim Lesen des Buches entdecken. Es lohnt sich. Ob einen die Geschichte von Agathe und Réjean sonst so begeistert, wird wohl von den Lesenden unterschiedlich entschieden. Hätte man Réjean geheiratet oder hast man lieber das Weite gesucht. Davon zu lesen, welche Entwicklung Agathe durchlebt, macht richtig Spaß. Neugierig bleibt man immer. Besonders hervorzuheben ist die sehr schöne Gestaltung des Buches. In rotes Leinen gebunden mit weißer Schrift und einem kleinen Bildausschnitt. Das macht sich gut in jeder Hand und auch in jedem Regal.