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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.04.2026

Eine bewegende Geschichte

Neun Leben
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Ein junges Mädchen wird nach einem Unfall ins Krankenhaus eingeliefert und befindet sich im Koma. Die Katze Ginger ist verletzt und landet bei einer Heilerin. Ginger wird vor eine Entscheidung gestellt.

Schon ...

Ein junges Mädchen wird nach einem Unfall ins Krankenhaus eingeliefert und befindet sich im Koma. Die Katze Ginger ist verletzt und landet bei einer Heilerin. Ginger wird vor eine Entscheidung gestellt.

Schon früh wird deutlich, warum das Buch diesen Titel trägt. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive einer Katze.
Zwei Schicksale stehen im Fokus, die eng miteinander verbunden sind. Die Geschichte ist stellenweise traurig, verliert dabei jedoch nie ihre hoffnungsvolle Grundstimmung. Gingers Entscheidung ist mutig und hat Gewicht und zeigt, wie viel Stärke auch in scheinbar kleinen Wesen liegen kann.

Fazit: Es ist ein berührendes Buch über Verbundenheit, Verlust und Hoffnung. Die Illustrationen von Franziska Gell ergänzen die Geschichte auf sehr stimmige Weise. Sie unterstreichen die Atmosphäre des Buches. Mir hat die Geschichte gut gefallen.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Ein schöner Wohlfühlroman

Verliebt in Rosa
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Rosa ist glücklich darüber, dass sie im Shanty-Chor Deichperlen mitsingen kann. Dort werden traditionelle Seemannslieder gesungen. Die anderen fünf Frauen sind begeistert, als sie mit einem Akkordeon spielt. ...

Rosa ist glücklich darüber, dass sie im Shanty-Chor Deichperlen mitsingen kann. Dort werden traditionelle Seemannslieder gesungen. Die anderen fünf Frauen sind begeistert, als sie mit einem Akkordeon spielt. Dabei trifft sie auf Sören. Kann sie ihm wirklich vertrauen?

Rosa bringt frische Ideen und neuen Schwung in die Gruppe und wird von Beginn an herzlich empfangen. Die wöchentlichen Auftritte in der Hafenkneipe Möwenposten schaffen eine lebendige Stimmung und zeigen, wie viel Freude Musik und Gemeinschaft bringen können. Beim Lesen habe ich deutlich gespürt, wie sehr die Frauen einander wertschätzen und wie stark ihre Bindung ist.
Besonders hat mir gefallen, wie sich zwischen Rosa und Sören zarte Gefühle entwickeln.

Fazit: Es ist eine lockere und leichte Lektüre. Die norddeutsche Kulisse verleiht der Geschichte Flair. Der Roman lebt von seinen sympathischen Figuren, die mit ihrer Herzlichkeit überzeugen.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 Sterne

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Die Autorin überrascht erneut mit unvorhergesehenen Wendungen

Die Ehefrau – Was hat sie zu verbergen?
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Als sich für Sylvia die Gelegenheit bietet, als private Pflegekraft tätig zu werden, ergreift sie die Chance. Victoria kann nicht sprechen, ist nicht in der Lage, eigenständig zu essen, sitzt im Rollstuhl ...

Als sich für Sylvia die Gelegenheit bietet, als private Pflegekraft tätig zu werden, ergreift sie die Chance. Victoria kann nicht sprechen, ist nicht in der Lage, eigenständig zu essen, sitzt im Rollstuhl und benötigt Hilfe. Sie findet Victorias Tagebuch und erfährt nach und nach einiges über ihr Leben.

Dieses Buch hat mich erneut mit einer eher subtilen, aber dennoch konstanten Spannung gefesselt. Sylvia widmet sich Victoria mit großer Hingabe und Geduld. Dabei wirkt Victoria beinahe apathisch und ist im Rollstuhl gefangen, während ihre Versuche zu kommunizieren unverständlich bleiben. Ihr Ehemann Adam ist sehr fürsorglich.
Besonders gelungen sind die wechselnden Perspektiven und die eingestreuten Tagebucheinträge. Je mehr Sylvia aus dem Tagebuch erfährt, desto deutlicher wird, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Diese schleichende Erkenntnis ist sehr wirkungsvoll umgesetzt und gibt nach und nach weitere Einblicke in das Eheleben. Der Schneesturm, die Abgeschiedenheit des Hauses und der Stromausfall verstärken die unheimliche Stimmung zusätzlich.

Fazit: Es ist ein Thriller mit unterschwelliger Spannung von Anfang an, der durch Atmosphäre und mehrere Twists punktet. Der Schreibstil ist flüssig und einfach gehalten. Besonders hervorzuheben sind die überraschenden Wendungen, und selbst am Ende gelingt es der Autorin, noch eine Überraschung einzufügen.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und gebe eine Leseempfehlung und 4 Sterne

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Ein lockerer und leichter Antikrimi

Giovanni, du stinkst
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Ein kleines, traumhaftes Badegewässer wird zum Schauplatz, als dort eine Leiche entdeckt wird. Giovanni Sinovats leitet die Ermittlungen. Neben seinen Schwierigkeiten mit dem Fall hat er auch mit seiner ...

Ein kleines, traumhaftes Badegewässer wird zum Schauplatz, als dort eine Leiche entdeckt wird. Giovanni Sinovats leitet die Ermittlungen. Neben seinen Schwierigkeiten mit dem Fall hat er auch mit seiner Mutter zu kämpfen, die eine Vorliebe für alles Italienische hat. Die Dorfbewohner sind nicht nur wegen der Leiche aus der Ruhe gebracht, sondern auch aufgrund eines Erdbebens und eines geldgierigen Pächters.

Dieser Roman ist kein typischer Krimi, wie bereits der Untertitel „Antikrimi“ verdeutlicht. Im Mittelpunkt stehen nicht die Ermittlungen, sondern vielmehr die Charaktere und ihr Leben in einer scheinbar perfekten Welt. Diese Idylle wird früh gestört, zuerst durch ein Erdbeben und anschließend durch eine Leiche im Wasser. Giovanni lebt noch bei seiner Mutter und wird oft an seine Grenzen gebracht. Gerade diese Beziehung bietet viel Unterhaltung. Die Einwohner des Dorfes sind alles andere als gewöhnlich und haben ihre eigenen Macken und Eigenheiten.
Hinter der schönen Fassade verbirgt sich jedoch mehr, als es zunächst den Anschein hat. Einige tragen Geheimnisse mit sich herum, die nach und nach sichtbar werden. Zudem sorgt ein Pächter für Unruhe innerhalb der Gemeinschaft, denn er sieht in der Situation eine Chance, viel Geld zu verdienen.

Fazit: Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen, dabei kommt auch der Humor nicht zu kurz. Die Geschichte lebt weniger von Spannung im klassischen Sinne, sondern von ihren Charakteren und den kleinen Abgründen, die sich hinter ihrem Alltag offenbaren.
Das überraschende Ende hat mich verblüfft.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 Sterne

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Ein unterhaltsamer und humorvoller Roadtrip

Sonne im Gepäck
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Tom hat einen Auftrag eines Kulturprojekts, das ihn für längere Zeit durch halb Europa reisen lässt. Seine Frau möchte nicht die ganze Zeit mit den kleinen Zwillingen allein sein und beschließt kurzerhand, ...

Tom hat einen Auftrag eines Kulturprojekts, das ihn für längere Zeit durch halb Europa reisen lässt. Seine Frau möchte nicht die ganze Zeit mit den kleinen Zwillingen allein sein und beschließt kurzerhand, ebenfalls am Kulturprojekt teilzunehmen, und die Betreuung der Kinder zu teilen. Ein Wohnmobil muss her, und schon beginnt die Reise. Doch nicht alles läuft wie erhofft. Das Camperleben zu viert ist sehr beengt, und ihr Mann scheint mehr mit seiner Kollegin beschäftigt zu sein. Von der idyllischen Atmosphäre kann hier keine Rede sein.

Dieser Roman erzählt von einem Roadtrip, der ganz anders verläuft als geplant. Valerie beginnt die gemeinsame Reise voller Vorfreude, merkt aber bald, dass Planung und Realität oft weit auseinanderliegen. Sie steht ständig unter Strom, reagiert angespannt auf jede Abweichung, sobald Chaos entsteht. Tom dagegen wirkt gelassen und in sich ruhend, was sie nervt. Ursprünglich wollten sie die Kinderbetreuung aufteilen, aber dies funktioniert nicht.

Fazit: Ein unterhaltsamer und humorvoller Roadtrip mit Gefühl und authentischen Konflikten. Kleine Längen in der Mitte werden durch eine spannende Weiterentwicklung ausgeglichen. Besonders gelungen ist das lebendige Setting, das verschiedene Orte in den Fokus rückt. Gleichzeitig zeigt die Geschichte, wie alle an ihren Herausforderungen wachsen und sich weiterentwickeln.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne

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