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Veröffentlicht am 09.04.2026

Eine Geschichte, die. im Kopf bleibt

Zugwind
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Inhalt

Mira Zehmann ist Hausärztin, Mutter, Ehefrau. Sie stammt aus einer jüdischen Familie in Odesa, vor Jahren hat sie zusammen mit ihrem Mann die Ukraine verlassen, um in Deutschland ihr eigenes Leben ...

Inhalt

Mira Zehmann ist Hausärztin, Mutter, Ehefrau. Sie stammt aus einer jüdischen Familie in Odesa, vor Jahren hat sie zusammen mit ihrem Mann die Ukraine verlassen, um in Deutschland ihr eigenes Leben zu leben – für sich und ihre kleine Tochter. Doch als in ihrer alten Heimat Bomben explodieren, gerät ihre Welt aus den Fugen, und ein erbarmungsloser Zugwind weht durch ihr Leben.

Die Hausarztpraxis wird zur Anlaufstelle, lang ist die Schlange der ukrainischen Patienten, die alle zu Mira wollen auf der Suche nach Trost, nach Heilung und Mitgefühl. Ob eine Affäre hilft, Miras Unmut über den unendlich langen Besuch der Schwiegermutter zu überwinden? Als Mira verfolgt, wie ihre Patienten zwischen den Welten reisen, steht für sie fest: Sie muss nach Odesa, muss ihre über neunzigjährige Oma besuchen, das Meer sehen, mit ihren Freunden tanzen gehen.



Rezension

Als das Buch "Zugwind" bei mir einzog, war ich sehr gespannt darauf, wie es sein wird. Die Leseprobe hatte mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil, die Erzählung, die Worte an sich waren total inspirierend und zugleich erschütternd vor Intensität, die nicht nur zwischen den Zeilen mitschwang, sondern die die Geschichte an sich trug.

Die Protagonistin erzählt von ihrem Leben als Ärztin. In Deutschland und in Odesa. Zu ihr kommen Patienten, die vom Krieg gezeichnet sind und sich nach ihrem alten Leben sehnen. Durch diese Sehnsucht entstehen die Beschwerden. Manche, nicht alle. Im Grunde wollen sie reden, sich verstanden fühlen und nicht allein sein. Mit ihren Gefühlen, ihren Gedanken – ihrer Angst, die seit dem Krieg in der Ukraine ihr ständiger Begleiter ist.

Das hat die Autorin schön bildlich zusammengefasst. Die Geschichte ist mit so viel Gefühl geschrieben, dass man von Seite zu Seite schwingt. Zwischen dem Beschwingtsein und dem Schwerwerden, aber immer mit einem Lichtblick auf die Hoffnung, dass sich alles wieder ändern, zum Guten wenden, könnte. Sie zeigt uns, was wir verloren haben, was wir nicht sehen und was es uns manchmal kostet, wenn wir uns verlieren. Vor allem, wenn wir den Mut verloren haben, wir selbst zu sein, um für uns einzustehen. Uns schlecht zu fühlen für Dinge, die sich manchmal einfach so ergeben. Aus Umständen, aus Wünschen oder Träumen.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Action Dude - yay!

Action Dude 1: Zoff im Freizeitpark
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Inhalt

Action Dude lebt für die Gefahr! Er springt aus Hubschraubern, rennt über Baukräne und spaziert lässig aus Gebäuden, kurz bevor sie in die Luft fliegen. Er lebt außerdem bei seiner Mom, denn er ...

Inhalt

Action Dude lebt für die Gefahr! Er springt aus Hubschraubern, rennt über Baukräne und spaziert lässig aus Gebäuden, kurz bevor sie in die Luft fliegen. Er lebt außerdem bei seiner Mom, denn er ist erst neun Jahre alt. Trotzdem ist er der mutigste Actionheld aller Zeiten. Zumindest fast. (Vor Spinnen hat er tierisch Angst, aber das darf niemand wissen!) Als in einem Freizeitpark plötzlich die Roboter durchdrehen, ist klar: Nur Action Dude kann alle retten. Denn, mal ehrlich – wer sonst ist verrückt genug, sich kopfüber ins totale Chaos zu stürzen?



Rezension

Ich liebe den kleinen Star in diesem Buch. Sein trockener Humor hat mich direkt erwischt. Ich liebe den.😍 Die Dialoge und die Situationen sind oft so pointiert, dass man automatisch schmunzeln muss. Es geht gar nicht anders.

Die Story ist spannend und gleichzeitig angenehm leicht erzählt. Man kommt richtig gut durch die Seiten, was aber auch daran liegt, dass der Comic leicht und verständlich geschrieben ist. Genau die Art von Geschichte, bei der man sich vornimmt, nur „kurz reinzulesen“ – und dann plötzlich ist man durch. Ich hätte danach sofort mit dem zweiten Band starten können. Bitte, bitte mehr davon!

Besonders schön fand ich die kleinen Hinweise für die Jüngeren, die ganz nebenbei eingebaut sind (zum Beispiel: nicht während der Fahrt aus einer Attraktion aussteigen). Das wirkt nicht belehrend, sondern eher wie ein freundlicher Reminder, der sich wunderbar in die Handlung fügt.

Gleichzeitig hat das Buch auch seine wichtigen Zwischentöne. Zwischen all dem Humor steckt nämlich mehr, als man auf den ersten Blick erwartet. Kleine Botschaften über Mut, Zusammenhalt und darauf zu hören, was richtig und was falsch ist. Und das Angst etwas ganz normales ist und man ihr begegnen darf.

Ich konnte das Buch wirklich nicht weglegen und habe es in einem Rutsch durchgelesen. Für mich ist der Comic Action Dude einer, der Spaß macht, aber auch Herz hat. Und der sowohl für jüngere Leser*innen als auch für Erwachsene, die Lust auf etwas Leichtes haben, richtig gut funktioniert.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Eine Story, die mir im Gedächtnis geblieben ist

Spicy Noodles – Der Geschmack des Feuers
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Eine Story, die mir im Gedächtnis geblieben ist – denn sobald ich an sie denke, ist alles wieder da. Ehrlich: Es war so, so gut!😱💖

Inhalt

Da ihn alle New Yorker Universitäten abgelehnt haben, muss Toma ...

Eine Story, die mir im Gedächtnis geblieben ist – denn sobald ich an sie denke, ist alles wieder da. Ehrlich: Es war so, so gut!😱💖

Inhalt

Da ihn alle New Yorker Universitäten abgelehnt haben, muss Toma notgedrungen im Restaurant seines Großvaters Shiro arbeiten. Über Shiros Geschichten kann er nur den Kopf schütteln. Ihre Familie, so behauptet er, stamme von einem shintoistischen Feuergott ab und ein paar schlichte Essstäbchen in ihrem Besitz seien magische Gegenstände! Statt der Legende nachzugehen, macht Toma lieber der Stammkundin Akari schöne Augen. Als jedoch finstere Gestalten auftauchen und kurz darauf die Stäbchen gestohlen werden, beginnt Toma zu zweifeln. Gemeinsam mit Akari macht er sich an die waghalsige Verfolgung der Diebe - nicht ahnend, dass sie damit in einen jahrhundertealten Krieg hineingezogen werden ...


Rezension

Der Protagonist Toma war mir von Anfang an sympathisch. Gerade weil er gezweifelt hat. Weil er echt war. Und weil er erst im Verlauf der Geschichte an sich gewachsen ist. Tomas Zweifel haben mich persönlich abgeholt, weil wir wahrscheinlich alle dieses Gefühl kennen – dieses Zögern, dieses Unsichersein, wenn man Wege einschlägt, die erst mal steinig sind und auch wehtun können. Gerade das hat ihn für mich so nahbar gemacht.

Das Tempo der Geschichte zieht immer wieder an, ohne zu überfordern. Der Spannungsaufbau ist super dosiert, sodass man ständig weiterlesen möchte. Ich habe förmlich am Buch geklebt.🤭Besonders mochte ich die Dynamik zwischen den Figuren – sie fühlt sich natürlich an und trägt die Story richtig gut.

Es gab viele starke Szenen, aber besonders die Momente im Spicy Noodles, in denen er sich zum ersten Mal angekommen fühlt, ausprobiert und die Sicherheit in ihm wächst, sind mir im Gedächtnis geblieben. Und ich fand es total schön, dass Tomas Opa so tolle Freunde hat. Diese kleinen, leisen und zwischenmenschlichen Momente geben der Geschichte nochmal extra Wärme mit auf den Weg – auch wenn zeitweise das Feuer lodert.🔥

Insgesamt ist Spicy Noodles von Marie Grasshoff eine Geschichte, die nachhallt. Ehrlich, warm und mit Figuren, die einem im Kopf.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Leise. Poetisch. Verträumt.

Halber Stein
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Inhalt

Sine kehrt nach über zwanzig Jahren an den Ort ihrer Kindheit zurück. Ihre Großmutter Agneta ist gestorben, und gemeinsam mit ihrem Vater Johann reist sie zu deren Begräbnis nach Siebenbürgen. ...

Inhalt

Sine kehrt nach über zwanzig Jahren an den Ort ihrer Kindheit zurück. Ihre Großmutter Agneta ist gestorben, und gemeinsam mit ihrem Vater Johann reist sie zu deren Begräbnis nach Siebenbürgen. Das Haus der Großmutter zieht sie vom ersten Augenblick an in ihren Bann: das Gebäude mit seiner geheimnisvollen Architektur, dem vermauerten Eingang zur ehemaligen Familienfärberei und den verschiedenfarbigen Räumen wecken Erinnerungen an ein Zuhause, das Sine längst verloren glaubte. Agnetas Lebensgeschichte und die Menschen, die sie umgaben, sind ein erster Schlüssel für Sines Suche nach ihrer eigenen Zugehörigkeit. Doch erst die Begegnung mit Julian, dem Freund der Kindheit, und Sines Eintauchen in die Landschaft Siebenbürgens öffnen Sine den Blick für das Wesentliche: Heimat ist der Ort, an dem die Erinnerungen aufgehoben sind.



Rezension

Leise. Poetisch. Verträumt. Und doch voller Kraft. So würde ich Halber Stein von Iris Wolff beschreiben.

Die Geschichte um Sine hat mir wunderbar gefallen. Der Schreibstil der Autorin trägt einen von Seite zu Seite, verliert sich bisweilen in Landschaftsbeschreibungen, die nahe an die Poesie rücken und einen ganz an diesen Ort führen. Das hat mich tief berührt.

Es sind diese leisen, beinahe vorsichtigen Zwischentöne, die einen tragen. Die großen Lebensfragen, die zwischen den Zeilen mitschwingen, und die Momente, die sich anfühlten, als ginge ich durch ein Stück meiner eigenen Kindheit: das Lachen meiner Großeltern, der Ort, an dem ich geboren bin – verwoben mit den Fragen, die ich mir selbst stelle.

Halber Stein ist ein Buch, eine wunderbare Geschichte, die nicht laut sein will – sondern tief im Herzen verankert bleibt. Lange. Still. Und genau deshalb so eindringlich. Etwas, was ich total liebe. Iris Wolff erzählt nicht von Antworten, sondern von dem Raum dazwischen. Und vielleicht ist es genau dieser Raum, in dem man sich selbst wiederfindet.💖 Für mich ein absolutes Jahreshighlight.✨

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Warum es nicht ganz meinen Geschmack traf

How It All Ends
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Inhalt

Die dreizehnjährige Tara erlebt die größten Abenteuer – in ihren Tagträumen. Doch als sie eine Klasse überspringen soll und auf die Highschool versetzt wird, holt sie die Realität mit voller Wucht ...

Inhalt

Die dreizehnjährige Tara erlebt die größten Abenteuer – in ihren Tagträumen. Doch als sie eine Klasse überspringen soll und auf die Highschool versetzt wird, holt sie die Realität mit voller Wucht ein. Was, wenn sie sich in den endlosen Gängen der Schule verläuft? Oder wenn alle sie für ein Baby halten?!

Aber dann ist da Libby.

Tara kann nicht erklären warum, aber mit ihrer neuen Mitschülerin Libby ist alles viel leichter und aufregender und der Wechsel am Ende vielleicht doch nicht so schlimm?



Rezension

Das Cover und die Leseprobe haben mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Ich habe mich sehr darauf gefreut, die Geschichte der Protagonistin Tara zu begleiten, und im Großen und Ganzen entsprach sie auch meinen Erwartungen. Es ist eine Mischung aus Tagträumereien und dem Alltag einer Jugendlichen, gepaart mit humorvollen Momenten, die ich als sehr gelungen in Szene gesetzt empfand. Die Jugendzeit ist nun einmal chaotisch: Man fühlt sich oft missverstanden, manchmal auch allein mit seinen Ansichten oder dem, was einem gefällt. Genau das kam bei Tara wirklich gut zur Geltung, was mir sehr gefallen hat.

Dennoch war es mir stellenweise etwas zu chaotisch, zu laut und zu wuselig. Ja, so ist das Teenagerleben, aber manchmal fühlte ich mich von einigen Szenen, unter anderem auch durch die Illustrationen, etwas überfahren. Deshalb musste ich trotz der interessanten Story zwischendurch Pausen einlegen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Illustrationen nicht gut waren. Im Gegenteil, sie passten immer sehr gut. Dennoch war es mir an manchen Stellen einfach etwas zu viel.

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